Search

Your search for 'dc_creator:( "Söding, Thomas" ) OR dc_contributor:( "Söding, Thomas" )' returned 1 result. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Vorsehung

(3,889 words)

Author(s): Friedli, Richard | Cancik-Lindemaier, Hildegard | Bosman, Hendrik | Söding, Thomas | Plathow, Michael | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichSicherheit gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Die Antworten, welche die Rel. auf verunsichernde Erfahrungen anbieten, sind kulturell vielfältig. Es geht dabei darum, das Schicksal (1.) möglichst vorherzusehen, es (2.) in eine Kosmologie einzuordnen und (3.) dadurch zu meistern. Generalisierend lassen sich vier Formen beobachten, mit denen Unvorhersehbares eingedämmt werden soll: 1.Naturereignissen ausgeliefert sein. Ohnmächtig fühlen sich Menschen einer bedrohlichen Schicksalsmacht ausgeliefert. Archaische Religionsformen und schamanistische Erfahrungen (Schamane/Schamanin/Schamanismus) dokumentieren, wie sich dieses unpersönliche »Mysterium tremendum« auswirkt. Aber auch modern sozialisierte Personen können auf Katastrophen mit ähnlich fatalistischen (Fatalismus) Einschätzungen reagieren. In der Volksfrömmigkeit lösen sie deshalb ein Trauma aus und vermitteln das Gefühl, passiv diesen dunklen Mächten ausgesetzt zu sein. – 2.Kontrollierte Vorsehung. Auf radikale Ohnmacht und Anomie reagieren Menschen z.B. mit magischen (Magie), kultur- und religionsgesch. kontextualisierten Praktiken. Dadurch soll die Zukunft vorausgesehen, gesteuert, ja »manipuliert« werden (Orakel, Astrologie, Beschwörungs-Zeremonien [Beschwörung] usw.). – 3.Religiöse Schicksalsergebenheit. V.a. in den Monotheismen ist »V.« ein zentrales Attribut des Schöpfergottes (Schöpfung). Der Schöpfer entläßt zwar seine Geschöpfe in Freiheit, kennt aber in seiner Allwissenheit bereits im…