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Your search for 'dc_creator:( "Löhnig, Martin" ) OR dc_contributor:( "Löhnig, Martin" )' returned 19 results. Modify search

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Bürgschaft

(746 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. Definition und Bedeutung Die B. ist ein Sicherungsmittel, bei dem sich eine Person (der Bürge) gegenüber einem Gläubiger verpflichtet, für die Verbindlichkeit eines Schuldners einzustehen. Die heute geläufige Haftung des Bürgen ausschließlich mit dem Vermögen steht am Ende einer langen Entwicklung weg von der Haftung mit dem Leib, die erst im 15. Jh. abgeschlossen war [3]; [4]. In den gesetzlichen Regelungen der B. aus dem 16. bis 18. Jh. spiegelt sich die Lösung von regionalen Rechtsvorstellungen zugunsten röm.-rechtlicher Inhalte wider. Diese Re…

Kauf

(843 words)

Author(s): Löhnig, Martin
Der K. ist ein Rechtsgeschäft, das auf den Umsatz von Ware gegen Geld gerichtet ist. Er gewann im MA unter Verdrängung des Tausches von Ware gegen Ware aufgrund der Durchsetzung der Geldwirtschaft v. a. in den Städten zunehmend an Bedeutung und war in der gesamten Nz. das wichtigste Umsatzgeschäft. 1. Zustandekommen und Wirkungen Der K. kam in der Nz. unter der Rezeption des römisch-kanonischen Rechts grundsätzlich allein durch die Einigung von Verkäufer und Käufer über K.-Gegenstand und K.-Preis zustande. Der K.-Preis konnte jedoch nicht immer a…

Treuhand

(810 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. Begriff Als T. wurde in der Nz. die rechtsgeschäftlich begründete Verpflichtung zur Wahrnehmung von Interessen einer Person (Treugeber = Treug.) durch eine andere Person (Treuhänder = Treuh.) bezeichnet. Häufig, aber nicht zwingend, war sie mit der Übertragung von Vermögenswerten vom Treug. auf den Treuh. oder mit dem treuhänderischen Erwerb von Vermögenswerten durch den Treuh. anstelle des Treug. verbunden. Rechtsinstitute mit treuhänderischem Charakter waren bereits dem rezipierten röm. Recht (als lat. fiducia) und den aus dem MA überkommenen lokalen Rechtstra…

Grundpfandrecht

(1,021 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. Definition Ein G. ist ein Pfandrecht an einem Grundstück. Es dient der Sicherung von Forderungen, insbes. von Krediten, und bewirkt, dass das Grundstück für die gesicherte Forderung haftet, der Forderungsgläubiger also das Grundstück verwerten darf, wenn diese vom Schuldner nicht erfüllt wird. Zu unterscheiden sind die in der gesamten Nz. bekannte Hypothek (= Hyp.; s. u. 2.) und die gegen Ende der Nz. entstehende Grundschuld (s. u. 3.). Löhnig, Martin 2. Die Hypothek 2.1. Bedeutung der Hypothek G. waren in ganz Europa bereits im MA bekannt. Im Zuge der Rezeption des …

Notwehr

(925 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. Begriff Unter N. wird heute die berechtigte Verteidigung gegen einen Angriff verstanden. Dies hat zur Folge, dass der Verteidiger, obwohl er einen Straftatbestand, z. B. eine Körperverletzung oder Tötung, erfüllt, dafür nicht bestraft wird und sich auf privatrechtlicher Ebene auch nicht schadensersatzpflichtig macht. 2. Strafrechtliche Aspekte Während ma. Rechtsaufzeichnungen nur Regelungen für einzelne Fälle der Verteidigung enthielten, fanden die Bamberger Halsgerichtsordnung von 1517 und die Constitutio Criminalis Carolina (= CCC) von 1532 zu einer um…

Miete

(799 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. Begriff und Entwicklung Unter M. wird heute die Gebrauchsüberlassung einer beweglichen Sache oder Immobilie gegen Geld (M.-Zins) verstanden, während in Abgrenzung dazu die unentgeltliche Gebrauchsüberlassung als Leihe bezeichnet wird. Am Ende des MA hatte sich in Europa aus der sog. Erbleihe als erblichem und veräußerlichem dinglichen (also gegen alle Beteiligten am Rechtsverkehr wirkenden) Nutzungsrecht an einer Sache v. a. in den Städten die zeitlich begrenzte Gebrauchsüberlassung von Immobilien gegen M.- Zins als eigene Vertragsart entwickelt. Diese Entwic…

Seehandelsrecht

(783 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. Regelungsgehalt Das S. war während und nach der gesamten Nz. das Sonderprivatrecht der Schifffahrt auf den Meeren. Es behandelte die Rechtsverhältnisse der an der Hochseeschifffahrt Beteiligten: (1) des Schiffsreeders bzw. der Reederei als der Schiffseigentümer; (2) des vom Reeder angeheuerten Schiffers oder Schiffskapitäns als des Inhabers der obersten Gewalt an Bord und Vertreter des Reeders; (3) der Schiffsmannschaft, die unter der Befehlsgewalt des Schiffers stand; und (4) schließlich der Kaufleute, die ihre Waren ver…

Pfandrecht

(1,393 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. Begriff Ein P. dient der Sicherung von Forderungen, v. a. von Krediten. Es bewirkt, dass das Pfand für die gesicherte Forderung haftet. Der Forderungsgläubiger darf den Gegenstand, an dem das P. besteht, verwerten und sich aus dem Erlös befriedigen, wenn der Schuldner die Forderung nicht erfüllt. Ein P. kann durch vertragliche Bestellung (Verpfändung; s. u. 3.) oder als Akt der Vollstreckung durch einen Gläubiger (Pfändung; s. u. 4.) entstehen. Seit dem SpätMA entwickelten sich kirchl. oder hoheitlich, später auch privat betriebene institutionalisierte Pfandleihen zur …

Schenkung

(821 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. Begriff Die Sch. ist ein Rechtsgeschäft, bei dem eine Partei (Schenker) der anderen (dem Beschenkten) einen Vermögensgegenstand überträgt, ohne eine Gegenleistung dafür zu erhalten. Die Sch. ist als Hand-Sch. [5. 74–103] möglich, bei der der geschenkte Gegenstand sofort an den Beschenkten übergeben wird, und als Versprechen einer späteren Sch. Sch. sind generell nur unter Lebenden möglich, jedoch auch als Sch. von Todes wegen, die unter Lebenden vereinbart, aber erst mit dem Tode des Schenkers wirksam wird. Die fehlende Gegenleistung unterscheidet die Sch. von Gabe und Kauf. 2.…

Werkvertrag

(777 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. Begriff Durch den W. (lat. locatio conductio operis) verpflichtete sich ein nzl. Vertrags-Partner (der Werkunternehmer) gegenüber dem anderen Vertragspartner (dem Werkbesteller) zur Verwirklichung eines bestimmten Leistungserfolges. Hierin unterschied sich der W. vom Dienstvertrag, der nur zu erfolgsgerichtetem Tätigsein als Leistung verpflichtete. Das vom Werkbesteller geschuldete Werk konnte körperlicher wie unkörperlicher Natur sein, also genauso in der Errichtung eines Bauwerks wie in der Ausführung…

Partikularrecht

(933 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. Begriff und Verbreitung P. sind Rechts-Quellen, die nur in einem bestimmten sachlichen oder räumlichen Bereich galten ( ius patriae, d. h. heimisches Gewohnheitsrecht) und dort in Konkurrenz zum gemeinen Recht traten. Die Kennzeichnung einer Rechtsquelle als P. wurde deshalb erst in Abgrenzung zum rezipierten röm. Recht als ius commune bedeutsam. In der Frühen Nz. galt in Europa eine Fülle von P., etwa althergebrachte Gewohnheiten, Stadtrechte oder Landrechte. Trotz der Rezeption des römisch-kanonischen Rechts herrschte in der Nz. deshalb ein »kaum vorste…

Entmündigung

(661 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. Allgemein Bei der in Deutschland seit 1992 abgeschafften E. handelt es sich um einen hoheitlichen Rechtsakt, durch den die Geschäftsfähigkeit eines Menschen ganz oder teilweise entzogen oder deren Eintritt bei Volljährigkeit verhindert wird. In der Nz. wurde die in der Rechtspraxis sehr bedeutsame E. nicht mehr, wie im MA, als Reservat familienrechtlicher Beziehungen, sondern als Schutzrecht, unter naturrechtlichem Einfluss auch als Schutzpflicht des Staates angesehen. 2. Entmündigungsgründe Eine E. kam in der Nz. infolge sowohl des rezipierten Röm. Rechts [2] als auch ö…

Contract for work/labor

(791 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. DefinitionIn a contract for work/labor (Latin,  locatio conductio operis) in the early modern period, one contracting party (Contract [private law]) (the employee, contractor) undertook to perform a specific work for the other contracting party (the employer, commissioner). The contract for work/labor differed from a service contract, which stipulated only a specific, ongoing activity on the part of the employee. The work that the contractor owed the commissioner of the work could be material or immat…
Date: 2019-10-14

Maritime commercial law

(852 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. Legal scopeThroughout the early modern period, maritime commercial law was the branch of private law that regulated shipping by sea. It covered the legal relations of those involved in deep sea navigation: (1) the ship owner or shipping company as proprietor of the ship; (2) the skipper or captain of the ship as the highest authority on board and the proprietor’s representative; (3) the crew, which stood under the captain’s authority; and (4) finally the merchants shipping their wares. Seafarers’ articles of agreement ( Heuervertrag) were concluded between the proprietor …
Date: 2019-10-14

Incapacity, legal

(727 words)

Author(s): Löhnig, Martin
1. Basic definitionIn Germany, legal incapacity ( Entmündigung) was a public legal act that completely or partially deprived a person of his or her legal capacity or prevented one from coming into his or her majority; it was abolished in Germany in 1992. In the early modern period, legal incapacity was very important in legal practice, but it was no longer viewed, as it had been during the Middle Ages, as restricted to the operations of intra-family law, but rather as a right to protection which, under the influence of natural law, was seen as the duty of the state.Martin Löhnig2. Reasons for…
Date: 2019-10-14

Wechsel

(1,954 words)

Author(s): Denzel, Markus A. | Löhnig, Martin
1. Wirtschaft 1.1. Grundprinzip Der auf antiken Vorläufern aufbauende, im Italien der Kommerziellen Revolution (12.–14. Jh.) entwickelte W. (ital. lettera di cambio, franz. lettre de change, engl. bill of exchange), »eine der wichtigsten Errungenschaften der Wirtschaftsgeschichte« [4. 415], stellte in seiner seit dem 14. Jh. existierenden, klassischen Form einen Zahlungsauftrag dar, mit welchem der Aussteller (Trassant) des W. den Bezogenen (Trassaten; Akzeptanten des W.) damit beauftragte, andernorts eine Schuld an seiner statt a…

Bill of exchange

(2,135 words)

Author(s): Denzel, Markus A. | Löhnig, Martin
1. Economics 1.1. Basics The bill of exchange (Italian lettera di cambio, French letter de change, German Wechsel), “one of the most important achievements in the history of economics” [4], was developed in Italy on the basis of ancient precursors during the Commercial Revolution (12th–14th centuries). In its classic form, dating from the 14th century, it represented an order for payment, in which the maker (drawer) of the bill instructed the drawee (acceptor) to clear a debt elsewhere for a beneficiary or bearer in his pl…
Date: 2019-10-14

Pacht

(3,177 words)

Author(s): Löhnig, Martin | Sanz Lafuente, Gloria | Troßbach, Werner
1. Rechtliche Aspekte 1.1. Begriff Unter P. wird heute die auf einem P.-Vertrag beruhende Überlassung einer Sache oder eines Rechts gegen Geld (P.- Zins) auf Zeit zum Gebrauch und – hier liegt der Unterschied zur Miete und zur Leihe – zur Fruchtziehung verstanden. Im Gegensatz zum Mieter obliegt dem Pächter in weitem Umfang die Unterhaltung des P.-Gegenstandes. Von der durch Schuldvertrag (P.-Vertrag) begründeten P., die grundsätzlich jederzeit gekündigt werden kann und die mit dem Tod des Pächters endet, ist die aus dem rezipi…

Lease

(3,292 words)

Author(s): Löhnig, Martin | Sanz Lafuente, Gloria | Troßbach, Werner
1. Legal aspects 1.1. DefinitionA lease (German Pacht) today is understood to be the contractual transfer of an object or right in exchange for money (cf. Interest [banking]), whereupon the recipient may use or – in contrast to rent and loans for use (commodatum) – enjoy the fruits of the object for a certain time. In contrast to a renter, the lessee is broadly responsible for the maintenance of the object of the lease. Leases based on loan contract, which could in theory be canceled at any time and la…
Date: 2019-10-14