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Eherecht

(2,058 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. DefinitionDas E. als Gegenstand des Privatrechts umfasst im Wesentlichen folgende drei Bereiche: das Zustandekommen einer gültigen Ehe (Eheschließung), das Leben in der Ehegemeinschaft (Ehewirkungen, s. u. 5.) und die Auflösung der Ehegemeinschaft (Eheauflösung) [11. 20].Cordula Scholz-Löhnig2. Zuständigkeit für die EhegesetzgebungDas frühnzl. E. war ein durch die Kirche geprägtes Recht, das ma. weltliche Vorstellungen und Rechte zugunsten christl. Auffassungen und kirchlichen Rechts (Kirchenrecht) verdrängt hatte [12]. Dieser Befund gilt für das materiel…
Date: 2019-11-19

Personenstandsregister

(704 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. AllgemeinIn P. werden seit dem Ende der Nz. wichtige familienrechtliche Verhältnisse einer Person aufgezeichnet: z. B. Geburt, Legitimation des Kindes, Adoption, Eheschließung, Eheauflösung und Tod (vgl. Familienrecht). Je nach Trennung von Staat und Kirche wird die Konfession der Person ebenfalls vermerkt oder nicht [4. 3]. Der Begriff P. ist seit einer staatlichen Registerführung geläufig, die Ende des 18 Jh.s von Frankreich ausgehend europaweit einsetzte [5. 1]. Vorläufer dieser staatlichen Registrierung waren die von den Kirchen geführten Matrikeln bzw.…
Date: 2019-11-19

Ehebruch

(868 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. TatbestandIn der Nz. konnte der Tatbestand des E. in der Regel von verheirateten Frauen und Männern verwirklicht werden. Der E. hatte strafrechtliche (s. u. 2.) und zivilrechtliche (s. u. 3.) Folgen, die weder regional noch für Mann und Frau einheitlich waren. In der Nz. prägten christliche Vorstellungen das Verständnis des E.-Tatbestands. E. konnten verheiratete Männer und Frauen gleichermaßen begehen, wenn sie durch außerehelichen Beischlaf ihre Treue-Pflichten aus dem Sakrament der Ehe verletzten [6]; [2]; [1]. Diese Auffassung von E. setzte sich in den Rechtsb…
Date: 2019-11-19

Polygamie

(841 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. DefinitionP. heißt Vielehe oder Mehrehe; teilweise wurde auch die Doppelehe (Bigamie) als P. bezeichnet. P. ist in der Form der Vielweiberei (Polygynie) oder Vielmännerei (Polyandrie) möglich; so unterschied in der Nz. auch noch das kanonische Recht [6. 260]. Als spezielle Form der P. galt die Leviratsehe. Sie bestand, wenn von zwei beieinander wohnenden, verheirateten Brüdern einer kinderlos verstarb und der überlebende Bruder mit der Witwe Nachkommen zeugte. Diese besondere Form der Bigamie dürfte in der Frühen Nz. noch bei sephardischen Juden vorgekommen sein [8. 79]. Die …
Date: 2019-11-19

Ehe zur linken Hand

(732 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. DefinitionDie E. Z. L. H., auch morganatische Ehe genannt, ermöglichte Männern des Hochadels, eine nichtebenbürtige Frau zu ehelichen (Ebenbürtigkeit) und damit das Zusammenleben mit ihr zu legitimieren, ohne dass diese an den Standes- und Vermögensrechten partizipieren konnte. Diese Eheform existierte daher in der Nz. in Europa überwiegend als ein Rechtsinstitut des Fürstenrechts (Privatfürstenrecht) [1. 180]; [3. 16, 18, 32ff.].Cordula Scholz-Löhnig2. Juristische KonstruktionDie E. Z. L. H. war aufgrund kirchlichen Einflusses im MA zwar hinsichtlic…
Date: 2019-11-19

Elternrecht

(1,992 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. AllgemeinesUnter E. versteht man heute das Recht und die Pflicht von Mutter und Vater, gleichberechtigt die Pflege und Erziehung ihrer minderjährigen Kinder in Selbstverantwortung wahrzunehmen, also für deren leibliche, seelische, sittlich-religiöse Vervollkommnung und für deren Vermögen zu sorgen. E. in diesem Sinne war der Nz. noch fremd. Die Entwicklungen der Nz. betreffen v. a. die endgültige Lösung des E. aus dem Verständnis eines umfassenden Herrschaftsrechts des Familienoberhaupts (lat. pater familias), das im MA über den Notverkauf von Familienmitglied…
Date: 2019-11-19

Konkubinat

(979 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. BegriffDer Begriff K. bezeichnete in der Nz. das Zusammenleben von Mann und Frau außerhalb der Ehe. Er stammt aus dem röm. Recht (lat. concubinatus), wo er für eine rechtlich anerkannte Form außerehelicher dauerhafter Geschlechtsgemeinschaft stand. Im späten MA verlor das K. unter dem Einfluss der christl. Ehe-Vorstellungen und der Bekämpfung von Klerikerehen seine rechtliche Anerkennung. In der Nz. setzte sich diese Entwicklung fort und K. bezeichnete bald unterschiedslos und pejorativ jegliche nichteheliche Geschlechtsgemeinschaft von M…
Date: 2019-11-19

Unterhalt

(920 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. AllgemeinMit dem Begriff U. bezeichnet man Vermögensleistungen an Personen, die ihr Leben nicht selbst bestreiten können. Man unterscheidet heute Ehegatten- und Verwandten-U., v. a. zwischen Eltern und Kindern. U.-Verpflichtungen waren in der Nz. gesetzlich geregelt; in Eheverträgen fanden sich in der Regel keine derartigen Vereinbarungen.Cordula Scholz-Löhnig2. Ansprüche zwischen Eltern und Kindern 2.1. Frühe NeuzeitIn der Frühen Nz. war das U.-Recht als eigenständiges Rechtsinstitut noch nicht anzutreffen. Versorgungspflichten standen im Zusammenhang mit …
Date: 2019-11-19

Eheauflösung

(1,776 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. DefinitionE. bildet den rechtlichen Oberbegriff für alle Möglichkeiten zur Trennung einer Ehe. Nach heutigem Verständnis würde man v. a. an die Ehescheidung denken. In der Nz., in der das kirchliche Eherecht noch prägend war, ist es sinnvoll, nach kath., protest. und säkularem Recht zu unterscheiden. Den Ausgangspunkt für die Entwicklung des E.-Rechts in der Nz. bildete die Auffassung des kanonischen Eherechts, die von der Unauflöslichkeit einer gültig geschlossenen sakramentalen Ehe ausging [7. 240 ff.]: »Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht sc…
Date: 2019-11-19

Kindesrecht

(1,401 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. BegriffUnter K. versteht man die Rechte des Kindes gegenüber seinen Eltern und anderen Pflege- und Erziehungspersonen (vgl. Vormundschaft). Bezüglich der Rechte des Kindes gegenüber seinen Eltern ist das K. der Spiegelbegriff zum Elternrecht. Die Rechte des Kindes hingen in der Nz. vielfach von seiner ehelichen oder nichtehelichen Geburt ab. Im Folgenden werden die Rechte des Kindes unter der Prämisse der ehelichen Abstammung besprochen; zu Abweichungen bei unehelicher Geburt vgl. Unehelichkeit. Als eheliche Kinder galten in der Nz. grundsätzlich alle Kinder, die…
Date: 2019-11-19

Verlöbnis

(937 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. Begriff und Bedeutung Mit V. bezeichnet man das Versprechen von Mann und Frau, die Ehe miteinander eingehen zu wollen. Dieses Verständnis setzte sich erst in der Nz. durch. Vorher war das V. ein Teil der Eheschließung selbst. Vom V. unterschieden wurde die Trauung (ursprgl. die traditio puellae, also die »Übergabe der Braut«), die dem ehebegründenden Eheversprechen als notwendiger Realakt nachfolgte [8. 31]. Für die Nz. prägend wurde die Aussage des Gratianus [4. 27–30], dass sowohl das V. als auch die Ehe allein durch Konsens zustande kämen. Wegen der großen Nähe des V. zur…
Date: 2019-11-19

Legitimation des Kindes

(1,139 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. AllgemeinDurch L. und Adoption konnten nichteheliche Kinder den Status ehelicher Kinder erlangen. In der Nz. waren v. a. die L. durch nachfolgende Ehe (lat. per matrimonium subsequens; s. u. 2.) und die L. durch Hoheitsakt ( per rescriptum principis; s. u. 3.) verbreitet. Beide haben ihre Wurzeln im röm. Recht, hatten aber zu Beginn der Nz. schon wesentliche Prägung und Veränderung durch das kanonische Recht (Kirchenrecht) und durch Partikularrechte erfahren [10. 130]; [7. 69]; [8. 94]; [4. 408 f.]. Das Bedürfnis nach einer L. D. K. entstand erst, als die uneheliche …
Date: 2019-11-19

Vormundschaft

(931 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. Begriff und FunktionDas Rechtsinstitut der V. diente in der Nz. der rechtlichen Fürsorge für schutzbedürftige Personen. Es ging überwiegend auf die fremdnützige, also im Interesse des Schutzbedürftigen bestehende, röm.-rechtliche V. zurück [2. 255 f.]. V. a. die Städte in Europa erließen V.-Ordnungen nach röm.-rechtlichem und ma. Vorbild [8. 87]. Die V. half primär dabei, familiäre Krisen zu überwinden, die durch den Tod eines Eltern-Teils insbes. für die minderjährigen und unmündigen Kinder entstanden (Alters-V.). Regentschaftliche V. waren ein Sonderfall der Al…
Date: 2019-11-19

Familienrecht

(946 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. Regelungsinhalte Das F. enthält die zentralen Normen zur Regelung der personen- und vermögensrechtlichen Beziehungen innerhalb der Familie. Welche Rechtsbereiche das F. umfasst, ist zu jeder Zeit von dem jeweils zugrundeliegenden Verständnis des sozialen Begriffs der Familie abhängig. In der Nz. existierte nach antikem Vorbild ein weitgefasstes Verständnis von Familie als Wirtschaftseinheit, zu der alle Angestellten des Hauses zählten (Haushalt). Bezeichnend hierfür ist die Definition im Codex Maximilianeus B…
Date: 2019-11-19

Eheschließung

(2,152 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. VoraussetzungenDas Eingehen einer gültigen Ehe war in der Nz. an bestimmte rechtliche Voraussetzungen geknüpft, um diese für das Gemeinwesen äußerst wichtige Lebensgemeinschaft insbes. als Fortpflanzungsgemeinschaft zu kontrollieren und zu sichern. Dieses Ziel versuchte man durch Ehehindernisse und Formvorschriften zu erreichen; z. T. schränkte man aus Gründen der Kontrolle auch die E.-Freiheit ein, indem man einer Heiratserlaubnis vorschrieb (Ehekonsens). Regelungen, die die E. und den zwischen den Ehegatten entstehenden Vertrag betrafen, waren zu Beginn der…
Date: 2019-11-19

Legitimation of children

(1,263 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. IntroductionThrough legitimation and adoption, children born out of wedlock could obtain the status of legitimate children. In the early modern period, legitimation was particularly common by way of subsequent marriage (Latin  per matrimonium subsequens; see section 2, below) and legitimation by sovereign act ( per rescriptum principis; see section 3, below). Both have their roots in Roman law, but had already been substantially influenced by canon law (Ecclesiastical law) and particular law by the dawn of the early modern period [10. 130]; [7. 69]; [8. 94]; [4. 408 f.].The ne…
Date: 2019-10-14

Betrothal

(1,097 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. Term and meaning Betrothal (or engagement) is the term for the promise between a man and a woman to enter into marriage with each other. This understanding only came into its own in the early modern period. Previously betrothal was part of the marriage contraction (Marriage, contraction of)  itself. The betrothal was distinguished from the wedding (originally the traditio puellae, the “handing over of the bride”), which followed as a necessary concrete act upon the marriage-justifying marriage promise [8. 31].  Characteristic of the early modern period was the statement of Gratian […
Date: 2019-10-14

Marriage, dissolution of

(1,996 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. DefinitionThe dissolution of marriage serves as the legal umbrella term for all ways in which a marriage may be terminated. In modern terms, one thinks first and foremost of divorce. In the early modern period, in which ecclesiastical matrimonial law remained influential, it makes sense to distinguish between Catholic, Protestant, and secular law. The starting point for the evolution of the law governing the dissolution of marriage is the view of canon law that presumed the indissolubility of a legally contracted, sacramental marriage [7. 240 ff.]: “What God has joined toge…
Date: 2019-10-14

Concubinage

(1,119 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. ConceptThe term concubinage in the early modern period denoted the cohabitation of man and woman out of wedlock. It derived from Roman law (Latin concubinatus), in which it stood for a legally recognized form of permanent extramarital sexual communion. It lost this legal recognition in the Late Middle Ages under the influence of Christian concepts of marriage and opposition to married clergy. This development continued through the early modern period, and concubinage soon came to refer without distinction and with di…
Date: 2019-10-14

Guardianship

(1,040 words)

Author(s): Scholz-Löhnig, Cordula
1. Definition and functionIn the early modern period, the legal institution of guardianship served to provide legal assistance to persons in need of protection. It predominantly derived from the ancient Roman legal institution designed to protect the interests of such persons [2. 255 f.]. It was above all European cities that issued guardianship ordinances following Roman legal and medieval precedents [8. 87]. Guardianship primarily helped people overcome familial crises, especially those caused by the death of a parent for minors and underage children…
Date: 2019-10-14
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