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Your search for 'dc_creator:( Decker, AND Wolfgang AND (Köln) ) OR dc_contributor:( Decker, AND Wolfgang AND (Köln) )' returned 36 results. Modify search

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Agonothetes

(358 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] (ἀγωνοθέτης). Während Amt und Funktion des A. in vorgriech. Zeit nicht belegt sind, erfüllt bereits Achilleus als Spielgeber der Leichenspiele zu Ehren des Patroklos (Hom. Il. 23,257-897) in vollendeter Form die Aufgaben späterer A. [1.81-82]. Als Veranstalter stellt er wertvolle Preise aus eigenem Besitz bereit und verteilt sie, wobei seine Fähigkeit als Schiedsrichter mehrfach gefragt ist (Einsprüche, Vergabe von Sonderpreisen). Gleichzeitig betätigt er sich als Kampfrichter: B…

Laufwettbewerbe (Dromos)

(532 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] Das Laufen erscheint in Sumer als Königsattribut [1]. Der ägypt. Pharao beweist seine läuferischen Fähigkeiten im Ritual des Jubiläumsfestes (äg. ḥb-sd) [2]. Als Wettbewerb ist es erstmals bei den Hethitern belegt, bei denen das Amt des königlichen Zaumhalters in einem Wettlauf vergeben wird [3]. Ein L. über eine Distanz von ca. 100 km nach längerem täglichen Training wird von Soldaten des ägypt. Königs Taharka 686/685 v.Chr. ausgetragen [4]. L. ist Bestandteil des Leichenagons für Patroklos (Hom. Il. 23,740-797), den der “schnellfüßige” (πόδας ὠκύς, pódas ōkýs)…

Diskuswurf

(363 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] Der Diskus (δίσκος, dískos) war seiner Herkunft nach ein in Form der Rohluppe erstarrtes Produkt des Ausschmelzens von Kupfer. Urspr. eine gesuchte Handelsware der Bronzezeit, wurde er zum Sportgerät [1]. In der Ilias (23,826-849), wo er unter der Bezeichnung σόλος ( sólos) vorkommt (23,826, 839, 844; so auch poetisch bei Q. Smyrn. 4,436), ist dieser Zusammenhang noch spürbar, wenn Diskus Wettkampfgerät und Preis zugleich ist, anachronistisch aber aus Eisen besteht [2]. Als Wurfscheibe aus Metall (gelegentlich Stein), z…

Dolichos

(307 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] (δόλιχος). Längste Disziplin der griech. Laufwettbewerbe. In Olympia, wo der d. angeblich 720 v.Chr. (15. Ol.) als dritte Sportart ins Programm gelangte, betrug seine Strecke vermutlich 20 Stadien (ca. 3845m) [1. 108f.]. Bei dieser Länge reduzierte sich der Nachteil der Wende um einen zentralen Einzelpfosten, wie er im Diaulos verwendet werden mußte, so daß man bildliche [2] und arch. Zeugnisse (Nemea [3]) dieser Art ernst nehmen muß. Eine gute Wendetechnik verschaffte spürbare Vorteile. E…

Milon

(336 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] [1] s. Medon [7] s. Medon [7] Decker, Wolfgang (Köln) [English version] [2] Berühmter Ringer aus Kroton, 6. Jh.v.Chr. M. (Μίλων) von Kroton. Ringer, einer der berühmtesten Athleten der griech. Ant. mit 32 Siegen an den panhellenischen Agonen (Sportfeste). Kein anderer ant. Athlet siegte wie er sechsmal in Olympia (540; 532-516 v.Chr.) [1. Nr. 115, 122, 126, 129, 133, 139] und war sechsfacher Periodonike (Periodos, Periodonikes) [2. 16-18; 3. 340]. Einen siebten Olympischen Sieg vereitelte sein Land…

Rudern

(281 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] Äg. Abbildungen des R. von großen Schiffen erlauben es, für das Alte Ägypten eine Technik zu rekonstruieren, die durch einen zyklischen Wechsel von Sitzen und Stehen während des Zuges charakterisiert ist [1. 106-108]. In der Ruderepisode auf der Sphinx-Stele des Amenophis II. (18. Dyn.: 1428-1397 v. Chr.) übertrifft der König als Steuermann die Leistung seiner Rudermannschaft erheblich [2. 59]. Zu einer regelrechten Regatta traten Rudermannschaften unter Tutanchamun (18. Dyn.) au…

Kampfpreis

(400 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] Das Aussetzen von K. bei sportlichen Wettkämpfen ist bereits bei den Sumerern [1], Ägyptern [2] und Hethitern [3; 4] bezeugt (Silberring; Ehrenmahl; Kuchen, Silber, Widder, Hofamt des königlichen Zaumhalters). Die im Brautagon als K. erworbene Frau (Beispiele: ägypt. Märchen ‘Vom verwunschenen Prinzen [2. 67, 78]; Pelopsmythos in Olympia [5]; Bogenwettkampf des Odysseus: Hom. Od. 21; Agariste, Tochter des Kleisthenes von Sikyon: Hdt. 6,126-130) verleiht die Legitimation der Herrs…

Reiten

(463 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] (Sport; κέλης/ kélēs). Wenngleich R. zu Pferd bereits Mitte des 2. Jt. v. Chr. z. B. in Äg. [1] nachgewiesen ist, tritt es als sportliche Disziplin erst in Griechenland auf, wo Reitwettbewerbe angeblich seit 648 v. Chr. bei den Olympischen Spielen (Olympia IV.) ausgetragen wurden. Wie das Wagenrennen (Circus II., Hippodromos [1]) war R. eine Domäne des Adels. Unter den 31 überl. Olympiasiegern im R. waren so bekannte Namen wie Hieron [1], der Tyrann von Syrakus [2. Nr. 221, 234] (m…

Pentathlon

(416 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] (πένταθλον). Erster Mehrkampf der Sportgesch. überhaupt, in Olympia angeblich seit 708 v.Chr. für Männer durchgeführt, für Jugendliche nur ein einziges Mal im J. 628 v.Chr. Mythische Herleitung aus dem Argonautenzug (Philostr. perí gymnastikḗs 3) [1]. Die starke ikonographische Präsenz und lange Trad. mit teilweise schwierig zu analysierenden Quellen haben zu erheblichen Deutungsunterschieden sowohl hinsichtlich der Durchführung und Reihenfolge der Übungen (nicht jedoch der Diszi…

Kapitoleia

(169 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] ( Agon Capitolinus). Im Gegensatz zu den Neroneia überdauerten die 86 n.Chr. von Kaiser Domitian in Rom eingeführten Wettkämpfe der K. (Suet. Dom. 4,4) aufgrund ihrer Namensbindung an Iuppiter Capitolinus ihren Gründer beträchtlich. Der nach griech. Vorbild aus gymnischem (im Stadium Domitiani, heute Piazza Navona [1] ausgetragenen), musischem und hippischem Programm bestehende, hochangesehene Agon, von dem 64 Sieger sicher überl. sind [2. 123-155], existierte noch Mitte des 4. Jh. Zu Domitians Zeit enthielt er auch einen cursus virginum (“Wettlauf jung…

Altersklassen

(296 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] Das athletische Programm griech. Agone (Sportfeste) war meist für die A. παῖδες (Knaben, ca. 14-17 Jahre), ἀγένειοι (Jugendliche, eigentlich “Bartlose”, ca. 17-20 Jahre) und ἄνδρες (Männer) ausgeschrieben. Bei den Olympien, wo als erster Wettkampf der Jugendlichen (hier παῖδες genannt, Altersgrenze wohl 18 Jahre) angeblich im J. 632 v. Chr. der Stadionlauf hinzukam, und den Pythien, den angesehensten Agonen überhaupt, gab es nur zwei A. Eine weitere, jüngere Knabenklasse (ca. 12-…

Apobates

(251 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] (ἀποβάτης). Als Relikt einer frühen, noch bei Homer geschilderten Art des Kampfes [1.31] hat sich der A., bei dem ein Bewaffneter vom fahrenden Wagen absprang, eine Strecke zu laufen hatte und wieder aufsprang (?), während der Lenker das Gefährt weiterführte, in agonistischer Form später offenbar nur noch in Athen größerer Beliebtheit erfreut [2.188-189; 3.138-141]. Die komplexe Disziplin, bei der es neben hippischen Qualitäten auf große Geschicklichkeit des bewaffneten Läufers u…

Akoniti

(173 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] (ἀκονιτί). Ehrender t. t. der agonistischen Sprache: “kampflos”, wörtl. “ohne Staub”, d. h. ohne nach dem Einölen den Körper mit dem diätetisch wichtigen Sandstaub (Philostr. de gymnastica 56) bestreuen zu müssen. A.-Siege gab es, wenn nur ein Athlet gemeldet hatte (z. B. Paus. 5,21,14) oder, häufiger, wenn die Gegner aus Furcht oder mangels Erfolgsaussicht zurücktraten. Das geschah zumeist in den Kampfsportarten, aber nicht nur im Ringen, wie Philostr. de gymnastica 11 zeigt. Be…

Periodos, Periodonikes

(249 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] (περίοδος, περιοδονίκης). Die vier bedeutendsten panhellenischen Agone (Sportfeste) in Olympia, Delphi, Nemea und am Isthmos wurden seit dem 3. Jh.v.Chr. unter dem Begriff p. zusammengefaßt. Ein Athlet, der wenigstens je einmal dort gesiegt hatte, erhielt den erst seit dem 2. Jh.n.Chr. belegten Ehrentitel periodoníkēs (vgl. heute grand slam im Tennis für Erfolge in den vier wichtigsten internationalen Turnieren des Jahres). Nur ca. 60 ant. Athleten hatten ein Anrecht auf diese Auszeichnung [1; 2]. Die meisten feierten ihre …

Pythioniken

(209 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] (Πυθιονῖκαι/ Pythioníkai, “Sieger bei den Pythischen Spielen”). Die Sieger in Olympia waren in vielen Fällen auch bei den Pythia [2] erfolgreich [1]. Eine Liste der P. wurde von Aristoteles [6] gemeinsam mit seinem Verwandten Kallisthenes [1] erstellt [2. 139-144; 3]. Teile der ihnen dafür errichteten Ehreninschr. haben sich erh. (FdD 2,1; 2,400; [2. 141-144]). Zwölf der Oden des Pindaros [2] sind P. gewidmet. In Delphoi wurden wichtige anathḗmata gefunden, etwa der vom sizilischen Tyrannen Polyzalos gestiftete “Wagenlenker”…

Bogenschießen

(338 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] Im Gegensatz zum Alten Orient [1] und Alten Ägypten [2. 42-54; 3. 1,139-189, 2, Taf. 68-83, 446-450, Falttaf. A], wo Wettkämpfe bzw. königl. Demonstrationen in der Kunst des B. auf Zielscheiben in eindrucksvollen Berichten und Darstellungen (bes. von Amenophis II., 1438-1412 v.Chr.) erh. sind, spielt es in der späteren griech. Agonistik kaum noch eine Rolle [4.365-371; 5.155-158]. Allerdings tritt es sowohl in der Ilias (23,850-883; danach Verg. Aen. 485-544) als auch in der Odys…

Faustkampf

(749 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] (πυγμή, πύξ; pugilatio, pugilatus). Die Disziplin ist bereits in vorgriech. Zeit nachweisbar (Äg. [1. N 1-2]; Mesopotamien [2. Abb. 69; 3. 16f.]) und tritt auch in ant. Randkulturen auf (Etrurien [4. 181-268]; Situlenkunst [4. 168-174; 185f.; 226-231]; Lukanien [5. 54f.]). Im frühgriech. Ägäisraum belegen eindrucksvolle Dokumente aus Thera (Fresko der sog. boxenden Prinzen) [6. Taf. 38; 7. 43-45] und der Bildschmuck eines Rhytons aus Hagia Triada [6. Taf. 106f.; 7. 43-45]) ihre Existenz [8]. Die älteste lit. Schilderung eines F., der in der Epik bis zu den Di…

Athleten

(925 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] Mit der namentlichen Kennzeichnung treten Athleten aus der Anonymität des prähistor. Sports heraus und werden zu individuellen Gestalten der Sportgeschichte. In diesem Sinne sind etwa Pharao Djoser beim Jubiläumslauf (3. Dyn., 2624-2605 v.Chr.) [1.A 6-9] und bes. Amenophis II. (18. Dyn., 1438-1412 v.Chr.) mit seinen Leistungen im Bogenschießen [2.44-50] frühe A., und auch Šulgi von Ur (Ende des 3. Jt.v.Chr.) [3; 4. 46-53] sowie Šulgigalzu [4. 30f.] lassen sich in diese Reihe stel…

Pulydamas

(117 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] (Πουλυδάμας; auch Polydamas/Πολυδάμας) aus Skotussa (Thessalien). Olympiasieger (Ol. 93 = 408 v. Chr.) im Pankration, von ungewöhnlicher Körpergröße, dessen Taten von der Legende ausgeschmückt wurden (Paus. 6,5,4-9). Sein Kampf mit dem Löwen und sein Auftritt am pers. Königshof, wo er unbewaffnet drei bewaffnete Leibwächter Dareios' II. getötet haben soll, sind auf der Basis seiner angeblich heilkräftigen, von Lysippos [2] geschaffenen Siegerstatue in Olympia dargestellt [1. 209 …

Olympioniken

(414 words)

Author(s): Decker, Wolfgang (Köln)
[English version] (ὀλυμπιονῖκαι, Olympiasieger). Unter den griech. Wettkampfsiegen galt der in Olympia [IV] erzielte als der wertvollste. Das bezeugt nicht nur Pindar (O. 1,3-7), die Auffassung wird auch durch die regelmäßige Hervorhebung dieses Wettkampfortes in den Siegerinschr. bestätigt [1; 2 passim]. Der Ruhm der O., der auch auf ihre Heimatstädte strahlte, war sprichwörtlich (Plat. rep. 5,465d). Ihnen wurden Siegeroden ( epiníkion ) gedichtet (z.B. Pind. O. 4; 5 für Psaumis aus Kamarina, Sieger im Wagenrennen). Siegerstatuen ([4];…
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