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Your search for 'dc_creator:( Eckart, AND Wolfgang AND Uwe ) OR dc_contributor:( Eckart, AND Wolfgang AND Uwe )' returned 108 results. Modify search

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Präservativ

(878 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. MedizinP. (von lat. praeservare, ›bewahren‹, ›vorbeugen‹) war zunächst ein Begriff der mediz. Fachsprache, der dann auf andere Felder übertragen wurde. Die mit dem Kondom gleichgesetzte Bedeutung setzte sich erst im 19. Jh. durch (s. u. 3.). Ursprünglich wurde unter einem P. ›ein Artzney‹ verstanden, ›so für Krankheiten bewahret, und denselben vorkömmt‹ (Bewahrungsmittel, lat. remedium mali imminentis, ›Mittel gegen ein drohendes Übel‹) [2. 94]. Noch bei Krünitz waren P. am Ende des 18. Jh.s ›Verwahrungsmittel‹ gegen Krankheiten – nahezu alles Stoffe, die der magischen Med…
Date: 2019-11-19

Krankenhaus

(889 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Grundlagen Im Verlauf des 17. Jh.s wandelte sich das Hospital des alten religiös-karitativen Typs zu einer Einrichtung ausschließlich der Krankenversorgung, zum nosocomium (von griech. nósos, »Krankheit«; komeín, »pflegen«) [4]; [6]. Sonderformen des alten Hospitals (Leprosorien, Blatternhäuser) traten zurück, neue Formen (Akademische K., Gebäranstalten) entstanden. Es entwickelten sich im 18./19. Jh. das urbane Groß-K. in den Metropolen, Allgemeine K. in den Städten und aus ihnen schließlich Pavillon-K. mit dezentraler …
Date: 2019-11-19

Klinische Schulen

(785 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Anfänge in LeidenVon K. S. kann man in der europ. Medizin erst seit dem Ende des 17. Jh.s sprechen, als an der Universität Leiden, der eine richtungsweisende Rolle in der entstehenden klinischen (= klin.) Medizin zukommt, erstmals überhaupt am Krankenbett (griech. klínē, »Liege«) unterrichtet wurde. Zuvor hatten sich die Medizinischen Fakultäten auf theoretischen Unterricht beschränkt; zu einer Einbeziehung der Hospitäler in den Unterricht war es nicht gekommen.Bereits in der ersten Hälfte des 17. Jh.s bemühte sich hier Otto van Heurne um die Einführung des klin. Un…
Date: 2019-11-19

Pestschriften [Hinzugefügt 2017]

(1,868 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Handschriften und frühe DruckeSchon bald nach 1350 beschäftigen sich viele Stadtchroniken [1]; [14] mit den Voraussetzungen und Bedingungen des ›Schwarzen Todes‹ um 1348/49, den Wegen seiner Verbreitung sowie v. a. mit den sozialen und polit. Folgen dieser Schlüsselkatastrophe des 14. Jh.s (Pest). Doch auch die Auseinandersetzung von Autoren medizinischer Fachprosa mit dem Thema setzte nahezu unmittelbar nach dem vorläufigen Abklingen der Epidemie ein. Ebenso wie das Seuchengeschehen ein gesamteurop. Phänomen war, wurden auch die frühen ma. Pesttraktate in…
Date: 2019-11-19

Bäder, medizinische

(1,839 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Von der Badestube zu den ThermalquellenFür den Niedergang und das sinkende Ansehen der ma. städtischen Badekultur dürfte in erster Linie die schnelle Verbreitung der Syphilis seit dem Ende des 15. Jh.s verantwortlich gewesen sein, die vielerorts zu Schließungen der städtischen Badestuben führte (Bader), weil man in ihnen gefährliche Ansteckungsherde für diese Krankheit vermutete. Gleichzeitig hatten aber auch steigende Holzpreise, bedingt durch die vermehrte Bautätigkeit in den Städten sowie durch den zunehmenden Bergbau, der Unmengen von Brennholz …
Date: 2019-11-19

Homöopathie

(1,004 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. DefinitionDie H. ist ein durch den dt. Arzt Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755–1843) entwickeltes Krankheits- und Therapiekonzept, das auf Vorstellungen des Vitalismus aufbaut, sich in den therapeutischen Konsequenzen aber radikal von dessen und früheren Krankheitsvorstellungen unterscheidet. Das ganzheitliche Körperphänomen der Krankheit ist nach Hahnemanns Lehre »Affektion« der Lebenskraft durch pathogene (krankheitserregende) Reize. Der Arzt unterstützt die Lebenskraft bei ihrer Abwehr nicht – wie in der Schulmedizin (Allopathie) – durch Gegenmitt…
Date: 2019-11-19

Hygiene

(1,645 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Begriffsgeschichte Hygíeia (auch Hygeía, lat. Salus) ist in der griech. Mythologie die Tochter des Asklepios und Göttin der Gesundheit; von ihr ist das Wort H. abgeleitet. In der Frühen Nz. weitete sich das inhaltliche Begriffsfeld von hygíeia aus zu »Gesundheit, guter Zustand des Leibes, welcher in einem guten Temperament (Säftemischung) bestehet, sie ist aus diesen Zeichen abzunehmen, wenn der Mensch, was ihm oblieget, wohl verrichten kann, nichts widriges an sich verspüret, wohl isset und trinket, gut schläfft, richtig harnet und zu Stuhle gehet« [1]. Die abgeleitete Beze…
Date: 2019-11-19

Wahnsinn

(1,699 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. DefinitionW. und Wahn (auch Wahnwitz) gehören zu den medizin- und kulturgeschichtlichen Begriffen, die seit dem ausgehenden MA starkem Bedeutungswandel unterworfen waren [6]. Sie umfassten in der Nz. ein weites Spektrum möglicher Erkrankungsformen: von der melancholisch-depressiven Verstimmung (Melancholie) und Trübung über die gestörte Meinungsbildung aufgrund reduzierter Vernunft bis hin zur Veränderung der Urteilskraft mit eigenem Krankheits-Wert im 19. Jh. Ihr Deutungswandel vollzog sich vor dem Hintergrund veränderter med…
Date: 2019-11-19

Brownianismus

(1,393 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Die Lehre und ihr HintergrundDie medizinische Reformbewegung des B. ging von der Reizbarkeitslehre des schott. Arztes John Brown (1736–1788) aus, nach der das Leben als ein durch innere und äußere Reize erregter und ebenso aufrechterhaltener Zustand zu verstehen ist. Grundkraft des Lebens sei das biologische Reiz- bzw. Erregbarkeitspotential. Als entscheidend für den Krankheits- oder Gesundheitszustand des menschlichen Körpers müsse man seine Irritabilität (»Reizbarkeit«; engl. excitability, lat. incitabilitas) ansehen, die Bereitschaft und Fähigkeit des Organismus…
Date: 2019-11-19

Medikalisierung

(2,021 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe | Jütte, Robert
1. DefinitionDer Terminus M. geht auf die von der Annales-Schule beeinflusste franz. Medizingeschichtsschreibung zurück [4]. Erstmals wurde der Begriff von dem franz. Historiker Jean-Pierre Goubert definiert [9. 170]. Er verstand unter M. einen Vorgang von langer Dauer, der in der zweiten Hälfte des 18. Jh.s einsetzte und in dessen Verlauf es den Ärzten gelang, ihr mediz. Angebot mit Hilfe des Staates breiten Bevölkerungs-Schichten zu oktroyieren. Es handelt sich also um einen Prozess der Erweiterung des mediz. Marktes, bei dem eine Berufsgruppe…
Date: 2019-11-19

Leopoldina (Akademie) [Hinzugefügt 2017]

(2,275 words)

Author(s): Müller, Uwe | Herausgeber: Wolfgang Eckart
1. Gründung und ProgrammGegründet 1652 in der Freien Reichsstadt Schweinfurt als Academia Naturae Curiosorum durch den Stadtphysikus Johann Laurentius Bausch und drei weitere Ärzte – Johann Michael Fehr, Georg Balthasar Metzger und Georg Balthasar Wohlfarth – ist die heutige Dt. Akademie der Naturforscher L. (seit 2008 Nationale Akademie der Wissenschaften) die älteste ununterbrochen existierende naturwiss.-mediz. Akademie der Welt.Das Gründungsprogramm der L. ist geprägt sowohl von der Erfahrung der Beschränktheit der zeitgenössischen Medizin in der Notzeit des D…
Date: 2019-11-19

Organismus

(1,686 words)

Author(s): Toepfer, Georg | Eckart, Wolfgang Uwe
1. WortgeschichteDas Wort O. (von griech. órganon/lat. organum, »Werkzeug«, »Musikinstrument«) erscheint in lat. Form erstmals in Texten des HochMA. Bis zur zweiten Hälfte des 17. Jh.s sind allerdings nur zwei Nachweise des Ausdrucks bekannt, der eine aus dem 11. Jh. in alchemistischem, der andere aus dem 12. Jh. in kirchenmusikal. Kontext [7. 320]. Als Ableitung von »organisch« und »Organ«, die schon seit der Antike zur Bezeichnung der lebendigen gegliederten Körper und ihrer Teile dienten, rückte der Ausdruck O. seit Ende des 17. Jh.s in den Kontext der sich…
Date: 2019-11-19

Paracelsismus

(2,662 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe | Bergengruen, Maximilian
1. Begriff und Lehre 1.1. AllgemeinP. bezeichnet zum einen die naturkundliche, hermetisch-chemische, mediz., philosophische und theologische Lehre des Arztes und Naturforschers Theophrast von Hohenheim (genannt Paracelsus, 1493–1541) [2], zum anderen deren Rezeption durch eine fachlich heterogene Autorengruppe vom Ende des 16. bis ins frühe 18. Jh. (s. u. 2. und 3.) – überwiegend alchemisch orientierte Ärzte und Anhänger des häretischen Protestantismus, die Paracelsus mythisierend als »neuen Hippokrates« oder als Elias artista überhöhten. Ihre Lehre wurde von de…
Date: 2019-11-19

Medicine

(7,811 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe | Biesterfeldt, Hinrich
1. Europe 1.1. Renaissance 1.1.1. Medical Humanism and ReformationInfluenced by the Renaissance and Humanism, medicine, as part of the  studia humaniora from the 14th century, also undertook a philological and critical turn towards its ancient foundations and sources [1]; [2] (Humanism, medical). Knowledge in medical science was acquired by reading classical works now purged of real or supposed medieval and Arabic “corruptions” (Hippocrates, Celsus, Galen), but also – already – through the application of the principle of autopsía (“self-seeing,” i.e. direct obser…
Date: 2019-10-14

Paracelsism

(2,744 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe | Bergengruen, Maximilian
1. Concept and theory 1.1. IntroductionParacelsism on the one hand denotes the theories in natural history, hermetic alchemy/chemistry, medicine, philosophy, and theology of the physician and naturalist Theophrastus Bombastus von Hohenheim (called Paracelsus, 1493-1541) [2], and on the other the reception of those theories from the late 16th to early 18th centuries (see below, 2. and 3.) by a group of authors in various disciplines, most of them physicians sympathetic to alchemy and followers of heterodox forms of Protestantism…
Date: 2020-10-06

Organism

(1,837 words)

Author(s): Toepfer, Georg | Eckart, Wolfgang Uwe
1. Terminological historyThe word “organism” (from the Greek  órganon/Latin  organum, “implement”, “instrument [musical or surgical]”) first appeared in its Latin form in texts of the high Middle Ages. However, only two attestations of the term exist from before the mid-17th century, one from an alchemical context in the 11th century, the other from the context of church music in the 12th [7. 320]. The term “organism” as a derivative of “organic” and “organ,” both known since Greco-Roman antiquity as terms denoting the living structure of the body and its…
Date: 2020-10-06

Hospital

(2,061 words)

Author(s): Rotzoll, Maike | Eckart, Wolfgang Uwe
1. Concept The word “hospital” derives from “hospitality” (Latin  hospitalitas), a derivation found in various forms in a number of European languages (e.g. German hopitalhûs, Spital, Spittel; French hôpital; Spanish hospital; Italian  ospedale) [2]; [1]. From the outset, the concept reflected a double function of care for the sick and responsibility for all forms of need.Maike Rotzoll 2. Middle Ages The development of the hospital in the medieval west was for the most part closely associated with the principle of Christian caritas (Charity). From the early days of Christian…
Date: 2019-10-14

Blood

(3,317 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe | Jarzebowski, Claudia
1. Medicine 1.1. Humoral pathologyUntil the early 18th century, blood was thought of as the moist, well-tempered “sap that fills the blood vessels and is thought [by physicians] to consist of four particular humors: phlegm, yellow and black bile, and the blood proper” [1]. In the view of humoralism, the humors with their associated qualities (blood: warm, moist; yellow bile: warm, dry; phlegm: cold, moist; black bile: cold, dry) are produced by digestion (Latin coctio, literally “cooking”) of food; they are always present in whole blood in varying proportion. The o…
Date: 2019-10-14

Medicalization

(2,145 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe | Jütte, Robert
1. DefinitionThe term medicalization goes back to the French medical historiography of the  Annales school [4]. It was first defined by the French historian Jean-Pierre Goubert [9. 170]. He understood medicalization as a long-term process that began in the second half of the 18th century, in the course of which physicians succeeded in imposing their medical services on broad strata of the population with the help of the state. This was a process that expanded the medical marketplace, in which one professional group wa…
Date: 2019-10-14

Blut

(3,189 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe | Jarzebowski, Claudia
1. Medizin 1.1. Blut in der HumoralpathologieUnter B. wurde bis ins frühe 18. Jh. der feuchte, wohltemperierte »Safft« verstanden, der »sich in den B.-Adern aufhält, und nach [der Ärzte] Meynung aus vier besondern Feuchtigkeiten, nemlich Schleim, gelber und schwarzer Galle und dem eigentlich sogenanntem B.« bestehe [1. 207]. Die Säfte mit den ihnen eigenen Qualitäten (Blut: warm, feucht; gelbe Galle: warm, trocken; Phlegma/Schleim: kalt, feucht; schwarze Galle: kalt, trocken) entstehen aus Sicht der Humoralpathologie durch Kochung (lat. coctio) aus der Nahrung und sind …
Date: 2019-11-19
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