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Postumus

(964 words)

Author(s): Steinbauer, Dieter (Regensburg) | Manthe, Ulrich (Passau) | Franke, Thomas (Bochum)
[English version] [1] Röm. Praenomen Röm. Praenomen, das wie andere der sog. “Numeralpraenomina” (Quintus) Kindern nach der Reihenfolge der Geburt gegeben wurde: das Adj. p., “letzter”, meint hier “(weil) nach (dem Tod des Vaters) geboren” (vgl. P. [2]). Bei den Römern war P. bis ins 3. Jh. v. Chr. als Vorname in Gebrauch, dann nur noch als Cognomen. Die weitere Verbreitung eines ital. Individualnamens * Postumo- läßt sich aus der Entlehnung ins Etr. erschließen, wo daraus ein Gent. Pustmi-na- (CIE 8715) gebildet wurde; dies entspricht dem röm. Gent. Postumius. Steinbauer, Dieter (…

Indogermanen

(908 words)

Author(s): Steinbauer, Dieter (Regensburg)
[English version] A. Definition, Allgemeines, Methoden Mit I. meint man sowohl die Träger einzelner indogermanischer Sprachen als auch die des rekonstruierten Uridg. (uridg. Grundsprache) oder etwa des Urgriech. Der zu Beginn des 19. Jh. erbrachte Nachweis der sprachlichen Verwandtschaft hat die Frage nach den Sprechern der Grundsprache aufkommen lassen. In die Vorgesch. wurde mit diesem neuen Begriff das Postulat eingeführt, daß ein Volk mit einer charakteristischen Kultur zu suchen sei. Doch hängt d…

Proculus

(587 words)

Author(s): Steinbauer, Dieter (Regensburg) | Giaro, Tomasz (Frankfurt/Main) | Eck, Werner (Köln) | Franke, Thomas (Bochum) | Heimgartner, Martin (Basel) | Et al.
Röm. Praenomen ( P. Iulius, ein Zeitgenosse des Romulus [1]), und sekundär Cognomen. Der Bildung nach ein Deminutivum (älter * prokelo-) zum Stamm * proko- ( klass. procus “Bewerber, Freier”), bedeutet es urspr. etwa “wer (das Erbe?) fordert, beansprucht”. Etym. ist Proca (König von Alba Longa) anzuschließen. Das schon früh selten gewordene Praen. lebt in Ableitungen, den Gent. Procilius und Proculeius, fort. Steinbauer, Dieter (Regensburg) [English version] [1] röm. Jurist, 1. Jh. Der Jurist aus der Zeit der Julio-Claudier, verm. Schüler des Antistius [II 3] Labeo…

Kentumsprache

(199 words)

Author(s): Steinbauer, Dieter (Regensburg)
[English version] Das Merkwort K. (nach lat. centum) steht für solche idg. Sprachen, in denen von den uridg. Tektalen (Gutturale) die palatale Reihe , , g̑h und die unmarkierte k, g, gh in der unmarkierten zusammengefallen sind: uridg. * kreuh2- “blutiges Fleisch” > lat. cruor, griech. kréas, * k̑ṛd- “Herz” > lat. cor, griech. kardía. Sonst (in sog. Satemsprachen) werden die als eigenständige Phoneme erh. Palatale zu Zischlauten. In K. blieben die Labiovelare kw , gw , gwh (anfänglich) als Phoneme erh., z.B. im Urgriech. und Mykenischen mit der geringen Einbuße * kw > k neben u. Die fr…

Publius

(123 words)

Author(s): Steinbauer, Dieter (Regensburg) | Zimmermann, Bernhard (Freiburg)
Häufiges röm. Praenomen mit der Sigle P.; ältester Beleg Poplio- (CIL I2 4, 2832a; ca. 500 v. Chr.; Lapis Satricanus), danach griech. Πόπλιος. Der Name gehört etym. zu populus (“Heer” > “Volk”). Die Herleitung aus dem Etr. muß abgelehnt werden, denn das seltene etr. Puplie wurde aus einer ital. Sprache übernommen. Die Umbildung von poplico- zu pūblico- (nach pūbēs) wurde auch auf das Praen. und sein Derivat, das Gent. Pūblīlius, übertragen. Steinbauer, Dieter (Regensburg) [English version] [1] Tragiker Griechisch schreibender Tragiker aus Rom, belegte ca. 85 v. Chr. an de…

Quintus

(1,419 words)

Author(s): Steinbauer, Dieter (Regensburg) | Nutton, Vivian (London) | Fornaro, Sotera (Sassari) | Albiani, Maria Grazia (Bologna)
[English version] [1] Häufiger röm. Vorname Häufiger röm. Vorname (Praenomen); Sigle: Q.; griech. Κόιντος. Er ist mit dem Ordinale quīntus, “fünfter”, identisch - im Oskisch-Umbrischen steht dafür Pompo u. ä., mit Gent. Pomponius, Pompeius, Pontius. Wie andere sog. “Numeralpraenomina” konnte der einstige Individualname in der Frühzeit Kindern nach der Reihenfolge der Geburt gegeben werden. Keinesfalls darf Q. von quīntīlis, “Juli”, abgeleitet werden, da der Monatsname seinerseits schon Derivat von quīntus ist. Zu Q., genauer zu seinem Deminutivum, ist das Gent. Quīntilius g…

Laryngal

(424 words)

Author(s): Steinbauer, Dieter (Regensburg)
[English version] Moderner sprachwiss. t.t. (hybride lat. Ableitung von griech. lárynx “Kehlkopf”) für eine Klasse von Kons. In der h. Indogermanistik bezeichnet man damit (drei) bei der Rekonstruktion der Grundsprache postulierte Phoneme. Trotz Zweifel an ihrer Natur als Kehlkopflaute hält sich der Begriff, weil die phonetische Bestimmung besagter Laute in der wiss. Diskussion strittig bleibt. Sie werden behelfsmäßig durch Indizes notiert: h1 - 3 ( 1 - 3 ). Diese drei Kons., L., vervollständigen das junggrammatische Phonemsystem, welches dafür nur ein “Schwa (…

Alteuropäisch

(332 words)

Author(s): Steinbauer, Dieter (Regensburg)
[English version] A. Definition Von dem Indogermanisten H. Krahe (1898-1965) etablierter t.t., mit dem er ein auf das Uridg. folgendes, relativ einheitliches Stadium als Vorstufe der im europ. Raum in histor. Zeit bezeugten Sprachen Kelt., German., Baltisch, Latinofaliskisch, Oskoumbrisch, Venetisch und Illyr. postuliert. Diese Sprachstufe und ihr urspr. Verbreitungsgebiet erschließt er aus Gewässernamen (“a. Hydronymie”), die ungefähr im 2. Jt. v. Chr. entstanden sein sollen. Als Folge des Vordring…

Gutturale

(220 words)

Author(s): Steinbauer, Dieter (Regensburg)
[English version] Der nlat. terminus technicus G. (“Kehllaute”) für eine Konsonantenklasse ist traditionell (Nomina, die vor den Endungen ein g, k/c oder χ haben, heißen Gutturalstämme). Heute bevorzugt die Forsch. den angemesseneren Begriff “Tektale”, da bei der Hervorbringung dieser Kons. der Zungenrücken gegen das Munddach (lat. tectum) gedrückt wird, um den Luftstrom durch Enge bzw. Verschluß zu hindern, wodurch das für G. typische Geräusch erzeugt wird. Dem Uridg. spricht man neun oder zehn tektale Phoneme zu. Die g. Verschlußlaute ver…