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Your search for 'dc_creator:( "Lucassen, Jan" ) OR dc_contributor:( "Lucassen, Jan" )' returned 33 results. Modify search

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Glaubensflüchtlinge

(1,818 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo
1. Begriff Menschen können aus verschiedenen Gründen zur unfreiwilligen Auswanderung oder Flucht gezwungen werden ( Emigration): aufgrund ihres Glaubens bzw. ihrer ideologischen Einstellung, aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen ( Verschleppung). Das Glaubensbekenntnis führte in der Nz. dort zu erzwungener Emigration, wo Menschen sich weigerten, zu der vom Staat gewünschten oder vorgeschriebenen Religion überzutreten, oder wo sie dem Erfolg einer solchen geforderten Konversion nicht trauten und somit ein normales Leben nicht mehr möglich schien. M…
Date: 2019-11-19

Otchodniki

(691 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo
Der russ. Begriff O. (wörtlich »Abreisende«) bezeichnete im Kontext der Leibeigenschaft (die in Russland per Gesetz erst 1861 abgeschafft wurde) Menschen, die für einen festgelegten Zeitraum (in der Regel zwischen einem und vier Monaten) das Gut, an das sie gebunden waren, verlassen konnten, um an einem anderen Ort zu arbeiten. Dafür erhielten sie von ihrem Gutsherrn einen Pass [4. 335]. Die Leibeigenschaft verhinderte zwar generell die geographische Mobilität, doch bedeutete diese befristete Form der Migration eine Ausnahme (vgl. Leibeigenschaft 4.). Aus verschiedene…
Date: 2019-11-19

Fahrendes Volk

(699 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo
Hinter dem Begriff F. V. verbirgt sich eine große Vielfalt von Gruppen und Tätigkeiten. Im Wesentlichen bezieht er sich auf Migranten, die als ambulante Geschäftsleute in einer bestimmten Region (nicht selten auch innerhalb eines Landes) umherzogen, um ihre Waren und Dienstleistungen anzubieten. Wie ein Großteil der Migranten (oft auch als Vaganten bezeichnet) kamen die meisten von ihnen aus ärmeren Gebieten, z. B. aus Gebirgsregionen, in denen es nicht genügend Erwerbsmöglichkeiten gab, sodass das Einkommen durch Wanderarbeit ergänzt wurde ( Arbeitsmigration) [1]; [2]; [6]…
Date: 2019-11-19

Kaufmannsniederlassung

(835 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo
1. Begriff und AusprägungenGüterbeförderung bedeutete in der Nz. automatisch auch für Menschen einen Ortswechsel (z. B. für Seeleute, Kaufleute) und folglich eine zeitlich befristete oder unbefristete Migration, u. a. zum Zweck des Handels [5. 19–29]. Vier Hauptformen sind zu unterscheiden:(1) Handelskontakte, bei denen die Kaufleute selbst kaum oder gar nicht reisten, sondern die Verbindung mit den Lieferanten, Kunden oder Bevollmächtigten durch Brief-Verkehr (Handelskorrespondenz; Fuggerzeitung) oder gelegentliche Besuche aufrech…
Date: 2019-11-19

Einwanderung

(1,910 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo
1. DefinitionUnter E. (Immigration, Zuwanderung) versteht man die Niederlassung von Personen oder Gruppen an einem neuen Wohnort. Während E. im modernen Sprachgebrauch in der Regel auf das Überschreiten von Staatsgrenzen verweist, hat der Begriff in der Frühen Nz. v. a. lokale Bedeutung. Dabei ist zwischen der E. in Städte und in ländliche Regionen zu unterscheiden. Im nzl. Europa war geographische Mobilität eng mit Prozessen der Urbanisierung verbunden. Die unterschiedlichen Migrationsmuster wie auch deren geographische, soziale und geschlechtsspezifische Aspek…
Date: 2019-11-19

Sklavenmarkt

(1,053 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo
1. MarktzentrenDie Sklaverei und damit auch das Phänomen der S. waren in der europ. Nz. weit verbreitet, v. a. in Süd- und Südosteuropa noch bis ins 19. Jh. [2]. Eine große Zahl von Sklavenverschleppungen nach und aus Europa wurde über Märkte in Zentralasien ( Karakorum, Sarai, Nowgorod) abgewickelt. Im Folgenden geht es aber vorwiegend um die S. innerhalb Europas (zur globalen Interaktion vgl. Sklaverei).Im Südwesten war Lagos an der portug. Algarve der erste Umschlagplatz, an dem ab 1444 westafrikan. Sklaven aus Guinea, Benin und später aus dem Kongo an portug. Kunden verkauft…
Date: 2019-11-19

Siedlungsmigration, innereuropäische

(596 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo
In Westeuropa ist schon in der Periode vom 11. bis zum 13. Jh. eine starke Zunahme der Mobilität agrarischer Bevölkerungsgruppen zu erkennen, die sich in zwei Formen vollzog. Zum einen führte die wachsende Produktivität der Landwirtschaft zu einer Welle von Neugründungen von Städten und zur raschen Bevölkerungszunahme bereits bestehender Städte (Urbanisierung; Land-Stadt-Wanderung). Dieses Wachstum beruhte v. a. auf der Zuwanderung von Dorfbewohnern, die in den Städten größere persönliche Freiheit und eine Befreiung von feudalen Verpflicht…
Date: 2019-11-19

Wanderarbeit

(1,049 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo
1. Definition Wanderarbeiter (= W.er) verkörperten in der Nz. einen Typus mobiler Arbeitskräfte, die aufgrund freier und primär wirtschaftlich motivierter Entscheidung vorübergehend an einem anderen Ort als ihrem ständigen Wohnsitz tätig waren, meist kürzer als ein Jahr ( Arbeitsmigration). Ihre temporäre Migration erforderte spezifische Regelungen mit den zurückbleibenden Haushaltsangehörigen, mit den Mitwanderern, manchmal mit der gesamten (ländlichen) Herkunftsgemeinde. Die Wandersaison in der Landwirtschaft (v. a. in Ernte-Zeiten) wie auch in jenen Gew…
Date: 2019-11-19

Janissary

(1,549 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo | Siegert, Christine
1. Introduction The expansion of the Ottoman Empire in the 15th century, which culminated in the taking of Constantinople in 1453, was closely associated with the process of developing the military. One of the important innovations here was the creation of a standing army. While most early modern states relied almost entirely on mercenaries hired for short periods, the Ottomans created a permanent armed force. One of its most important and most-feared divisions was the Janissaries (Turkish: yeniçeri, “new soldier”), an elite guard of the sultan. Its members were fo…
Date: 2019-10-14

Soldatenhandel

(1,665 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo | Sikora, Michael
1. ÜberblickDie frühnzl. Staaten waren bei der Rekrutierung ihrer Armeen und Kriegsflotten meist auf bezahlte Berufs-Soldaten anstelle von Wehrpflichtigen angewiesen (vgl. Werbung; Heeresreformen). Vor der Franz. Revolution und der napoleonischen Zeit gab es nur zögerliche Versuche eines allgemeinen Militärdiensts. Erst die Erfolge, die Frankreich damit erzielte (Levée en masse), ermutigten die meisten europ. Staaten – mit der Ausnahme Großbritanniens und europ. kolonialer Streitkräfte –, zu Beginn des 19. Jh.s die generelle Wehrpflicht einzuführen.Berufssoldaten k…
Date: 2019-11-19

Janitscharen

(1,413 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo | Siegert, Christine
1. Allgemein Die Expansionen des Osmanischen Reiches im 15. Jh., deren Höhepunkt die Eroberung Konstantinopels 1453 darstellte, waren eng mit dem Prozess der Heeresbildung verbunden. Eine der wichtigen Innovationen war dabei die Schaffung eines stehenden Heers. Während sich die meisten frühnzl. Staaten fast ausschließlich auf kurzfristig angeworbene Söldner stützten, schufen die Ottomanen eine ständige Armee. Eine der wichtigsten und meistgefürchteten Abteilungen waren die J. (türk. yeniçeri, »neue Truppe«), eine Elitetruppe des Sultans. Anfangs wurden deren…
Date: 2019-11-19

Leibeigenschaft

(2,258 words)

Author(s): Klußmann, Jan | Lucassen, Jan | Lucassen, Leo
1. Begriff und VerbreitungL. ist als »persönliche Abhängigkeit eines Menschen von einem anderen Menschen im Feudalwesen« [7. 1761] definiert worden (Feudalgesellschaft). Für frühnzl. Juristen war das Abzugsverbot das zentrale Kriterium, das L. von persönlicher Freiheit unterschied (Schollenpflichtigkeit) [5. 210]. In marxistischen Darstellungen ist L. zum Epochenbegriff erhoben worden (»zweite L.« bzw. Refeudalisierung, im Gegensatz zur »ersten L.«, der ma. Unfreiheit), womit an die nzl. Verwendung von L. als Kampfbegriff angeknüpft wurde (s. u.…
Date: 2019-11-19

Lebensformen und sozialer Wandel

(8,087 words)

Author(s): Ehmer, Josef | Fahrmeir, Andreas | Lucassen, Jan | Lucassen, Leo
1. Einleitung Im Andenken an Edith Saurer, die den letzten Band der EdN nicht mehr erlebte. Schlägt man einen beliebigen Band der EdN auf, so kann man sich auf den ersten Seiten darüber informieren, wie die Arbeit an diesem Mammutprojekt organisiert war. Im Hintergrund – und für die Leser/innen einzelner Artikel nicht mehr erkennbar – steht die Gliederung in zehn »Fachgebiete« und fast einhundert »Teilgebiete«, die jeweils von Fach- bzw. Teilherausgeber/innen betreut wurden. Die zehn Fachgebiete sollten ihrem Anspruc…
Date: 2019-11-19
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