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Your search for 'dc_creator:( "Prankel, Dieter" ) OR dc_contributor:( "Prankel, Dieter" )' returned 51 results. Modify search

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Walfang

(1,144 words)

Author(s): Lesger, Clé | Prankel, Dieter
1. Allgemein Wal ist die übliche Bezeichnung für die Meeressäuger der Gattung Cetacea, die in zwei Gruppen zerfällt. Die Bartenwale ( Mysticeti) haben ein siebartiges Gebilde (Barten) im Mund, mit dem sie Plankton aus dem Meerwasser filtern. Die Zahnwale ( Odontoceti) ernähren sich von verschiedenen Tintenfischarten; zu ihnen gehören auch die Narwale, deren Stoßzähne in MA und Früher Nz. als vermeintlich von Einhörnern stammend gehandelt wurden. Bartenwale, insbes. der Grönlandwal ( Balaena mysticetus), die aufgrund ihrer Langsamkeit leicht zu erlegen sind, wurden f…

Seekrieg

(1,007 words)

Author(s): Hattendorf, John | Prankel, Dieter
1. Entwicklung bis zum 17. Jahrhundert In der Nz. ging es bei Konflikten zur See v. a. um die Kontrolle des Zugangs zu Handelszentren, um die bewaffnete Präsenz in fremden Seegebieten und um den gewalttätigen Erwerb von Reichtum. Diese Ziele waren mit Offensiven gegen den Feind und mit defensiven Aktionen zur Wahrung eigener Interessen verbunden. Der Schwerpunkt verschob sich dabei seit dem 16. Jh. von Raub- und Beutezügen und privaten Konflikten hin zu einem staatszentrierten Monopol des S. Damit …

Südasiatische Religionen

(4,319 words)

Author(s): Sweetman, Will | Prankel, Dieter
1. Allgemein Die unterschiedlichen relig. Traditionen der südasiatischen Gesellschaften (im Gebiet der heutigen Staaten Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan und Sri Lanka) wurden im Europa der Frühen Nz. nicht als verschiedene R. verstanden; erst an deren Ende kamen Begriffe wie Hinduismus (um 1780) und Buddhismus (1801) in allgemeinen Gebrauch. Da der Buddhismus nach dem 12. Jh. fast völlig aus Indien verschwunden war, bezogen sich die meisten europ. Berichte auf seine in Ostasien beheimateten Formen (vgl. Ostasiatische Religionen). Obwohl der Jesuit Jean-François Pons…

Marathenreich

(2,475 words)

Author(s): Deshpande, Prachi | Prankel, Dieter
1. Vorbemerkung Das M. entstand im 17. Jh. in der marathisprachigen Region des westl. Indien (dem heutigen Bundesstaat Maharashtra) und entwickelte sich im Lauf des 18. Jh.s zu einer einflussreichen Macht. Als einer der Hauptkontrahenten und Nachfolgestaaten des Mogulreichs spielte es eine Schlüsselrolle in Gesellschaft und Politik des nzl. Südasien. Zu Beginn des 19. Jh.s war es die stärkste Gegenkraft zur Konsolidierung der brit. Kolonialherrschaft auf dem ind. Subkontinent (British Empire), die von der engl. East India Company (= EIC; Ostindische Kompanien) erst nach…

Kopernikanische Wende

(1,497 words)

Author(s): Guicciardini, Niccolò | Prankel, Dieter
1. Allgemein Die Vorstellung, dass das heliozentrische (= hel.) astronomische System des Nikolaus Kopernikus (Heliozentrisches Weltbild) eine Revolution der Astronomie bzw. des kosmologischen Weltbilds bedeutet habe, ist ein im 18. Jh. entstandener historiographischer Topos. Er wurde von Astronomiehistorikern wie Jean-Sylvain Bailly und Wissenschaftshistorikern wie Etienne de Montucla geprägt, die im Auftauchen und in der Durchsetzung des kopernikanischen (= kop.) Systems einen fundamentalen Einschnitt und einen Durchbruch der aufgeklärten wiss. Vernunft sahen [3.…

Wissensvisualisierung

(1,746 words)

Author(s): Kusukawa, Sachiko | Prankel, Dieter
1. Allgemein Das Unterfangen, durch die Untersuchung und Bestimmung von grundlegenden Strukturen der Natur wiss. Erkenntnisse zu gewinnen, umfasste in der Nz. verschiedene Methoden der Aufdeckung von Mustern, die im Alltagsleben oft nur schwer oder gar nicht sichtbar sind. Solche Methoden waren u. a. die bildliche Darstellung (Zeichnung, Aquarell, Ölgemälde), Plastik (Holz- oder Wachsmodelle), Graphik (Kartierung, Diagramme, Tabellen, Verlaufskurven) oder die Sammlung der Objekte selbst (u. a. anatomischer Präparate und konservierter Exemplare, z. B. in Herbarien). J…

Positivismus

(1,219 words)

Author(s): Ducheyne, Steffen | Prankel, Dieter
1. Begriff Der Begriff P. bezeichnet heute in weitem Sinne entweder (1) eine Grundhaltung zur Bewertung von Ergebnissen wiss. Theorien oder aber (2) eine philosophische Position, die alle nicht-empirischen Elemente aus dem Bereich von Erkenntnis und Wissen zu verbannen und die Metaphysik durch die Werkzeuge der empirischen Wissenschaft zu ersetzen sucht ( Empirismus; Erkenntnistheorie). Der P. im ersten Sinne erkennt lediglich die empirischen Bestandteile wiss. Theorien an und betrachtet deren theoretische Begriffe nur als Werkzeuge zur Theorie…

Himmelsmechanik

(1,136 words)

Author(s): Giuccardini, Niccolò | Prankel, Dieter
1. Anfänge Die H., d. h. die Beschreibung der Bewegungen der Himmelskörper im Sonnensystem auf Grundlage der nzl. Mechanik, hat ihren Ursprung in Newtons Theorie der Gravitation (Schwere), genauer: in den von ihm formulierten und nur z. T. beantworteten Fragen des dritten Buches der Principia mathematica (1687). Zu den anspruchsvollsten dieser Probleme gehörten die planetarischen Störungen, die aus Wechselwirkungen der gravitierenden Massen des Sonnensystems resultieren (Planeten). Es ist bis heute schwierig, den Bahnverlauf von Körpern unter d…

Mechanismus

(2,295 words)

Author(s): Miller, Jon | Prankel, Dieter
1. Begriff Die »mechanische Philosophie« sowie eine neue math. Darstellungsform und eine neue Theorie von der Materie, von deren Eigenschaften und Kräften waren entscheidende Faktoren der wissenschaftlichen Revolution des 17. und 18. Jh.s. Aus dem Blickwinkel des 21. Jh.s lassen sich im frühnzl. Diskurs drei Verwendungsweisen des Worts Mechanik ausmachen. (1) Der alltäglichste Gebrauch bezieht sich auf die Konstruktion und Verwendung von Maschinen wie Pumpen und Mühlen. Im Zug der Wiederentdeckung und Veröffentlichung antiker Texte zur Mechanik und Mathematik ( Archimed…

Erfahrung

(1,425 words)

Author(s): Henry, John | Prankel, Dieter
1. Erfahrung versus Autorität im 17. Jahrhundert Die erkenntnistheoretische Annahme, dass das Wissen über die Natur nicht nur mit der (persönlichen) E. der Welt im Einklang stehen, sondern auch auf dieser E. beruhen müsse, war charakteristisch für die neuen philosophischen Anschauungen der Wissenschaftlichen Revolution des 16. und 17. Jh.s. (Erkenntnistheorie). In der Naturphilosophie des MA wurde E. als die maßgebliche Grundlage des Wissens in Anspruch genommen. Für die Scholastiker galt das Axiom: Nihil est in intellectu, quod non prius fuerit in sensu (»Es kann nichts i…

Astronomie

(4,841 words)

Author(s): Guicciardini, Niccolò | Prankel, Dieter
Die Wissenschaft der A. erlebte ab dem 16. Jh. aufgrund der allmählichen Durchsetzung des von Nikolaus Kopernikus vorgeschlagenen heliozentrischen Systems eine tief greifende Umwälzung. Manchen Historikern zufolge liegen entscheidende Wurzeln der sog. »wiss. Revolution« des 16. und 17. Jh.s in diesem Umbruch, der nicht nur mit dem Niedergang eines lange akzeptierten Bildes des Kosmos einherging, sondern auch den disziplinären Status der A. neu definierte. Diese Veränderungen werden im Folgenden v. a. unter der…

Kausalität

(2,388 words)

Author(s): Smith, Kurt | Prankel, Dieter
1. Definition Die Frage danach, was gemeint ist, wenn etwas als die »Ursache« (lat. causa) von etwas anderem bezeichnet wird, und was dem in den Dingen selbst entsprechen könnte, wurde schon von den Philosophen der Antike untersucht. Für die nzl. Diskussion von K. war die aristotelische Unterscheidung von vier Ursachen fundamental: causa formalis, materialis, finalis und efficiens (Form-, Material-, Zweck- und Wirkungsursache). Es gab allerdings keine kohärente, einheitliche Interpretation der Philosophie des Aristoteles ( Aristotelismus). Im Verlauf der Nz. wurde d…

Empirismus

(1,866 words)

Author(s): Henry, John | Prankel, Dieter
1. Definition Der philosophische Ansatz des E. geht – im Gegensatz zum Rationalismus – davon aus, dass Wissen durch Erfahrung und damit durch die menschlichen Sinne gewonnen wird ( Erkenntnistheorie). Historisch ist er eng mit der Entwicklung der experimentellen Methode verbunden ( Experiment), in der Erkenntnis das Ergebnis einer speziell entwickelten, spezifischen und praktischen Vorgehensweise ist; diese Methode gilt seither als Grundcharakteristikum der neuen Naturphilosophie der wissenschaftlichen Revolution des 17. Jh.s und der modernen Naturwissenschaft. 2. Nat…

Elastizität

(1,217 words)

Author(s): Guicciardini, Niccolò | Prankel, Dieter
1. Allgemein Die E. gehört zu jenen materiellen Phänomenen, die ab dem 17. Jh. zunehmend einer quantifizierenden, math. Behandlung unterworfen wurden. Ihre Erforschung war eng mit einer Reihe verschiedener Interessen und Anwendungen verknüpft; ihre Geschichte ist von Bedeutung für Entwicklungen in Physik, Technik, Architektur und Mathematik. Das E.-Verhalten von Materialien, insbes. das Biegen und schließlich Brechen von Balken und Säulen, war ein Grundanliegen von Architekten und Maschinenbauern ( Festigkeitslehre). 2. Die Anfänge In seinen Discorsi e dimostrazioni …

Dämonologie

(1,097 words)

Author(s): Butler, Todd | Prankel, Dieter
1. Definition und Gegenstand Das griech. Wort daímōn bezeichnet ein übernatürliches Wesen; D. ist die Lehre davon. Der bedeutendste Theoretiker der D. der Renaissance war der Philosoph Marsilio Ficino ( De triplici vita, Florenz 1469; »Über das dreifache Leben«). Sein Interesse am Neuplatonismus (Platonismus) und anderen antiken philosophischen Richtungen prägte seine Vorstellung von Dämonen (= Dn.) als Wesen, die überirdische Kräfte vermitteln. Paracelsus und Henry Cornelius Agrippa ( De occulta philosophia, 1533) entwickelten Ficinos Ansätze weiter; durch die V…

Atomismus

(2,249 words)

Author(s): Johnson, Monte | Prankel, Dieter
1. Antike Vorlagen Der altgriech. Begriff á-tomos, von dem der Begriff Atom abgeleitet ist, bedeutet »unteilbar« oder »nicht zerschneidbar«. Im 5. Jh. v. Chr. arbeiteten die Vorsokratiker Leukipp und Demokrit eine atomistische (= atom.) Philosophie aus, die die Existenz von Atomen und leerem Raum als materielles Grundprinzip hinter allem Wandel postulierte. Diese Atome sind homogen und unterscheiden sich nur durch ihre geometrischen Eigenschaften (Größe und Gestalt) voneinander (und damit möglicherweise durch ihr Gewicht). Ihre natü…

Ostseehandel

(1,095 words)

Author(s): Tielhof, Milja van | Prankel, Dieter
1. Überblick In der Nz. führten einige der am meisten befahrenen Seewege über die Ostsee ( Handelsräume). Ihre Anrainer lieferten Waren, an denen in Westeuropa grundsätzlich Mangel herrschte: Getreide, Bau-Holz, Baustoffe wie Teer und Pech, Flachs, Pottasche, Eisen und Kupfer (vgl. Osteuropäische Wirtschaft). Der Großteil des Getreides wurde von Danzig und anderen Häfen an der Ostsee-Südküste verschifft, während Kupfer und Eisen v. a. aus Schweden kamen sowie Bauholz und Baustoffe bei den Exporten aus Finnland und den Häfen an der Ostküste (Riga, Narwa) überwogen. …

Staatsfinanzen

(3,478 words)

Author(s): ’t Hart, Marjolein | Prankel, Dieter
1. Allgemein S. waren im nzl. Europa ein relativ spätes Phänomen. Im MA wurde von einem Fürsten erwartet, dass er seine Ausgaben mit dem Einkommen aus seinen eigenen Krondomänen beglich (engl. to live off his own, franz. vivre du sien, span. conformare con lo suyo). Nur unter außergewöhnlichen Umständen wie z. B. im Krieg durfte er Steuern erheben. Lange war die Unterscheidung zwischen den Finanzen des Herrschers und denen des werdenden Staates fließend. Die Abgrenzung von Privatheit und Öffentlichkeit sowie von fürstlichem und staatlichem Bereich…

Licht und Farbe

(3,131 words)

Author(s): Zemplén, Gábor Á. | Prankel, Dieter
1. Begriffe Heute wird L. oft als ein schmales Band (Wellenlänge 400–700 Nanometer) elektromagnetischer Strahlung definiert, das vom menschlichen Auge wahrgenommen werden kann. F. hingegen wird in der Physik unterschiedlichen Wellenlängen dieser Strahlung, in der Physiologie unterschiedlichen Zuständen der Sehnerven und des Gehirns zugeordnet, und in der Farbmetrik mit den Konzepten von Tönung, Helligkeit und Sättigung beschrieben. Wenige Wissensbereiche machten in den vier Jahrhunderten der Nz. so große Fortschritt…

Staatsbankrott

(1,276 words)

Author(s): ’t Hart, Marjolein | Prankel, Dieter
1. Gründe und Folgen In der Frühen Nz. hatte ein S. zur Folge, dass ein Staat seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte. Obwohl alle Staaten regelmäßig in Zahlungsschwierigkeiten gerieten, wird der Begriff S. in der Regel nur für Konstellationen verwendet, in denen der Staat die Zinsen für die Mehrheit seiner ausstehenden Kredite nicht mehr begleichen kann ( Staatskredit). Ein S. führt nicht notwendigerweise zur Auflösung des Staates; dieser ist lediglich nicht in der Lage, neue Kredite zu bezahlbaren Zinsen aufzunehmen, weil e…
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