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Quadratnotation

(99 words)

Author(s): T. Frenz
oder Choralnotation ist die Notenschrift des hohen und späten MA, die durch die Quadratform der Noten(köpfe) charakterisiert ist. Sie ging von Nordfrankreich aus seit dem späten 12. Jh. aus den Neumen hervor; im Gegensatz zur Mensurainotation wird die Länge des Tones nicht bezeichnet. Am Ende des MA wurde sie zur Hufnagelnotation umgestaltet, jedoch blieb auch die urspr. Q. weiter in Gebrauch und wird bis heute für den Gregorianischen Choral verwendet. T. Frenz Bibliography Notation. In: Die Musik in Gesch. und Gegenwart. 2. Aufl. Sachteil, Bd. 7. Kassel usw. 1997, S…

Dahlmann, Friedrich Christoph

(119 words)

Author(s): T. Frenz
* 13. 5. 1785 in Wismar, † 5. 12. 1860 in Bonn, Historiker und Politiker. Seit 1812 Professor in Kiel (im Konflikt um die Rechtsstellung Schleswig-Holsteins gestützt auf die ma. Privilegien antidänisch engagiert), seit 1829 Professor in Göttingen, 1837 als einer der «Göttinger Sieben» entlassen, seit 1842 Professor in Bonn. 1848/1849 Abgeordneter in der Paulskirchenversammlung, maßgebend an der Ausarbeitung der Verfassung beteiligt. Er initiierte die später von Georg Waitz fortgefiihrte «Quellen…

Römische Kuriale

(105 words)

Author(s): T. Frenz
die Schrift der ältesten Papsturkunden, die bis ins 10. Jh. alleinherrschend war und 967 bis 1123 von der kurialen Minuskel abgelöst wurde. Sie geht zurück auf die sog. jüngere rom. Kursive («Minuskelkursive»); charakteristisch fur sie ist die Neigung, Buchstaben moglichst kreisformig zu gestalten, bes. a, e, t und u. Das älteste erhaltene Original (Fragment einer Urkunde von 788) zeigt sie bereits vollausgebildet. Während der Übergangszeit zur kurialen Minuskel nahm sie einzelne Elemente dieser Schrift auf T. Frenz Bibliography Rabikauskas, P.: Die R. in der päpsdichen K…

Regest

(95 words)

Author(s): T. Frenz
nennt man eine kurze Inhaltsangabe einer Urkunde. Man unterscheidet zwischen «Kopfregesten», die der Ed. der Urkunde vorangestellt werden, und «Vollregesten», auf die keine Ed. des Textes folgt; letztere sind ausführlicher gehalten. Häufig werden die R.en eines Ausstellers etc. zu R.enslg. zusammengestellt, z.B. den «Regesta Imperli» fur die Urkunden der röm.-dt. Könige und Kaiser. In der älteren Lit. werden mitunter die Register als R.en bezeichnet. T. Frenz Bibliography Demandt, K. E.: Moderne R.entechnik. In: Der Archivar 10. 1957, S. 34—43 Richtlinien Rir die R.ierung …

Bollatica (auch: Littera Sancti Petri)

(125 words)

Author(s): T. Frenz
die Schrift der neuzeitlichen Papsturkunden unter dem Bleisiegel. Die für das MA charakteristische gute Lesbarkeit der Papsturkunden geht in der Neuzeit infolge zweier Entwicklungen verloren: 1. seit ca. 1550 erschienen zahlreiche Abkürzungen (Kontraktionen), die sonst in der lat. Schrift nicht üblich sind, 2. seit ca. 1600 gab man der Schrift durch Unterdrückung der Haarstriche und Verdrehung der Schäfte, auch durch Bogenumkehrung, ein «besonderes» Aussehen, das zu ästhetisch sehr unbefriedigen…

Quellenkunde

(182 words)

Author(s): T. Frenz
ist die Lehre von der Typologie der historischen Quellen. Man unterscheidet zum einen zwischen schriftlichen und nicht–schriftlichen Quellen. Zu den schriftlichen Quellen gehören die dokumentarischen (Urkunden, Akten, Register, Amtsbücher, Landkarten) usw.), zu den nicht–schriftlichen neben der mündlichen Überlieferung die Sachquellen (Bauwerke, archäologische Funde, Kunstgegenstände, Hausrat usw.) und die strukturellen Quellen (Rechtsnormen, Gewohnheiten, Bräuche usw.). Zum anderen unterscheide…

Gotische Schrift

(1,906 words)

Author(s): T. Frenz
1. Wulfila-Alphabet, die von Bischof Wulfila (Ulfilas, 311–383) für seine Bibelübers. ins Gotische entwickelte Schrift. Sie beruht auf dem griech. Alphabet, dessen Reihenfolge und Zahlbedeutung beibehalten sind; für einige Formen wird auch Herkunft aus dem Runenalphabet erwogen. Abweichungen vom Griech.: für (Sigma, zwischen ɛ und ϼ) steht u mit Lautwert q; ϑ und ψ sind vertauscht, dabei hat ψ den Lautwert ϸ, ϑ steht für hw; für ϑ steht G mit Lautwert j; υhat, wie teilweise auch im Griech., den …

Kuriale Minuskel

(128 words)

Author(s): T. Frenz
die Textschrift der hochma. Papsturkunden seit der Verdrängung der römischen Kuriale, also seit dem 11. Jh. Es handelt sich, wohl nach dem Vorbild der Kaiserurkunden, um eine karolingische Minuskel mit langgezogenen Ober– und Unterlängen, aber ohne aufwendige Verzierungen. Im 13. Jh. trat ein maßvoller Wandel zur gotischen Schrift ein; im 14. Jh. wurde sie durch eine franz. Bastarda abgelöst. Ihre sorgfältige Ausführung und das weitgehende Fehlen von Abk. (nur wenige Nomina–Sacra– und Suspension…

Shelley, George

(111 words)

Author(s): T. Frenz
(1666–1736 ?), engl. Schreibmeister, als solcher erstmals 1699 erwähnt, 1709 «Master to the Writing School at Christ’s Hospital» in London. S. publizierte nach Vorlagen John Seddons «The Penman’s Magazine» (London 1705). Als Hauptwerk gilt «Natural Writing in all the hands . . .» (2 Bde. London 1709 / 1714) mit über 60 (teils stark verzierten) Tafeln. Ferner verfaßte er u. a. «Penna volans, after the English, French & Dutch way . . .» (London 1710). T. Frenz Bibliography Heal, Sir A.: The English Writing-Masters and the Copy-Books, 1570–1800. Cambridge 1931 (ND Hildesheim 1…

Brevenschrift

(52 words)

Author(s): T. Frenz
Die Breven wurden zunächst in derselben gotischen Kursive geschrieben wie die übrigen Papsturkunden. Seit Eugen IV. (1431–1447), definitiv seit Pius II. (1458–1464) setzte sich die humanistische Kanzleikursive (cancelleresca italica) durch. Für die Intitulatio wurde Capitalis rustica angewandt. T. Frenz Bibliography Frenz, T.: Breve. In: Lex. d. MA. Bd. 2, Sp. 636–638.

Peschei, Georg

(49 words)

Author(s): T. Frenz
veröffentlichte 1571 in Dresden «Ein gutte Ordnung ... Deutscher vnd Lateinischer schrifften ...» T. Frenz Bibliography Lotz, A. u. a.: Kat. der Ornamentstich-Slg. der staatlichen Kunstbibi. Bd. 2. Berlin 1939, Nr. 5255 Bonacini, C.: Bibliografia delle arti scrittorie e della calligrafìa. Florenz 1953, S. 266, Nr. 1406.

Kanzleiregeln

(69 words)

Author(s): T. Frenz
Die päpstlichen K. (d.h. vor allem die Bestimmungen über die päpstlichen Pfründenreservationen) wurden seit der Zeit Pauls II. (1464-1471) im Druck herausgegeben (H 630-638, 9217-9230, 12485-12489; C 227-230; R 10-11, 221, 569, 657, 801, 1546, 1666, Suppl. 149; GW 909-928), während zuvor sogar die Anfertigung beglaubigter Abschriften verboten war: ein Beispiel dafür, wie der Buchdruck Öffentlichkeit herstellte. T. Frenz Bibliography Ottenthal, E. v.: Regulae cancellariae apostolicae. Innsbruck 1888.

Oberlänge

(110 words)

Author(s): T. Frenz
deijenige Teil eines Minuskelbuchstabens (Minuskel), der über die Mittellänge hinausragt. Die O.n nehmen vor allem in der gotischen Schriftepoche immer mehr zu und können ein Mehrfaches der i Höhe erreichen; diese Maße bleiben auch in den neuzeitlichen Kurrentschriften erhalten. Die humanistische Minuskel hat nach dem Vorbild der karolingischen Minuskel wieder relativ kurze O.n. Handgeschriebene Schriften haben gewöhnlich abgestufte O.n, d. h. nicht alle Buchstaben sind gleich hoch; erst der Buc…

Gotische Kursive

(51 words)

Author(s): T. Frenz
die aus der gotischen Minuskel seit dem 13. Jh. entwickelte Kursivschrift, vor allem gekennzeichnet durch die Schlingenbildung als Folge mitgeschriebener Luftlinien, Rechtsneigung und Unterlängen bei s und f; sie wird in der Neuzeit weiterentwickelt zur Current. Zu den Kursivschriften der Antike besteht keine Beziehung. Gotische Schrift T. Frenz

Lesezeichen

(462 words)

Author(s): T. Frenz
1. Das Wort L. wird gelegentlich als Synonym für Interpunktion oder Satzzeichen verwandt. 2. L. (oder Buchzeichen) dienen dazu, in einem Buch eine bestimmte Seite zu bezeichnen, die entweder häufig aufgeschlagen wird oder an der die Lektüre fortgesetzt werden soll. Sie sollen den Leser auch davon abhalten, Eselsohren anzubringen oder das Buch aufgeschlagen mit der Decke nach oben hinzulegen. Im MA verwendete man in der Regel Pergamentstreifen als L., die oben geknickt wurden, damit sie nicht ins Buch hineinrutschen konnten, teils auch geflochtene oder g…

Wagner, Leonhard

(299 words)

Author(s): T. Frenz
(auch Wirstlin, Würstlin genannt), Kalligraph und Schreiblehrer, * 1454 in Schwabmünchen, † 1. 1. 1522 in Augsburg. W. trat 1472 in das Kloster St. Ulrich und Afra in Augsburg ein, wo er seit 1479 bis zu seinem Tode als Schreiber tätig war. Eine von ihm selbst erstellte Liste zählt 49 Titel zum Teil sehr umfangreicher Werke auf; eine weitere Hs. wurde 1977 bei der Öffnung des Simpert-Schreins in Augsburg gefunden. Von Oktober 1500 bis Februar 1502 war er in Irsee, von Mai 1508 bis Juli 1509 in Z…

Mönchsschrift

(17 words)

Author(s): T. Frenz
veralteter Terminus für die ma. Buchschrift, vor allem für gotische Minuskel bzw Tex–tura. T. Frenz

Writ

(166 words)

Author(s): T. Frenz
nennt man eine bestimmte Art von Urkunden des engl. Königs, die sich durch eine bes. einfache äußere Form und knappe Diktion auszeichnen, die gewöhnlich verschlossen versandt werden. Sie sind nachweisbar seit der Zeit Edwards des Bekenners (1042–1066), wurden von den normannischen Königen übernommen und bis in die Neuzeit hinein ausgestellt. Die Sprache ist zunächst das Altenglische, das unter Wilhelm I. (ab 1066) vom Lat. abgelöst wird. Das Siegel wird sur simple queue angebracht («abhangendes»…

Englische Schreibschrift

(125 words)

Author(s): T. Frenz
(früher auch: Englische Kurrent), die im 18./19. Jh. aus der humanistischen Cancelleresca entwickelte kursive Handschrift, die sich in einigen Buchstabenformen (z. B. dem p) vom Gebrauch der romanischen Länder unterscheidet. Sie macht durch das weitgehende Fehlen von Schmuckelementen und die Neigung zum Schnurzug, bes. seit Erfindung der Stahlfeder, einen sehr nüchternen, «seelenlosen» Eindruck. In Deutschland wurde sie bis 1941 als Schönschrift und für fremdsprachliche Texte und Wörter als zwei…

Sallando, Pierantonio

(58 words)

Author(s): T. Frenz
* ca. 1460 in Reggio nell’Emilia, † 1539 / 1540 in Bologna, Schreiblehrer an der Univ. Bologna seit 1489, Kalligraph. Von S. sind 1483–1510 elf Hss. in humanistischer Minuskel und Kursive überliefert. T. Frenz Bibliography Wardrop, J.: P. S. and Girolamo Pagliarolo scribes to Giovanni II Bentivoglio. In: Signature N.S. 2. 1946, S. 4–30, Taf.S. 40
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