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Your search for 'dc_creator:( "Steinle, Friedrich" ) OR dc_contributor:( "Steinle, Friedrich" )' returned 22 results. Modify search

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Naturwissenschaft

(1,580 words)

Author(s): Steinle, Friedrich
1. Begriff Als N. werden heute die Bereiche der Wissenschaften bezeichnet, die sich um das Verständnis der natürlichen Vorgänge und Gegebenheiten bemühen und sich damit gegenüber den auf menschliche Kultur und Technik bezogenen Sozial-, Wirtschafts-, Technik- und Geisteswissenschaften abgrenzen. Ob die Medizin zu den N. gezählt oder als eigener Bereich betrachtet werden sollte, ist Gegenstand wiederkehrender Diskussionen. N. bezeichnet nicht nur einen spezifischen Gegenstandsbereich, sondern auch ein Berufsfel…

Beobachtung

(2,401 words)

Author(s): Steinle, Friedrich
1. Begriff B. (lat. observatio) stellt die Hauptquelle empirischen Wissens und zusammen mit dem Experiment das zentrale Verfahren der Naturwissenschaften und der empirischen Gebiete der Geistes- und Sozialwissenschaften dar (Empirismus). Als gerichtete, auf spezifische Gegenstände oder Gegenstandsaspekte fokussierte Aufmerksamkeit ist B. auch in nichtwiss. Lebensbereichen zu finden, wenn etwa ein Zeichner seinen Gegenstand, das Militär feindliche Linien, ein Roulettespieler seine Mitspieler oder ein Passant merkwürdige Gestalten auf dem Parkplatz beobachtet. 2. Tr…

Elektromagnetismus

(1,155 words)

Author(s): Steinle, Friedrich
1. Vorgeschichte Vermutungen über eine Wechselwirkung zwischen Elektrizität und Magnetismus wurden schon im 18. Jh. geäußert – angeregt durch Berichte über die Polumkehr von Magnetnadeln bei Gewittern oder die Magnetisierung von eisernen Kirchturmkreuzen. Allerdings bot erst die Entwicklung der Volta-Säule um 1800 (der ersten elektrischen Batterie; Galvanismus), die erstmals dauerhafte elektrische Effekte lieferte, stabile Untersuchungsmöglichkeiten. Experimente in Parma (1802) und Genua (1804) ergaben zwar deutliche Hinweise auf eine e…

Schwere

(1,388 words)

Author(s): Steinle, Friedrich
1. Begriff Als Sch. (griech. barýtēs, lat. gravitas) wurde schon in der Antike das Bestreben von Körpern bezeichnet, nach unten zu fallen und, wenn daran gehindert, als Gewicht zu lasten. Gemessen durch Waagen war und ist das Gewicht in Handel und Gewerbe aller Perioden und Kulturen ein zentrales Maß für die Menge eines Stoffes (Quantifizierung und Messung). Wenngleich in der technischen Ausführung von Waagen wichtige Entwicklungen stattfanden, blieb das zentrale Messprinzip von der Antike bis heute unverändert (Metrologie). Demgegenüber durchlief der Begriff der Sch. in den ph…

Experiment

(2,136 words)

Author(s): Steinle, Friedrich
1. Begriff E. (dt. auch »Versuch«, engl. experiment, franz. expérience) wird modern als das Manipulieren von Dingen zu dem Zweck verstanden, über diese Dinge Wissen zu gewinnen. Neben der Forschung dient das E. auch der Belehrung und Demonstration. Alle Naturwissenschaften und viele Bereiche der Geistes- und Sozialwissenschaften gründen den Gewissheitsanspruch ihres Wissens auf Erfahrung, sei es als Beobachtung oder als E. Von E. ist auch in anderen kulturellen Bereichen die Rede, wenn es darum geht, unbekannte Dimensionen aktiv auszuloten, so etwa …

Wissenschaftliche Instrumente

(1,349 words)

Author(s): Steinle, Friedrich
1. Begriff Als eines der zentralen Kennzeichen moderner empirischer Naturwissenschaft wird üblicherweise der Gebrauch von W. I. – materiellen Vorrichtungen und Hilfsmitteln zur Gewinnung und Verarbeitung empirischer Befunde – angesehen. In der Tat reicht solcher I.-Gebrauch bis in die Antike zurück, doch nahm er in der Frühen Nz. an Intensität und Breite (etwa mit dem Schaffenstrieb in der Astronomie) stark zu. Die I. hatten dabei im Wesentlichen drei Funktionen: (1) Vertiefung der menschlichen Be…

Elektrizität

(2,757 words)

Author(s): Steinle, Friedrich
1. Elektrizität vor 1700 Unter den Gebieten der Naturforschung hat die E. einen bes. markanten Werdegang genommen. Anders als Chemie, Mechanik, Astronomie, Optik oder Metallurgie hatte sie keine weit zurückreichende Tradition, und noch im 17. Jh. waren die als »elektrisch« (= elektr.) bezeichneten Effekte kaum bekannt. Um 1850 dagegen war E. im Begriff, die Lebensverhältnisse in großem Maßstab zu verändern. Ihre rasante Entwicklung war das Resultat einer ungewöhnlichen Dynamik zwischen Forschung, Technik und Gesellschaft. Dass geriebener Bernstein kleine Stückchen au…

Physikalische Wissenschaften

(9,451 words)

Author(s): Steinle, Friedrich
1. Begriff Unter den zahlreichen Bedeutungen des griech. Begriffs phýsis (lat. natura) wurde v. a. der Verweis auf den Bereich von Dingen bedeutsam, die den Grund ihres Seins und den Antrieb zu ihrer Veränderung in sich selbst tragen. Dieser Bereich grenzt sich vom Bereich der plan- und zweckvollen Zurichtung von Dingen durch den Menschen – der téchnē (lat. ars) – ab (Aristoteles, Physik 2,1; 2,8); heute spricht man vom Gegensatz von Natur und Technik. Physik (= Phk.) als Erkenntnisunternehmung (griech. physikḗ epistḗmē, lat. philosophia naturalis; Naturphilosophie) richtete s…

Naturwissenschaften und Medizin

(1,696 words)

Author(s): Steinle, Friedrich
1. Gegenstand und Lemmatisierung Die Arbeit an der EdN hat die Herausforderung gestellt, im Modus von einzelnen aufeinander bezogenen Artikeln ein Bild der europ. (Natur-) Wissenschaftsentwicklung als Teil der allgemeinen Kulturentwicklung in der Periode von 1450 bis 1850 zu entwerfen. Dabei waren im Konzept grundsätzlich nur Sachthemen vorgesehen, Artikel zu Personen oder zu Orten aber ausgeschlossen. Eine solche Struktur fordert einerseits dazu auf, diachrone Linien über lange Zeiträume zu ziehen, bringt aber andere…

Electricity

(3,135 words)

Author(s): Steinle, Friedrich
1. Electricity before 1700Of all the subjects of natural study, electricity has enjoyed a particularly striking career. Unlike chemistry (Chemical sciences), mechanics, astronomy, optics, and metallurgy, it has no long-standing tradition, and even in the 17th century, effects known as “electrical” were barely known. Yet by 1850, electricity was in the process of bringing wholesale changes to the human way of life. Its meteoric rise was the result of an unusual dynamic between research, technology, and society.It was already known in Antiquity that a piece of amber, whe…
Date: 2019-10-14

Experiment

(2,194 words)

Author(s): Steinle, Friedrich
1. ConceptExperiment in the modern sense is understood as the manipulation of things with the purpose of gaining knowledge about them. With research, experiment also serves instruction and demonstration. All natural sciences and many fields of the humanities and social sciences base the claim to certainty of their knowledge on experience, whether arrived at by observation or experiment. In other cultural spheres, such as art, music, or new forms of economic activity or social living, experiment i…
Date: 2019-10-14

Electromagnetism

(1,178 words)

Author(s): Steinle, Friedrich
1. Prior historySpeculations about an interaction between electricity and magnetism were already being voiced in the 18th century, stimulated by reports of magnetic needles switching polarity during storms, or the magnetization of iron crosses on church towers. However, stable experimental conditions only became possible with the development of the voltaic pile around 1800 (the first electric battery; Galvanism), which delivered sustained electrical effects for the first time. Experiments in Parma…
Date: 2019-10-14

Energie

(8,118 words)

Author(s): Steinle, Friedrich | Reith, Reinhold
1. Begriff Mit E. (von griech. enérgeia, »Tätigkeit«, »Wirklichkeit«) wird heute die Fähigkeit eines Körpers oder eines physikalischen Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Dass E. eine Erhaltungsgröße darstellt, die zwar in verschiedenen Formen (mechanisch, elektrisch, thermisch, chemisch usw.) auftreten kann, deren Gesamtsumme in geschlossenen Systemen aber erhalten bleibt, stellt eines der fundamentalsten Prinzipien der Naturwissenschaften dar, das Physikalische Wissenschaften, Chemische Wissenschaften und Biologie gleichermaßen umfasst und v…

Physik

(2,615 words)

Author(s): Steinle, Friedrich | Epple, Moritz
1. Begriff und Entwicklung Das heutige Verständnis von Ph. als einer auf die Eigenschaften und Gesetze der unbelebten Materie gerichteten Wissenschaft, die aufgrund von Experiment und Messung math. formulierte Theorien entwickelt, entstand erst im späten 18. und frühen 19. Jh. aus der weiter gefassten Bestimmung als Naturlehre oder Naturphilosophie (Physikalische Wissenschaften). Zentral war die Zuspitzung auf einen spezifischen Gegenstandsbereich und die zunehmende Einbeziehung quantitativer und math. Verfahren (Quantifizierung und Messung) [6. Kap. 5]; [5]. Ein we…

Quantifizierung und Messung

(2,076 words)

Author(s): Rammer, Gerhard | Steinle, Friedrich
1. Begriff Unter Q. wird die zahlenmäßige Erfassung einer definierten Größe verstanden. Zusammen mit der Angabe eines Maßes oder einer Skala ist die Q. einer Größe eine Voraussetzung für ihre M. Die Q. durchdrang schon seit der Antike viele Bereiche des täglichen Lebens (Längen, Zeit, Maße und Gewichte), des Handwerks und der Technik (vgl. auch Metrologie). Demgegenüber geht es hier um die Q.u. M. in den auf die Natur bezogenen Wissenschaften ( Physikalische Wissenschaften; Chemische Wissenschaften). Deutlich zu unterscheiden ist Q. von einer eigentlichen Mathematisierung, v…

Energy

(8,431 words)

Author(s): Steinle, Friedrich | Reith, Reinhold
1. ConceptEnergy (from the Greek enérgeia, “activity”, “actuality”) today describes the capacity of a body or a physical system to do work. Energy being a conserved quantity that, while appearing in different forms (mechanical, electrical, thermal, chemical, etc.), remains constant in total in isolated systems is one of the most fundamental principles of natural science, applying equally to and thus connecting the physical and chemical sciences and biology. Mechanics was already approaching an unders…
Date: 2019-10-14

Zeitmessung

(2,837 words)

Author(s): Fuchs, Ralf-Peter | Wepster, Steven | Steinle, Friedrich
1. Alltag und Kultur 1.1. Allgemein Die alltagsgeschichtliche Bedeutung der Z. wird in der europ. Nz. v. a. auf zwei Ebenen sichtbar: Zum einen wurde seit dem SpätMA eine präzise Vermessung der Tageszeit für immer mehr Menschen relevant. Dabei lässt sich zunächst eine zunehmende Inkenntnisnahme der Stunde, seit dem 17. Jh. auch vermehrt der Minute als Zeiteinheit und im Zusammenhang mit bestimmten Tätigkeiten im 18. Jh. immer häufiger die Messung von Sekunden feststellen (Zeit 3.5.). Zum anderen nahm während der Frühen Nz. in der Bevölkerung die Fähigkeit zu, Zeiträ…

Magnetism

(2,867 words)

Author(s): Jonkers, Art Roeland Theo | Steinle, Friedrich
1. Concept The attractive power of natural magnets (i.e. lodestones; Latin  magnes; German  Magnetstein; French  aimant; Italian  magnete) was already reported in antiquity. In the 12th century, the north-south alignment of magnetized iron needles became known in Europe, and magnetism acquired its first eminent practical application in the form of the compass. Often mentioned in a single breath in antiquity, magnetism and electricity came to be treated as quite distinct in the early modern period. Only with the …
Date: 2019-10-14

Magnetismus

(2,951 words)

Author(s): Jonkers, Art Roeland Theo | Steinle, Friedrich | Prankel, Dieter
1. Begriff Über die anziehende Wirkung des Magnetsteins (lat. magnes; engl. magnet oder lodestone; franz. aimant; ital. magnete) wurde schon in der Antike berichtet. Als im 12. Jh. auch die Nord-Süd-Ausrichtung von magnetisierten Eisennadeln in Europa bekannt wurde, erhielt der M. in Form des Kompasses erstmals eminente praktische Bedeutung. In der Antike häufig in einem Atemzug genannt, wurden in der Nz. M. und Elektrizität deutlich unterschieden. Erst durch die Entdeckung des Elektromagnetismus im 19. Jh. rückte ihre tatsächliche Verbindung in den Blick, und i…

Wahrheit

(4,470 words)

Author(s): Sparn, Walter | Mizrahi, Moti | Steinle, Friedrich | Großhans, Hans-Peter
1. Allgemein Das Wort W. (lat. veritas, franz. vérité) bedeutete indogerman. »Achtung«, »Zustimmung«, »Treue« (daher engl. truth); auch griech. alḗtheia (wörtlich »Unverborgenheit«) wurde für die Begriffsgeschichte wichtig. Die lebenspraktischen Fragen, ob eine Behauptung oder Mitteilung wahr ist, an welchen Maßstäben dies zu messen und zu erkennen ist, finden in jeder Kultur implizite oder explizite Antworten; die Frage, was W. sei, tritt zutage, sobald eine Kultur in Religion und Wissenschaft reflexiv wird. In E…
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