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Your search for 'dc_creator:( "Link, Christoph" ) OR dc_contributor:( "Link, Christoph" )' returned 99 results. Modify search

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Collegialism

(511 words)

Author(s): Link, Christoph
According to the traditional understanding, collegialism designates a theory advanced in justification of (Protestant) territorial church government (the last of such older theories after the territorial and episcopal systems). Unlike earlier theories, however, it includes both a sociological and a theological theory of the church and of church law. The basis is the view, derived from natural law and the Enlightenment, of the social nature of the church (as a collegium, as for S. Pufendorf and J. H. Boehmer). In the middle of the 18th century early collegialists (e.g., C. M. Pfaff…

Göttliches Recht

(1,075 words)

Author(s): Link, Christoph
1. Begriff und Herkunft Der Begriff des G. R. (lat. ius divinum) beruht auf der in vielen Kulturen anzutreffenden Vorstellung, das Recht oder ein Teil des Rechts sei göttlichen Ursprungs. Es liegt auf der Hand, dass im Europa der Nz. das Christentum die Entwicklung der Lehre vom G. R. prägte. Die klassische röm. Jurisprudenz hatte Religion und Recht in zwei getrennte Regelungsbereiche aufgespalten. Folgenreich für die abendländische Geschichte wurde jedoch, dass die Juristen der röm. Kaiserzeit die Herrschaft des princeps wiederum auf G. R. gründeten. Damit wurde das ius divinum

Ius divinum (divine law)

(1,089 words)

Author(s): Link, Christoph
1. Definition and originsThe concept of ius divinum (“divine law”) is based on the idea found in many cultures that law or part of law has divine origins. Obviously, in early modern Europe, Christianity significantly influenced the theory of ius divinum.Classical Roman jurisprudence split religion and law into two separate areas. Imperial Roman jurists’ attribution of the Imperial of the power of the princeps to ius divinum would prove particularly consequential for the West. In this way, ius divinum became the basis for the legitimacy of all law (Legitimacy). The scho…
Date: 2019-03-20

Puchta

(374 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Puchta, Georg Friedrich (31.8.1798 Cadolzburg – 8.1.1846 Berlin), ev. Jurist. Nach juristischem Studium in Erlangen dort 1820 Promotion, Habil. für Röm. Recht und 1823 Extraordinariat; 1823 o. Prof. in München, 1835 in Marburg und 1837 in Leipzig. 1842 erhielt er nach dessen Ernennung zum Minister den Lehrstuhl F.C. v. Savignys, den damals prominentesten in Deutschland; 1844 außerdem Geheimer Rat am Preußischen Obertribunal, 1845 Mitglied des Staatsrats und der Gesetzeskommission. …

Staatskirche

(855 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] I. Geschichte S. bez. eine Zuordnung von Kirche und Staat dergestalt, daß die Kirche dem Staat eingegliedert ist und als Staatsanstalt erscheint. Daraus folgen nicht nur staatl. Eingriffsrechte in das Innere der Kirchenverfassung (Stellenbesetzung, Entscheidung von Lehrkonflikten, Verfügung über Kirchengut u.a.), sondern auch die Indienstnahme der Kirche für staatl. Zwecke. 1. Die Gesch. der S. beginnt unter Theodosius I. durch die Erhebung der christl. zur alleinberechtigten Reichskirche. In Ostrom befestigte sich ein sakraler…

Obermayer

(164 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Obermayer, Klaus (5.5.1916 Wiesbaden – 14.8.1988 Erlangen), ev. Jurist; zunächst aktiver Offizier und Kriegsteilnehmer der ersten Stunde; nach 1945 in München Studium und Referendariat, danach Praxisjahre in der staatl. und kirchl. Verwaltung; 1958 Habil.; seit 1960 bis zur Emeritierung 1984 o.Prof. für Öfftl. Recht und Kirchenrecht in Erlangen. – O. gehörte zu den Pionieren einer rechtsstaatl., grundrechtskonformen Durchdringung des Verwaltungsrechts, verbunden mit umfassender ge…

Religionsmündigkeit

(190 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] bez. die von der allg. Geschäftsfähigkeit (Mündigkeit) abweichende Fähigkeit Jugendlicher, eigenständige rel. Entscheidungen mit rechtlicher Relevanz zu treffen. In Deutschland ist sie – gemäß dem fortgeltenden Reichsgesetz über die religiöse Kindererziehung vom 15.7.1921 (RKEG) – gestuft: vom 12. Lebensjahr an kann das Kind nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden, vom 14. Lebensjahr an hat es selbst über seine Bekenntniszugehörigkeit …

Recursus ab abusu

(354 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] (appel comme d'abus) bez. die Anrufung staatl. Instanzen gegen einen Mißbrauch der geistl. Amtsgewalt durch Überschreitung der staatsgesetzlich gezogenen Grenzen – und damit (neben dem Plazet) ein bes. wirksames Instrument der staatl. Kirchenhoheit. Seine bes. Ausprägung erhielt er in Frankreich 1539. Hier diente der R. v.a. der Abwehr von Eingriffen in die gallikanischen Freiheiten (Gallikanismus); nach franz. Vorbild wurde er auch in Spanien und den Niederlanden geübt. Als Rech…

Schoen

(107 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Schoen, Paul (16.5.1867 Königsberg – 21.9.1941 Göttingen), ev. Jurist. 1896 a.o., 1900 o. Prof. in Jena, im gleichen Jahr o. Prof. in Göttingen. Neben zahlreichen Arbeiten zum öfftl. Recht unternahm es Sch. in seinem zweibändigen Hauptwerk »Das ev. Kirchenrecht in Preußen« (1903–1910; Neudr. 1967), dieses Rechtsgebiet unter Verzicht auf dessen theol. und kirchenpolit. Dimension, dafür in Parallelität zum Staats- und Verwaltungsrecht zu entwickeln. Trotz Ausblendung der zentralen P…

Stephani

(304 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] 1.Joachim , (Mai 1544 Pyritz, Pommern – 14.1.1623 Greifswald). Zunächst (1572) Prof. der Mathematik in Greifswald, seit 1578 ebd. Prof. der Rechte, herzoglicher Rat und Konsistorialpräsident. – Als – neben seinem jüngeren Bruder (2.) – führender Vertreter des Episkopalsystems (Episkopalismus: I.) legitimiert S. das sich herausbildende ev. landesherrliche Kirchenregiment reichsrechtlich aus dem Übergang der (kath.) bfl. Jurisdiktionsrechte auf die ev. Reichsstände und findet dafür…

Reservatrechte

(158 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Reservatrechte, im Alten dt. Reich Inbegriff derjenigen (hist. wechselnden) Rechte, die dem Kaiser ohne Zustimmungserfordernisse von Kurfürsten und Reichstag zukamen. In Anlehnung daran bez. R. im 19.Jh. solche – im Summepiskopat des Landesherrn wurzelnde – kirchenleitende Befugnisse, die sich dieser zur persönlichen Ausübung (d.h. nicht durch in seinem Namen handelnde Kirchenbehörden) vorbehalten hatte. Dazu zählten v.a.: Sanktionierung der von den Synoden beschlossenen Kircheng…

Reinking(k)

(266 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Reinking(k), Dietrich (Theodor; seit 1650: v.; 10.3.1590 Windau, Kurland – 15.12.1664 Glückstadt), bedeutender luth. Staatsrechtslehrer und Politiker; zunächst Prof. in Gießen, seit 1618 hohe Staatsämter in hessen-darmstädtischen, mecklenburgischen, erzbfl. bremischen (hier Vertreter des Erzstifts bei den Osnabrückischen Friedensverhandlungen) und dänischen Diensten. In seinem wiss. Hauptwerk »Tractatus de Regimine seculari et ecclesiastico« (1619, 71717) beschreibt R. die Reichsverfassung als Monarchie des Kaisers, der nur in d…

Neutralität

(647 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] . I. Im Völkerrecht umschreibt N. die Rechtsstellung eines nicht am Krieg anderer Staaten teilnehmenden Staates. Daraus ergeben sich für diesen eine Reihe von Rechten (Integrität des Staatsgebiets, bewaffnete Zurückweisung von N.-Verletzungen u.a.) und Pflichten (insbes. weder militärische noch finanzielle oder sonstige Unterstützung einer Kriegspartei, hinreichendes militärisches Potential zur Abwehr von Angriffen schon in Friedenszeiten, Duldung der Durchsuchung von Schiffen durc…

Sehling

(101 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Sehling, Emil (9.7.1860 Essen – 30.11.1928 Erlangen), ev. Jurist. Nach a.o. Professuren in Leipzig und Kiel seit 1888 o. Prof. in Erlangen. Neben zahlreichen Werken zu anderen Rechtsgebieten widmete er sich bes. dem Ehe- und Kirchenrecht, das er unter Ausschluß »aller rel. und theol. Erörterungen« behandelte. Durch sein monumentales Hauptwerk, die Edition der ev. Kirchenordnungen der Reformationszeit (5 Bde., 1902–1913; nach 1951 fortgeführt vom Kirchenrechtlichen Institut der EKD…

Weber

(353 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Weber, Werner (31.8.1904 Wülfrath – 29.11.1976 Göttingen), Staats- und Verwaltungsrechtslehrer. Nach Studium in Marburg, Berlin, Bonn (hier auch noch von C. Schmitt betreute Promotion) 1930 Eintritt in das Preußische Kultusministerium, zunächst in die Geistl. Abt., später Versetzung in die Abt. für Volksbildung; daneben 1931 Lehrbeauftragter, 1935 o. Prof. Handelshochschule Berlin, 1942 Leipzig, 1949 Göttingen, 1956–1958 Rektor, 1972 emeritiert. – W. sah mit Sorge den zunehmenden …

Placet

(566 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] (“it pleases”; also placetum regium, exequatur regium) is the formula expressing assent by the local prince to ecclesiastical legislation, especially papal legislation. It was both a requirement before the law could take effect in the ruler’s territory and authorization to promulgate it (Publication). First put into practice in England and in French Gallicanism, it was introduced after the 17th century in many countries of western and southern Europe. In the German Empire, initially onl…

State Religion

(245 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] The term state religion denotes a religious element unifying the collectivity of subjects, considered indispensable for the existence of the state (“un roi, une loi, une foi”). It was taken for granted as the foundation of nearly every early form of the state. To the extent that religion is considered an element of public order, religious pluralism is perceived as a threat to the unity of the state, since it bears the seed of civil war, or at least qualified loyalty on the part of th…

Liermann, Hans

(269 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] (Apr 23, 1893, Frankfurt am Main – Feb 22, 1976, Erlangen) was a Protestant historian of law, and lectured in state and canon law. After studies in Freiburg im Breisgau and Halle, and military service from 1914 to 1918, Liermann gained his Habilitation in Freiburg in 1926. Initially appointed associate professor in 1929, he held a chair in Erlangen from 1931 to 1961. In addition to numerous works on the history of law, Liermann exerted a formative influence particularly through his textbook on canon law of 1933. He summar…

Schulte, Johann Friedrich (Ritter von)

(154 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] (Apr 23, 1827, Winterberg, Westphalia – Dec 19, 1914, Obermais, near Meran), Catholic canonist and legal historian. He was appointed associate professor in Prague in 1854, full professor in 1855; from 1873 to 1906, he taught as a professor in Bonn. Although originally closely tied to the Catholic Church, in 1870 he became one of the most prominent critics of the dogma of papal infallibility and – with J. v. Döllinger – a leading organizer of the Old Catholic movement (Old Catholic…

Potestas directa/indirecta/directiva

(444 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] refers to modalities of the medieval and modern Catholic claim to ecclesial (and esp. papal) authority in temporal (worldly) matters ( in temporalibus). Invoking older doctrinal tra-¶ ditions, the medieval papacy in particular claimed papal supremacy over all secular powers (most strongly articulated in the Unam sanctam bull of Boniface VIII [1302], doctrine of the two swords), and thus not only the supreme legislative authority in spiritualibus et temporalibus but also a right to intervene directly in the legal order of states through the repeali…
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