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Your search for 'dc_creator:( "Rode-Breymann, Susanne" ) OR dc_contributor:( "Rode-Breymann, Susanne" )' returned 21 results. Modify search

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Musikgeschichte

(2,854 words)

Author(s): Rode-Breymann, Susanne
1. EpocheDie Epochen-Zäsuren 1450 und 1850, die die EdN gesetzt hat, sind mit Blick auf die Musik nicht unproblematisch. Für die Fachdisziplin Musikwissenschaft ist der Anfang, nicht aber das Ende des Zeitraums plausibel. Als Kriterien für eine Zäsur um 1450 lassen sich anführen: Individualisierungsprozesse (Komponist), eine veränderte Wertehierarchie zwischen musicus und cantor, also zwischen theoriegeleiteten und musikal. handelnden Akteuren im engeren Sinne, zwischen Musiktheorie und musikal. Praxis im weiteren Sinne, Möglichkeiten der Notier…
Date: 2019-11-19

Requiem

(776 words)

Author(s): Rode-Breymann, Susanne
1. Begriff Das R., dessen Name vom Anfangswort des lat. Introitus (Einzugstexts) » Requiem aeternam dona eis« (»Die ewige Ruhe gib ihnen«) abgeleitet ist, ist die kath. Totenmesse (lat. missa pro defunctis). Sie umfasst seit der liturgischen Reform des Trienter Konzils (1545–1563) neun musikal. Teile: IntroitusRequiem aeternam«); Kyrie; GradualeRequiem aeternam«); TractusAbsolve, Domine«); SequenzDies irae, dies illa«); OffertoriumDomine Jesu Christe«); Sanctus; Agnus DeiDona eis requiem«); CommunioLux aeterna luceat eis«). In dieser Form schrieb …
Date: 2019-11-19

Streichquartett

(1,055 words)

Author(s): Rode-Breymann, Susanne
1. Begriff und Ästhetik Die Bezeichnung S. (engl. string quartet, franz. quatuor à cordes, ital. quartetto d'archi) bürgerte sich im 19. Jh. parallel zur Normierung dieser Gattung ein [6]. Dabei verwies der Begriff rasch auf mehr als nur die Besetzung von erster und zweiter Violine, Viola und Violoncello: Vielmehr galt der Quartettsatz bald als ideale Repräsentation des vierstimmigen Satzes. Verbunden mit der Vorstellung eines Ensembles von vier solistischen Streichinstrumenten, die gleichberechtigte Stimmen spielen, wurde das S. zum Inbegriff der reinen Instrumentalmusik …
Date: 2019-11-19

Musik

(8,083 words)

Author(s): Rode-Breymann, Susanne
1. Begriff und MusikanschauungÜber die Vorstellung von M. als Kunst des Tönens oder als einer Organisation von Schallereignissen gingen der griech. Begriff musikḗ [ téchnē] und der lat. Begriff ( ars) musica weit hinaus: Die auf der Erde erklingende M. ( musica instrumentalis) ist, wie Boëthius in De (institutione) musica (frühes 6. Jh.; »Über die M.«) darlegte, imitatio der musica mundana (Nachahmung der »M. der Himmelskörper«). Als Spiegelbild der himmlischen Ordnung [1. 219] beruhte M. nach dominierender antiker und ma. Anschauung auf Zahl und Proportion und wur…
Date: 2019-11-19

Vokalmusik

(2,046 words)

Author(s): Rode-Breymann, Susanne
1. BegriffV. ist kein etablierter Fachterminus. Der unscharfe Sammelbegriff umfasst sowohl eine spezifische Aufführungsweise (nämlich mit der menschlichen Stimme gemachte Musik) als auch den Teil der Kompositionen, die auf verschiedenste Weise Texte vertonen, sei es als ein- oder mehrstimmiger Gesang, unbegleitet ( a cappella) oder von Instrumenten begleitet.Die Priorität der V. gegenüber der Instrumentalmusik verkehrte sich in der Frühen Nz. in ihr Gegenteil: Während bis zum 15. Jh. die Quellenlage zur Instrumentalmusik marginal und v. a. die gei…
Date: 2019-11-19

Wandermusiker

(708 words)

Author(s): Rode-Breymann, Susanne
1. Spielleute und MusikantenIm MA waren Spielleute, zumeist als fahrende Musiker/innen, aber auch in anstellungsähnlichen Verhältnissen an Höfen oder in Städten, zentrale Akteure der europ. Musik-Kultur. Sie spielten zur Unterhaltung (Unterhaltungsmusik), zum Tanz, auf dem Land, auf Straßen, Plätzen, Jahrmärkten, in Wirtshäusern (Wirtshausmusik) wie auch bei Turnieren und anderen repräsentativen Anlässen an Höfen. Sie musizierten für verschiedene Gesellschaftsschichten und beherrschten ein dementsprechend (auch internat…
Date: 2019-11-19

Politische Musik

(1,599 words)

Author(s): Rode-Breymann, Susanne
1. BegriffDer Begriff P. M. findet sich erstmalig bei Michael Praetorius, der 1614/15 zwischen geistlicher M. und der ›Politischen und Weltlichen Music‹ unterschied, ›welche ausserhalb der Christl. Kirchen nur zur Lust und Kurtzweil / im freyem löblichem Gebrauch‹ verbleibe [1. Bd. 1, Index Generalis, b2v.]: Unter dem Kriterium der Verwendungsweise benennt Praetorius funktionale M. im staatlichen Ordnungsgefüge als P. M. Erst zur Zeit der Französischen Revolution (1789) setzte ein kontinuierlicher Gebrauch des Begriffs P. M. ein, der sic…
Date: 2019-11-19

Lied

(3,970 words)

Author(s): Rode-Breymann, Susanne | Fischer, Michael
1. Begriff Johannes Tinctoris wies 1472/73 dem L. einen niederen Rang unter den Gattungen zu, indem er cantilena als cantus parvus (»kleiner Gesang«) von Messe (lat. cantus magnus, »großer Gesang«) und Motette ( cantus mediocris, »mittlerer Gesang«) unterschied [5]. Seitdem hat es zahllose Definitionsversuche des L. als einer sprachlich-musikalischen Einheit gegeben. Dabei sehen die Wörterbücher in aller Regel einen gesungenen oder auf Sangbarkeit zielenden Text als konstitutiv für das L. an. Ein L., so Grimms Dt. Wörterbuch, bestehe »aus einer oder mehreren Strophen«, …
Date: 2019-11-19

Florilegium

(1,468 words)

Author(s): Heß, Gilbert | Rode-Breymann, Susanne
1. LiteraturDas F. ist eine lexikonartige Kompilation rhetorisch verwendbarer Bildmuster, Sentenzen oder Redensarten aus den Werken eines oder mehrerer Autoren oder auch aus musikalischen Werken (s. u. 2). Der erst seit dem 16. Jh. aus dem griech. anthología (»Blütenlese«) abgeleitete Begriff F. veranschaulicht den Prozess des »Sammelns von Lesefrüchten« (lat. flores legere, wörtlich »Blüten sammeln«), während die im engl.sprachigen Raum gebräuchliche Bezeichnung ( printed) commonplace-book stärker die intendierte Verwendungsmöglichkeit als Mustersammlung für m…
Date: 2019-11-19

Theater

(9,758 words)

Author(s): Niefanger, Dirk | Rode-Breymann, Susanne
1. AllgemeinIn der Nz. hatte das Wort Th. (von lat. theatrum, »Schauplatz«) eine gesellschaftliche Bedeutung, die weit über das Schauen oder Spielen von Dramen hinausging und wesentlich weiter reichte als heute. Es war weder an Institutionen gebunden noch eigentlich als einheitliches Phänomen erfahr- und beschreibbar. Als wesentliche Kennzeichen des nzl. Th. erscheinen seine Plurimedialität, seine vielfältigen Erscheinungsvarianten und seine stete Veränderung. Es zeigt sich als Möglichkeit, anthropologisc…
Date: 2019-11-19

Florilegium

(1,545 words)

Author(s): Heß, Gilbert | Rode-Breymann, Susanne
1. Literature A florilegium is a compilation of images, maxims, or sayings, taken from the works of one or more authors or from musical works (see below, 2.) and arranged in the manner of a dictionary for rhetorical application. The term, derived from the Greek anthología (“flower gathering”) and dating only from the 16th century, evokes the process of “gathering flowers [of words]” (Latin  flores legere, literally “to collect blooms”), while the related term “(printed) commonplace-book” current in the English-speaking world focuses more strongly on the inte…
Date: 2019-10-14

Salon

(3,843 words)

Author(s): Zimmermann, Margarete | Rode-Breymann, Susanne | Körner, Hans
1. BegriffsdefinitionDer S. ist ein europ. Gedächtnis-Ort par excellence und ein soziokulturelles Phänomen der longue durée, dessen Anfänge im 16. Jh. liegen. Die Konnotationen des semantisch vieldeutigen Begriffs variieren je nach Epoche und Kulturbereich; im Deutschen sind diese häufig pejorativ (»S.-Literat«, »S.-Kommunist«). Er bezeichnet sowohl einen Empfangsraum als auch die dort in periodischen Abständen an jeweils »festem Tag« ( jour fixe) stattfindenden Zusammenkünfte sowie jene Gruppe von Männern und Frauen (franz. habitués), die dort spezifische Formen …
Date: 2019-11-19

Mäzen

(2,574 words)

Author(s): Erben, Dietrich | Schneider, Ute | Rode-Breymann, Susanne
1. DefinitionDer Begriff M. (abgeleitet von Gaius Maecenas, der im 1. Jh. v. Chr. unter Kaiser Augustus als Förderer eines Dichterkreises, darunter Horaz, wirkte) bezeichnet Personen(gruppen) oder Institutionen, die als finanzielle und ideelle Förderer der Wissenschaften oder Künste hervortreten.In der Nz. war die histor. Gestalt des Maecenas neben antiken Quellen durch mehrere Biographien des 17. Jh.s bekannt (u. a. Johann H. Meibom, 1653) [1]. Das dt. Lehnwort M. (Mecenat, Mäcen) ist im 16. Jh. in der Hauptbedeutung »Schutzherr« nachweisbar und verbre…
Date: 2019-11-19

Echo [Hinzugefügt 2019]

(1,661 words)

Author(s): Rode-Breymann, Susanne | Herausgeber: Anna Langenbruch
1. Begriff»E., der Wiederschall«, so Johann Heinrich Zedler, ist »eine Begebenheit des Schalles, da man die ausgesprochene Worte oder einen andern Schall, etliche mahl deutlich wiederhohlet, von neuem höret« [1. 124]. Dem akustischen Phänomen des reflektierten Schalls (Akustik), der mit zeitlicher Verzögerung an seinen Ursprungsort zurückkehrt, haben sich u.a. Marin Mersenne und Athanasius Kircher gewidmet. Dieses akustische Phänomen werde, so Zedler, »auch öffters in der Music nachgeamet, wenn nemlich ein Chor dem andern und zwar etwas schwächer antwortet. Es kan…
Date: 2019-11-19

Panegyrik

(3,217 words)

Author(s): Disselkamp, Martin | Loef, Anna Katharina Maria | Rode-Breymann, Susanne
1. DefinitionDer Begriff P. ist durch eine doppelte Perspektive gekennzeichnet, aus der ein gewisses Maß an Unschärfe resultiert: Er weist einerseits auf bestimmte rhetorische und lit. Traditionen der griech. und röm. Antike und ihre späteren Fortsetzungen zurück und dient andererseits retrospektiv als allgemeine Sammelbezeichnung für rhetorische und poetische Texte, aber auch Kunstwerke und Musikstücke enkomiastischen ( huldigenden) Charakters.Martin Disselkamp2. LiteraturIm griech. Altertum war der panēgyrikós primär eine Fest- und Prunkrede, die dem Ausfü…
Date: 2019-11-19

Stadt

(10,630 words)

Author(s): Fahrmeir, Andreas | Kleinschmidt, Erich | Rode-Breymann, Susanne | Jöchner, Cornelia
1. Geschichte 1.1. EinleitungMit S. wird entweder eine Siedlung mit S.-Recht oder mit großer Bevölkerung und kompakter Bebauung bezeichnet (zur Definitionsproblematik vgl. [21. 19–25]; vgl. Ländliche Gesellschaft 1.). Ein S.-Recht verlieh der Korporation und ihren Bürgern rechtliche und ökonomische Privilegien (v. a. Bürgerrecht; Marktrecht; Stapel-Recht; Messe 3.) und erlaubte den S.-Bürgern, sich direkt oder indirekt an lokalen polit. Entscheidungen zu beteiligen (Rat; Bürgermeister). In Einzelfällen kamen die Befreiung von Steuern…
Date: 2019-11-19

Plagiat

(1,370 words)

Author(s): Langer, Daniela | Rode-Breymann, Susanne | Petri, Grischka | Kanz, Roland
1. Begriff und ProblematikAls P. wird ein Werk verstanden, das sich unter bewusster Verschweigung der Quelle ganz oder teilweise auf das Werk eines anderen zurückführen lässt, sodass es als ›Anmaßung geistiger Urheberschaft‹ [2. 1152] definiert werden kann. Damit ist das P. von der Kryptomnesie (der unbewussten Übernahme von Angelesenem) und den Formen der Parodie und Montage geschieden, bei denen die Aufdeckung der Quelle(n) intendiert und für die Rezeption entscheidend ist. Wird bei der künstlerischen Fälschung Eigenes unter fremdem Namen veröffentlicht, so gibt das…
Date: 2019-11-19

Tanz

(3,405 words)

Author(s): Busch-Salmen, Gabriele | Walther, Gerrit | Rode-Breymann, Susanne
1. AllgemeinDer T. – ein von Einzelpersonen, Paaren oder Gruppen vollführter Ablauf stilisierter rhythmischer Schritte und Bewegungen – gehörte in der Nz. zu den häufigsten und populärsten Formen nonverbaler Kommunikation und öffentlicher Repräsentation. Als unverzichtbares Element von Freizeit und Festen aller Art gehörte er zum Alltag nahezu aller Stände und Gruppen, der Eliten- wie der Volkskultur (vgl. z. B. Kirmes, Abb. 1; Musik, Abb. 3). Viele von ihnen besaßen eigene T.-Traditionen, die zu pflegen zur Ehre des Kollektiv…
Date: 2019-11-19

Dance

(3,821 words)

Author(s): Busch-Salmen, Gabriele | Walther, Gerrit | Rode-Breymann, Susanne
1. Introduction Dance - a sequence of stylized rhythmical steps and movements performed by individuals, couples, or groups - was one of the most widespread and popular forms of nonverbal communication and public representation in the early modern period. As an indispensable component of free time and festivals of all kinds, it formed part of the everyday world of almost all ranks and groupings, in both elite and popular culture (see also e.g. Kermis, fig. 1; Music, fig. 3). Many had their own danc…
Date: 2019-10-14

Fest

(8,113 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Kranemann, Benedikt | Leppin, Volker | Petzolt, Martin | Rode-Breymann, Susanne | Et al.
1. Allgemein 1.1. AnlässeF. (von lat. festus, »feierlich«, »festlich«) unterbrechen die Routine des Alltags, zu dem sie als zeitlich und räumlich begrenzte »Anti-Struktur« in Gegensatz stehen und dessen strukturierender Bestandteil sie sind [21]. In der Nz. markierten F. die Phasen natürlicher, sozialer oder individueller Zeitfolgen, die entweder zyklischer oder serieller Natur sein konnten: Ersteres z. B. beim landwirtschaftlichen Jahreszyklus, dem ökonomischen Zyklus, dem Kirchenjahr mit seinen wiederkehrenden Heiligentagen und Jahrmärkten, Letzteres z. B. bei…
Date: 2019-11-19
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