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Wüstenwanderung/Wüstenwanderungsüberlieferung

(726 words)

Author(s): Achenbach, Reinhard
[English Version] . Nach Ex 13,17–22; 15,22–19,1 führte die Wüstenwanderung (W.) Israels nach dem Exodus (s.a. Exodusüberlieferung) aus Ägypten und dem Schilfmeerwunder (bei 'Etām, Ex 13,20; nahe dem Golf von Suez oder bei Pi-hā-Ḫîrôt gegenüber dem Baal-Zefon [Katīb al-Qals], Ex 14,1f.) zunächst zum Gottesberg (har hā'ælohîm, Horeb [ Sinai], Gˇabal Mūsā?), von dort zur Südgrenze Kanaans und nach einem gescheiterten Landnahmeversuch (Dtn 1,9–46; Num 10,12–14,45 [Landnahme/Landnahmeüberlieferung]), ausgehend von Kadesh (ʿAin al-Qudērāt, nahe Tall al-Qudērāt) 40 Jahre lang durch die Wüste (Dtn 2,1.7; Num 16f.; 20,1–21,20; Dtn 1,1–5; 10,6f.). Sie endet mit der Umgehung Edoms und Moabs (Num 20,21; Dtn 2,8–21). Die Lokalisierung der in Ex–Dtn genannten Wüstenstationen ist umstritten und nur in Einzelfällen möglich, weil divergierende Traditionen einander überlagern. In dem lit. jungen Wüstenitinerar Num 33,1–49 werden sie mit Verbindungsrouten der pers. Zeit verknüpft. Der hist. Kern der Überlieferung besteht vermutlich in der Flucht einer sem., proto-israelit., vielleicht den Schasu-Beduinen nahestehenden Gruppe aus Ägypten im 13./12.Jh. v.Chr. (Israel: II.,1., a), die zunächst im Sinai Zuflucht gefunden hat und deren Nachfahren sich mit den Sippen Israels im Verlauf der sukzessiven Besiedlung Palästinas verbunden haben. Im Wüstengebiet südlich Palästinas liegt wohl auch der Ursprung der JHWH-Rel. (Ri 5,4), deren Vermittlung auf Mose zurückgeführt wird, welcher in Verbindung mit altarab. Stämmen stand (vgl. Ex 2,1.15bβ–22; 3*; 18*; Num 10,29). Die älteren lit. Überlieferungen sind nur noch in nach-dtr. und nachpriesterschriftlich redaktionell überformter Gestalt erhalten. Sie verbinden Lokalätiologien mit der Führung und Bewahrung durch JHWH (»Bitterwasser« Mara, Ex 15,23 [ʿUyūn Mūsā]; »Streit-Oase« Meriba, Ex 17,7*; »Brandstätte« Tabera, Num 11,3 u.a.). Naturphänomene wie das Auftreten von Wachtelschwärmen oder das Vorkommen von süßlichen Pflanzen- (Hamada silicornic) oder Insektensekreten an Tamarisken (Trabulina mannifera, Najacoccus serpentina) sind Anlaß zur Legende von der göttlichen Versorgung (Num 11,31f.*) und vom »Manna«, das als »Himmelsbrot« niedergeht (vgl. Ex 16,13ff.; Jos 5,12). Gesch. von der Bewahrung vor den Feinden werden zu exemplarischen Schilderungen wunderbarer JHWH-Kriege (Ex 17,8ff.; Num 31; Krieg: IV.). Im Hoseabuch wird die Angewiesenheit Israels auf Gott in der Wüstenzeit als idealer Zustand der Frühzeit empfunden (Hos 9,10a; 11,1), sein Niedergang wird symbolisch verstanden als erzwungene Rückkehr in die Wüste, die die Chance zum Neubeginn birgt (Hos 2,5.16f.). Die Verwüstung Jerusalems und Judas durch die Babylonier (587 v.Chr.) galt als Strafe (: II.) Gottes (vgl. Jer 4,11.26; 9,9.11; 12,10ff. u. ö.). Die dtr. Paränese deutete die W. zunächst als Bestrafung für Israels Ungehorsam in Vorabbildung der Exilserfahrung (Dtn 1f.*; Exil: II.), später sah sie in der Führung durch die Wüste einen Erziehungsprozeß JHWHs (Dtn 8; 11). Es entstanden Lehrerzählungen über die Rebellion, das Murren, der Israeliten gegen JHWH mit den Höhepunkten der Erzählung vom Goldenen Kalb (Ex 32; Dtn 9f.; Pentateuch: V.) und von der Verweigerung der Landnahme (Dtn 1,9–45 par.), worin die Todessanktion nur durch Moses Fürbitte abgewendet werden konnte. Die Erinnerung an die Wüstenzeit wurde in der Exilszeit Topos der Neubesinnung (vgl. Jer 2,2–6). Die prophetisch stilisierten Aufforderungen zur Rückkehr aus dem Exil propagierten einen neuen Exodus und verhießen neuerliche Wunder in der Wüste (vgl. Jes 41,17–20; 43,18–21; Jer 31,2f.). P verband in Anknüpfung an altisraelit. Traditionen (1Sam 4ff.; 2Sam 7,6) die Vorstellung von der Präsenz JHWHs in der Wüste mit der einer Einrichtung des Kultus' vor der Lade an einem »Zelt der Begegnung« (hebr. 'ohæl mô‘ed, Ex 25–29 [ Stiftshütte…

Samaria

(2,313 words)

Author(s): Na'aman, Nadav | Achenbach, Reinhard
[English Version] I. StadtS. (hebr. שֹׁמְרוֹן…

Tora

(2,877 words)

Author(s): Achenbach, Reinhard | Lehnardt, Andreas | Liss, Hanna | Ochs, Peter
[English Version] I. Altes TestamentDer Begriff T. (…

Zorn Gottes

(2,907 words)

Author(s): Jödicke, Ansgar | Achenbach, Reinhard | Herzer, Jens | Volkmann, Stefan | Bieritz, Karl-Heinrich
[English Version] I. Religionswissenschaftlich…