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Your search for 'dc_creator:( "Leppin, Volker" ) OR dc_contributor:( "Leppin, Volker" )' returned 89 results. Modify search

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Teufelsglaube

(899 words)

Author(s): Leppin, Volker
1. TeufelsvorstellungenDer Teufel hatte in der Frühen Nz. eine Bedeutung sowohl als heilsgeschichtlicher Gegenspieler Gottes wie auch als negative Wirkmacht, deren Kraft unmittelbar in dieser Welt spürbar war. Für die Ausgestaltung des T. blieb entscheidend, wie sich diese reale Gegenüberstellung mit Gottes Allmacht vertrug.Insbes. im Werk Martin Luthers zeigt sich dieses Bemühen paradigmatisch für die nzl. Reflexion: Zum einen wird im anthropologisch zugespitzten Bild der Mensch als Reittier Gottes einerseits, des Teufels andererseits verstanden, wobei sich …
Date: 2019-11-19

Gemeinde

(1,096 words)

Author(s): Leppin, Volker
1. Christliche 1.1. Spätmittelalter, Reformation und KonfessionalisierungAusgehend von der seit der Karolingerzeit gültigen parochialen Struktur der Kirche (d. h. der Zuordnung von Wohnsitz und kirchlicher G.-Zugehörigkeit) entwickelte sich im späten MA ein starkes Bewusstsein insbes. der städtischen G. als sozialer Zusammenhang in politischer wie religiöser Hinsicht, so dass man im Blick hierauf sogar von einem corpus Christianum (»christl. Körperschaft«) im Kleinen sprechen kann [3]. Aus diesem zugleich kommunalen und parochialen Selbstbewusstsein entwic…
Date: 2019-11-19

Gewissen

(738 words)

Author(s): Leppin, Volker
Der G.-Begriff wurde im späten MA in Fortführung der Vorstellung eines G.-Funkens u. a. bei dem lat. Kirchenvater Hieronymus mit der mystischen Vorstellung vom Seelenfünklein produktiv weiterentwickelt. Für die Formierung des nzl. G.-Begriffs war die zunehmend wachsende Kluft zwischen individuellen Überzeugungen und überindividuellen Bindungen an gesellschaftliche Normen und an staatliches Recht entscheidend – eine Kluft, die zuerst in der Religionsfrage fassbar wurde. Die reformatorische TheologieMartin Luthers wurde von dem evang. Theologen Karl Holl geradezu al…
Date: 2019-11-19

Schriftprinzip, protestantisches

(705 words)

Author(s): Leppin, Volker
Insbes. die konziliaristischen Streitigkeiten des späten MA um die Frage der Oberhoheit von Papst oder Konzil in der Kirche hatten die Frage nach einer autoritativen Grundlage für kirchl. Lehrentscheidungen jenseits der menschlich-kirchl. Institutionen immer virulenter gemacht. Im Rückgriff auf das Denken Wilhelms von Ockham wurden Konzepte entwickelt, die die Fraglichkeit der Entscheidungen von Papsttum und Konzil betonten und den Bezug auf die Bibel zur Regulierung der Konflikte propagierten. Damit verband sich ein immer stärkeres Insistieren auf einer w…
Date: 2019-11-19

Sudermann

(120 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Sudermann,  Daniel (1550 Lüttich – nach 1630 Straßburg). Einer kath. Familie entstammend, kam S. früh in Berührung mit Calvinismus, Luthertum und Täufertum. Nach Tätigkeiten als Hofmeister war er ab 1585 am Straßburger Bruderhof als Erzieher von Adeligen tätig. Schon zuvor war er in Kontakt mit den Ideen K.v. Schwenckfelds gekommen, aus dessen Schriften er seit 1584 publizierte. Seine eigene Hinwendung zu Schwenckfelds Lehre datiert er konversionsartig auf das Jahr 1594. Eine Verb…

Robespierre

(323 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Robespierre, Maximilien de (6.5.1758 Arras – 28.7.1794 Paris). Der Jurist R. wurde 1789 als Deputierter des Dritten Standes Mitglied der Generalstände und der Nationalversammlung (Frankreich: III.,1., i). In eine zentrale Funktion für den Verlauf der Französischen Revolution kam er als Sprecher des Jakobinerclubs. 1792 wurde er im Nationalkonvent einer der Anführer der radikalen Bergpartei. Mit zunehmender Deutlichkeit focht er gegen König und Monarchie. Im Juli 1793 wurde er Mitgl…

Naude´

(136 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] (Naudaeus), Philipp (28.12.1654 Metz – 7.3.1729 Berlin). Durch seine Zeit als Page am sächsisch-eisenachischen Hof in Marksuhl ca.1666–1670 mit der dt. Kultur und den innerprot. Differenzen vertraut, gelangte N. nach der Aufhebung des Edikts von Nantes über Saarbrücken und Hanau 1687 nach Brandenburg, wo er als Mathematiker Karriere machte (1687 Gymnasiallehrer in Joachimsthal, 1696 Hofmathematiker, 1701 Mitglied und 1704 Prof. der Akademie). Mit seinen theol. Streitschriften schä…

Thomä

(79 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Thomä, Nikolaus (1492 Siegelsbach bei Heilbronn – 1546 Bergzabern). Ab 1510 in Heidelberg immatrikuliert, wurde Th. 1519 Pfarrer in Flinsbach, 1520 Magister. Ab 1524 war er Geistlicher und Lateinlehrer in Bergzabern. Im Abendmahlsstreit (Abendmahl: II.,3.) auf schweizerischer Seite, stand er, zumal seit der Auseinandersetzung mit Täufern (1527 Begegnung mit H. Denck), zunehmend unter M. Bucers Einfluß. Volker Leppin Bibliography J.P. Gelbert, Magister Johann Baders Leben und Schriften, N. Th. und seine Briefe, 1868.

Niclaes

(133 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Niclaes,  Heinrich (9./10.1.1502 Münster? – nach 1570). Von Jugend an visionär begabt, zog N. nach seiner Berufung zum Propheten 1540 von Amsterdam nach Emden. Spätma. myst. Vorstellungen baute er zu einem prophetisch-chiliastischen Spiritualismus aus. Sich selbst verstand er vor dem Hintergrund pantheistischer Ontologie als Neuinkarnation Christi. Durch Missionsreisen breitete sich das »Haus der Liebe« (engl. »Family of Love«, daher: Familisten) aus, das aufgrund von Geisterfahru…

Tauler

(451 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Tauler, Johannes (ca.1300 Straßburg – 16.6.1361 ebd.). T. war neben Meister Eckhart und H. Seuse wichtigster Vertreter der deutschsprachigen Dominikanermystik (Mystik: III.,3.,b) am Oberrhein. Im Straßburger Konvent, dem er mit etwa 14 Jahren beigetreten war, ausgebildet, verfügte er über keinen theol. Abschluß, aber über gute Bildung; philos. hatte er Teil an der Neuplatonismusrenaissance im Dominikanerorden (Berthold von Moosburg). Theol. folgte T. wohl ohne persönliche Begegnun…

Walch

(399 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] 1.Johann Georg , (17.6.1693 Meiningen – 13.1.1775 Jena). Nach Studium der alten Sprachen und Gesch. in Leipzig ab 1710 und dortigen ersten Vorlesungen als Magister der klassischen Philol. wurde W. 1718 Prof. für Philos. und Altertümer in Jena, 1719 für Beredsamkeit, 1722 zugleich für Poesie. Noch vor seiner theol. Promotion 1726 erhielt er 1724 eine a.o. Professur für Theol. 1728 wurde er Ordinarius. Vorlesungen seines Schwiegervaters J.F. Buddeus zur polemischen Theol. baute er z…

Til

(126 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Til, Salomo(n) van (26.12.1643 Wees – 31.10.1713 Leiden). Nach Studium in Utrecht und Leiden (J. Coccejus) wurde der reformierte T. 1666 Prediger in Huisduinen. Nach Zwischenstationen kam er 1683 nach Dordrecht, wo er ab 1684 neben dem Pfarramt auch eine Professur an der Schola Illustris versah. 1702 wechselte er nach Leiden. Im Mittelpunkt seiner Tätigkeit stand die philol. gelehrte Exegese der atl. Propheten. Der von Coccejus übernommenen Föderaltheologie ebnete er durch Aufnahme…

Staël

(74 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Staël, Anne Louise Germaine, Baronin de S.-Holstein (22.4.1766 Paris – 14.7.1817 ebd.). S. war als Exulantin während der Franz. Revolution Zentralgestalt eines eur. kommunikativen Netzwerkes. Lit. kritisierte sie, in Brechung Rousseauscher Ideen (J.-J. Rousseau) durch den Einfluß der dt. Frühromantik, die Frauen beschränkende Wirkung gesellschaftlicher Konventionalität und propagierte eine Vervollkommnung der Humanität in der Gesch. Volker Leppin Bibliography Ch.Blennerhassett, Madame de S., 1889.

Congregation

(1,187 words)

Author(s): Leppin, Volker
1. Christian 1.1. Late Middle Ages, Reformation, and ConfessionalizationThe parochial structure of the church had been the norm since the Carolingian period (i.e. the association of one’s place of residence with membership in an ecclesiastical congregation). In the late Middle Ages, there developed a strong sense – especially in urban areas – of the congregation as a social nexus politically as well as religiously, so that in this context we can even speak of a  corpus Christianum (“Christian body”) in microcosm [3]. This self-conception, both communal and parochial, g…
Date: 2019-10-14

Tauler, Johannes

(556 words)

Author(s): Leppin, Volker
[German Version] (c.1300, Strasbourg – Jun 16, 1361, Strasbourg). Along with Meister Eckhart and H. Suso, Tauler was the most important representative of German Dominican mysticism (III, 3.b) on the Upper Rhine. Trained at the Dominican convent in Strasbourg, which he had joined around the age of 14, he did not hold a degree in theology but had received a good education; philosophically active, he participated in the neoplatonic revival in the Dominican order (Berthold of Moosburg). In terms of th…

Bader, Augustin

(167 words)

Author(s): Leppin, Volker
[German Version] (died Mar 30, 1530, Stuttgart). The Augsburg weaver Bader, who was released from a brief imprisonment in 1527 following his tactical revocation of his anabaptist beliefs and who fled from Augsburg in 1528, prolonged the unfulfilled eschatological predictions of H. Hut from 1528 onward by means of his own isionary conception. With only a few followers, he expected the rul…

Naudé, Philipp

(168 words)

Author(s): Leppin, Volker
[German Version] (Dec 28, 1654, Metz – Mar 7, 1729, Berlin). During his service as a page at the Saxon-Eisenach court in Marksuhl (c. 1666 to 1670), Naudé became familiar with German culture and the internal differences within Protestantism. After the revocation of the Edict of Nantes, he came to Brandenburg in 1687 by way of Saarbrücken and Hanau. There he embarked on a career in mathematics (1687 teaching in the Gymnasium in Joachimsthal, appointed court mathematician in 1696, made a made member…

Henry of Ghent

(152 words)

Author(s): Leppin, Volker
[German Version] (d. Jun 29, 1293, Tournai) supported the Beguines as archdeacon in Brügge (from 1276/1277) and Tournai (from 1279) and had decisive influence as magister regens of theology in Paris from 1275 to 1292. Although he was involved in the condemnation of rigorous Aristotelianism (his role was never completely clarified), during the various stages of his intellectual development, he nevertheless followed Avicenna and Augustine in placing Aristotelian modes of thought in the context of a Christian Neoplatonism (…

Heidelberg, University of

(493 words)

Author(s): Leppin, Volker
[German Version] The university founded in 1386 by Rupert I, Elector Palatine, was initially staffed by scholars forced out of Paris and Prague because of ecclesial and national opposition. The founding rector Marsilius of Inghen guided Heidelberg on the path of a moderate via moderna; from 1452, the via antiqua shared equal rights. The scholastic manner of instruction (Scholasticism) was supplemented after 1456 with the humanist (Humanism: III), but not profoundly altered. Brought to the Lutheran Reformation in 1558 by Ottheinrich (1556–1559)…

Sudermann, Daniel

(137 words)

Author(s): Leppin, Volker
[German Version] (1550, Liège – after 1630, Straßburg [Strasbourg]). Though born into a Catholic family, Sudermann came into contact with Calvinism, Lutheranism, and Anabaptism early on. Having worked as a private tutor, after 1585 he served as an educator of the nobility at the Bruderhof in Straßburg. He had already come in contact with the ideas of K. v. Schwenckfeld, some of whose writings he began publishing in 1584. He dated his own attraction to Schwenckfeld’s teaching from a conversion expe…
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