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Your search for 'dc_creator:( "Tischer, Matthias" ) OR dc_contributor:( "Tischer, Matthias" )' returned 10 results. Modify search

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Universitätsmusicus

(801 words)

Author(s): Tischer, Matthias
1. Geschichte Im Unterricht der ma. Universität (= Univ.) ging es im Rahmen der Artes liberales weder um die Praxis oder Geschichte der Musik, sondern um ein zahlengestütztes Musikdenken (vgl. Mathematik, musikalische) [3]. Erst in der Renaissance verlor diese musica speculativa an Bedeutung. Dennoch dürfte es informelles vokales und instrumentales Musizieren unter den Akademikern an den Universitäten seit jeher gegeben haben. Bevor es dort festangestellte Universitätsmusici gab, übernahm zumeist ein Student höheren Semesters das Ehrenamt des Rector musices [3]. Eine der e…

Volkslied

(2,286 words)

Author(s): Tischer, Matthias
1. Begriff Der Begriff der Volksmusik (= Vm.) i. Allg. und des V. im Besonderen kam bereits in der Nz. in Verbindung mit Ableitungen vom lat. populus (»Volk«) in vielen europ. Sprachen vor und ist in gewandelter Bedeutung noch heute als Pop-Musik und Pop-Song in Gebrauch. Vm. und V. befinden sich in demselben semantischen Feld wie populäre, volksmäßige, volkstümliche Musik bzw. entsprechendes Lied. Vm. ist ohne das V. nicht denkbar, folgt aber im rhythmischen, melodischen und instrumentatorischen Detail eigenen Gesetzen. Was mit Volk gemeint ist, variiert zeitlich und regi…

Musikverlag

(1,258 words)

Author(s): Tischer, Matthias
1. Begriff, Technik und Ökonomie Das Wort M. existiert in den meisten europ. Sprachen mit relativ einheitlicher Bedeutung. Die M. entwickelten sich trotz spezieller drucktechnischer Probleme parallel zu Buchhandel und Verlags-Wesen. Gemeint ist ein Unternehmen zur kommerziellen Vervielfältigung und zum Vertrieb von Musikalien: Noten, Tonsatz- und Kompositionslehren, Gesangs- und Instrumentalschulen sowie Texten zur Musik. Bereits vor der Verbreitung verschiedener Drucktechniken (Buchdruck) gab es im MA Schreibstuben, die auf die Abschrift und den V…

Unterhaltungsmusik

(1,420 words)

Author(s): Tischer, Matthias
1. Terminologie In der zweiten Hälfte des 19. Jh.s etablierte sich im dt.sprachigen Raum der Terminus U. In den anderen europ. Sprachen ist fast durchweg von »leichter« Musik die Rede ( light music, musique légère, musica leggera, música ligera, russ. ljogkaja muzyka). Die Wortwahl für angebliche Gegenpole zur Kunstmusik entscheidet über die Perspektive der Analyse. »Unterhaltung« (= Uhg.) bezeichnet eine Funktion, Volksmusik zielt auf die Trägerschicht, »volkstümliche Musik« auf eine produktionsästhetische Aneignung und Aktualisierung von Elementen d…

Orchester

(1,363 words)

Author(s): Tischer, Matthias
1. Wortgeschichte Griech. orchḗstra bezeichnete den Tanzplatz des Chors sowie ganz allgemein die Bühne. Durch Tacitus ist der Terminus auch für das spätröm. Theater belegt. Im MA war der Begriff nicht bekannt. Die meisten europ. Sprachen übertrugen ihn im 17. Jh. auf zeitgenössische Verhältnisse: Mit ihm wurde der im Theater, im Konzerthaus bzw. -saal, seltener in der Kirche für die Instrumentalisten reservierte Raum bezeichnet. Bei dem Musikschriftsteller Johann Mattheson bedeutet O. 1713 den Sitzplatz, »wo die Herren Symphonisten ihre Stelle haben« [3. 34]. Diese Bedeutung…

Partitur

(840 words)

Author(s): Tischer, Matthias
1. Begriff Der Begriff P. (von lat. partire, »(ein)teilen«, »gliedern«) verbreitete sich im musikal. Zusammenhang ausgehend von Italien seit dem 16. Jh. in Europa. Die P. ist eine Sonderform der Verschriftlichung von Musik, die der Visualisierung des gleichzeitig Erklingenden dient. Gegenüber mündlich überlieferter Musik oder Improvisation werden so die Wiederholbarkeit, die Verbreitung und das Studium langer und komplizierter musikal. Zusammenhänge erleichtert. Mittels der Symbolschrift der Notation ( Notierung, musikalische) werden in der P. horizontal die…

Sinfonie

(2,192 words)

Author(s): Tischer, Matthias
1. Terminologie S. (auch Symphonie, selten: Synphonie; von griech. sýmphōnía, »harmonischer Zusammenklang«) fand in alle europ. Sprachen Eingang (ital. sinfonia, franz. symphonie, engl. symphony). Diese Bedeutungsschicht blieb auch erhalten, als sich S. im 7. Jh. v. Chr. zu einem musikal. Terminus technicus und schließlich, im späten 18. Jh., zu einer Gattungsbezeichnung ausdifferenzierte. Vor 1600 erscheint der Begriff im Titel von Musikdrucken im allgemeinen Sinn von Zusammenklang sowohl für vokale als auch für instrumentale Ensemblemusik. Ohne die ursprüngli…

Light music

(1,573 words)

Author(s): Tischer, Matthias
1. TerminologyLike most European languages, English uses the metaphor of lightness to distinguish a particular spectrum of music from “art music” as “light music” (cf. French  musique légère, Italian  musica leggera, Spanish  música ligera, Russian  ljogkaya muzyka, etc.). In German, however, the term Unterhaltungsmusik (“music for entertainment”) became established instead in the second half of the 19th century. The choice of words to define this supposed antithesis to art music affects the perspective of any analysis.  Unterhaltung (“entertainment”) denotes a funct…
Date: 2019-10-14

Rhythmus

(2,477 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Tischer, Matthias
1. Natürliche Rhythmen 1.1. Definition Der Rh. (von griech. rhythmós, »Fließen«, »Gleichmaß«) als gleichmäßig gegliederte Bewegung bzw. regelmäßige Wiederkehr bestimmter Merkmale ist ein wesentliches Element zur Gliederung von Zeit. Er gliedert astronomische oder »natürliche« (u. a. Jahreszeiten), physikalische (u. a. Pendel), biologische (u. a. Zellteilung, Herzschlag, Atmung), psychische (psychische Abläufe in Kongruenz zur Biorhythmik) und kulturelle Prozesse (vgl. Periodizität). Darüber hinaus ist er ein grundlegende…

Zeitschrift

(4,321 words)

Author(s): Zimmermann, Clemens | Tischer, Matthias | Gierl, Martin
1. Definition Die Z. als expandierendes Medium, angesiedelt zwischen Buch und Zeitung und im Kontext sich ausweitender Nachrichten-Ströme, erfüllte wichtige Funktionen in der sozialen Kommunikation der nzl. Gesellschaft. Formal war die Z. gegenüber dem Buch durch stärkere Aktualität und ihre Periodizität, gegenüber der Zeitung durch ihre in programmatischen Äußerungen entwickelten Eigenansprüche gekennzeichnet. Hierzu trug der im Vergleich zur Zeitung durchschnittlich längere Umfang der einzelnen …