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Your search for 'dc_creator:( "Sieglerschmidt, Jörn" ) OR dc_contributor:( "Sieglerschmidt, Jörn" )' returned 33 results. Modify search

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Tierzucht

(1,324 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Definition und Überblick T. umfasst im engeren Sinne die mehr oder weniger gezielte Auswahl von Elterntieren zur Erzielung einer Nachkommenschaft mit erwünschten, meist ökonomisch erfolgreich verwertbaren Eigenschaften. Im weiteren Sinne wird dazu auch alles gezählt, was zur Aufzucht der Jungtiere notwendig und förderlich ist. T. im engen Sinn setzt eine detaillierte Kenntnis der Reproduktionsformen und Vererbungsregeln der Tiere voraus ( Zeugungslehre). Diese entwickelte sich erst im Lauf des 19. Jh.s, während der Zusammenhang von guter Aufzucht und L…
Date: 2019-11-19

Wind und Wolken [Hinzugefügt 2019]

(4,602 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Allgemeine EinführungDer Begriff des Windes (= Wd.) ist in der griech. Philosophie wortgeschichtlich eng verbunden mit dem Hauch (griech. pneúma) und der Seele (griech. psychḗ). Diese Bedeutungen waren in der Nz. bekannt und bildeten den Hintergrund der Überlegungen zur Entstehung und Wirkung der Wd.e. Alle Formen des Wd. – freundliche wie gewalttätige, angenehme wie zerstörerische – gehörten zu den sog. luftigen Meteoren. Sie wurden, soweit sie zerstörerisch waren, als göttliche Strafen gedeutet, aber seit der Antike zugleich als ausschließlich naturph…
Date: 2019-11-19

Schnee und Eis [Hinzugefügt 2019]

(4,387 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Allgemeines Wärme und Kälte waren – und sind – physikalische Zustände, die in der Naturphilosophie seit frühesten Zeiten eine zentrale Stellung bei der Erklärung physikalischer Erscheinungen einnahmen [33. 28–30, 51–57, 118f., 121f., 196]. Zugleich dienten und dienen sie als Metaphern, um z.B. Gefühle oder soziale und polit. Zustände zu beschreiben [38. 16–33, 125–135]. Allegorische Zuschreibungen ( Allegorie) verknüpften diese Grundkräfte der Natur mit den Erscheinungen des Mikro- und Makro-Kosmos – Gestirnen (Sterne), Jahres- und Tageszeiten, Tem…
Date: 2019-11-19

Natur

(8,969 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn | Biehler, Birgit
1. Definition und EtymologieDer Chemiker Johannes Kunckel von Löwenstern machte sich bereits um 1700 über die unsichere Verwendung des Begriffes N. lustig und traf zugleich eine damals typische Aussage über die Allmacht Gottes: »Denn um das Wort N. machet man in der Welt viel Wesens/ und wenn man nicht weiter kommen kann/ so spricht man/ es sei seine N. so. Was aber eigentlich N. sey/ begreyfen wenige/ expliciren es auch nicht/ sondern sprechen: Gott und N. Wann ich solches höre/ so kommt es mir/ als ob Gott einen Mit-Gehülffen hätte haben müssen« (zitiert nach [54. 87]). Damit paraphrasi…
Date: 2019-11-19

Zufall

(2,144 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Definition und Überblick Kontingenz und Z. sind Begriffe, mit denen Menschen seit Beginn der Geschichte versuchen, die Welt, v. a. die wechselvollen, unerwarteten Lebenslagen und Naturerscheinungen zu verstehen. Sie gehören zum selben Bedeutungsfeld, wobei Kontingenz als die grundsätzliche Offenheit bzw. Unbestimmtheit der menschlichen Existenz und ihrer Geschichte verstanden wird. Der Z. dagegen wird in konkreten Handlungszusammenhängen herangezogen, um z. B. bestimmte Ereignisse zu begründen.Z. tritt histor. in unterschiedlichen Erscheinungsformen auf…
Date: 2019-11-19

Nutztiere

(1,539 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Definition N. werden die domestizierten Haustiere genannt – im Gegensatz zu den (für den Menschen ebenfalls häufig nützlichen) wilden Tieren (Wildtiere). Die Grenzen sind vielfach fließend; so könnten z. B. sämtliche vom Menschen für bestimmte Zwecke gezogenen Tiere als N. bezeichnet werden, darunter nicht nur der Wurm, der dem Fischfang dient, sondern auch die seit dem 18. Jh. zu naturwiss. Versuchszwecken eingesetzten (Tierversuch) sowie die vielen zum menschlichen Vergnügen domestizierten Tiere.Die Bezeichnung N. ist anthropozentrisch (Anthropozentrismus), …
Date: 2019-11-19

Vegetarismus

(1,505 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Definition Der Verzicht auf Fleischkonsum ist seit der Antike und in vielen Kulturen als eine Form der Theriophilie (der einfühlenden Rücksichtnahme auf Tiere) bekannt (vgl. Abb. 1) und ist zuweilen als relig. oder diätetische Regel vertreten worden (Naturheilkunde). Dieser Verzicht erstreckte sich teilweise auch auf die Nutzung tierischer Produkte z. B. für die Kleidung. Nur selten sind im nzl. Europa jedoch Formen der Ablehnung des Gebrauchs sämtlicher tierischer Produkte nachweisbar ( Veganismus, Lacto-Ovo-V.). In Europa und unter christl. Einfluss blieb der…
Date: 2019-11-19

Sonne und Mond

(2,207 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. AllgemeinDer Himmel mit S. und M. (den Zentralgestirnen von Tag und Nacht) ist seit dem Beginn der Menschheitsgeschichte in allen Kulturen Gegenstand der mythisch-symbolischen und der wiss. Phantasie wie der Wissbegierde; auch relig. Riten nehmen in vielen Kulturen der Welt bis heute Bezug darauf [21. 9–135]. In der astronomischen Wissenschaft der frühen Kulturen diente die Himmelsbeobachtung der praktischen Erkenntnis und Vorhersage des Laufes von S., M. und Sternen, in den christl. Kulturen dann auch der Berechnung der beweglichen Feiertage im Kirchenjahr [13] (Zeitmessu…
Date: 2019-11-19

Erde

(1,699 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Die wichtigsten Vorstellungen und ihre GeschichteDie nzl. Vorstellungen von der E. sind von vorgeschichtlichen und antiken begrifflichen Festlegungen durchdrungen. Wie andere Elemente (Feuer, Luft, Wasser) ist die E. Teil der Schöpfungsmythen und Ergebnis einer Beseitigung des Chaos durch Trennung und damit Ordnung der Elemente (vielfach auch Trennung von Himmel und E., Licht und Dunkelheit). In dem binären, jeweils zwei Gegensatzpaare bildenden tetradischen Aufbau der Elementen-, Substanzen- und Qualitätslehren der Vormoderne spielten auch die Geschlechterzuordnun…
Date: 2019-11-19

Regen [Hinzugefügt 2018]

(2,721 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Allgemeines und BegrifflichesR. gehört zu den wässerigen Meteoren ( Komet) – so die Definition seit der Antike, die teils bis in das 19. Jh. Gültigkeit behielt. Unter Berufung auf die Meteorologie des Aristoteles zählten im geozentrischen Weltbild generell alle sich unterhalb der Mondsphäre abspielenden elementaren Prozesse (Elemente) zu den Meteoren, d.h. sie wurden nicht als Phänomene der unveränderlichen, oberhalb des Mondes verorteten Sternensphäre betrachtet, sondern als Teil der kontingenten und veränderlichen Sphäre unterhalb des Mondes ( Kosmos; Sonne und Mond) [1…
Date: 2019-11-19

Zyklizität

(3,328 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Begriff und ÜberblickDie kreisförmige, sich wiederholende Bewegung war seit der Antike bis weit in die Nz. in Europa wie auch in anderen Kulturen eine gängige Vorstellung vom Verlauf natürlicher wie gesellschaftlicher Entwicklungen. Sie galt als die vollkommenste Bewegung und der Kreis bzw. die Kugel als vollkommenster geometrischer Körper. Zugleich war damit die Vorstellung der ewigen Wiederkehr des Gleichen verbunden, einer Revolution im ursprünglichen Sinne, noch geprägt vom Verständnis des Nikolaus Kopernikus [3]; [15. 69–71]. Die Begründung des heliozentrische…
Date: 2019-11-19

Fetischismus

(2,634 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. BegriffFetisch leitet sich vom portug. feitiço ( »Zaubermittel«, »magisches Objekt«) her, das seinerseits auf das lat. facticius (»künstlich hergestellt«) zurückgeht und in einem Bedeutungsfeld mit den portug. Wörtern feitiçeiro (»Teufelsdiener«) sowie feitiçaria (»zauberische Praktiken«) steht. Seit dem SpätMA hatte sich dieser Terminus in Portugal eingebürgert; er durchlief bis zum Waren-F. Karl Marx' im 19. Jh. eine erstaunliche Karriere [5. 13 f.].Jörn Sieglerschmidt2. AfrikaNachdem in Portugal im ersten Edikt gegen die Hexen (1385) bereits von den feitiços die…
Date: 2019-11-19

Feuer

(1,763 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Definition und ÜberblickDie Beherrschung des F. ist eine Kulturtechnik, die – anders als Hand und Sprache, Werkzeug und Kommunikation, welche auch Tieren zur Verfügung stehen – allein dem Menschen eignet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass das F. in den mythologischen und naturphilosophischen Vorstellungen aller Kulturen eine wichtige Rolle einnimmt [7. 11]. In der europ. Denktradition gehörte das F. zu den vier Elementen, aus denen sich sämtliche Dinge der sublunaren, unterhalb der ersten Planetensphäre befindlichen Welt zusammensetzten. Im 17. Jh. z. B. bereits von Ro…
Date: 2019-11-19

Herbarium

(958 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Begriff und FormenEine Sammlung getrockneter und auf Papier aufgezogener Pflanzen und Pflanzenteile wurde in der Nz. als H. im engeren Sinne bezeichnet. Joseph Pitton de Tournefort, der 1700 nicht lange nach Wilhelm Lauremberg und Moritz Hofmann eine Anleitung zur Herstellung getrockneter Pflanzen verfasste, sah deren Vorteil darin, dass sie unabhängig von der Jahreszeit betrachtet werden können [1. 671]. Im weiteren Sinne zählten auch die seit der Antike bekannten gemalten, später gedruckten und zuweilen kolorierten Abbildungen und Beschreibungen vo…
Date: 2019-11-19

Wunderheilung

(1,460 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Begriff und Übersicht Wunder (= Wd.) sind in allen Religionen eine Möglichkeit, außergewöhnliche, die Alltagserfahrung übersteigende Ereignisse als Werk einer Gottheit, einer heiligen Person, aber auch des Teufels, von Dämonen und Geistern zu erklären (Teufelsglaube; Dämonologie). Die Grenzen zur Magie sind dabei fließend und nicht immer genau bestimmbar. Wd. werden entweder durch die Gottheit selbst oder durch ihre »Werkzeuge«, d. h. durch Heilige oder heiligmäßig lebende (z. B. sich durch Askese auszeichnende) Menschen, durch Reliquien oder heilige Orte bewirkt.Ware…
Date: 2019-11-19

Zodiacus

(1,699 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Grundlagen »Kreis der Tiere« (griech. zōdiakós [ kýklos], lat. zodiacus) war bereits in der Antike die Bezeichnung für die sog. Sonnenstraße, d. h. die zwölf Zeichen, die den Tierkreis bilden: Steinbock, Wassermann, Fische, Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion und Schütze. Im geozentrischen Weltbild teilten diese Sternbilder den Kreisumlauf des Himmels in zwölf gleiche Abschnitte ein, die jeweils durch die Solstitien, d. h. die Sonnenwenden (Tag- und Nachgleichen im Frühjahr und im Herbst, längster und kürzester…
Date: 2019-11-19

Tier

(4,838 words)

Author(s): Smith, Justin E.H. | Eckart, Wolfgang Uwe | Sieglerschmidt, Jörn
1. Naturphilosophie 1.1. Abgrenzung zum MenschenDer Begriff des Tierischen wird in der Nz. häufig direkt oder indirekt mit dem des Menschlichen kontrastiert [10]. Anfänglich wurde er verwendet, um das Gebiet der philosophischen Anthropologie abzugrenzen ( Mensch, Menschheit); erst später bezeichnete »T.« die Studienobjekte der Zoologie. Diese anthropozentrische Perspektive findet sich deutlich etwa in den renaissancezeitlichen Druckausgaben von ma. Bestiarien, die alle bekannten T.-Arten aus der realen Welt und dem Reich von Phantasie und Fabel meist i…
Date: 2019-11-19

Sterne

(2,599 words)

Author(s): Sieglerschmidt, Jörn
1. Definition und Überblick S. waren in der gesamten Menschheitsgeschichte ein Orientierungspunkt im einfachen und im übertragenen Sinne: Sie waren zur (math.) Bestimmung der relig. Festkalender und Feiertage notwendig, bestaunenswerte Naturwunder und als Sternbilder in der Abfolge des Jahres (Zodiacus) Mittel der Gegenwarts- und Zukunftsdeutung; in der Nacht dienten sie der Navigation. In allen Kulturen spielten daher der Himmel und seine Erscheinungen, die S. – d. h. die Gestirne einschließlich der Planeten (Wandel-S.) und Kometen (Schweif-S.) – in der Wahrnehmung der Nat…
Date: 2019-11-19

Landschaft

(2,923 words)

Author(s): Blickle, Peter | Lüsebrink, Hans-Jürgen | Sieglerschmidt, Jörn
1. PolitischL. war im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation das Korrelat zu Herrschaft. In dieser Bedeutung ist der Begriff vom 14. Jh. bis zum Ende des Reichs (1806) belegt. Die L. hatte korporativen Charakter und bezeichnete als solche die Gesamtheit der Landstände eines reichsunmittelbaren Territoriums. Wo in einem Territorium Adel und Prälaten als Stände fehlten, diente L. aber auch zur Bezeichnung der Repräsentation von Untertanen, in diesem Fall jenen in der Stadt und auf dem Land.Seit den frühen 1970er Jahren hat sich L. als wiss. Ordnungsbegriff auch für d…
Date: 2019-11-19

Wasser

(4,183 words)

Author(s): Meyer, Torsten | Sieglerschmidt, Jörn | Klippel, Diethelm | Niedermayer, Benedikt | Kirschke, Martin
1. AllgemeinW. (engl. water, franz. eau) ist die chemische Verbindung aus W.- und Sauerstoff (H2O). Es kann auch in der Natur alle drei Aggregatzustände aufweisen; gewöhnlich ist allerdings dann von W. die Rede, wenn es sich um den flüssigen Aggregatzustand handelt. In flüssiger Form ist W. in unserem Sonnensystem bisher nur auf der Erde nachgewiesen, die es zu gut 70 % bedeckt.W. spielt für die menschliche Kultur eine herausragende Rolle; die Verfügbarkeit von Brauch- sowie Trinkwasser (Wasserversorgung) ist existentiell und Ausdruck der Abhängigkeit von der Natur [5. 15–28] (zu…
Date: 2019-11-19
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