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Your search for 'dc_creator:( Beyrer, AND Klaus ) OR dc_contributor:( Beyrer, AND Klaus )' returned 39 results. Modify search

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(2,745 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. AllgemeinUnter den Errungenschaften nzl. Kommunikation kommt der Einrichtung der P. eine besondere Rolle zu. Seit dem 16. und noch bis weit ins 19. Jh. war sie bestimmend für die Infrastruktur des gesamten Landverkehrs, mithin für Transport und Beförderung von Briefen und Nachrichten, von Geldern, Waren und Reisenden (Landtransport; Personenbeförderung). Unter dem späteren Kaiser Maximilian I. zum Zweck der Überbringung staatlicher Depeschen gegründet, entwickelte sich die P. bald zu einer öffentlichen Institution. Ihre Hauptmerkmale waren die Periodizität bei der Be…
Date: 2019-11-19

Alpenübergänge

(851 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
A. sind die Verbindung des westl., mittleren und östl. Europas mit Italien. Neben den zeitweise 100 Pässen von überwiegend regionaler und lokaler Ordnung gab es zu Beginn der Nz. etwa zwei Dutzend zentrale A. Hierzu zählen u. a. (von West nach Ost): Mont Genève, Mont Cenis, Großer St. Bernhard, St. Gotthard, die Graubündner Hauptpässe Septimer, Splügen, St. Bernhardin, Lukmanier und schließlich die Tiroler Pässe Reschen-Scheideck und Brenner. Ihrer Nutzung lagen neben politischen Anlässen meist religiöse sowie zunehmend wirtschaftliche Motive zugrunde. Herrsc…
Date: 2019-11-19

Kryptographie

(751 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
Die K. (»Geheimschrift«; engl. cryptography, franz. cryptographie; dazu »Kryptologie«; von griech. kryptós, »verborgen«) handelt von den Methoden der Chiffrierung und Dechiffrierung geheimer schriftlicher Kommunikation. Als lat. cryptographia wurde der Begriff 1641 für secrecy in writing von John Wilkins eingeführt [6. 5]. Anders als in dem seit jeher bekannten Verfahren der Steganographie (von griech. steganós, »versteckt«), bei dem eine Nachricht im Verborgenen – in einem doppelten Boden oder hohlen Absatz versteckt, durch »Geheimtinte« unsichtb…
Date: 2019-11-19

Zeitknappheit

(1,015 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. Allgemein In der Frühen Nz. gründete Z. in der Loslösung der Menschen von einem in natürlichen Zyklen verwurzelten Lebens-Rhythmus. An dessen Stelle trat ein lineares, durch die Uhr bestimmtes Zeitmaß. »Meine lebenszeit verstreicht, / stündlich eil ich zu dem grabe«, notierte Christian Fürchtegott Gellert [1. 459]. Die Vergänglichkeit des Lebens verkörperte symbolisch das Stundenglas. Dem Betrachter führte es vor Augen, dass seine Zeit unwiderruflich abläuft. Als Sanduhr verbreitete sich das Stundenglas ab dem 14. Jh. parallel zur Räderuhr. Georg Christoph Lichtenberg …
Date: 2019-11-19

Reise

(9,920 words)

Author(s): Beyrer, Klaus | König, Hans-Joachim | Eggert, Marion | Mathias, Regine | Dharampal-Frick, Gita | Et al.
1. Europa 1.1. Begriff und ForschungDas Wort R. (von ahdt. reisa, mhdt. reise, ›sich in Bewegung Setzen, Aufbrechen, von einem Ort Weggehen‹, auch unter Zwang) entsprach bis in die Frühe Nz. hauptsächlich dem ›Aufbruch zum Kriege‹ oder meinte den Kriegszug selbst. Seit dem 16. Jh. verlor der militärische Bedeutungszusammenhang an Gewicht und trat hinter eine allgemeine Verwendung im Sinne von ›Ortswechsel‹ zurück [1. 718–723, 734–739]. Aus jüngerer Zeit stammen Konnotationen im Umfeld von ›Bildung‹ (Bildungsreise) und ›Vergnügen‹ (R.-Lust).In den einschlägigen Forschungs…
Date: 2020-11-18

Signal

(1,619 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. AllgemeinUnter S. wird ein bestimmtes, überwiegend mit technischen Mitteln erzeugtes Zeichen verstanden, dessen Bedeutung auf einer vorab getroffenen festen Vereinbarung beruht. Das Fremdwort wurde im 16. Jh. aus dem Französischen entlehnt ( signal, von lat. signum, »Zeichen«). S. sind seit der Antike bekannt, beschränkten sich aber gewöhnlich auf rudimentäre Aussagen. Ein verabredetes Zeichen konnte vom Einfall eines fremden Heeres Nachricht geben oder einen Sieg melden. Die optische Übermittlung einer Botschaft erfolgte bei Nacht durch Licht und Feuer, tagsüber mit…
Date: 2019-11-19

Brief

(4,119 words)

Author(s): Vellusig, Robert | Beyrer, Klaus
1. Gattungsgeschichte 1.1. Gattung und MediumDer B. ist eine schriftliche, individuell adressierte Mitteilung, die zumeist verschlossen versandt wird. Als Elementarform interaktionsfreier Kommunikation ist er durch die Lösung der Kommunikation aus dem konkreten Situationszusammenhang und die wechselseitige Abwesenheit des Lesers beim Schreiben sowie des Schreibers beim Lesen gekennzeichnet. Das Wort B. leitet sich von dem vulgärlat. brevis libellus (»kurzes Büchlein«) ab und akzentuiert neben der Schriftlichkeit die Kürze des Textes, ein Merkmal, das an die …
Date: 2019-11-19

Verkehrsregeln

(837 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
V. dienten seit dem ausgehenden MA neben der Schifffahrt hauptsächlich der Steuerung des Landverkehrs (Landtransport). Während das Hamburger Schiffsrecht von 1270 verbindliche Haftungsgrundlagen für den Fall einer Kollision erörterte, behandelten obrigkeitliche Landverkehrsverordnungen Themen der Wege- und Straßennutzung und äußerten sich zu Überholvorgängen, Vorfahrt und Geschwindigkeit. Eine »einfache Straßenverkehrsordnung« [6. 1241] war bereits in dem um 1220 entstandenen Sachsenspiegel und ähnlich im Schwabenspiegel (1275) enthalten; z. B. wurde bei …
Date: 2019-11-19

Botenwesen

(2,083 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. Definition und Entstehung 1.1. Entwicklung im MittelalterDas B. umfasst die bereits im Altertum und im MA bestehende Nachrichten-Vermittlung durch laufende oder reitende (selten fahrende) Boten, seit dem ausgehenden MA zunehmend in organisierter Form. Wie die Institution der Post, der es vorausgeht – ohne durch sie unmittelbar abgelöst zu werden –, ist das B. Teil einer Geschichte der Kommunikation. Der Beruf des Boten entstand im Laufe des SpätMA und entwickelte sich aus der Dienstleistung des Brief-Transports. Über jeweils eigene Botendienste verf…
Date: 2019-11-19

Postraub

(809 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. Frühe NeuzeitIhren ma. Ursprung hatten die Räuberbanden der Postkutschenzeit in Raubrittertum und marodierender Soldateska. Bedeutete der Begriff des ›Reisens‹ zunächst nicht mehr als ›Aufbruch zum Kriege‹, waren mit ›reysigen Haufen‹ umherziehende und plündernde Soldaten gemeint. Einen ersten Höhepunkt erfuhr das Räuberunwesen in den Mordbrenner-Banden des 16. Jh.s. Gegen ein Handgeld verwüsteten arbeitslose Landsknechte Höfe und ganze Dörfer, plünderten und machten sie dem Erdboden gleich. Ähnlich grausam ver…
Date: 2019-11-19

Reisehilfsmittel

(1,909 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. AllgemeinZur angemessenen Ausstattung ihrer Grand Tour (Kavalierstour) zählten die erfahrenen Bildungsreisenden eine Reihe von nützlichen Dingen und Bequemlichkeiten (Bildungsreise). Instrumente, Karten und Handbücher erleichterten die Orientierung unterwegs. Reisebeschreibungen erfreuten sich bei der Vorbereitung als Ratgeber besonderer Beliebtheit (Reiseliteratur; Reiseführer). Im 16. Jh. erlebten Reiseanleitungen (Apodemik) und Itinerarien eine Blütezeit. Pilger und Kaufleute profitierten als Erste von den Reisewerken. Zu weiteren Zielgru…
Date: 2019-11-19

Straßenkarte

(971 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. Das 16. und das 17. Jahrhundert S. entstanden in enger Korrespondenz zur Entwicklung des Reisens. Menschen auf der Pilgerreise, Gesandte (Diplomatie), Adlige auf Kavalierstour sowie bald auch Bürger auf Bildungsreisen schätzten die nzl. Kartenwerke als Informationsquelle und als Orientierungshilfe. Den Anlass für die älteste S. in Deutschland gab das Heilige Jahr 1500; die unsignierte und undatierte Romwegkarte wird dem Nürnberger Kompassmacher Erhard Etzlaub zugeschrieben ( Das ist der Rom Weg von meylen zu meylen mit puncten verzeychnet von eyner stat zu…
Date: 2019-11-19

Optische Telegraphie

(842 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. Entstehung Die O. T. umfasst Verfahren der Nachrichten-Übertragung auf Sichtweite. Ihre histor. Entwicklung führte von Formen der einfachen Signalgebung (etwa Leuchtfeuer) bis zu großräumig angelegter, planvoller Vernetzung mithilfe mechanisch betriebener Telegraphenapparate. Die Erfindung von Teleskopen im 17. Jh. regte erstmals zu Überlegungen zur Fernkommunikation an. In einer Schrift Franz Kesslers von 1616 diente das Fernrohr dem Ablesen eines Zahlencodes auf einem in einiger Entfernung aufgestellten »Ziffer Täffelein« [1. 97–99]. Der engl. Physiker Sir Rob…
Date: 2019-11-19

Verschlüsselte Kommunikation

(2,176 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. Allgemein Unter den nzl. Aspekten von V. K. rückte die Kryptographie in den Mittelpunkt. Über Jahrhunderte wurden vertrauliche Briefe und Depeschen in Geheimschriften verfasst, deren Sinn sich unbefugten Dritten entzog. Die Chiffrierung erfolgte zunächst mit Zahlzeichen, bald auch mit gebräuchlichen Schriftzeichen und erfundenen Symbolen. In den absolutistischen Ländern und Staaten wuchs das Interesse an fähigen Kryptoanalytikern, die an den Höfen in hohem Ansehen standen. Der Verschlüsselung (= Vsch.) kundig waren Offiziere, Diplomat…
Date: 2019-11-19

Balkentelegraph

(857 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
Als B. wird eine im späten 18. und 19. Jh. der Nachrichtenübertragung auf Sichtweite (Optische Telegraphie) dienende mechanische Vorrichtung bezeichnet, gewöhnlich ein Mastbaum mit daran montierten, über Hebel und Seilzüge gesteuerten, beweglichen (Quer-)Balken, deren Positionen eine spezifische Zeichenmenge umfassten. Die Aufstellung zu Relaisketten – vorzugsweise in Höhenlagen – ließ, unterstützt durch die Technik des Fernrohrs, die Überbrückung größerer Entfernungen annähernd ohne Zeitverlust zu. Die seit der Antike praktizierten Signaltechniken (Rauch,…
Date: 2019-11-19

Infrastruktur

(2,624 words)

Author(s): Beyrer, Klaus | Weigl, Andreas
1. AllgemeinDer Begriff der I. (franz./engl. infrastructure) ist moderner Prägung [7. 370]. Aus dem Militärischen übernommen, setzte er sich in den 1960er Jahren auch in den ökonomischen Disziplinen durch und bezeichnet den für die Wirtschaft eines Landes notwendigen organisatorischen »Unterbau«. Nach heutigem Verständnis fallen hierunter Transport- und Versorgungseinrichtungen, Verkehrs- und Nachrichtenverbindungen und im weiteren Sinne soziale und kulturelle Einrichtungen. Infrastrukturelle Leistungen we…
Date: 2019-11-19

Eilwagen

(750 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
Im Deutschland des frühen 19. Jh.s bezeichnete der Begriff E. eine besondere Organisationsform im fahrplanmäßigen postalischen Personenverkehr. Ihr lag das Prinzip einer optimierten Beförderungsleistung bei größtmöglicher Geschwindigkeit zugrunde. Dieser ausschließlich durch organisatorische Maßnahmen erzielten Verkehrsbeschleunigung hat die an den Errungenschaften der eisenbahntechnischen Industrialisierung orientierte Literatur lange keine Beachtung geschenkt. Die Tatsache, dass Pferde-Kraft n…
Date: 2019-11-19

Personenbeförderung

(708 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
Unter den Einrichtungen für Transport und Verkehr wurde bis in die Nz. der Wasserweg dem Landweg vorgezogen. Dies galt, soweit Wasserstraßen und Kanäle zur Verfügung standen, für Frachtgut und traf ähnlich auf die P. zu. Geschwindigkeit und Bequemlichkeit zählte die Binnenschifffahrt zu ihren prägnanten Leistungsmerkmalen, aber auch die Kalkulierbarkeit der gesamten Fahrt. Zu Lande waren vergleichbare Bedingungen in der Frühen Nz. vorerst nicht anzutreffen (Landtransport). Reisende hatten sich, sofern nicht Bedienstete diese Aufgabe übernahmen, vor Ort selbst…
Date: 2019-11-19

Tourismus

(2,605 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. Begriff und Forschung Der Begriff T., eine Ableitung von »Tour«, »Tourist« (franz. tour, tourisme), umfasst seit den 1950er Jahren alle Erscheinungsformen einer breiten urlaubsbedingten Mobilität und steht für ein »zur Industrie gewordenes Reisen« [1. 321]. Der Wortstamm tour- bezeichnete seit dem 17. Jh. die aus der Tanzkunst bezogene Figur einer Umdrehung. Unter Grand Tour (Kavalierstour) wurde im europ. Zeitalter der Aufklärung eine Bildungsrundreise begriffen. In seinen Schweizbriefen von 1785 sprach der Göttinger Philosophieprofessor Christoph Meiners von jun…
Date: 2019-11-19

Reiseführer

(958 words)

Author(s): Beyrer, Klaus
1. AllgemeinDen R. verbindet eine stoffliche Verwandtschaft mit dem Routenhandbuch und dem Itinerar, aber auch mit dem Stadtführer. Anders als die nüchterne Wegskizze älterer Routenverzeichnisse legen R. den Schwerpunkt auf die Beschreibung unterwegs anzutreffender Orte und ihrer Sehenswürdigkeiten. Die um Itinerarien erweiterten Städtebücher entwickelten sich seit dem späten 16. Jh. zu praktischen Reisehilfsmitteln.Klaus Beyrer2. Das 17. und 18. JahrhundertFür die Kombination aus Weg- und Stadtbeschreibung steht als einer der ersten dt. schreibenden Autoren…
Date: 2019-11-19
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