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Unbedingte, das

(688 words)

Author(s): Danz, Christian | Sandkaulen, Birgit
[English Version] I. Religionsphilosophisch Das dt. Wort »das U.« begegnet in den philos. Texten erst im letzten Drittel des 18.Jh. als Übers. des lat. »absolutum«. Seine spezifische, die weitere Theol. und Religionsphilos. nachhaltig bestimmende Prägung erhielt der Begriff durch I. Kant (s.u. II.). Das U. ist das letzte Prinzip, welches seinerseits durch nichts anderes bedingt ist und in dem das Mannigfaltige seine begründete Einheit findet. In dieser methodischen Begründungsfunktion bildet die Idee des U. den Kern des philos. Gottesgedankens (Gott: IV.). Für Kant ist das U. eine Vernunftidee, der die regulative Funktion eines denknotwendigen Abschlußgedankens des Reflexionsprozesses zukommt. Der transzendentalphilos. Gottesgedanke Kants beinhaltet die Forderung für die Vernunft, zu jedem gegebenen Bedingten die Totalität der Bedingungen hinzuzudenken. Diese Fassung des U. wird im dt. Idealismus auf unterschiedliche Weise aufgenommen und unter Aufnahme des spinozistischen (B. de Spinoza) Gottesgedankens als Synthesis a priori weiterbestimmt. In der praktischen Philos. nimmt Kant eine Neubestimmung der Idee des U. vor. Hier ist das U. nicht Abschlußgedanke, sondern Ausgangspunkt. Das praktische Selbstbewußtsein ist ein Freiheitsbewußtsein (Freiheit: V., VI.), welches in der Rel. die sittliche Forderung in der ihm eigenen Form versinnbildlicht. Zu einem Grundbegriff der Religionsphilos. wird das U. seit den 20er Jahren des 20.Jh. Gemeinsam ist den unterschiedlichen Entwürfen, daß sie das U. in den rel. Vollzug selbst verlegen und als Glaube oder Rel. bestimmen. P. Tillich identifiziert das U. mit dem Sinn- und dem Wahrheitsbegriff und deutet Rel. als einen Unbedingtheitsbezug des B…