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Your search for 'dc_creator:( "Steinmann, Michael" ) OR dc_contributor:( "Steinmann, Michael" )' returned 13 results. Modify search

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Ritter

(148 words)

Author(s): Steinmann, Michael
[English Version] Ritter, Joachim (3.4.1903 Geesthacht – 3.8.1974 Münster). 1925 Promotion in Hamburg bei E. Cassirer, ab 1946 Prof. für Philos. in Münster. R. ging von der Erfahrung der Moderne aus, die sich für ihn durch das Freiwerden der Subjektivität charakterisiert. Diese bedarf zur Sicherung ihrer moralischen Ansprüche der Rückbindung an einen gesch. vorgegebenen institutionellen Rahmen. Durch diese Einsicht wurde R. zu einem Erneuerer der praktischen Philos., die in Anlehnung an Aristoteles…

Neukantianismus

(1,341 words)

Author(s): Steinmann, Michael
[English Version] I. Geschichte Der Begriff des N. bez. eine philos. Richtung, deren klassische Gestalt sich in den Jahren von 1870 bis 1920 entwickelte und während dieser Zeit eine herausragende Stellung innerhalb der dt. Universitätsphilos. besaß. Sie unterteilt sich in zwei Gruppierungen, die sog. Marburger und die Südwestdt. Schule. Dem klassischen N. war ab der Mitte des 19.Jh. eine weitverbreitete Tendenz der Rückbesinnung auf I. Kant vorangegangen. Sie fand ihren programmatischen Ausdruck in Otto Liebmanns Schrift »Kant und die Epigone…

Windelband

(194 words)

Author(s): Steinmann, Michael
[English Version] Windelband, Wilhelm (11.5.1848 Potsdam – 22.10.1915 Heidelberg). 1876 Prof. für Philos. in Zürich, 1877 in Freiburg, 1882 in Straßburg, ab 1903 in Heidelberg. W. wurde zum Begründer der Südwestdt. oder Badischen Schule des Neukantianismus. Unter dem Leitbegriff der Kultur formulierte er einen syst. Ansatz, der Geschichtlichkeit und apriorische Geltung zu vereinigen suchte. Zum Ausgangspunkt wurde dabei I. Kants praktische Philos. Den überzeitlichen Gehalt der Erkenntnis schafft de…

Perspektivismus

(435 words)

Author(s): Steinmann, Michael
[English Version] . Das Bild von den »Perspektiven«, d.h. den »Standpunkten« oder »Blickwinkeln«, die die Erkenntnis (Erkenntnistheorie) beeinflussen können, wird schon in der Antike zu syst. Bestimmungen genutzt. So begründet Plato den Primat der Vernunft über die Lust damit, daß das sinnliche Wohlgefühl nur ein Abklingen von Schmerz hin zu einem neutralen Zustand und keine wahrhaftige Lust bedeute. Ihm gegenüber schließt die Vernunft bzw. die ihr folgende Lust jeden trügerischen Anschein aus. Du…

Ortega y Gasset

(234 words)

Author(s): Steinmann, Michael
[English Version] Ortega y Gasset, Jose´ (9.5.1883 Madrid – 18.10.1955 ebd.). O. studierte in Madrid, wo er ab 1910 eine Professur für Metaphysik innehatte. Studienreisen führten ihn von 1904 bis 1907 nach Deutschland, u.a. nach Marburg in das Umfeld des Neukantianismus. Aufgrund des Bürgerkriegs verließ er 1936 Spanien und kehrte erst 1948 endgültig zurück. O.s vielfältiges Werk widmet sich Themen der Philos., der Kunst und der Politik; es hat stets das Ganze der Kultur im Blick. So vermittelte er d…

Natorp

(684 words)

Author(s): Steinmann, Michael
[English Version] Natorp, Paul (24.1.1854 Düsseldorf – 17.8.1924 Marburg). N. entstammte einem prot. Pfarrhaus. Nach der Promotion lockte ihn H. Cohens Interpretation I. Kants nach Marburg, wo er sich 1881 mit einer Arbeit über R. Descartes habilitierte und ab 1885 Prof. war. Mit Cohen begründete er die sog. Marburger Schule und wurde zu einem der Hauptvertreter des Neukantianismus. Philos. ist für N. zunächst Erkenntnistheorie. Er folgt Cohen darin, den Kantischen Dualismus von Verstand und Anschauung aufzuheben und in eine Theorie reiner Denkgeset…

Sartre

(551 words)

Author(s): Steinmann, Michael
[English Version] Sartre, Jean-Paul (21.6.1905 Paris – 15.4.1980 ebd.). 1924–1929 Studium der Philos. an der Ecole normale supérieure in Paris, 1931–1944 Gymnasiallehrer in Le Havre, Laon und Paris, 1940–1941 Kriegsgefangenschaft in Deutschland, danach Beteiligung an der Résistance und ab 1945 Hg. der Zeitschrift »Les temps modernes«. S. wurde nach dem 2. Weltkrieg zu einem der einflußreichsten Intellektuellen seiner Zeit. Er engagierte sich unter anderem gegen die Kriege in Algerien (1958–1962) und Vietnam (1968) und unterstützte die Stu…

Nichts, das

(1,067 words)

Author(s): Steinmann, Michael
[English Version] . Bei der philos. Beschäftigung mit dem N. lassen sich logische und metaphysische Zugangsweisen unterscheiden. Auf der Ebene der Logik werden traditionell die verschiedenen Bedeutungen der Rede vom N. diskutiert. So unterscheidet z.B. I. Kant vier mögliche Bedeutungen: Erstens das N. als ens rationis, d.h. als bloßes »Gedankending« im Sinn eines widerspruchsfreien Begriffs; zweitens das N. als ens imaginarium, d.h. als bloßes Spiel der Anschauung; drittens das N. als nihil privat…

Vernunft

(3,528 words)

Author(s): Steinmann, Michael | Herms, Eilert
[English Version] I. Philosophisch In der traditionellen Erkenntnislehre (Erkenntnistheorie) wird die V. vorwiegend als ein diskursives Vermögen gedacht (griech. δια´n̆οια/diánoia; λο´γος/lógos; lat. ratio), teilweise in Abgrenzung zum Verstand als intuitivem Vermögen. Mit dieser Unterscheidung wird zugleich eine Rangfolge indiziert: Das diskursive Vermögen geht entweder als syllogistisch verfahrende »Demonstration« (α᾿πο´δειξις/apódeixis) von letzten Prinzipien aus, die ihrerseits nicht durch Schlußfolgerung gefunden werden können (Arist.e.…

Verstand

(1,376 words)

Author(s): Steinmann, Michael | Korsch, Dietrich
[English Version] I. Philosophisch In der traditionellen Erkenntnislehre (Erkenntnistheorie) wird der V. vorwiegend als ein intuitives Vermögen gedacht (griech. n̆ου˜ς/noús, lat. intellectus), teilweise in Abgrenzung zur Vernunft als diskursivem Vermögen. Durch ihn werden letzte Prinzipien bzw. einfache Sachverhalte direkt erfaßt, so daß die Bewegung der Erkenntnis sachlich und begründungslogisch zum Abschluß gelangt (Arist.e.N. 1143af.). Diese Dimension eines in sich vollendeten und direkten Erfassens der Wahrheit dient auch als Maßstab für das V…

Seligkeit

(2,742 words)

Author(s): Horyna, Břetislav | Steinmann, Michael | Stock, Konrad
[English Version] I. Religionswissenschaftlich S. ist das Ziel der eudämonistischen Ethiken (Eudaimonie, Eudämonismus), die auf das Wohlergehen und das gelingende Leben orientiert sind; der bestmögliche Zustand eines Individuums, im älteren Sprachgebrauch oft als »Glückseligkeit« (Glück: I.) bez., mit direkter rel. Intention des Zustandes eines vollkommenen und unverlierbaren Jenseitsglücks. In den Religionen wird die diesseitige, präsentische und episodische S., die der moderne säkularisierte Mens…

Wirkungsgeschichte/Rezeptionsgeschichte

(4,777 words)

Author(s): Steinmann, Michael | Schüle, Andreas | Rösel, Martin | Luz, Ulrich | Köpf, Ulrich
[English Version] I. Philosophisch Der Begriff einer Wirkungsgesch. (Wg.) erlangt in der Hermeneutik (: IV.) Hans-Georg Gadamers eine philos. Bedeutung. Er steht dort für den Versuch, die grundsätzliche Bedingung des Verstehens überlieferter Texte zu klären und das Verstehen in der ihm eigenen Geschichtsgebundenheit durchsichtig zu machen. Demnach geht es bei der Wg. nicht mehr um die philol. oder hist. Aufgabe, die Fortwirkung eines Textes zu untersuchen. Vielmehr soll sich das Verstehen selbst al…

Transzendenz/Immanenz

(2,872 words)

Author(s): Gregersen, Niels Henrik | Figl, Johann | Steinmann, Michael | Danz, Christian
[English Version] I. Naturwissenschaftlich Die Naturwiss. kennen von sich aus nicht einen Begriff von T. als Gegenbegriff zur Natur. »Natur« oder »Kosmos« (Kosmologie) wird als das Ganze aller Realität gefaßt. 1. Dennoch gehen die Naturwiss. von einer finitistischen Erkenntnistheorie aus. Kurt Gödels Unentscheidbarkeitstheorem von 1931 bewies, daß es prinzipiell nicht möglich ist, innerhalb eines formalen Systems sowohl die innere Widerspruchsfreiheit des Systems als auch ihre Vollständigkeit zu beweisen. Weiterhin gibt es …