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Your search for 'dc_creator:( "Niehr, Herbert (Tübingen)" ) OR dc_contributor:( "Niehr, Herbert (Tübingen)" )' returned 12 results. Modify search

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Kasion

(155 words)

Author(s): Niehr, Herbert (Tübingen)
[English version] (Κάσιον sc. ὄρος). Gräzisierte Form von hurrit. Ḫazzi, bezeichnet den 1770 m hohen Ǧebel al-Aqra, d.h. den Götterberg Ṣaphon mit dem Sitz des Gottes Baal ca. 40 km nördl. von Ugarit in NW-Syrien. Im 1. Jt.v.Chr. wurde der Ṣaphon/K. zum Götterberg Syrien-Palästinas par excellence; der Name K. findet sich auch im Nildelta am Sirbonischen See (Hdt. 2,6,1; 3,5,2), wo die Grenze zw. Äg. und Syrien verlief (Hdt. 2,158,4). In Syrien wurde auf dem K. der Kult des Zeus Kasios bis ins 4. Jh.n.Chr. vollzogen. Bedeutende Besucher …

Baal

(1,257 words)

Author(s): Niehr, Herbert (Tübingen)
[English version] (semit. bal, Fem. balat; griech. Bḗlos, “Herr”, “Eigentümer”, “Herrscher”, “Meister”, “Ehemann”). Seit dem 3. Jt.v.Chr. im syr.-phöniz. Raum Gottesappellativ (im Sinne von “B. ist allmächtig, Herrscher der Ordnung über das Chaos, Herr des Himmels und der Welt und König”); bezeichnete zugleich aber auch in Verbindung mit Toponymen (“Herr” einer Stadt, eines Gebirges usw.) oder mit Naturerscheinungen (“Herr” des Donners, des Regens usw., d.h. B. als Wettergott) individuelle oder lokale Gottheiten. In den Götterlisten von Ugarit figuriert B. immer h…

Keret (Kirta)

(161 words)

Author(s): Niehr, Herbert (Tübingen)
[English version] Protagonist eines Epos (TUAT 4,1213-53) aus Ugarit mit Bezug auf eine Königsfamilie, die zu den Vorfahren des ugaritischen Königshauses gehört. Das Epos zeigt die enge Verbindung zwischen dem Königshaus und dem Gott El und beschäftigt sich mit der Frage nach der königlichen Nachkommenschaft und Sukzession. König K. hat sieben Frauen und seine Nachkommenschaft nacheinander durch verschiedene Schicksalsschläge verloren. El verspricht ihm im Traum eine Frau und Kinder. Seine Frau ge…

Anat

(197 words)

Author(s): Niehr, Herbert (Tübingen)
[English version] Aus Ugarit bekannte Göttin, begegnet im 7. Jh. v. Chr. als Anatbethel im Vertrag Asarhaddons mit Baal von Tyros [4. Nr. 5 IV 6], im Nachfolgevertrag Asarhaddons [4. Nr. 6 § 54 A 467], sowie im 5. Jh. v. Chr. unter dem Namen Anatjahu als Paredra Jahwes in Elephantine [5]. Möglicherweise war sie im 8. Jh. v. Chr. bereits Jahwes Paredra in Samaria. Im AT existiert A. nur als Element in Ortsnamen (Jos 15,59; 19,38; Jer 1,1 u.ö.) und Personennamen (Ri 5,6; Jos 17,7). Eine bilingue Alt…

Heliopolitanus

(200 words)

Author(s): Niehr, Herbert (Tübingen)
[English version] Der Hauptgott der Biqā-Ebene, in der sich seit dem 2. Jh. v.Chr. das arab. Reich der Ituräer (Ituraea) konstituiert hatte, war seit vorarab. Zeit der “Herr der Biqā” ( bl bq). Unter dem Namen Zeus Helios oder Iuppiter (Optimus Maximus) H. wurde er in röm. Zeit in Baalbek (= Heliopolis) verehrt, wo sein Haupttempel auf älteren Resten errichtet wurde. Seine Solarisierung dürfte auf ptolem. Einfluß beruhen. Der ikonographisch und inschr. gut bezeugte Gott ist Wettergott, Regenspender, Herr der Quellen, Orak…

Astarte

(148 words)

Author(s): Niehr, Herbert (Tübingen)
[English version] Die durch den Abendstern symbolisierte Göttin A. tritt mehrfach in den Ugarit-Texten auf [1: 1. 43,1-8; 1. 47,25; 1. 92,2 u.ö.]. In ihr finden sich Züge der babylon. Ištar. In der phöniz. Religion begegnet sie in den Panthea von Tyros (KAI 17) und Sidon (KAI 13; 14). Ihr Kult ist auf den Mittelmeerinseln bis nach Spanien hin bezeugt, ebenso in Israel. Als ihre Domänen lassen sich Liebe, Fruchtbarkeit und Krieg erschließen. In hell.-röm. Zeit geht sie mit Anat in der Dea Syria auf. Niehr, Herbert (Tübingen) Bibliography 1 M. Dietrich et al., Keilschriftalphabet. Te…

Palmyra

(2,296 words)

Author(s): Niehr, Herbert (Tübingen) | Kaizer, Ted (Oxford)
Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Achaimenidai | Ägäische Koine | Caesar | Coloniae | Handel | Indienhandel | Limes | Syrien | Theater | Zenobia | Straßen (Πάλμυρα, semit. Tadmor). [English version] I. Geschichte Oase in Mittelsyrien, ca. 240 km nö von Damaskos und ca. 200 km westl. des Euphrat. P., von dem aus Routen nach Emesa (Ḥimṣ), Ḥamāh und Aleppo führen, stellte eine wichtige Karawanenstation auf dem Wege von Mesopotamien nach Mittelsyrien, dem Libanon und Arabien dar. Dies machte P. vom 1. bis zum 3. Jh.n.Ch…

Elagabal

(1,110 words)

Author(s): Niehr, Herbert (Tübingen) | Birley, A. R. (Düsseldorf)
[English version] [1] Gottesname Gottesname, läßt sich etym. aufgrund seines ältesten Belegs (palmyren. Stele von Nazala, 1. Jh.n.Chr.) auf lhgbl zurückführen (Herodian 5,3,4: Elaiagabalos). Da hierin lh im status emphaticus vorliegt, muß E. als “der Gott Berg” aufgefaßt werden [8. 503f.]. Dafür spricht auch die Abb. auf der Stele [1. 707]. Der Berg meint den Zitadellenhügel von Emesa (Ḥimṣ) mit dem Tempel des E. [6. 257f.; 8. 509f.], worauf ant. Beschreibungen (Avien. Descriptio orbis 1083-1093) und der Fund eines Alta…

Mythos

(7,104 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Zgoll, Annette (Leipzig) | Hazenbos, Joost (Leipzig) | Niehr, Herbert (Tübingen)
I. Theorie des Mythos [English version] A. Definition Eine alle Disziplinen befriedigende Definition von M. (μῦθος/ mýthos; lat. mythos) zu finden, erweist sich trotz vieler Versuche als unmöglich. Am befriedigendsten hat sich die auf G.S. Kirk und W. Burkert zurückgehende Bestimmung von M. als einer ‘traditionellen Erzählung von kollektiver Bedeutsamkeit’ erwiesen [1; 2]; selbst sie wird aber der Funktion von M. in der nachklass. Ant. - als Inhalt unterhaltender Erzähldichtung wie etwa Ovids (Ovidius Naso) ‘Metamorphosen oder Nonnos' Dionysiaká - nur teilweise gerecht. D…

Dämonen

(2,882 words)

Author(s): Maul, Stefan (Heidelberg) | Jansen-Winkeln, Karl (Berlin) | Niehr, Herbert (Tübingen) | Macuch, Maria (Berlin) | Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] I. Mesopotamien Ein übergeordneter Begriff für D. wurde in Mesopotamien nicht entwickelt. Bekannt ist eine Vielzahl unsterblicher Wesen, die jeweils einen eigenen Namen tragen und als Diener der Götter und Feinde oder Helfer der Menschen auftraten. Gegenstand eines eigenen Kultes waren sie nicht. Da D. ihre beschränkte Macht, die sich etwa in Krankheiten physischer und psychischer Art manifestierte, nur mit Billigung der Götter ausüben konnten, waren sie Teil der Weltordnung. So wu…

Priester

(3,742 words)

Author(s): Renger, Johannes (Berlin) | Quack, Joachim (Berlin) | Niehr, Herbert (Tübingen) | Haas, Volkert (Berlin) | Gordon, Richard L. (Ilmmünster) | Et al.
[English version] I. Mesopotamien Das Personal mesopot. Tempel setzte sich seit dem 3. Jt. bis ans Ende der mesopot. Zivilisation aus dem Kultpersonal im engeren Sinn - d. h. den P. und P.innen, die den offiziellen Kult in den Tempeln besorgten, den Kultmusikanten und Sängern - sowie dem Dienstpersonal (Hofreinigern und Hofreinigerinnen, Köchen usw.) zusammen. Hinzu kam das hierarchisch gegliederte Verwaltungs- und Wirtschaftspersonal der Tempel-Haushalte, die in Babylonien große Wirtschaftseinheite…

Divination

(5,782 words)

Author(s): Maul, Stefan (Heidelberg) | Jansen-Winkeln, Karl (Berlin) | Haas, Volkert (Berlin) | Niehr, Herbert (Tübingen) | Wiesehöfer, Josef (Kiel) | Et al.
[English version] I. Mesopotamien Während das Augenmerk der altägypt. Kultur in hohem Maße auf die Existenz nach dem Tode gerichtet ist, kreisen die Ängste der mesopotamischen Kulturen fast ausschließlich um Belange des Diesseits. Ein bed. Teil der kulturellen Energien des alten Mesopotamien fließt in das Bemühen, menschliches Handeln im Einklang mit dem Göttl. zu halten, um dadurch Unglück wie Naturkatastrophen, Krieg, Krankheit und vorzeitigen Tod fernzuhalten. Hierbei kommt einem Herrscher als Mittler zw. Götter- und Menschenwelt bes. Verantwortung zu. Da im Weltbild Me…