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Your search for 'dc_creator:( "Kehne, Peter (Hannover)" ) OR dc_contributor:( "Kehne, Peter (Hannover)" )' returned 15 results. Modify search

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Laeti

(170 words)

Author(s): Kehne, Peter (Hannover)
[English version] Etymologisch (etr., kelt., german., lat.?) strittiger t.t. für Nachkommen von in Gallien unter staatl. Aufsicht auf verödeten, grenzfernen Ländereien ( terrae laeticae: Cod. Theod. 13,11,10) angesiedelten Gefangenen bzw. dediticii vorwiegend german. Herkunft (Amm. 20,8,13). L.

Legatus

(367 words)

Author(s): Kehne, Peter (Hannover)
[English version] (“aufgrund eines Gesetzes abgesandt” [6. 11]). 1) Gesandter im völkerrechtl. Verkehr Roms, der außerhalb Italiens Funktionen der fetiales im Rahmen einer legatio übernahm [3. 1133-1135; 2. Bd. 2, 675-690]. Er verfügte u.a. über apparitores [1. 110ff.], Reisegeld ( viaticum) und Recht auf freie Beförderung ( evectio), wozu der vom Senat ausgehändigte goldene Ring (Plin. nat. 33,11) legitimierte [2. Bd. 1, 301]. Gemäß des ius gentium (Völkerrecht) war er

Pactio

(206 words)

Author(s): Kehne, Peter (Hannover)
[English version] Im röm. Völkerrecht bezeichnet p. (bzw. pactum < pacisci; syn. conventio: [1. 136f.]) allg. und ohne Rücksicht auf die jeweilige Rechtsform zwischenstaatliche Abkommen (Gell. 1,25,15; Gai. inst. 3,94; Dig. 49,15,12, vgl. 2,14,5; Liv. 34,57,7), im Pl. auch deren Inhalte. Da in ihnen fides [II.] publica wirkt, deren Beachtung die Einhaltung von ius gentium (s. ius A. 2.) als Völkerrechtsnorm bedeutet ([2. 6; 11f.]; vgl. [1. 36]; [4. 75]), gilt auch für sie die Maxime: pacta servanda sunt (“Verträge sind einzuhalten”, vgl. Cic. off. 3,92; 107 und 1,23; …

Malarich

(47 words)

Author(s): Kehne, Peter (Hannover)
[English version] Franke, trat 355 n.Chr. als tribunus gentilium der scholae Palatinae

Marcomer

(75 words)

Author(s): Kehne, Peter (Hannover)
[English version] Fränk. dux, später rex, durchbrach 388 n.Chr. den Limes und vernichtete wohl das von Quintinus geführte Strafexpeditionsheer. Er verhandelte 389 mit Valentinianus II. und stellte Geiseln. 391/2 wich M. dem Angriff des Arbogastes aus und schloß 392 mit Eugenius [1] ein foedus (Greg. Tur. Franc. 2,9). Vermutl. 395 zu Stilicho geflüchtet oder von ihm verhaftet, wurde er in Etrurien interniert (Claud. carm. 8; 18; 21). PLRE 1, 557. …

Legatio

(574 words)

Author(s): Kehne, Peter (Hannover)
[English version] Tätigkeit eines legatus . 1) Im völkerrechtl. Bereich die staatl. verfügte, gelegentliche Delegation von meist drei oder mehr legati, die - als Boten oder mit Handlungsvollmacht ausgestattet - als offizielle Vertreter Roms agierten und dem Senat darüber berichteten ( legationem renuntiare: Liv. 39,33,1). Legationes überbrachten u.a. die für ein bellum iustum (Völkerrecht) notwendige Genugtuungsforderung ( rerum repetitio), die K…

Obsequium

(158 words)

Author(s): Kehne, Peter (Hannover)
[English version] Im sozialen und polit. Gefüge Roms drückt o. allg. Willfährigkeit gegenüber Höherstehenden aus [3. 128ff.], im mil. Bereich soldat. Gehorsam und im Privatrecht Respektspflicht des libertus (Freigelassenen) gegenüber dem patronus [1. 140]. Bezogen auf das imperium Romanum meint o. die Loyalität der Prov. (Tac. hist. 4,71,2; 74,4; Tac. ann. 4,72,1; 15,21,1) und die von der Außenpolitik erstrebte Subordination von Randvölkern (Suet. Aug. 21; Tac. ann. 4,46,2; 14,31,1; Tac. Germ. 29,2), die Rom zwang, imperia zu befolgen (R. Gest. div…

Obses

(120 words)

Author(s): Kehne, Peter (Hannover)
[English version] Ein o. (Pl. obsides, “Geisel”) wurde aufgrund einer Übereinkunft gestellt oder zu Repressalzwecken genommen. Im ersten Fall sicherte die sakrosankte “Vertragsgeisel” legationes , Verhandlungen und alle Arten zwischenstaatlicher Abkommen, z.B. Kriegsverträge ( indutiae ; pactio ), und bürgte bei den pax bewirkenden Abkommen ( deditio ; foedus ) auch für die Erfüllung einzelner Bedingungen. Im Frieden garantierte er polit. Wohlverhalten. Anzahl, Austausch und Vergeiselungsdauer waren Ermessenssache. Römische Bürger dienten bis zur Spätant. nur im Ausnahmefall als obsides. …

Indutiae

(144 words)

Author(s): Kehne, Peter (Hannover)
[English version] Im Unterschied zur bloßen Kampfpause ( quies a proeliis) meint i. im Kriegs- und Völkerrecht den vereinbarten Waffenstillstand ( cessatio pugnae pacticia: Gell. 1,25,8) bzw. das diesem zugrundeliegende Abkommen ( pact…

Mallobaudes

(93 words)

Author(s): Kehne, Peter (Hannover)
[English version] schlug als comes domesticorum et rex Francorum 378 n.Chr. bei Argentaria (Horburg/Elsaß) die Alamannen und nahm wohl an Gratianus' [2] rechtsrhein. Expedition [1. 600] zu deren Unterwerfung teil (Amm. 31,10,6-17). Im Frankenland tötete er später den eingefallenen Alamannenkönig Macrianus [1] (Amm. 30,3,7). Die Identität mit dem fränk. tribunus armaturarum, der 354 Co…

Macrianus

(296 words)

Author(s): Kehne, Peter (Hannover) | Franke, Thomas (Bochum)
[English version] [1] Rex von Alamannen am Main-Neckar, 4. Jh. n.Chr. Rex von Alamannen am Main-Neckar, wo er sich 359 n.Chr. Iulianus [11] unterwarf (Amm. 18,2,15-18). Valentinianus I. mobilisierte 370 ein Burgunderheer (Amm. 28,5,8-13) gegen den inzwischen erstarkten M., der sich aber der Gefangennahme 372 durch Flucht entzog. Der vom Kaiser eingesetzte

Merobaudes

(594 words)

Author(s): Kehne, Peter (Hannover) | Smolak, Kurt (Wien)
[English version] [1] Consul 377 und 383 n.Chr. 363 n.Chr. diente der verm. fränkische Flavius M. dem Iulianus [11]. Von Valentinianus I. zum magister peditum ernannt (Zos. 4,17), kämpfte M. 375 im Quadenkrieg (Quadi), erhob eigenmächtig Valentinianus II. zum Augustus (Amm. 30,10; Zos. 4,19) und war 377 und 383 Consul. 377 hielt M. Teile des zu Valens nach Thrakien geschickten Heeres zurück (Amm. 31,7,4), was wohl zu Mallobaudes' Sieg in Gallien beitrug. Verm. nahm er an weiteren Feldzügen des Gratianus [2] teil, trat…

Pax

(820 words)

Author(s): Kehne, Peter (Hannover) | Scherf, Johannes (Tübingen)
(“Frieden”). [1] Friede allgemein [English version] A. Definition Lat. p. (< idg.  pac, daher pac-s, pacisci > pango, vgl. griech. πήγνυμι/ pḗgnymi; zur Terminologie in der Ant. [6. 17-29]) meint ‘in erster Linie den Friedenszustand und nicht die Form, in der dieser gewährt wird’ [7. 46]. Obwohl röm. Quellen schon die Abwesenheit von Krieg ( bellum) p. nennen, ist p. erst das Resultat eines mittels Eroberung, deditio oder vertraglicher Vereinbarung (s.u. D.) beendeten konkreten Krieges [7. 49f.; 8. 51; 6. 155]. Attribute indizieren “Friedensstifter” oder verschiedene Geltungsbereiche (vgl.

Italicus

(157 words)

Author(s): Elvers, Karl-Ludwig (Bochum) | Losemann, Volker (Marburg/Lahn) | Kehne, Peter (Hannover)
Weitverbreitetes röm. Cognomen. Am bekanntesten der Dichter Silius I. Elvers, Karl-Ludwig (Bochum) [English version] [1] Cheruskerkönig ab 47 n. Chr. Sohn des Cheruskers Flavus (dem Bruder des Arminius) und einer Tochter des Chattenprinceps Actumerus, in Rom geboren und aufgewachsen. Da I. vom zerstrittenen Adel als König der Cherusci verlangt wird, setzt Kaiser Claudius [III 1] den letzten Sproß der stirps regia 47 n.Chr. als König ein (Tac. ann. 11,16); das zeigt die neue Entwicklung der röm.-german. Beziehungen seit der Varusschlacht. Nach Parteikämp…