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Your search for 'dc_creator:( "Walde, Christine (Basel)" ) OR dc_contributor:( "Walde, Christine (Basel)" )' returned 84 results. Modify search

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Obscuritas

(299 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (“Undeutlichkeit” sc. sprachlicher Aussagen); entspricht den griech. Subst. σκότος ( skótos, “Dunkelheit”) mit Adj. σκοτεινός ( skoteinós); ἀσάφεια ( asápheia, “Unklarheit”). O. ist in der rhet.-literaturästhetischen Diskussion der Ant. ein zentraler Begriff. Während o. bes. im Kontext der pathetisch-ernsten Inspirationsmantik und im Orakelwesen der Griechen positiv konnotiert ist, wird o. als Qualität gerade der Sprache der Dichtung kontrovers diskutiert: Innerliterarisch wird dies in den ‘Fröschen des Aristophanes reflektiert…

Iphianeira

(41 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Ἰφιάνειρα). Name verschiedener griech. Heroinen: Zum einen der Tochter des argiv. Königs Megapenthes, von der dasselbe erzählt wird wie von Iphianassa [1] (Diod. 4,68,4), zum anderen heißt I. die Schwester des Amphiaraos (Diod. 4,68,5). Walde, Christine (Basel)

Inventio

(612 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (εὕρεσις, heúresis: Erfindung, Findung sc. der Gedanken). Mit i. wird im rhet. System das erste von fünf Produktionsstadien beim Verfassen einer Rede bezeichnet ( partes orationis ; neben i. dispositio , elocutio , memoria , pronuntiatio ). In der die gesamte ant. Rhet. durchlaufenden Trennung von sprachlicher Ausführung ( verba) und Gedanken ( res), die diese Fünfteilung unterläuft, ist die i. gemeinsam mit der nicht von ihr zu trennenden dispositio den res zuzuordnen, denen ein eigentümlich konkreter Status zugestanden wird. Die i. dient dem Auffinden der z…

Pavor

(64 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (“Angst”, “Schrecken”). Wie griech. Phobos lat. Personifikation der Angst; sein Wirken (oft in Verbindung mit Mars oder den Erinyen/Erinys) wird bes. von den Dichtern der Kaiserzeit plastisch ausgeschmückt (Ov. met. 4,485f.; Stat. Theb. 3,424f.; Val. Fl. 2,204ff.). Seneca berichtet von der Vergöttlichung des P. durch Tullus Hostilius [4] (fr. 33 Haase; vgl. Liv. 1,27,7; Min. Fel. 25,8). Walde, Christine (Basel)

Quadration

(46 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Κοδρατίων). Rhetor des 2. Jh. n. Chr., Schüler des Favorinus, Lehrer des Sophisten Varus aus Perge (Philostr. soph. 2,6 p. 250 K.), Freund des P. Ailios Aristeides [3] (47,22; 50,63 ff. K.). Verm. identisch mit L. Statius Quadratus ( cos. 142). Walde, Christine (Basel)

Kombe

(113 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Κόμβη; lat. Combe). Tochter des phleiasischen Flußgotts Asopos und der Metope, seit Hekataios (FGrH 1 F 129) als Eponymin der gleichnamigen Stadt auf Euboia auch Chalkis genannt (vgl. Diod. 4,72; Zenob. 6,50). Nach einer ausschließlich bei Nonnos referierten Gesch. ist K. Mutter der sieben euboiischen Korybanten (Kureten; Nonn. Dion. 13,135ff.). Sie flieht mit ihnen vor ihrem Gemahl Sokos nach Kreta, nach Phrygien, schließlich nach Athen zu Kekrops, der Sokos tötet und so den Flüc…

Morpheus

(104 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Μορφεύς). Einer der vielen Söhne des Hypnos (des “Schlafs”, lat. Somnus), die das Traumerleben des Menschen personifizieren. Zusammen mit seinen Brüdern Ikelos und Phantasos ist M. für die realistische Ausgestaltung der Traumbilder verantwortlich. Insbes. M., der Alkyone in Gestalt ihres toten Gatten Keyx erscheint, ist in der Trad. Ovids sprichwörtlich geworden (“in M.' Armen liegen”). Die “Traumkünstler”, die nur von Ovid (met. 11,633-676) bei der Beschreibung der in Kimmerien…

Imbrios

(45 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Ἴμβριος). Sohn des Mentor aus Pedaion, der die Priamos-Tochter Medesikaste zur Frau hat und seit Beginn des troian. Krieges bei seinem Schwiegervater wohnt. Er wird beim Kampf um die Schiffe von Teukros getötet (Hom. Il. 13,170ff.; Paus. 10,25,9). Walde, Christine (Basel)

Reiseliteratur

(438 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] Unter den Begriff R. fallen heterogene lit. Produkte, die zu - z. T. ihrerseits nicht klar umrissenen - Kategorien wie Reisebericht, Reisebeschreibung (Reiseführer, Reisehandbücher) bzw. Reiseroman gehören. Vorläufer der mod. Reiseführer und -handbücher sind z. B. die griech. peri(h)ēgḗseis ( periēgḗtēs , vgl. z. B. Pausanias [8], Herakleides [18]), und Meereskarten mit Küstenbeschreibung ( períplus ). Strenggenommen ist ein Reisebericht - ohne Bewertung der ästhetischen Qualität - die Darstellung einer authentischen Reise unter Einbe…

Kentauros

(72 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
(Κένταυρος). [English version] [1] Vater der Kentauren Nach Pind. P. 2,21ff. Sohn des Ixion und der Nephele (der vermeintlichen Hera). K. zeugt mit den Stuten vom Pelion die Kentauren (Diod. 4,70). Walde, Christine (Basel) [English version] [2] Schiff Bei Vergil (Aen. 5,122; 10,195) Name eines Schiffes mit dem Bild eines Kentauren. Walde, Christine (Basel) [English version] [3] Sternbild Das Sternbild K., üblicherweise mit Chiron oder Pholos identifiziert. Walde, Christine (Basel)

Lavinia

(268 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
(griech. Λαῦνα). Name zweier Frauengestalten, die mit der Aeneas-Sage (Aineias) verknüpft sind. [English version] [1] Tochter des Anios Tochter des Anios, des Priesterkönigs von Delos zur Zeit des Troianischen Krieges (Dion. Hal. ant. 1,59,3), die Aeneas heiratet (Ps.-Orig. 9,2,5) und ihn später als Seherin auf seine Irrfahrten begleitet. L. stirbt an der Stelle, an der Lavinium erbaut wird (Isid. orig. 15,1,52). Walde, Christine (Basel) [English version] [2] Tochter des Latinus und der Amata Tochter des Latinus und der Amata, die nach dem Tode des Bruders einzige Th…

Musen

(1,329 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
(griech. Μοῦσαι, lat. Musae; Camenae: s.u.; Etym. umstritten [3. 7f.]; ant. Lösungsversuche, z.B. Plat. Krat. 406a; Diod. 4,7,3-4; Etym. m. 589,40; weiteres [3. 5f.]). [English version] A. Allgemeines Die M. sind ein Spezifikum der Rel. und des kulturellen Selbstverständnisses der Griechen. Fern davon, nur Personifikationen der Künste zu sein, sind sie vielmehr Ausdruck der ausschließlich dem Menschen vergönnten Fähigkeit zur Selbstreflexion und Verortung im Geschichtsprozeß. Als Göttinnen der memoria (der Erinnerung und der Erinnerungsme…

Kerberos

(313 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Κέρβερος, lat. Cerberus). Zum Standardrepertoire der griech.-röm. Unterwelt gehöriger Wachhund, der unbefugtes Betreten oder Verlassen des Totenreichs anzeigt und verhindert. Oft erscheint er an der Seite von Hades und/oder Persephone. In hell. Zeit wurde K. in veränderter Gestalt auch dem Gott Sarapis beigesellt (Macr. Sat. 1,20,13-14). Erstmals, allerdings ohne Namen und nähere Beschreibung, wird K. bei Homer in Zusammenhang mit dem Unterweltsabenteuer des Herakles erwähnt (Hom. Il. 8,366ff.; vgl. Od. 11, 623ff.). Erste N…

Mnemosyne

(262 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Μνημοσύνη, lat. Moneta; Liv. Andronicus, Odusia fr. 21 Morel-Büchner-Blänsdorf). Göttin der Erinnerung (vgl. Mneme). M. gehört als Tochter des Uranos und der Gaia zur ältesten Titanengeneration (Hes. theog. 135), die kosmische und soziale Gegebenheiten verkörpert. Sie ist von Zeus, dem sie neun Nächte beiwohnt, Mutter der neun Musen, die den Menschen Freude und temporäre Unbeschwertheit bringen (Hes. theog. 54ff.; Pind. N. 7,15; Pind. I. 6,75). Die Parallelen mit anderen Geliebten…

Metapher

(1,166 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
(μεταφορά/ metaphorá, “Übertragung”; lat. Lehnübers.: translatio). [English version] A. Problemstellung und Einordnung ins rhetorische System Die h. mit großer Emphase in verschiedenen Bereichen (Linguistik, Neurophysiologie, Psychologie und Philos.) geführte Diskussion über M. und andere Formen der bildlichen Rede hat ihren Ursprung bei Aristoteles, der die M. in der ‘Poetik und der ‘Rhetorik behandelte. Dieser Vorgabe entsprechend findet die M. ihren Ort im sich später fest etablierenden rhet. System als wic…

Keteus

(24 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Κητεύς). Myth. König in Arkadien, Sohn des Lykaon; nach Pherekydes bei Apollod. 3,7,2 auch Vater der Kallisto. Walde, Christine (Basel)

Pathos

(562 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (πάθος, u.a. “Leidenschaft”, lat. u.a. perturbatio animi, affectus), die Affekterregung als Überzeugungsmittel, nimmt in allen großen ant. rhet. und literaturästhetischen Schriften (Katharsis) eine zentrale Position ein. Erster Referenztext ist die ‘Rhetorik des Aristoteles [6], der die Überzeugung des Publikums durch drei Faktoren zuwege gebracht sieht: durch Ethos (ethische Selbstrepräsentation des Redners), P. (auf die Affekterregung der Zuhörer gerichtete Darstellung des Sachverhalt…

Antithese

(82 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] ἀντίθετον, ἀντίθεσις, contrapositum, contentio, zugeordnet zu Gedankenfiguren und/oder Wortfiguren, aber auch Bestandteil der rhetorischen Argumentation als solcher, insofern für die Theorie sowohl des Ausdrucks (Rhetorik) als auch des Erkennens und Denkens (Dialektik; z. B. bei Heraklit: Gegensatz von Krieg und Frieden) relevant. A. bewirkt semantische Weitung durch kritisch-trennende oder vermittelnde Gegenüberstellung zweier (oder mehrerer) Wörter, Wortgruppen, Sätze oder sogar A…

Iphitos

(120 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
[English version] (Ἴφιτος). Sohn des Eurytos [1] von Oichalia und der Antiope (oder Antioche), der von Herakles getötet wird, weil der Vater und die Brüder (I. ausgenommen: Apollod. 1,128) diesem nicht wie versprochen als Preis für einen Sieg im Bogenschießen Iole zur Frau geben. Die Sage erzählen Hom. Od. 21,14ff. (danach ist der Bogen des Odysseus ein Gastgeschenk I.'), das verlorene Epos Oichalías hálōsis, ferner Soph. Trach. 225ff., Diod. 4,31,2ff. und Apollod. 2,127ff. Nach einer anderen Version kommt I. auf der Suche nach seinen Stuten zur Burg Tiryns…

Figuren

(1,784 words)

Author(s): Walde, Christine (Basel)
(lat. figura; griech. σχῆμα, schḗma; engl./frz. figure). [English version] A. Überblick F. sind Gestaltphänomene der Sprache jenseits der gramm. Primärstruktur. Sie werden in der Rhet. im Rahmen der elocutio unter der Rubrik ornatus (Schmuck) behandelt und zumeist als Abweichungen vom normalen Sprachgebrauch definiert; schlechte Dosierung stellt einen Ausdrucksmangel dar (Quint. inst. 9,3,3). Die F.-Lehre setzt voraus, daß es ein rohes Gerüst von Argumenten in einfachen Worten gibt, das bekleidet und ausgeschmückt werden muß. …
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