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Namen Gottes

(1,463 words)

Author(s): Rebiger, Bill | Assel, Heinrich | Ess, Josef van
[English Version] I. JudentumAls bibl. N.G. gelten v.a. das Tetragramm JHWH sowie die Wendung אֶהְיֶה אֲשֶׁר אֶהְיֶה/'æh ejæh 'asˇær 'æh ejæh (wörtl. »Ich bin, der ich bin«) bzw. auch 'æh ejæh allein (Ex 3,14), wobei das Tetragramm z.Z. des Zweiten Tempels nur am Versöhnungstag (Feste/Feiern: III.) vom Hohepriester ausgesprochen werden durfte. Bibl. Attribute und Epitheta Gottes werden als weitere N.G. verstanden. Die rabb. Lit. kennt einige Umschreibungen für Gott (: IX), darunter auch ha-shem (»der Name«), die v.a. als Ersatz für das Tetragramm aufgefaßt wurden. Mit dem N.G. sind weitreichende Spekulationen verbunden, so w…

Zahlensymbolik

(1,014 words)

Author(s): Rebiger, Bill | Mädler, Inken | Reymaier, Erich Konstantin
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Z. ist zentral in allen Rel. und Kulturen. Die arithmetische Ordnung dient als Modell für erfahrene oder postulierte Relationen in Raum und Zeit. Die Relationalität oder gar Harmonie der Z. evoziert Sinn und Ordnung. Durch Z. wird die Komplexität der Wirklichkeit reduziert und Sinn konstruiert (N. Luhmann). Gegen die Erfahrung von Chaos und Zufall verspricht Z. Erkenntnis des göttlichen Willens un…

Paradies

(4,801 words)

Author(s): Pezzoli-Olgiati, Daria | Waschke, Ernst-Joachim | Leiner, Martin | Rebiger, Bill | Heine, Peter | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichDie Gesch. des Begriffs P. ist für die Bestimmung seiner Bedeutung aufschlußreich. Die Bez. P., die von altir. *paridaēza, wörtl. »Umwallung«, abgeleitet ist, erscheint als Lehnwort in vielen anderen Sprachen: z.B. als akkad. pardēsu, hebr. פַּרְדֵּס/pardes oder griech. παρα´δεισος/para´deisos. Diese Begriffe bezeichnen einen eingefriedeten Park, eine Gartenanlage (vgl. Xenophon, Anabasis VI 29,4) und in der Achämenidenzeit speziell die königliche Domäne). Erst in der LXX, durch die Verwen…

Wunder

(7,812 words)

Author(s): Neu, Rainer | Fabry, Heinz-Josef | Alkier, Stefan | Gregersen, Niels Henrik | Evers, Dirk | Et al.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich W. sind außergewöhnliche und Verwunderung auslösende Erfahrungen von Menschen, die sie aus ihrem Verständnis von Normalität nicht erklären können und die für sie in vielen Fällen auf das Eingreifen einer Gottheit bzw. außermenschlichen Macht verweisen. W. treten in allen Kulturen auf und gehören zum Traditionsgut nahezu aller Rel. Nach ihrem Verständnis, Wertschätzung und Funktion können ihnen jedoch je nach ihrem hist., rel. und kulturellen Kontext recht unterschiedliche Bedeutungen zukommen. Die Auffassung, ethnische Rel. würden keine W. kennen, weil in ihrem Weltbild alles Geschehen für wunderbar und nichts für unmöglich gehalten würde, verkennt, daß das Erfahrungswissen der Menschen in ethnischen Kulturen das Normale vom Außergewöhnlichen und Verwunderlichen durchaus unterscheidet. Nur so erklärt sich die Bedeutung der Magie und das Vorkommen zahlreicher rel. Spezialisten mit bes. Wirkkräften in diesen Rel. In der Antike waren im hell. Kulturraum die Heilungswunder an den Heiligtümern des Asklepios und anderer He…