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Your search for 'dc_creator:( "Manthe, Ulrich (Passau)" ) OR dc_contributor:( "Manthe, Ulrich (Passau)" )' returned 57 results. Modify search

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Consanguinei

(66 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] Siblings with a common father ( uterini share the mother). According to Roman civil law consanguine sisters had a legal right of inheritance while agnatic relatives of a higher degree of relationship (aunts, nieces etc.) were excluded from intestate inheritance (Gai. Inst. 3,14; Inst. Iust. 3,2,3a).  Agnatio;  Succession, law of Manthe, Ulrich (Passau) Bibliography H. L. W. Nelson, U. Manthe, Gai Institutiones III 1-87, 1992, 65f.

Ademptio legati

(51 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] The revocation of a formal legacy, initially only by formal declaration ( non do; heres ne dato) in a will, from the 2nd cent. AD also possible by informal exercise of will (e.g. disposal of the object) (Dig. 34,4).  Legatum Manthe, Ulrich (Passau) Bibliography Kaser, RPR I, 755

Querela inofficiosi testamenti

(249 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] “Beschwerde wegen pflichtwidrigen Testaments”. War nach röm. Recht ein nächster Angehöriger des Erblassers wirksam enterbt (Erbrecht III. E.) oder zu weniger als einem Viertel seines gesetzlichen Erbteils (s. intestatus ) eingesetzt und hatte er dieses Viertel auch nicht durch Vermächtnis ( legatum , fideicommissum ) oder Schenkung auf den Todesfall ( donatio mortis causa ) erhalten, so konnte er mit der q.i.t. gegen den Testamentserben auf Aufhebung des Testaments vor den centumviri oder auf dem Wege der cognitio extra ordinem klagen. Die q.i.t. hatte Erfolg,…

Abstentio

(121 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Nach röm. Recht erwarben sui heredes die ihnen angefallene Erbschaft mit dem Erbfall; solange ein suus noch nicht äußerlich gezeigt hatte, daß er die Erbschaft behalten wollte, gestattete ihm der Prätor, sich ihrer zu enthalten ( se abstinere). In diesem Fall blieb der suus zwar heres, erhielt aber nicht die Erbschaft und haftete nicht für die Nachlaßschulden; der Nächstberufene erhielt die bonorum possessio. Ein extraneus bedurfte keiner a.; da er erst mit Antritt die Erbschaft erwarb, konnte er einfach auf diesen verzichten, aber auch die Ausschlagung erklären ( o…

Praeteritio

(149 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] (“Übergehung”). Nach röm. ius civile mußten alle sui heredes (Hauserben) im Testament erwähnt werden, indem sie entweder ausdrücklich als Erben eingesetzt oder enterbt ( exheredatio ) wurden. Söhne und postumi (Nachgeborene) beiderlei Geschlechts konnten nur unter Namensnennung (nominatim) wirksam enterbt werden, bei allen anderen (Töchtern, in manus -Ehe lebender Ehefrau, Enkel/innen usw.) genügte pauschale Enterbung ( inter ceteros). Nichterwähnung ( p.) führte bei Söhnen und postumi zur Nichtigkeit des Testaments mit all seinen Verfügungen;…

Lex Iulia et Papia

(172 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Zur Erhöhung der Ehemoral und Bekämpfung der Kinderlosigkeit verbot Augustus durch die lex Iulia de maritandis ordinibus (18 v.Chr.) standeswidrige Ehen und ordnete durch die lex Papia Poppaea (9 n.Chr.) Ehepflicht für Bürger im heiratsfähigen Alter an, wobei Unverheiratete mit dem Verfall ( caducum ) des ihnen testamentarisch Zugewandten, kinderlos Verheiratete mit dem Verfall der Hälfte bestraft wurden; wer hingegen Kinder hatte, wurde mit zahlreichen Privilegien versehen ( ius liberorum, “Kinderprivileg”). Welche Regelungen welchem der beiden G…

Immiscere, se

(117 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] ( alicui rei, “sich in etwas einlassen”). Ein suus heres (Hauserbe, Erbrecht III A) konnte eine gesetzliche oder testamentarische Erbschaft nicht wirksam nach ius civile ausschlagen ( semel heres semper heres), wurde aber, wenn er vor dem Prätor die Ausschlagung erklärte, von diesem so behandelt, als sei er nicht Erbe geworden ( abstentio ). Hatte er sich aber einmal äußerlich wie ein Erbe verhalten ( i.), so verlor er das beneficium abstinendi. Ferner bezeichnet i. den Beginn der Wahrnehmung sonstiger Geschäfte. Erst seit dem 4. Jh. n.Chr. bedeutet i. soviel wie “…

Pflichtteil

(273 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Da im klass. griech. Recht Testamente zur Übergehung von Söhnen unzulässig waren ( diathḗkē B.), stellte sich dort die Frage eines P. noch nicht. Ein P.-Recht für nahe Angehörige hat sich aber selbst im röm. Recht nur langsam durchgesetzt. Am Anfang der Entwicklung stand das Recht der Noterben (Erbrecht III.E.), bei Übergehung ( praeteritio ) das Testament ganz zu entkräften oder wenigstens einen Teil des Nachlasses zu erhalten; gegen Enterbung ( exheredatio ) konnten sich die Noterben nicht wehren. Ein echtes P.-Recht bestand hingegen für den patronus

Fideicommissum

(596 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Das seit dem 2. Jh. v.Chr. (Ter. Andr. 290-298) neben dem legatum (Vermächtnis) auftretende f. (wörtl.: “das der Treue Anvertraute”) war eine Bitte des Erblassers an einen Erben oder Vermächtnisnehmer, einem Dritten etwas aus der Erbschaft oder die ganze Erbschaft auszufolgen. Da ein f. den Beschränkungen des zivilen Erbrechts nicht unterlag, diente es dazu, jemandem etwas letztwillig zuzuwenden, der nicht Erbe sein oder ein Legat empfangen durfte (Nichtbürger; Frauen nach der lex Voconia, Erbrecht III D; Unverheiratete und Kinderlose nach der lex Papia, caduc…

Aditio hereditatis

(67 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Nach röm. Recht erwarb ein suus heres die ihm angefallene Erbschaft ohne sein weiteres Zutun, ein extraneus erst durch Antritt ( aditio). Die aditio konnte durch förmliche Antrittserklärung ( cretio) oder durch formlose Betätigung des Annahmewillens ( pro herede gestio) geschehen. Erbrecht III B; abstentio Manthe, Ulrich (Passau) Bibliography 1 H. Honsell, Th. Mayer-Maly, W. Selb, Röm. Recht, 41987, 469 ff. 2 Kaser, RPR I, 715 ff.

Lex Voconia

(255 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Ein vom Volkstribun Q. Voconius Saxa 169 v.Chr. eingebrachtes Gesetz, das Erblassern der 1. Censusklasse (Mindestvermögen 100000 As, Gai. inst. 2,274) verbot, eine Frau im Testament zur Erbin einzusetzen; das Intestaterbrecht der Frauen blieb unberührt, doch wurde im Anschluß an das Gesetz ( Voconiana ratione) Frauen ab dem 3. Verwandtschaftsgrad auch das Intestaterbrecht entzogen (Paul. sent. 4,8,20). Zugleich beschränkte die l.V. den Höchstbetrag von Legaten auf die Hälfte der Erbschaft (Gai. inst. 2,226). Die Praxis entwickelte wahrsch…

Agnatio

(173 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Im röm. Recht die Verwandtschaftsbeziehung zwischen den Personen, die unter der manus oder patria potestas desselben pater familias stehen oder stehen würden, falls dieser noch leben würde (also von diesem in rein männlicher und nicht durch Emanzipation unterbrochener Linie abstammten, Gai. inst. 1,156). Diejenigen Gewaltunterworfenen, die mit dem Tode ihres pater familias unmittelbar gewaltfrei ( sui iuris) wurden, bildeten den engeren Kreis der sui heredes ; eine bes. Gruppe der Agnaten waren die consanguinei . Das agnatische Syste…

Heredium

(128 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] In der Sprache der XII Tafeln (7,3) das Bauerngut im Ausmaß von zwei iugera (0,5 ha; Plin. nat. 19,4,50), aus hortus (Bauernhof mit Garten, Paul. Fest. 91,12 L.) und ager (Ackerland) bestehend. Nach der Tradition hatte Romulus jedem Bürger ein unveräußerliches h. zugeteilt, welches jeweils dem Erben ( heres) zufiel (Varro rust. 1,10,2); die XII Tafeln erlaubten schon die Veräußerung und Vererbung der Gesamthabe (6,1; 5,3), damit auch des h. Da ein h. zur Ernährung einer Großfamilie mit Gesinde kaum ausreichte, leuchtet Mommsens Annahme [1] ein, das h. sei nur die …

Exheredatio

(190 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Enterbung. Das archa. röm. Recht erlaubte die testamentarische Einsetzung eines Erben wahrscheinlich nur, wenn kein suus heres (Hauserbe) vorhanden war. Später wurde es möglich, einen von mehreren sui heredes als Erben einzusetzen und die anderen zu enterben. In histor. Zeit war die Enterbung von sui unbeschränkt möglich, mußte aber ausdrücklich im Testament geschehen. Söhne mußten unter Namensnennung, andere sui (Ehefrau - uxor in manu -, Enkel, Urenkel usw. beiderlei Geschlechtes) konnten inter ceteros (gemeinsam ohne Namensnennung) enterbt werden;…

Prodigus

(101 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Den p. (“Verschwender”) stellten die XII Tafeln (7,4c) unter die Pflegschaft ( cura) der nächsten Agnaten ( agnatio ), damit diese sein Vermögen verwalteten, so daß ihr künftiges Erbrecht (Erbrecht III. C.; intestatus ) nicht gefährdet wurde. Im klass. Recht des 1.-3. Jh. n. Chr. wurde der p. einem Minderjährigen, der unter Vormundschaft ( tutela ) stand, gleichgestellt; die cura prodigi wurde nun auch nicht nur im Interesse der Agnaten, sondern auch zum Schutz des p. angeordnet. Manthe, Ulrich (Passau) Bibliography 1 Honsell/Mayer-Maly/Selb, 96-97 2 Kaser, RP…

Codicilli

(103 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Die in einem formlosen Schriftstück enthaltene letztwillige Verfügung. Im Kodizill konnten nur Einzelverfügungen vorgenommen werden, nicht jedoch Erbeinsetzungen und Enterbungen. In Ergänzung eines Testamentes waren c. wirksam, wenn ihre Errichtung in einem früheren Testament vorbehalten oder wenn sie in einem späteren bestätigt wurden ( c. testamento confirmati); nichtkonfirmierte c. (Intestatkodizill) konnten nur Fideikommisse enthalten. Eine sog. Kodizillarklausel des Inhalts, daß ein Testament auch bei Formfehler gelten so…

Mortis causa capio

(111 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Im röm. Recht jeder ‘Erwerb von Todes wegen’, der nicht auf Erbfolge oder Vermächtnis beruhte (Erbrecht III. H.): (1) Schenkung von Todes wegen ( donatio ); was jemand (2) zur Erfüllung einer testamentarischen Bedingung oder (3) unter der Bedingung, daß ein Dritter (nicht der Leistende) sterben würde, oder als Gegenleistung (4) für den Verzicht auf einen erbrechtlichen Erwerb oder (5) für einen Antrag auf vorläufige Sicherung eines Nachlasses zugunsten eines Ungeborenen (missio in possessionem) erhielt (Dig. 39,6,38; 31 pr./2; 8 pr.; 12). Manthe, Ulrich (Passa…
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