Search

Your search for 'dc_creator:( "Oberdorfer, Bernd" ) OR dc_contributor:( "Oberdorfer, Bernd" )' returned 7 results. Modify search

Did you mean: dc_creator:( "oberdorfer, bernd" ) OR dc_contributor:( "oberdorfer, bernd" )

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Ritschlianer

(458 words)

Author(s): Oberdorfer, Bernd
[English Version] . Etwa seit Erscheinen von »Die christl. Lehre von der Rechtfertigung und Versöhnung« (1870–1874) erwies sich A. Ritschls Theol. als integrationsfähiger »dritter Weg« zw. Konfessionalismus und Liberalismus. Dabei wirkte Ritschl weniger durch seine Lehrtätigkeit als durch seine Schriften. Schon bald wurden Ritschl nahestehende Theologen wie A. v. Harnack, J. Kaftan, F. Kattenbusch, W. Herrmann oder F. Loofs auf wichtige Lehrstühle berufen (Liste bei Schäfer 232). Theologiepolit. w…

Visio Dei

(379 words)

Author(s): Oberdorfer, Bernd
[English Version] . I.Eschatologisch. Die V.D. (Gottesschau) gehört nach Mt 5,8 zu den Verheißungsgütern; Paulus stellt das endzeitliche Schauen »von Angesicht zu Angesicht« (1Kor 13,12) der gegenwärtigen gebrochen-fragmentarischen Wahrnehmung im Glauben (vgl.2Kor 5,7) gegenüber. Im Horizont des platonischen Gedankens von der Partizipation durch Erkenntnis entwickelte bes. Augustin daraus die Lehre von der V.D. bzw. visio beatifica (selig machende Schau) als Inbegriff des den Erlösten beschiedenen…

Partnerschaft

(826 words)

Author(s): Oberdorfer, Bernd
[English Version] I. Allgemein Die engl. Begriffe »partner« bzw. »partnership« und ihre dt. Äquivalente benennen zunächst eine Unternehmensform im Ökonomischen, werden dann aber auch angewandt auf intensive personale Relationen sowie auf spezifische Interaktionen (Sport, Spiel, Tanz). In einem allgemeineren Sinn spricht man auch von P. zw. Gebietskörperschaften (Städtepartnerschaft) und Institutionen (Partnerkirchen). Grundlegend ist die in der Beziehung bestehen bleibende Autonomie und die Gleichrangigkeit der Beteiligten (a…

Zukunft

(724 words)

Author(s): Rosenau, Hartmut | Oberdorfer, Bernd
[English Version] I. Religionsphilosophisch Von religionsphilos. Relevanz ist Z. zunächst in daseinsanalytischer Hinsicht (Existenzphilosophie, Existenztheologie). Demnach ist Z. der vor uns liegende, bei aller Planbarkeit letztlich unverfügbare (Unverfügbarkeit) auf uns zukommende Gehalt der Zeit. Dieser erschließt seine Bedeutung für das Verstehen menschlicher Existenz im Unterschied zu anderem Seienden, das der Zeit im Entstehen wie Vergehen unterliegt, nicht primär anhand einer präzisen Festste…

Verklärung Jesu Christi

(1,810 words)

Author(s): Frenschkowski, Marco | Oberdorfer, Bernd | Kunzler, Michael | Apostolos-Cappadona, Diane
[English Version] I. Neues Testament Die Legende Mk 9,2–13 parr. proklamiert Jesus als Gottessohn vor dem innersten Jüngerkreis. Deutlich ist starkes kompositionelles Interesse des Mk: Anfang (1,1.11), Mitte (9,7) und Ende (15,39) des Ev. bezeugen Jesus als Gottessohn. Die Zusammenstellung mit 8,27–33 lüftet das Inkognito Jesu und definiert seinen Auftrag (Passion und Auferstehu…

Trinität/Trinitätslehre

(10,088 words)

Author(s): Oberdorfer, Bernd | Theobald, Michael | Müller, Gerhard Ludwig | Plank, Peter | Küster, Volker | Et al.
[English Version] I. Begrifflichkeit In bes. Maße ist die Trinitätstheol. gekennzeichnet durch ein spannungsvolles Ineinander von bibl.-narrativer und philos.-spekulativer Sprache. Der Ausdruck trinitas begegnet erstmals bei Tertullian (Prax. 2,1–4) als Übers. des griech. τρια´ς/triás (urspr. »Dreiheit«). Im Dt. haben sich neben dem Fremdwort »T.« die Begriffe »Dreieinigkeit« und »Dreifaltigkeit« etabliert. Für die Benennung der göttlichen Einheit (Gott: V.,1.) haben die Auseinandersetzungen des 4.Jh. den aus der antiken Philos. stammenden Terminus ου᾿σι´α/ousía (»Wesen« [s.a. Wesen Gottes]) als theol. legitim erwiesen. ῾ϒπο´στασις/Hypóstasis (Hypostase) wurde teils im Sinne von substantia (Substanz) als Synonym für ousía verwendet (so noch im Nicaenischen Symbol von 325), teils (seit Origenes) im Pl. im Sinne von subsistentia als Ausdruck für je unterschiedliche eigenständige Seinsweisen von Vater, Sohn und Hl. Geist. Der pluralische Gebrauch setzte sich in der Formel μι´α ου᾿σι´α – τρει˜ς υ῾ποστα´σεις…

Vision/Visionsbericht

(3,637 words)

Author(s): Hoheisel, Karl | Jeremias, Jörg | Reed, Annette Yoshiko | Heininger, Bernhard | Dinzelbacher, Peter | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichVision (V.; von lat. visio, »Sehen, Schau«) bez. die klare Wahrnehmung von Bildern einzelner Gestalten oder langen Sequenzen (auditive [Audition], olfaktorische u.a. Elemente können einfließen) im Wachzustand. V. können sich spontan einstellen oder durch Rhythmen, Askese, Meditation, psychedelische Drogen oder Rituale (Ritus) induziert sein und werden ausnahmslos als von außen ausgelöst erlebt, obwohl entsprechende Außenreize nicht zu verifizieren sind. Religiös disponierte Visionäre verstehen solche Wahrnehmungen, aber auch lit. Kompositionen, hinter denen szenisch Abgelaufenes nur schwer und selten eindeutig nachzuweisen ist, als ein Sich-Erschließen jenseitiger, außernatürlicher Wirklichkeit. Deshalb spielt Visionslit. in vielen rel. Überlieferungen eine überragende Rolle. Die beiden wichtigsten Disziplinen, die rel. V. nicht-theol. studieren, müssen die Wahrheitsfrage offen lassen. Für die Religionspsychologie sind V. Trugwahrnehmungen, deren Unwirklichkeit der Erlebende nicht erkennt (Halluzinationen) bzw. erkennt (Pseudohalluzinationen). Von den zahlreichen Detailfragen der Religionspsychologie (Entstehensursachen, Zustände nach Ende von V.) sei hier nur auf die ungelöste nach Unterscheidungsmerkmalen zw. wirklichen und nur lit. hingewiesen. Sie gehört auch zu den Anliegen der Religionswiss. Insbes. interessiert diese sich aber für deren Beschreibung, Klassifikation und Funktionen. Schon kurze Überblicke lassen erkennen, daß V. nicht nur weltweit eine Grundgegebenheit der Religionsgesch. darstellen, sondern sich in ihren Mustern auffallend ähneln. Wie weit sie in der Menschheitsgesch. zurückreichen, ist aufgrund der Quellenlage nicht eindeutig auszumachen. In rezenten Stammeskulturen, deren Grundmuster durchaus bis zum Entstehen der frühesten Hochkulturen zurückreichen können, werden soziale und polit. Entwicklungen von visionären Erlebnissen gespeist. Wenngleich nicht immer scharf von Träumen (: II.) und anderen Formen von veränderten Ich-Demarkationen zu trennen, spielen V. in Totemismus und Schamanentum (Schamane), z.B. beim Erscheinen des Totems oder von Hilfsgeistern (Dämonen/Geister), eine markante Rolle. Im alten Vorderen Orient scheinen V. nicht ganz gefehlt zu haben, doch im Vordergrund standen Träume, Tempelrituale (Opferbeschau [Opfer]) oder an andere Funktionsträger fest gebundene mantische Systeme (Divination/Mantik). Leitet man die große Zahl griech. Wundermänner nicht nur von schamanischen Einflüssen aus dem Schwarzmeergebiet her, treten Visionäre bis in hell. Zeit deutlich hinter unspezifischen Ekstatikern (Ekstase), inspirierten (Inspiration) Zeichendeutern und dgl. zurück. Reale visionäre Erlebnisse sind bei Plato belegt, etwa in der Unterweltreise des Pamphyliers Er; seine in der griech. Lit. verbreitete Identifikation mit Zarathustra führt in die Irre, weil er weniger Visionär als Inspirierter war. Im Platonismus sind V. bis zu Plotin und Jamblich nachzuweisen, umstritten sind sie in den Mysterienkulten (Mysterienreligion). Alle Rel. indischen Ursprungs, bes. in der Tradition von Yoga, Zen (Chan-Buddhismus) und Schulen des tibetischen Buddhismus, kennen eine reiche Visionslit. Im Islam spielen des Propheten Berufung und seine »Nachtreise« nicht nur nach sufischer Interpretation (Islam: II.,5.) als V. eine zentrale Rolle. Auch in neueren rel. Bewegungen wie dem Mormonentum oder der Anthroposophie R. Steiners könnt…