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Your search for 'dc_creator:( "Link, Christoph" ) OR dc_contributor:( "Link, Christoph" )' returned 37 results. Modify search

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Sehling

(101 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Sehling, Emil (9.7.1860 Essen – 30.11.1928 Erlangen), ev. Jurist. Nach a.o. Professuren in Leipzig und Kiel seit 1888 o. Prof. in Erlangen. Neben zahlreichen Werken zu anderen Rechtsgebieten widmete er sich bes. dem Ehe- und Kirchenrecht, das er unter Ausschluß »aller rel. und theol. Erörterungen« behandelte. Durch sein monumentales Hauptwerk, die Edition der ev. Kirchenordnungen der Reformationszeit (5 Bde., 1902–1913; nach 1951 fortgeführt vom Kirchenrechtlichen Institut der EKD…

Staatsreligion

(199 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] bez. eine für die Staatlichkeit als unverzichtbar angesehene (und notfalls zwangsweise durchzusetzende) rel. Einheit des Untertanenverbands (»un roi, une loi, une foi«). Sie bildet das selbstverständliche Fundament nahezu aller älteren Staatsbildungen. In dem Maße, wie Rel. als Teil der öfftl. Ordnung gilt, wird ein rel. Pluralismus als Bedrohung der Staatseinheit empfunden, da er den Keim des Bürgerkriegs, zumindest aber eingeschränkter staatsbürgerlicher Loyalität in sich trägt…

Obermayer

(164 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Obermayer, Klaus (5.5.1916 Wiesbaden – 14.8.1988 Erlangen), ev. Jurist; zunächst aktiver Offizier und Kriegsteilnehmer der ersten Stunde; nach 1945 in München Studium und Referendariat, danach Praxisjahre in der staatl. und kirchl. Verwaltung; 1958 Habil.; seit 1960 bis zur Emeritierung 1984 o.Prof. für Öfftl. Recht und Kirchenrecht in Erlangen. – O. gehörte zu den Pionieren einer rechtsstaatl., grundrechtskonformen Durchdringung des Verwaltungsrechts, verbunden mit umfassender ge…

Naturrecht

(4,848 words)

Author(s): Zenkert, Georg | Herms, Eilert | Hock, Klaus | Link, Christoph
[English Version] I. Philosophisch Das N. gilt als Inbegriff derjenigen Rechtsnormen, die unabhängig von positiven Gesetzen und Konventionen für alle Menschen Verbindlichkeit beanspruchen. Der Ursprung des N. liegt in der Unterscheidung von Natur (phy´sis) und Gesetz (no´mos; Gesetz/Naturgesetz), die von der Sophistik des 5.Jh. v.Chr. veranschlagt wird in der Absicht, die tradierten positiven Gesetze in Frage zu stellen. Nach Antiphon sind die Gebote der Gesetze willkürlich, die der Natur dagegen, …

Recursus ab abusu

(354 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] (appel comme d'abus) bez. die Anrufung staatl. Instanzen gegen einen Mißbrauch der geistl. Amtsgewalt durch Überschreitung der staatsgesetzlich gezogenen Grenzen – und damit (neben dem Plazet) ein bes. wirksames Instrument der staatl. Kirchenhoheit. Seine bes. Ausprägung erhielt er in Frankreich 1539. Hier diente der R. v.a. der Abwehr von Eingriffen in die gallikanischen Freiheiten (Gallikanismus); nach franz. Vorbild wurde er auch in Spanien und den Niederlanden geübt. Als Rech…

Reinking(k)

(266 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Reinking(k), Dietrich (Theodor; seit 1650: v.; 10.3.1590 Windau, Kurland – 15.12.1664 Glückstadt), bedeutender luth. Staatsrechtslehrer und Politiker; zunächst Prof. in Gießen, seit 1618 hohe Staatsämter in hessen-darmstädtischen, mecklenburgischen, erzbfl. bremischen (hier Vertreter des Erzstifts bei den Osnabrückischen Friedensverhandlungen) und dänischen Diensten. In seinem wiss. Hauptwerk »Tractatus de Regimine seculari et ecclesiastico« (1619, 71717) beschreibt R. die Reichsverfassung als Monarchie des Kaisers, der nur in d…

Parität

(359 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] bez. die gleichrangige Rechtsstellung von Religionsgemeinschaften im Staat; sie setzt deshalb die Auflösung der konfessionellen Homogenität im Staatsverband voraus. – Zuvor schon faktisch geübt, gewann die P. in Deutschland durch die (freilich noch beschränkte) Gleichstellung der kath. und ev. Religionspartei erste rechtliche Gestalt v.a. im Augsburger Religionsfrieden. Eine ausdrückliche verfassungsrechtliche Verankerung erfuhr sie im Westfälischen Frieden als »aequalitas exacta…

Religionsgesellschaften

(737 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] . I.Geschichte. Der Begriff entstammt der rationalen Naturrechtslehre (Naturrecht: IV.) der Aufklärung und hier v.a. der staatskirchenrechtlichen Theorie des Kollegialismus. »R.« ist damit eine Kurzformel für die Außensicht zunächst auf die Kirchen, später auf alle rel. Bekennergemeinschaften aus dem Blickwinkel des rel. neutralen Staates, der die rel. Wahrheitsfrage nicht mehr stellt und deshalb zur prinzipiellen Gleichbehandlung verpflichtet ist. In dieser Form fand der Begriff…

Staatskirche

(855 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] I. Geschichte S. bez. eine Zuordnung von Kirche und Staat dergestalt, daß die Kirche dem Staat eingegliedert ist und als Staatsanstalt erscheint. Daraus folgen nicht nur staatl. Eingriffsrechte in das Innere der Kirchenverfassung (Stellenbesetzung, Entscheidung von Lehrkonflikten, Verfügung über Kirchengut u.a.), sondern auch die Indienstnahme der Kirche für staatl. Zwecke. 1. Die Gesch. der S. beginnt unter Theodosius I. durch die Erhebung der christl. zur alleinberechtigten Reichskirche. In Ostrom befestigte sich ein sakraler…

Religionsunterricht

(4,795 words)

Author(s): Grethlein, Christian | Lachmann, Rainer | Link, Christoph | Schröder, Bernd | Heine, Peter
[English Version] I. Geschichtlich Der Religionsunterricht (RU) an Schulen, und nur dieser ist entsprechend heutigem Sprachgebrauch im Blick (s. zu RU im weiteren Sinne Christenlehre, Konfirmandenunterricht), ist Resultat des allg. Differenzierungsprozesses, der zu Bemühungen um rel. Lernen auch außerhalb von Familie und Gottesdienst führte. Entsprechend der Entstehung von Schule im eur. Kulturkreis im kirchl. Bereich (Schule und Kirche, Schule, kirchliche, Klosterschulen) bestand lange Zeit der sc…

Rundfunk

(1,540 words)

Author(s): Link, Christoph | Wunden, Wolfgang | Biener, Hansjörg
[English Version] I. Rechtlich 1. Anders als der alltagssprachliche Begriff R. ist der rechtliche umfassender. Nach den dt. Rundfunkstaatsverträgen bez. R. »die für die Allgemeinheit bestimmte Veranstaltung und Verbreitung von Darbietungen aller Art in Wort, Ton und Bild unter Benutzung elektrischer Schwingungen … « (§ 2 Abs.1 Rundfunkstaatsvertrag in der Fassung vom 7.6.2002). Darunter fallen nicht nur Hörfunk und Fernsehen (einschließlich Pay-TV), sondern auch Ton- und Bewegtbilddienste, Bildschi…

Rieker

(175 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Rieker, Karl (27.3.1857 Urach – 28.11.1927 Erlangen), ev. Jurist. Nach Theologie- und Philosophiestudium zunächst im Kirchendienst, danach rechtswiss. Studium in Leipzig, dort 1891 Promotion und Habil., 1893 a.o. Prof., seit 1903 o. Prof. für Öfftl. Recht und Rechtsgesch. in Erlangen. In seinem Hauptwerk über die rechtliche Stellung der ev. Kirche in Deutschland geht es R. im wesentlichen um den Nachweis, daß Synodal- und Presbyterialsprinzip keine Grundlage in der luth. Theol. ha…

Stellvertretung

(2,811 words)

Author(s): Winter, Franz | Janowski, Bernd | Frey, Jörg | Schaede, Stephan | Pree, Helmuth | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichDer urspr. in der Rechtssprache beheimatete Begriff S. wird v.a. im Rahmen der christl. Theol. reflektiert, doch scheint er durchaus geeignet, auch in der Religionswiss. Anwendung zu finden, wenn auch eine eingehende syst. Behandlung bislang noch nicht geleistet wurde. Im allgemeinsten Sinne ist dann von S. zu sprechen, wenn das eigentlich betroffene oder agierende Subjekt (sei es ein Gott, eine Einzelperson, z.B. der König, oder ein Kollektiv) durch j…

Neutralität

(647 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] . I. Im Völkerrecht umschreibt N. die Rechtsstellung eines nicht am Krieg anderer Staaten teilnehmenden Staates. Daraus ergeben sich für diesen eine Reihe von Rechten (Integrität des Staatsgebiets, bewaffnete Zurückweisung von N.-Verletzungen u.a.) und Pflichten (insbes. weder militärische noch finanzielle oder sonstige Unterstützung einer Kriegspartei, hinreichendes militärisches Potential zur Abwehr von Angriffen schon in Friedenszeiten, Duldung der Durchsuchung von Schiffen durc…

Territorialismus/Territorialsystem

(425 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] bez. eine staatskirchenrechtliche Theorie, nach der die umfassende Herrschaftsgewalt des Fürsten auch die Herrschaft über Kirche und öfftl. Religionsausübung im Lande einschließt und sich demgemäß alle kirchl. Leitungsbefugnisse vom Landesherrn herleiten. Zeitlich löst das Territorialsystem in unscharfem Übergang das Episkopalsystem ab (in dessen Begründung zunehmend territorialistische Argumente einfließen) und konkurriert im 18. und beginnenden 19.Jh. mit dem Kollegialsystem (K…

Weber

(353 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Weber, Werner (31.8.1904 Wülfrath – 29.11.1976 Göttingen), Staats- und Verwaltungsrechtslehrer. Nach Studium in Marburg, Berlin, Bonn (hier auch noch von C. Schmitt betreute Promotion) 1930 Eintritt in das Preußische Kultusministerium, zunächst in die Geistl. Abt., später Versetzung in die Abt. für Volksbildung; daneben 1931 Lehrbeauftragter, 1935 o. Prof. Handelshochschule Berlin, 1942 Leipzig, 1949 Göttingen, 1956–1958 Rektor, 1972 emeritiert. – W. sah mit Sorge den zunehmenden …

Potestas directa/indirecta/directiva

(374 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] bez. Modalitäten der ma. und neuzeitlichen kath. Inanspruchnahme einer kirchl. (insbes. päpstl.) Gewalt in zeitlichen (weltl.) Dingen (in temporalibus). Gestützt auf ältere Lehrtraditionen behauptete v.a. das ma. Papsttum (am schärfsten formuliert in der Bulle »Unam sanctam« Bonifatius' VIII. 1302, Zwei-Schwerter-Lehre) die päpstl. Suprematie über alle weltl. Gewalt und damit nicht nur die oberste Rechtssetzungsmacht in spiritualibus et temporalibus, sondern auch ein direktes Ein…

Privilegien

(1,571 words)

Author(s): Link, Christoph | Korioth, Stefan | Magin, Christine
[English Version] I. Rechtlich Gegenüber dem unscharfen allg. Sprachgebrauch, der auch soziale Disparitäten einschließt, hat der Begriff P. juristisch einen genauer umrissenen, sich freilich hist. erst präzisierenden Bedeutungsgehalt. Er bez. ein von der zuständigen Autorität einem einzelnen oder einer Personenmehrheit durch Herrschaftsakt gewährtes, begünstigendes Sonderrecht. Ihren Ursprung hat die Rechtsfigur im röm. Recht; im MA wurde sie im wesentlichen von der Kirche fortgebildet, aber auch v…

Schulgebet

(554 words)

Author(s): Schröder, Bernd | Link, Christoph
[English Version] I. Praktisch-theologisch Unter den Begriff Sch. fallen primär außerunterrichtliche Gebete zu Beginn und/oder Ende bzw. in Pausen der täglichen Schulzeit, daneben Gebete innerhalb des Religionsunterrichts. Sch. beider Typen sind gegenwärtig in den staatl. Schulen Deutschlands – anders als in der Zeit der konfessionellen Volksschulen (bis in die 60er Jahre) und anders als z.B. in England – ein marginales Phänomen. Vereinzelte Vorstöße, Sch. wieder einzuführen, wie z.B. 1987 in Bayer…

Plazet

(479 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] (Placetum regium, Exequatur regium) bez. das Zustimmungserfordernis des Landesfürsten zu kirchl., insbes. päpstl. Rechtssetzungsakten und Einzelanordnungen. Es war nicht nur Wirksamkeitsvoraussetzung des Rechtsakts im jeweiligen Land, sondern schloß auch bereits die Genehmigung zu dessen Publikation ein. Zuerst geübt in England und im franz. Gallikanismus, wurde das P. insbes. seit dem 17.Jh. in zahlreichen Staaten West- und Südeuropas eingeführt. Im dt. Reich nahmen es die Lande…
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