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Your search for 'dc_creator:( "Markschies, Christoph" ) OR dc_contributor:( "Markschies, Christoph" )' returned 13 results. Modify search

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Neunicaenismus

(481 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version] . Mit dem neuzeitlichen Begriff N. (bzw. den inhaltlich parallelen Ausdrücken »Jungnicaenismus« oder »Neonicaenismus«), der vermutlich auf F. Loofs zurückgeht, wird eine bestimmte trinitätstheol. Position des späteren 4.Jh. bez. (Arius/Arianismus), die allein schon durch ihre Normierung 381 auf dem zweiten Reichskonzil von Konstantinopel (: IV., 1.) und in anderen Bekenntnistexten (Symbolum Quicumque) zum identitätsbildenden traditionellen Lehrbestand der meisten christl. Kirchen und Glaubensgemeinschaften gehört. Freilich hat sich in den letzten 100 Jahren der Begriffsinhalt des Ausdrucks N. deutlich verschoben: Loofs unterschied wie Th.v. Zahn und A.v. Harnack eine urspr. Interpretation des auf dem Konzil von Nicaea 325 normierten Termin…

Traditio Apostolica

(246 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version] (sog. Kirchenordnung des Hippolyt, TradAp). 1910 bzw. 1916 entdeckten E. Schwartz und Richard Hugh Connolly, daß sich einige spätantike Kirchenordnungen als Bearb. bzw. Übers. einer (verlorenen) Grundschrift stemmatisch zuordnen lassen. Beide Forscher nahmen an, daß diese den Titel TradAp ( ᾿Αποστολικη` παρα´δοσις/apostolikē´ parádosis, »apostolis…

Suger

(178 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version]   von St. Denis (um 1081 Argenteuil – 1151 St. Denis). S. stammte aus einer wohlhabenden Familie und wurde um 1091 Oblate im fränkischen Königskloster St. Denis vor den Toren von Paris. 1101 legte er die Profeß ab und verteidigte 1107 vor Papst Paschalis II. die Exemtion des Klosters. Nach verschiedenen polit. und kirchl. Aufgaben wurde er 1122 zum Abt gewählt. Er reformierte…

Origenes

(2,751 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version] (ca.185/186 Alexandrien – ca.253/254) I. Leben Für die Rekon…

Satornil

(156 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version] (Saturninus). Unter den frühen Gnostikern (Gnosis/Gnostizismus: III.,2.), die auf Simon Magus folgen, nennt Irenaeus von Lyon einen Saturninus aus Antiochien (haer. I 24, 1f.), der im frühen 2.Jh. gelebt haben dürfte. Er schreibt ihm die Lehre zu, daß Welt und Mensch von sieben bestimmten Engeln geschaffen wurden, der Mensch nach dem Bild »der höchsten Macht«, die dem Gebilde auch den »Lebensfunken« gab…

Nestorianismus

(870 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version] . Der Begriff N. kann in zweifacher Weise verwendet werden: Erstens bez. er die Theol. (und gelegentlich auch die Kirchenorganisation) der heutigen »Hl. Apostolischen und Kath. Ass. Kirche des Ostens«, deren Glieder auch »Nestorianer« (oder »Ostsyrer« bzw. »Chaldäer«; Apostolische Kirche des Ostens) genannt werden, weil sie 484/486 n.Chr. in bewußtem Gegensatz zur röm. Reichskirche die Christologie des Nestorius annahmen, die auf dem Konzil von Ephesus 431 verurteilt worden war (Nestorianischer Streit). Obwohl diese Kirche sich urspr. als Nationalkirche im pers. Reich der Sasaniden konstituierte und aus dem röm. Reichsgebiet geflohene Anhänger des Nestorius integrierte (Edessa, Nisibis, Syrien: V.), breitete sie den N. durch erfolgreiche Missionstätigkeit unter isl. Herrschaft weit über die Grenzen Persiens hinaus aus: Im Gefolge der Nestorianermission entstanden zw. dem 7. und 14.Jh. zahlreiche Gemeinden in Zentralasien entlang der sog. Seidenstraße, in China und v.a. in der Mongolei, wo nestorianische Christen im 12. und 13.Jh. eine wichtige Rolle in der Verwaltung und am Hof des mongolischen Großreiches spielten (Mongolen). Nachdem die indischen Thomaschristen zunächst in die »Kirche des Ostens« integriert worden waren, entstand aufgrund der port. Besetzung 1599 eine mit Rom unierte Kirche (Unionen mit Rom), der sich die meisten Nestorianer anschlossen, obwohl es nach wie vor N. in Indien gibt (Kirche des Ostens bzw. Metropolie von Trichur). In Mesopotamien selbst schrumpfte der N. seit dem hohen MA stark, eine größere Zahl nestorianischer Christen schloß sich nach 1945 der westsyr. jakobitischen Kirche an, wieder andere flohen schon vor den Verfolgungen im 19. und frühen 20.Jh. nach Syrien, Zypern und in die USA oder traten zum Islam über. Nach gegenwärtigen Schätzungen zählen zu der Kirche …

Ptolemaios

(382 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version] (Ptolemaeus), Gnostiker. P. lebte als freier christl. Lehrer um die Mitte des 2.Jh. in Rom und war in der »Schule« des röm. Lehrers Valentinus tätig (Iren.h…

Platonismus

(4,347 words)

Author(s): Halfwassen, Jens | Markschies, Christoph
[English Version] I. Philosophisch 1.Allgemeiner Charakter Platos Denken war von beispielloser, von keinem anderen Philosophen je erreichter Wirkungsmacht. Plato war der erste Philosoph, der (um 385 v.Chr.) mit der Akademie (: I.) im institutionellen Sinne eine Schule gegründet und damit bewußt eine philos. Tradition gestiftet hat. Aus seiner Schriftkritik ergibt sich zudem, daß Plato der mündlichen Tradierung seines Denkens durch seine Schüler Vorrang einräumte vor seinen Dialogen, die v.a. Werbesc…

Pelagius/Pelagianer/Semipelagianer

(2,025 words)

Author(s): Löhr, Winrich | Markschies, Christoph | Holmes, Stephen R.
[English Version] I. Kirchengeschichtlich …

Willensfreiheit

(6,754 words)

Author(s): Markschies, Christoph | Loos, Fritz | Herms, Eilert | Fraenkel, Carlos | Nagel, Tilman
[English Version] I. Begriffsgeschichtlich Der klassischen Antike fehlt ein Begriff für W. Dieser wird erst durch die Christen in der Spätantike popularisiert. Aristoteles diskutiert die Problematik unter der Leitfrage, in welchem Sinn Handlungen »bei uns« (ε᾿ϕ᾿ η῾μι˜n̆/eph' hēmín) liegen (Arist.e.N. III 1 1110 a 1–3). Die Stoa nennt den Begriff το` αυ᾿τεξου´σιοn̆/to autexoúsion (»Selbstverfügung«; vgl. Chrysipp [SVF 2, 975/990]), lat. mit »liberum arbitrium« übers. Noch Augustin verknüpft das Problem…

Wille

(3,258 words)

Author(s): Markschies, Christoph | Loos, Fritz | Herms, Eilert | Hühn, Lore
[English Version] I. Begriffsgeschichtlich Entwicklung und Verbreitung des Begriffs sind eng mit der Gesch. der christl. Theol. verbunden. Die klassische griech. Antike kannte noch keinen einheitlichen und distinkten Begriff des W. zur Bez. eines eigenständigen geistigen Vermögens. Die voluntative Dimension war in den Bez. für rationale Überlegung, Entscheidung, Bereitschaft sowie nicht-rationales Begehren enthalten. Für Aristoteles ist βουλη´/boulē´ ein Streben, das sich nach einer Überlegung und also auf der Basis von Wissen vernunftgeleitet einst…

Sukzession, apostolische

(2,752 words)

Author(s): Markschies, Christoph | Wohlmuth, Josef | Felmy, Karl Christian | Campenhausen, Axel Frhr. v. | Neuner, Peter
[English Version] I. Zum Begriff V.a. in der ökum. Diskussion (Ökumene) wird gern vorausgesetzt, daß mit dem Stichwort a.S. ein urspr. und klar definiertes Merkmal des kirchl. Amtes bez. würde. Allerdings kommt die Vorstellung, daß zu den Kennzeichen der Kirche eine lückenlos bis auf die Apostel zurückgehende Kette von Amtsträgern gehört, die jeweils durch Handauflegung eines anderen legitimen Amtsträgers in ihr Amt gekommen sind, erst relativ spät auf und ist auch nicht die urspr. Bedeutung des zugrundeliegenden griech. und lat. Begriffsfeldes. Die Termini griech. διαδοχη´/diadochē´/lat. successio bzw. griech. δια´δοχος/diádochos/lat. successor und griech. διαδε´χεσϑαι/diadéchesthai/lat. succedo beschreiben zunächst verschiedenste Formen von Kontinuität: »Nachfolge«, »Nachfolger« und »nachfolgen«. In der profanen Sprache bez. das Wortfeld Verwandtschaft (Arist.pol. 1334 b 39), die Abfolge von Zeit oder Handlungen (Thuc. VII 27f.), die Übernahme einer Tätigkeit oder eines Amtes (Plato rep. 576 b; Leges 758 b; Arist.pol. 1293 a 29). Zum terminus technicus wurde das Wortfeld in der hell. griech. Philos.; unter …