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Your search for 'dc_creator:( "Lück, Heiner" ) OR dc_contributor:( "Lück, Heiner" )' returned 14 results. Modify search

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Feme

(1,105 words)

Author(s): Lück, Heiner
1. Begriff und Grundlagen Der Begriff F. (Veme) ist mehrdeutig und hat zeitlich einen Bedeutungswandel erfahren. Folgt man den ersten Quellenbelegen (1227, mndt. vimenoten), bedeutet er genossenschaftlichen Zusammenschluss [7]. Ferner steht er für Strafe, die als Todesstrafe für schwere Missetaten (mndt. vemewrogen) verhängt wurde (so jedoch erst am Ende des 14. Jh.s). Nicht zuletzt wurde mit F. eine besondere Art von königlicher Gerichtsbarkeit bezeichnet, die sich während des 13. Jh.s in Westfalen herausbilden konnte und wohl der Sicherung des Landfriedens diente [10]. H…

Sühnevertrag

(1,060 words)

Author(s): Lück, Heiner
1. Begriff Der S. war ein Instrument der (straf-)rechtlichen Konfliktbeilegung. Zeitlich erstreckte sich seine Anwendung von den Anfängen rechtlichen Zusammenlebens (und damit des Unrechtsausgleichs) bis in die ersten beiden Jahrzehnte des 17. Jh.s. Täter- und Opferseite (Familie, Verwandtschaft, Freunde), die sich nach einer Missetat in einem Vergeltung und Wiedergutmachung evozierenden Verhältnis gegenüberstanden, einigten sich mit oder ohne Mitwirkung des Gerichtsherrn vertraglich über die Zahlung eines Wergeldes, d. h. über einen materiellen Schadensausglei…

Sächsisches Recht

(880 words)

Author(s): Lück, Heiner
1. Begriff Das S. R. (auch das sächs.-magdeburgische R.) stellt einen relativ einheitlichen Normenkomplex des sächs. R.-Gebiets (Sachsen, Erzstift Magdeburg, Thüringen, Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg, welfische Territorien, Teile Holsteins und Schlesiens) dar ( Partikularrecht), der sich im SpätMA auf der Grundlage des Sachsenspiegels und des Magdeburger Stadtrechts herausbildete und neben dem (infolge der Rezeption der fremden R. entstandenen) Gemeinen Recht relativ eigenständige Gestalt annahm [19]. In der Frühen Nz. wurde S. R. als neben dem Gemeinen …

Universitätsgerichtsbarkeit

(1,094 words)

Author(s): Lück, Heiner
1. Ursprünge und Entwicklung im Mittelalter Die U. (auch akademische Gerichtsbarkeit) geht auf die frühesten Universitäts-Gründungen in Europa zurück. Das Gesetz Habita Kaiser Friedrichs I. Barbarossa von 1158, das auswärtige Scholaren der Universität Bologna unter kaiserlichen Schutz stellte, gilt als Vorläufer einer entsprechenden Rechtsgrundlage. Die relativ eigenständige Gerichtsbarkeit der Korporation Universität (= Univ.) resultierte aus deren Personalgefüge, das sich aus Klerikern und Laien mit jeweils eigenen Gerichtsständen [5. 107 f.], v. a. aber aus s…

Schöffenstuhl

(884 words)

Author(s): Lück, Heiner
1. Begriff und Ursprung Als Sch. (niederdt. Schöppenstuhl) wird ein selbständiges Kollegium von Rechts- und Urteils-Findern bezeichnet. Diese Institution entwickelte sich während des MA im Zusammenhang mit der Stadtverfassung, den Stadtrechten und deren Verwandtschaften (»Stadtrechtsfamilien«) [2]. Die Sch. sprachen auf Anfrage Recht und erteilten Rechtsauskünfte (Rechtsmitteilungen, -weisungen, Sprüche, Urteile, Konsilien). Sie waren dadurch gekennzeichnet, dass ihre Mitglieder keine gelehrten Juristen waren. Ferner war der Sch. vom Stadtgericht getrennt. In de…

Composition contract

(1,091 words)

Author(s): Lück, Heiner
1. DefinitionA composition contract was a legal instrument (in criminal law) for dispute resolution. In terms of chronology, it was in use from the time people first lived under law (and thus settled wrongs) until the first two decades of the 17th century. When a crime (such as murder) had been committed, the parties of the perpetrator and victim (family, relatives, friends), who now stood in a relationship that demanded vengeance and satisfaction, reached a contractual agreement, with or without the involvement of a judicial authority ( Gerichtsherr), to pay a wergild, that is, …
Date: 2019-10-14

Naturrecht

(3,396 words)

Author(s): Lück, Heiner
Lück, Heiner [English version] A. Allgemeines (RWG) N. ( ius naturae, ius naturale) ist Maßstab, Korrektiv, Geltungsgrund sowie permanente Kritik des positiven Rechts. Es stellt aus der Natur und der göttl. Ordnung für alle Geschöpfe bzw. vernunftbegabte Wesen abgeleitete Maßstäbe den herrschaftlich bzw. staatlich verordneten allgemeinverbindlichen Verhaltensregeln gegenüber, konstatiert die Diskrepanz zw. dem realen Rechts-/Verfassungszustand und dem von Gott bzw. der Natur vorgegebenen Ideal. Naturrechtli…

Lehnsrecht

(1,237 words)

Author(s): Lück, Heiner
Lück, Heiner [English version] A. Begriffe (RWG) Mit L. ( ius feodale) werden Rechtsnormen bezeichnet, welche das ma. Lehnswesen im allg. und das Lehnsverhältnis zw. Lehnsherrn und Lehnsmann (Vasall) im bes. betreffen. Das dt. Wort “Lehen” geht auf ahd. lehan (“leihen, verleihen”) zurück und bezeichnet die Überlassung eines wirtschaftlich nutzbaren Gutes (Grundbesitz, Recht, Amt u. a.) gegen die Leistung von Diensten. Seit dem späten 9. Jh. erscheint dafür auch mlat. feodum/feudum. In lat. Texten wird lehan, lehen, len regelmäßig mit beneficium wiedergegeben. Beide Begrif…

Crown

(1,100 words)

Author(s): Lück, Heiner (Halle-Wittenberg RWG)
Lück, Heiner (Halle-Wittenberg RWG) [German version] Crown (CT) The crown (Latin corona, Greek stémma) is first and foremost a wreath made of various materials (leaves, twigs, fruits, grass, and later metal)and worn on the head, in order to single out its bearer from among the common people. In Antiquity objects such as sacrificial gifts and ships were also provided with a crown. Decisive for and common to the multiform crown is the magic-religious symbolism of the circle, which served in Biblical times as a…

Feudal Law

(1,486 words)

Author(s): Lück, Heiner (Halle-Wittenberg RWG)
Lück, Heiner (Halle-Wittenberg RWG) [German version] A. Terms (CT) Feudal law ( ius feodale) (FL) describes legal norms relating to the medieval feudal system in general and, more specifically, the feudal relationship between lord and vassal. The German word Lehen ('fief') is derived from Old High German lehan ('loan', 'lend') and describes the transfer of economically useful land (property, law, office, etc.,) against the performance of services. From the late 9th cent., the Middle Latin term feodum/feudum was also used. In Latin texts lehan, lehen, len is routinely called benefici…

Natural Law

(3,710 words)

Author(s): Lück, Heiner (Halle-Wittenberg RWG)
Lück, Heiner (Halle-Wittenberg RWG) [German version] A. General (CT) Natural law (NL) ( ius naturae, ius naturale) is the measure, corrective, reason for the validity and permanent critique of positive law. It juxtaposes benchmarks derived from nature and the divine order for all creatures or rational beings with the universal behavioural rules imposed by rulers or the state. It constitutes the discrepancy between the actual state of the law or the constitution on the one hand and the ideal established by God o…

Krone

(849 words)

Author(s): Lück, Heiner (Halle-Wittenberg) RWG
Lück, Heiner (Halle-Wittenberg) RWG [English version] A. Einleitung (RWG) K. (lat. corona, griech. stémma) ist zunächst ein Kranz aus verschiedenen Materialien (Blätter, Zweige, Früchte, Gras, später Metall), welcher auf dem Kopf getragen wird, um den Träger/die Trägerin aus der Gemeinschaft herauszuheben. Auch Sachen (Opfergaben, Schiffe) wurden in der Ant. mit einer K. versehen. Entscheidendes und Gemeinsames der mannigfachen K. ist die magisch-rel. Symbolik des Kreises, dessen Nachbildung in biblischer Ze…

Wappen

(3,986 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Lück, Heiner | Biller, Josef H.
1. Begriff, Entstehung und Formen W. (von mhdt. wâpen, »Waffen«; franz. armoiries; engl. [ coat of] arms [1]) waren in der abendländischen Ständegesellschaft des MA und der Nz. wichtige Symbole für den Rang und Stand, die Abkunft und die Beziehungen eines Individuums, einer Familie (Familienwappen) oder einer Korporation. Sie entstanden um 1100 in jenen Regionen (Mittel-)Europas, in denen die Feudalgesellschaft am tiefsten verwurzelt war: in (Nord-)Frankreich, Burgund, England, Schottland und im Westen des Alten Reichs. Von …

Arms

(4,340 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Lück, Heiner | Biller, Josef H.
1. Definition, origin, and forms In the Western society of estates (see Estates, society of) of the Middle Ages and early modern period, (coats of) arms (German Wappen from Middle High German  wâpen, French armoiries [1]) were important symbols of rank and status, the descent and relationships of an individual, a family (Family coat of arms), or a corporate body. They came into being around 1100 in the regions of (Central) Europe where feudal society had its deepest roots: (northern) France, Burgundy, England, Scotland, and th…
Date: 2019-10-14