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Your search for 'dc_creator:( "Marquardt, Bernd" ) OR dc_contributor:( "Marquardt, Bernd" )' returned 17 results. Modify search

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Bergordnung

(642 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
Die mitteleurop. B. stellte einen Spezialfall der nzl. Polizeiordnung zur Regelung von Rechtsfragen des Bergbaus dar ( Montanwesen), insbes. von Eisen-, Edelmetall- und Salzbergbaubezirken, und bildete daher einen Teil des Bergrechts. Vorläufer lassen sich bis auf das Trienter Bergrecht von 1185 zurückverfolgen. Nach einer älteren privilegienrechtlich gestalteten Phase gibt es Hunderte von Beispielen von B. aus dem 15. bis 18. Jh.; das 19. Jh. brachte den Übergang zu inhaltlichen und geographisch umfassenderen…

Reichsacht

(738 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
Die R. (von mhdt. achte, ›Verfolgung‹) war ein einschneidendes Justiz- und Exekutivinstrument des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, das hauptsächlich in gewichtigen polit. Verfahren zum Einsatz kam. Mit ihr erklärten der Kaiser oder in dessen Namen eines der obersten Reichsgerichte (Reichshofrat; Reichskammergericht) ein Mitglied des Reiches wegen schwerer Rechtsbrüche – nach der Nichtbefolgung der entsprechenden Vorladung – zum öffentlichen Feind und schlossen es aus der regulären staatlichen Friedens- und Rechtsgemeinschaft aus. Der Geächtete sollte als R…

Privilegium de non evocando

(720 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
Das Nichtevokations-Privileg war ein schon für die spätma. Justizverfassung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation charakteristisches Gerichtsstandsprivileg. Damit verzichtete der Kaiser oder König als oberster Gerichtsherr gegenüber einem reichsunmittelbaren regionalen oder lokalen Gerichtsträger auf die Ausübung des Rechts, eine Streitsache an sich zu ziehen (d. h. sie an einen auswärtigen Gerichtsort ›herauszurufen‹). Dieser Verzicht betraf allerdings nicht das Eintrittsrecht des persönlich anwesenden…

Standesherren

(725 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
Die S. waren eine verfassungsrechtliche Kategorie im Deutschen Bund (1815–1866) und seinen Mitgliedsstaaten. Diese gewährte den insbes. durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 [2. 317–375] mediatisierten weltlichen Reichsfürstentümern und -grafschaften eine begrenzte Nachexistenz (Mediatisierung). Betroffen war ein erheblicher Teil des höheren Reichs-Adels, zu dem auch ausgedehnte Territorialkonglomerate wie die Fürstentümer Hohenlohe am Kocher, Fürstenberg im Schwarzwald, Löwenstein-Wertheim am Main oder die westfälische Grafschaft Bentheim-Tec…

Wahlprüfung

(751 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
Unter W. versteht man ein Verfahren zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit einer angefochtenen Wahl insbes. zu Vertretungskörperschaften bzw. Parlamenten. Voll ausgebildet wurde sie im modernen Verfassungsstaat, doch lassen sich bereits in den Ständeversammlungen des Ancien Régime Vorformen ausmachen. Ein Vorläufer der modernen W. ist in den ständestaatlichen Verfahren der Frühen Nz. zur Überprüfung der Legitimität der Stände bzw. ihrer Gesandten zu erblicken, welche an einer protoparlamentarischen Versammlung teilnahmeberechtigt wa…

Wahlkapitulation

(872 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
»Kapitulation« bezeichnete in der Frühen Nz. allgemein eine in Kapitel untergliederte Urkunde mit vertraglichem Gehalt. Durch W. vereinbarte ein Wahlorgan mit einem künftigen Herrscher die Rechte der Untertanen oder einer speziellen Gruppe derselben »zur Wohlfarth des Reichs« [1. 670]. Die W. war somit ein herrschaftsvertragliches Phänomen des proto-konstitutionellen Staates der Frühen Nz., speziell der europ. Wahlmonarchien. Hier wurden bei Herrscher-Wahlen die Grundlagen der gewachsenen Herrschafts-Organisation in einem schriftlichen Reproduktionsritual …

Privilegium de non appellando

(712 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
Das P. D. N. A. ( Nichtappellations-Privileg) beschränkte oder untersagte das Rechtsmittel der Appellation an Reichsgerichte. Es war ein für die frühnzl. Justizverfassung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation charakteristisches Gerichtsprivileg, mit dem der Kaiser das ab etwa 1450 aufkommende und im Zuge der Reichsreform in der Reichskammergerichts-Ordnung von 1495 [1] verankerte hierarchisch-mehrinstanzliche Appellationswesen [7] unter Anpassung an die unterschiedlichen rechtlichen und polit. Gegebenheiten in der Fläche ausgestaltete.…

Wahlrecht

(1,570 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
1. Begriff W. bezeichnet die Rechtsregeln für ein in der europ. Verfassungsgeschichte verbreitetes polit. Organisationsmodell, das die Legitimation von Herrschaft nicht nur als göttlich-dynastisch (Gottesgnadentum; Dynastie), sondern ergänzend oder alternativ auch durch mehr oder minder weit gefasste Wahlkörper, wahlberechtigte Versammlungen (z. B. Parlamente) oder durch das Wahlvolk aus dem Kreis der Beherrschten vermittelt ansah. Betroffen sein konnten auf verschiedenen Herrschaftsebenen die Wahlen von Staatsoberhäuptern, von s…

Reichsdorf

(804 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
Unter einem R. (auch Reichshof oder Reichstal) ist eine reichsunmittelbare Gerichtsgemeinde im spätma.-frühnzl. Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation zu verstehen (Reichsunmittelbarkeit). Ihre Rechtsstellung wies Gemeinsamkeiten mit derjenigen der Reichsstädte auf, soweit vom Fehlen des Stadtrechts und des Zuganges zum Reichstag abgesehen wird. Die Nicht-Reichsstandschaft hatten sie mit den Reichsrittern gemein. Es handelte sich bei einem R. um den sehr seltenen Sonderfall einer bäuerlichen Gemeinde ( Dorfgemeinde), die nicht (originär) einer lokalen Ge…

Regalien

(1,208 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
1. Begriff und Bedeutung In den Monarchien Europas galten als ›königliche Rechte‹ (lat. iura regalia) im weiteren Sinn alle in ihrem ideellen Urpunkt exklusiv der königlichen oder kaiserlichen Gewalt anhaftenden Hoheitsrechte, darunter auch die höchstrichterliche und militärische Stellung, insofern auch in Abgrenzung zu den Kompetenzen der röm. Kirche. Diese monarchischen Kernrechte wurden bis ins 18. Jh. als regalia maiora (›höhere R.‹) begriffen. Jedoch überwog in der Frühen Nz. mit dem Aufkommen des Souveränitäts-Konstrukts zunehmend das engere Verständnis der regalia …

Umweltrecht

(1,779 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
1. Allgemein Unter U. versteht man das Schutzrecht der natürlichen Umwelt des Menschen in einem engen Systemzusammenhang mit dem Nutzungsrecht menschlich gestalteter Ökosysteme. Auch wenn der Terminus U. und die entsprechenden Begriffe in den übrigen europ. Hauptsprachen (u. a. engl. environmental law, span. derecho medioambiental) im heutigen ökologischen Begriffsverständnis als erst im letzten Drittel des 20. Jh.s popularisiertes Konzept anzusehen sind, können Teilkomponenten wie Nachhaltigkeit, Weide- und Wälder-Schutz, Immissionsschu…

Electoral capitulation

(1,006 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
In the early modern period, a capitulation was generally a document with contractual content that was subdivided into chapters. By means of an electoral capitulation, an electoral body reached an agreement with a future ruler over the rights of his subjects or a special group of them “for the welfare of the empire” [1. 670]. Electoral capitulations were thus an example of a subject-ruler contract under the proto-constitutional states of the early modern period, particularly for European electoral monarchies. Upon the election of the monarch, a doc…
Date: 2019-10-14

Imperial ban

(893 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
The imperial ban (German  Acht, from Middle High German  achte, “persecution”; also Bann) was a powerful judicial (Judiciary) and executive instrument of the Holy Roman Empire (of the German Nation) that was used primarily in important political trials. By imposing the imperial ban, the emperor or one of the supreme imperial courts that presided in his name (the Reichshofrat and  Reichskammergericht) declared a member of the empire a public enemy on account of a grave violation of the law (after he had disregarded a summons) and excluded that person …
Date: 2019-10-14

Electoral scrutiny

(805 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
The term electoral scrutiny describes the procedural review of the legality of a disputed election, especially to representative bodies or to a parliament. It first appears fully mature in the modern constitutional state, but primitive forms can be identified as early as the Estates General (Estates, assembly of) of the  Ancien Régime. The early modern procedure of examining the legitimacy of estates (Estates of the realm) or their delegates entitled to participate in a proto-parliamentary assembly (e.g. the  Reichstagor a regional diet - a  Landtag) may be viewed as a pred…
Date: 2019-10-14

Environmental law

(1,993 words)

Author(s): Marquardt, Bernd
1. GeneralEnvironmental law is understood as law that protects the natural environment of human beings in a close systemic relationship with the right to use and enjoy ecosystems shaped by human intervention. While the term “environmental law” itself and the corresponding terms in other European languages (e.g. German Umweltrecht, Spanish  derecho medioambiental) in their modern ecological signification did not become popular concepts until the last third of the 20th century, the roots of particular components, such as sustainability, pastur…
Date: 2019-10-14

Wald

(3,406 words)

Author(s): Selter, Bernward | Marquardt, Bernd
1. Begriffe W. ist vielen der Inbegriff von Natur, doch ist er auch Teil der menschlichen Kultur. Im heutigen Sprachgebrauch gilt »W.« eher als Teil der natürlichen Umwelt, » Forst« als bewirtschafteter W. »Wald« geht auf das ahdt. Wort wald (auch walth, urgerman. walpus oder walthus, indoeurop. waltus) zurück, das auch ›Wildberg‹ und ›Wildnis‹, ›der Kultur nicht unterworfenes Land‹ bedeuten kann [12. 34]. Die sprachliche Herkunft von »Forst« ist nach wie vor umstritten. Am weitesten verbreitet sind die Ableitung von lat. foris (»draußen«) und die Herleitung aus den sog. Zau…

Forest

(3,808 words)

Author(s): Selter, Bernward | Marquardt, Bernd
1. Terminology To many a forest is the epitome of nature, but it is also part of human culture. In modern German, a  Wald (“woodland”) is thought of more as part of the natural environment, a Forst (“forest”) as a managed Wald. Wald goes back to OHG  wald (also  walth, Proto-Germanic  walpus or walthus, Indo-European  waltus), which can also mean “wilderness,” “land that has not been subject to human culture” [12. 34]. The etymology of  Forst is still disputed. The majority derive it from Latin  foris (“outside”) and the so-called fence words: “Germanic  firstiz (“ridge”) ... d…
Date: 2019-10-14