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Thesenblatt

(1,723 words)

Author(s): Appuhn-Radtke, Sibylle
1. Begriff und Funktion Der Begriff Th. (engl. thesis print, thesis broadsheet, franz. thèse à image, thèse illustrée, ital. foglio di tesi) wird seit den 1940er Jahren in der Forschungsliteratur verwendet; frühnzl. Bezeichnungen sind u. a. lat. theses cupro incisi (Pl.), emblema oder icon [2. 11]. Das Th. ist ein plakatartiger Einblattdruck in den Techniken Kupferstich, Radierung oder Mezzotinto ( Druckgraphik); Trägermaterial ist in der Regel Papier, seltener Seide. Th. dienten der Ankündigung feierlicher Disputationen an frühnzl. Universitäten oder klösterlichen Le…

Allegorie

(1,046 words)

Author(s): Appuhn-Radtke, Sibylle
1. Begriff Die A., im Frühneuhochdt. von griech./lat. allēgoría (»Anderssagen«) entlehnt, ist eine bildliche oder bildhafte Darstellung, die auf einen Begriff oder Vorgang verweist. Das zeichenhafte Bild (lat. res significans) und den in der A. ausgedrückten Begriff (lat. res significata) verbindet eine wie auch immer geartete Ähnlichkeit (lat. similitudo), bei ironischen Darstellungen auch ihr Gegenteil (lat. contrarium), mit deren Hilfe die Sinnübertragung vorgenommen wird und die A. grundsätzlich zu entschlüsseln ist. Das Exemplum, ein Beispiel aus dem griech.-…

Bildpropaganda

(1,039 words)

Author(s): Appuhn-Radtke, Sibylle
1. Definition Die B. ist Propaganda mit visuellen Mitteln, d. h. eine gezielte Verbreitung von Meinungen und Vorstellungen mit Hilfe von Bildern. Bei der Bildkonzeption werden »Überredung« bewirkende Stilmittel wie die lobende Überbietung (Rhetorik), aber auch Karikatur und Satire eingesetzt. Die B. war in der Frühen Nz. weit verbreitet; der Begriff hat hingegen erst im letzten Drittel des 20. Jh.s Eingang in die Forschungsliteratur gefunden. Da die Druckgraphik die zeitgleiche Beeinflussung vieler Adressaten ermöglichte und damit ef…

Druckgraphik

(3,597 words)

Author(s): Appuhn-Radtke, Sibylle
1. Definition Die D. umfasst alle druckgraphischen Techniken und deren Erzeugnisse. Zusammen mit der Zeichnung gehört sie zur Kunstgattung der Graphik (von griech. gráphein, »schreiben«, »zeichnen«). Von der Zeichnung unterscheidet sich die D. durch die Verwendung einer je nach Technik verschiedenen Druckplatte, die es ermöglicht, einen einzigen Entwurf zu vervielfältigen. Auf dieser Eigenschaft der Reproduzierbarkeit beruht die historische Bedeutung der D. 2. Quellen und Forschungsgeschichte Gedruckte Anleitungen zum Anfertigen von D. erschienen erst lange n…

Reproduktionsgraphik

(2,158 words)

Author(s): Appuhn-Radtke, Sibylle
1. Definition Als R. wird seit dem 19. Jh. ein Funktionsgebiet der Druckgraphik bezeichnet, das stets referentiell ist: R. bildet Kunstwerke aus Malerei, Skulptur oder Kunsthandwerk ab. Die Wiedergabe wird jedoch durch verschiedene Parameter modifiziert: durch die stilistische und technische Prägung des Graphikers ebenso wie durch die gegenüber dem reproduzierten Original meist veränderten Techniken, Formate und Bildträger. R. ist daher selten eine bloße Kopie des Originals, die mit diesem zu verwechseln wäre; allenfalls bei Plagiaten wurde auf Irreführu…

Gratulationsblatt

(912 words)

Author(s): Appuhn-Radtke, Sibylle
1. Definition Papier- oder Pergamentbögen unterschiedlichen Formats konnten seit dem 15. Jh. Gratulationen zu öffentlichen oder privaten Ereignissen ausdrücken. Von informellen Glückwunschschreiben und -billets unterscheiden sich G. durch eine Kombination von Bild und Text, die bei gedruckten Exemplaren oft die Form eines vielfach verwendbaren Formulars annahm. 2. Gratulationsblätter zu Jahresfesten Wiederkehrende Anlässe zu Gratulationen gab der Jahreskreis vor (Feiertage). Zu den ältesten G. der Nz. gehören Neujahrsgrüße, die bereits für einen größeren Ab…

Allegory

(1,054 words)

Author(s): Appuhn-Radtke, Sibylle
1. Concept “Allegory”, derived in Early New High German from the Greek/Latin allēgoría (“speak otherwise”), is a pictorial or figurative representation referring to a concept or occurrence. The sense is transferred, and the means for the allegory’s essential decryption provided, with the help of some kind of similarity (Lat. similitudo), or the contrary in the case of an ironic representation (Lat. contrarium), linking the emblematic image (Lat. res significans) with the concept expressed in the allegory (Lat. res significata). An  exemplum, an instance from Greco-Roman myt…
Date: 2019-03-20

Broadsheet, congratulatory

(923 words)

Author(s): Appuhn-Radtke, Sibylle
1. Definition From the 15th century on, sheets of paper or parchment could be used to express congratulations and greetings on public or private occasions. Such broadsheets differ from informal congratulatory letters and cards in their combination of image and text, which in printed specimens often took the form of a frequently employed formulary.Sibylle Appuhn-Radtke 2. Annual celebrations The cycle of holidays provided repeated occasion for greetings. The earliest examples in the early modern period include New Year’s greetings, which were already a…
Date: 2019-03-20

Kontrafaktur

(1,614 words)

Author(s): Robert, Jörg | Appuhn-Radtke, Sibylle
1. Literatur K. bezeichnet in der Literatur ein Verfahren, bei dem konstitutive Elemente einer Vorlage zur Formulierung einer neuen, bisweilen konträren Aussage verwendet werden. Der Begriff leitet sich von spätlat. contrafacere (»dagegen machen«) ab und ist verwandt mit »Konterfei« und »konterfeien« (d. h. »abbilden«, lat. delineare; Grimm, DWB 2, 635, 65) sowie »Abconterfeter« (d. h. Maler) [9. 11–21]. Im engeren Sinne einer Gattungs-Bezeichnung ist K. eine Prägung der Literatur- und Musikwissenschaft des 20. Jh.s. Historisch belegt für dieses lit. V…

Contrafaction

(1,359 words)

Author(s): Robert, Jörg | Appuhn-Radtke, Sibylle
1. Literature Contrafaction in literature denotes a procedure in which constitutive elements of an original are used to formulate a new version that may run contrary to the spirit of the original. The term derives from the Late Latin contrafacere (“to make against”), and is related to “counterfeit” (i.e. “forge”) and the German Konterfei (“likeness”),  konterfeien (“to depict,” equivalent to Latin  delineare; Grimm, DWB 2, 635, 65), and Abconterfeter (“painter”) [9. 11–21]. In the stricter sense of a genre term, contrafaction is a neologism of 20th-century lite…
Date: 2019-03-20