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Your search for 'dc_creator:( "Reichmuth, Stefan" ) OR dc_contributor:( "Reichmuth, Stefan" )' returned 39 results. Modify search

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Muslimische Gesellschaften

(7,078 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan
1. Probleme der Wahrnehmung Ähnlich wie im christl. Europa standen G.-Formen und Kultur der Muslime in der Nz. in vielfacher Kontinuität zum MA; von zeitgenössischen europ. Reisenden und Beobachtern wurden sie meist nicht von denen älterer Perioden geschieden. Die wachsenden Kontakte der Europäer zu muslim. Regionen brachten es vielmehr mit sich, dass ihr Bild des Islam, das sich aus dem Austausch ergab, als quasi zeitloses Muster auch die gesamte islam. Vergangenheit einschloss. Noch bis zum Ende des 17. Jh.s konnte sich dem Reisenden in vielen mus…
Date: 2019-11-19

Sunna, Sunniten

(1,900 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan
1. Prophetische Sunna und sunnitische RechtsschulenDas arab. Wort S. bezeichnet zunächst allgemein die gewohnte Handlung und den eingeführten und anerkannten Brauch, im engeren Sinn die Äußerungen und Handlungen des Propheten Mohammed, der ersten Kalifen und der prominenten Prophetengefährten. In der Frühzeit des Islam diente die Berufung auf die prophetische (= proph.) S. der Legitimation von Glaubens- und Rechtsnormen wie auch der polit. Praxis. Gegenüber den Schiiten ( Schia), die allein Mohammeds Vetter und Schwiegersohn ʿAlī (gest. 661) und seine Nachfahren als l…
Date: 2019-11-19

Sufismus

(3,154 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan
1. GrundlagenUnter S. werden mystische und asketische Tendenzen innerhalb der islam. relig. Lehre und Frömmigkeit zusammengefasst, deren Anfänge auf das 9. Jh. zurückgehen und die seit dem 11. Jh. eine weitreichende lehrhafte Systematisierung erfuhren [19]; [22]. Zunächst stark von der emotionalen Frömmigkeit der Schia geprägt, entwickelte sich die Mystik auch im sunnitischen Islam (Sunna) zu einer bedeutenden Kraft des relig. Lebens. Im 12.–15. Jh. bildete sie die Grundlage für die Entstehung eines hierarchisch organisierten relig. Bruderschaftswesens, das im städt…
Date: 2019-11-19

Scharia

(2,231 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan
1. Scharia und FiqhDer Begriff Sch. (arab. šarī‘a, osman.-türk. şerī‘at) bezeichnet im verbreiteten muslim. Verständnis die Gesamtheit der von Gott durch den Koran und durch den Propheten Muḥammad übermittelten Normen für Glauben, Ethik und Recht des Islam. Der Begriff umfasst das Korpus der normativen islam. Texte (d. h. den Koran und die Propheten-Tradition), deren gelehrte Interpretation, Systematisierung und Aktualisierung sowie deren Anwendung in den Institutionen der Rechtsprechung durch Richter oder Herrscher. Er ist eng mit dem fiqh, der islam. Rechtswissenschaft,…
Date: 2019-11-19

Muslim societies

(7,555 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan
1. Problems of perceptionMuch as in Christian Europe, there was great continuity in forms of Muslim society and culture from the Middle Ages to the early modern period. European travelers and observers at the time generally made no such distinction of period. Indeed, growing contacts between Europeans and Muslim regions engendered in Europeans, through their exchanges, an image of Islam that incorporated the entire Islamic past in an effectively timeless perception. Even in the late 17th century, t…
Date: 2020-04-06

Mahdi movements

(837 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan
1. Early Islam“The Rightly-Guided One” (Arabic  al-mahdī) in Islam is an attribute of the prophet and his first successors, the Caliphs, whose “right guidance” (Arabic  al-hudā) by God was generally recognized by early Muslims. This consensus collapsed in the course of the rapid expansion of the Caliphate and in the deep conflicts of interest that came with the construction of state institutions and the distribution of profits from conquest. For a time, these led to the splitting of the Caliphate and two early Muslim civil wars (656-661, 683-692 CE).The hope for the restoration…
Date: 2019-10-14

Mahdi-Bewegungen

(773 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan
1. Frühislam»Der Rechtgeleitete« (arab. al-mahdī) ist im Islam ein Attribut für den Propheten und seine ersten Nachfolger, die Kalifen, deren »rechte Leitung« (arab. al-hudā) durch Gott unter den frühen Muslimen weithin anerkannt war. Dieser Konsens zerbrach in der rapiden Expansion des Kalifates und in den tiefen Interessenkonflikten, die mit dem Aufbau staatlicher Institutionen und mit der Verteilung der Einkünfte aus den Eroberungen verbunden waren. Sie führten vorübergehend zur Spaltung des Kalifates und zu zwei f…
Date: 2019-11-19

Scharif

(1,620 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan
1. Prophetennachfahren als religiöse Gruppe In vielen muslimischen Gesellschaften und Staaten der Nz. spielte die Nachkommenschaft des Propheten (= P. ) Muḥammad eine bedeutende Rolle im sozialen und kulturellen Leben ( Tradition). Ihre vielfältigen genealogischen Abstammungslinien wurden dabei über die P.-Enkel Ḥasan und Ḥusain auf Fāṭima (gest. 632), Muḥammads Tochter, zurückgeführt, die mit seinem Cousin, dem späteren vierten Kalifen ‘Alī b. Abī Ṭālib verheiratet war. Die Bezeichnungen »Sch.« (von arab. šarīf, Plural ašrāf; »edel«) und »Sayyid« (arab. sayyid, Plural sād…
Date: 2019-11-19

Religionskriege

(6,952 words)

Author(s): Beiderbeck, Friedrich | Reichmuth, Stefan
1. Christliches Europa 1.1. Begriff In der europ. Geschichte können zwei Varianten von R. unterschieden werden: zum einen Kriege zwischen den unterschiedlichen christl. Glaubensgemeinschaften, zum anderen zwischen der abendländischen Christenheit und der nichtchristl., v. a. der islam. Welt (Türkenkriege). Hier wird der Begriff R. im engeren Sinn auf den frühnzl. innerchristl. Kontext bezogen. Neben R. werden in der Forschung häufig auch Synonyme wie Konfessionskrieg, Glaubenskrieg oder konfessioneller Bürgerkrieg verwendet; sie dienen z. T. dazu, einen Bezug …
Date: 2019-11-19

Osmanisches Reich

(8,265 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan | Sievert, Henning
1. Dynastie – Reich – StaatSeit dem 14. Jh. entwickelte sich das turkmenische Emirat unter dem »Haus Osman« (osman. Āl-i ʿOs̠mān) von einem Kleinfürstentum in der Nachfolge der Seldschuken zu einem expandierenden Reich, das von Nordwestanatolien aus verschiedene Staaten und Regionen Kleinasiens und Südosteuropas unter seine Herrschaft brachte. Mit der Eroberung Konstantinopels 1453 trat dieses Sultanat endgültig das imperiale Erbe der Byzantiner im Bereich des nordöstl. Mittelmeeres an und wurde zu einem bleibenden Faktor in der Politik der europ. …
Date: 2019-11-19

Sklaverei

(8,560 words)

Author(s): Zeuske, Michael | Reichmuth, Stefan
1. Terminologie und GrundlagenSklaven unterliegen der Gewalt anderer Menschen oder Institutionen. S. ist die Institution der Herrschaft, die Arbeitskraft, Dienstleistung und Körper von Versklavten für Sklavenhalter und -eigentümer verfügbar macht und hält. Sklavenhandel (= Sh.) bezeichnet den Transport und Handel von Sklaven ( Menschenhandel) sowie die Kapitalbildung durch Tausch, Kauf und Verkauf von Menschen (Sklavenverschleppung; Sklavenmarkt). Das engl. Wort slaving steht als Oberbegriff für Menschenjagd, Verschleppung, Transport, Kapitalisierung, K…
Date: 2019-11-19

Religiöse Reformbewegungen

(5,022 words)

Author(s): Schneider, Hans | Reichmuth, Stefan
1. Christentum 1.1. Allgemeines Als R. werden in der Geschichte des Christentums diejenigen relig. Bewegungen ( Soziale Bewegungen, religiöse) bezeichnet, die eine reinigende Änderung der Zustände oder verbessernde Neuordnung in der Kirche oder deren Teilbereichen (z. B. Frömmigkeit, Liturgie, Orden) anstreben – im Unterschied zu gegenreformerischen oder ›reaktionären‹ Bewegungen, die Änderungen zu verhindern oder Neuerungen rückgängig zu machen suchen. Wenngleich Reform (von lat. reformare, ›umgestalten‹, ›wiederherstellen‹) dem Wortsinn nach auch die Wie…
Date: 2019-11-19

Mosque

(2,034 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan | Gierlichs, Joachim
1. History and functionsThe mosque (Arabic  masjid, “place of prostration for prayer”) [4] as a building for mandatory community prayers, especially Friday prayers, was already developing into the central religious and cultural institution of Islamic communities in the earliest phase of Islam, used for an abundance of communal and political functions (e.g. political addresses, announcements, and consultations, administration of justice, accommodation of guests). Along with the large, central Friday mosques (Arabic  jami`), the growth of Muslim cities spawned a p…
Date: 2020-04-06

Occultism

(2,147 words)

Author(s): Stengel, Friedemann | Reichmuth, Stefan
1. EuropeOccultism took institutional shape in Europe in 1875, with the foundation of the Theosophical Society by Helena Petrovna Blavatsky and Henry Steel Olcott (Theosophy). At the same time, it developed as a theoretical system opposed to contemporary materialism and directed against the established churches, and closely associated with 19th-century esoterica. The essence of this theory was the assumption of immaterial, supra-sensory forces arising from a “fluid,” “astral light,” or “animal so…
Date: 2020-04-06

Islam

(9,689 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan | Bobzin, Hartmut
1. Introduction By the dawn of the early modern period, Islam was the religion of the overwhelming majority of the populations of its historic heartlands in the Near and Middle East and North Africa. It was also growing in South and Southeast Asia as far as China, and in sub-Saharan Africa. It was also represented in Europe in Spain, the Balkans, and the Tatar Khanates. Prior to the end of Islamic rule in Spain (1492) and the beginning of European expansion and the Christian mission in the America…
Date: 2019-10-14

Okkultismus

(2,076 words)

Author(s): Stengel, Friedemann | Reichmuth, Stefan
1. EuropaDer O. fand 1875 mit der Gründung der Theosophischen Gesellschaft durch Helena Petrovna Blavatsky und Henry Steel Olcott seine europ. institutionelle Gestalt (Theosophie). Zugleich wurde er hier in einer gegen den zeitgenössischen Materialismus und gegen die verfassten Kirchen gerichteten und sich als wiss. verstehenden Lehre ausgeformt, die eng mit der Esoterik des 19. Jh.s verbunden war. Kern dieser Lehre ist die Annahme immaterieller, übersinnlicher Kräfte, die von einem das gesamte (auch materielle) Universum durchdringenden »Fluidum«, »Astrallicht« bzw. …
Date: 2019-11-19

Moschee

(1,879 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan | Gierlichs, Joachim
1. Geschichte und FunktionenDie M. (arab. masjid, »Ort der Niederwerfung zum Gebet«) [4] als Gebäude für das gemeinschaftliche Pflichtgebet, insbes. für das Freitagsgebet, entwickelte sich bereits seit dem frühen Islam zur zentralen religiösen und kommunalen Institution muslim. Gemeinschaften, die für eine Fülle kommunaler und politischer Funktionen genutzt wurde (u. a. politische Ansprachen, Bekanntmachungen und Beratungen, Rechtsprechung, Beherbergung von Fremden). Neben die große zentrale Freitags-M. (arab. jāmi‘) traten mit dem Wachstum muslim. Städte ei…
Date: 2019-11-19

Pilgerreise

(3,318 words)

Author(s): Herbers, Klaus | Reichmuth, Stefan
1. Europa 1.1. Begriff und ZweckDas lat. Wort peregrinatio (›Wanderung‹, ›Pilgerschaft‹) ist von per agrum (›über Land‹) abgeleitet. Damit verweist es v. a. auf den mühsamen Weg zu einem Ziel. Dieses konnte unterschiedlich definiert werden: Dank, Buße, Bitte, Suche nach relig. Gemeinschaft und weitere Heilserwartungen waren wohl die wichtigsten Motive. Dabei veränderte sich die in Antike und Spätantike noch dominierende Konzeption, das Leben selbst als Pilgerschaft zu einem höheren Ziel aufzufassen, zunehmend durch die Vorstellung, es sei dienlich, die Wirku…
Date: 2019-11-19

Islam

(9,083 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan | Bobzin, Hartmut
1. AllgemeinZu Beginn der Nz. war der I. in seinen histor. Kerngebieten im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika die Religion der weitaus überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung. Dazu war er auch in Süd- und Südostasien bis nach China sowie in Afrika südl. der Sahara im Wachstum begriffen und in Spanien, im Balkan und in den tatarischen Khanaten auch in Europa vertreten. Vor dem Ende der muslim. Herrschaft in Spanien (1492) und vor dem Beginn der europ. Expansion und der christl. Missionen in Amerika, Afrika und Asien besaß der I. damit die größte geogr…
Date: 2019-11-19

Sultan

(1,617 words)

Author(s): Reichmuth, Stefan | Sievert, Henning
1. AllgemeinDer arab. Herrschaftstitel sulṭān (ursprgl. »Macht, Autorität«) kam im Abbasiden-Kalifat seit dem 10. Jh. für die Militärherrscher in Gebrauch, die zunehmend die effektive Macht ausübten und dabei vom Kalifen als relig.-rechtlichem Oberhaupt des islam. Reiches formell bestätigt wurden [5. 849–851]; [6]. Unter den Seldschuken (1038–1194) und Ghaznawiden (977–1186) setzte sich dieser Titel um die Mitte des 11. Jh.s in offizieller Titulatur und in Münzprägungen durch. Als Titel für das souveräne Staatsoberhaupt erfuhr er einen glanzvollen Prestige-Z…
Date: 2019-11-19
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