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Your search for 'dc_creator:( "Nagel, T." ) OR dc_contributor:( "Nagel, T." )' returned 16 results. Modify search

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Islam

(14,530 words)

Author(s): Nagel, T. | Ende, W. | Radtke, B. | Rudolph, U. | Krawietz, B. | Et al.
[English Version] I. Entstehung und Verbreitung 1.Muḥammad und seine Lehre I.J. 569 n.Chr. wurde Muḥammad in Mekka geboren, einer Stadt, deren Mittelpunkt das Heiligtum der Kaʿba bildet. Mekka unterhielt gute Beziehungen zum Reich der Sasaniden und dessen arab. Vasallenfürsten in Ḥīra, betrachtete sich jedoch als polit. unabhängig. Es wurde vom Stamm der Quraiš beherrscht, unter denen die ʿAbdmanāf-Sippen ʿAbdšams und Hāšim führend waren. Muḥammad gehörte zu den letzteren. Verwandtschaftliche Bezieh…

Abraham

(3,074 words)

Author(s): Blum, E. | Attridge, H.W. | Anderson, G.A. | Dan, J. | Nagel, T.
[English Version] I. Altes Testament 1. Name Der Name אַבְרָהָם/'abrāhām ist eine Nebenform zu אַבְרָם/'abrām bzw. אֲבִירָם/'abîrām (Num 16,1 u.ö.). In der Bedeutung »Vater (= Gott) ist erhaben« entspricht er einer verbreiteten westsem. Namensbildung und gehört als Lob- bzw. Vertrauensname in den Bereich der persönlichen Frömmigkeit. Die sonst nicht belegte Dehnform wird in Gen 17,4f. volksetymologisch als »Vater (אָב/'āb) einer Menge (הָמוֹן/hāmôn) von Völkern« gedeutet – durchaus programmatisch, wie die Verbindung mit der Änderung von »Abram« in »Abrah…

ʿAlī ibn Abī Ṭālib

(157 words)

Author(s): Nagel, T.
[English Version] ʿAlī ibn Abī Ṭālib, Vetter und Schwiegersohn Muḥammads (ca.600–660) gehörte wie Muḥammad selber dem quraišitischen Klan der Banū Hāšim an. Zu Lebzeiten des Propheten spielte er keine herausragende Rolle; sicher zu Unrecht hält ihn die spätere Geschichtsüberlieferung für einen der ersten, die den Islam annahmen. Nach dem Tode Muḥammads wurde er die Leitfigur heterogener Kräfte, die gegen das Regime der alten Genossen des Propheten opponierten. Nach der Ermordung des Kalifen ʿU…

Glaube

(21,335 words)

Author(s): Grünschloß, A. | Schulz, H. | Kaiser, O. | Hooker, M.D. | Jüngel, E. | Et al.
[English Version] I. Zum Begriff 1 . Religionswissenschaftlich a)Als objektsprachlicher (emischer) Begriff findet sich »G.« nicht nur im christl.-abendländischen Kontext (vgl. fides, foi, faith/belief, etc.), sondern auch in anderen rel. Traditionen der Menschheit. Ein indoeur. etym. Pendant zum lat. Credo scheint mit dem Sanskrit-Begriff śraddhā (vgl. Pāli saddhā; avestisch zrazdā-) vorzuliegen, wie die mögliche Rekonstruktion indogerm. *k'red-dhē- »sein Herz setzen auf« zeigt (Köhler; Smith 1979). Hinduismus: Śraddhā hat jedoch viele Bedeutungen: u.a. Spe…

Mekka

(985 words)

Author(s): Müller, W.W. | Nagel, T.
[English Version] I. Vorislamische Zeit M., arab. Makka, Stadt im westlichen Zentralarabien, 72 km vom Roten Meer entfernt in einem wasserarmen und unfruchtbaren Becken gelegen. Die früheste Erwähnung des Ortes findet sich im 2.Jh. n.Chr. bei Ptolemaios (Geographia, VI 7,32) mit dem griech. Namen Makóraba, der nach altsüdarab. mkrb, »Tempel, Heiligtum«, zu erklären sein dürfte. Von den Heiligtümern in und um M. war das bedeutendste die in der Stadt gelegene Kaʿba, ein würfelförmiger Bau mit einem sc…

Allah

(465 words)

Author(s): Nagel, T.
[English Version] I. Vorislamische Zeit Bereits in vorisl. Zeit wurde an der Kaʿba die Gottheit Allāh (»der Gott«) verehrt. Dieses Heiligtum hatte im Laufe des 6.Jh. n.Chr. eine Sonderstellung unter vergleichbaren Kultstätten auf der Arabischen Halbinsel errungen. Letztere waren einer oder mehreren Gottheiten geweiht und wurden von einem oder mehreren Stämmen aufgesucht. Auch die Kaʿba wurde keineswegs von allen Stämmen der Halbinsel als Kultort anerkannt, jedoch reichte ihre Ausstrahlung bis in den…

Arabische Halbinsel

(2,185 words)

Author(s): Müller, W.W. | Gerö, S. | Nagel, T.
[English Version] I. Christentum 1. Südarabien. Die erste Verkündigung des Evangeliums in Südarabien läßt sich nicht festlegen, es dürften jedoch Südaraber auf ihren Handelsreisen mit dem Christentum in Berührung gekommen oder Christen nach Südarabien gelangt sein. Auch der seit 378 durch Inschriften bezeugte südarab. Monotheismus, der den Kult der astralen Gottheiten ablöste und an ihre Stelle den einen Gott setzte, war wohl durch jüd. und christl. Missionstätigkeit vorbereitet worden. Um 342 schi…

Gottesfurcht

(3,299 words)

Author(s): Nielsen, K. | Becker, J. | Link, C. | Börner-Klein, D. | Dan, J. | Et al.
[English Version] I. Altes TestamentG. bez. im AT verschiedene Reaktionen auf die Begegnung mit Gott. G. umfaßt sowohl die unmittelbare Reaktion eines Menschen, der vom Entsetzen vor dem hl. Gott ergriffen wird (das Numinose), als auch das Verhalten des Frommen gegenüber Gott in Form von Gehorsam und Lobpreis. Daher kann G. auch Gottesverehrung und Frömmigkeit (Religion) bezeichnen. Die Spannweite von G. entspricht der Breite des Gottesverständnisses (Gott: II.). Der Gott Israels ist nicht nur ein …

Damaskus

(1,944 words)

Author(s): Weber, T. | Heid, S. | Nagel, T.
[English Version] I. Archäologisch D., heute dimešq (aš-Šām), 3 km östlich des Austrittes des Baradā (vgl. 2Kön 5,12) aus der Klamm (Rabwāt al-Minšār) zw. Hermon und dem Gˇ. Qasyūn (Antilibanon), Zentrum der größten, heute von Zersiedlung bedrohten syr. Bergrandoase (Ġūṭa), seit 1946 Hauptstadt der Syr. Arab. Republik Syrien. Der Sage nach eine der ältesten Städte der Welt, scheint D. dem rätselhaften, aber wohl sicher unsem. Namen zufolge im 4.Jt. v.Chr. entstanden zu sein. Aufgrund des natürlichen Reichtums der Oase und der verkehrspolit.…

Bekenntnis

(11,402 words)

Author(s): Bochinger, C. | Kreuzer, S. | Reumann, J. | Staats, R. | Holze, H. | Et al.
[English Version] I. ReligionsgeschichtlichDer Terminus B. bezeichnet verschiedene Phänomene, u.a. das Glaubens- und das Sündenb. (vgl. engl. creed bzw. confession/profession). Ein Glaubensb. kann als eine offiziell sanktionierte, formelhafte Zusammenfassung der zentralen Lehren einer Rel.- bzw. B.gemeinschaft (»Konfession«) verstanden werden. In Kulthandlungen und/oder in der Alltagsfrömmigkeit rezitiert, dient es als Affirmations- und Zugehörigkeitsformel, vergegenwärtigt die individuelle und soz…

Muslim

(81 words)

Author(s): Nagel, T.
[English Version] . Bez. des Anhängers der durch den Propheten Muḥammad gestifteten Rel. des Islam. Im Koran bez. das von dem Verbum aslama abgeleitete Partizip muslim denjenigen, der nach dem Vorbild Abrahams (: IV.) (Sure 6,79) »das Gesicht ganz allein zu Gott wendet« (Sure 2,112; 4,125), d.h. in Gott den einzigen Ursprung alles Seienden erkennt, dies durch den Vollzug der Riten bekennt und damit zur von Gott der Kreatur zugedachten Religiosität (Sure 30,30) gefunden hat (Sure 3,67). Tilman Nagel

Gemeinde

(5,507 words)

Author(s): Kehrer, G. | Rüterswörden, U. | Banks, R.J. | Hauschild, W. | Marquardt, M. | Et al.
[English Version] I. ReligionsgeschichtlichDer Begriff »G.« ist in der dt. Sprache mehrdeutig. Er kann für rel. und für nichtrel. Vergesellschaftungen, für lokal definierte und für nicht lokal begrenzte soziale Gebilde verwendet werden. Während in der engl. Sprache noch heute zw. »community« und »parish« unterschieden wird, ist im Deutschen der Begriff der »Pfarrei« im 20.Jh. zunehmend ungebräuchlich geworden – im folgenden soll unter G. ausschließlich eine rel. motivierte Vergesellschaftung von Individuen verstanden werden.G.bildungen sind religionsgesch. betrach…

Kalender

(2,890 words)

Author(s): Mohn, J. | Lichtenberger, H. | Meßner, R. | Gerö, S. | Nagel, T. | Et al.
[English Version] I. Allgemein 1. Der Begriff K. leitet sich von den röm. »calendae« ab, den jeweils ersten Ausruftagen eines Monats, und bez. die Strukturierungen und damit einhergehenden Mediatisierungen von Zeit, d.h. Aufzeichnungen in bildlichen und schriftlichen Medien zur Vermittlung von Zeitstrukturen (s. dazu auch Zeit/Zeitvorstellungen). K. sind die konkreten Umsetzungen von Chronologien. Die kollektiv zu koordinierende Ausübung von Handlungen mußte in den verschiedenen Bereichen des mensc…

Ismael

(454 words)

Author(s): Knauf, E.A. | Nagel, T.
[English Version] I. Altes Testament Unter Rückgriff auf den Namen eines nordarab. Stammesverbandes des 7.Jh. v.Chr. (*Šamaʿʾil; in neuass. Quellen bezeugt und reflektiert in Gen 25,13–15 [P]), der in Analogie zu »Isaak« transformiert wurde, dient die Gestalt I.s im Zuge der Pentateuch-Edition den Parteien, die Nähe bzw. Ferne zw. den beiden Abraham-Söhnen I. und Isaak, d.h. Juden und Arabern (einschließlich Idumäern), zu bestimmen, die sich in nachexil. Zeit das Land teilten. In Gen 16,1–12* liegen…

Armenfürsorge

(4,604 words)

Author(s): Tworuschka, U. | Ebach, J. | Gager, J.G. | Caplan, K. | Nagel, T. | Et al.
[English Version] I. ReligionsgeschichtlichVon A. im Sinne öffentlicher und privater Linderung von Armut kann erst bei einem bestimmten Grad von Institutionalisierung gesprochen werden. A. ist in den Religionen unterschiedlich stark entwickelt. Zu unterscheiden ist zwischen den Trägern (u.a. Familien, Klans, Gemeinden, Orden, Stiftungen, Vereinen und Verbänden), der Art der Hilfeleistung (materiell, personell, strukturell) sowie den Empfängern (unterschiedliche Staffelungen von Armut). Griechen und Römer kannten keine Verpflichtung zur A., allenfalls eine …

Barmherzigkeit

(2,174 words)

Author(s): Scoralick, R. | Avemarie, F. | Weder, H. | Bayer, O. | Nagel, T.
[English Version] I. Altes TestamentDie direkten Aussagen des AT über B. als liebende und helfende Zuwendung zum in Not oder Schuld geratenen anderen kristallisieren sich im Hebr. um die Wurzel רחם (rḥm). Der Sachverhalt wird kompliziert durch inhaltliche Überschneidungen mit der Wurzel חנן (ḥnn, »gnädig sein«; Gnade: II.). Darüber hinaus handelt das AT von B. der Sache nach auch ohne Verwendung der Wurzeln רחם oder חנן z.B. in der Darstellung Gottes in der Urgeschichte (Gen 1–11). Ein etym. Zusammenhang der Wurzel רחם mit dem Nomen רֶחֶם (ræḥæm, »Mutterschoß«) ist plaus…