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Selbstverleugnung

(477 words)

Author(s): Tietz, Christiane
[English Version] . Die ntl. Aufforderung »Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach« (Mk 8,34 parr.) macht S. zum Merkmal der Nachfolge Christi. Während α᾿ρn̆ει˜σϑαι ᾿Ιησου˜n̆/arneísthai Iēsoún im Gegensatz zum ο῾μολογει˜ ε᾿n̆ ᾿Ιησου˜/homologeín en Iēsoú steht (Mt 10,32f.), gehört (α᾿π)αρn̆ει˜σϑαι ε῾αυτο`n̆/(ap)arneísthai heautón (lat. ab-/denegare sui ipsius) zum Bekenntnis zu Jesus Christus (dessen Treue uns gegenüber aber gerade darin begründet liegt, daß dieser sich selbst nicht v…

Sprache

(6,611 words)

Author(s): Maier, Bernhard | Hennigfeld, Jochem | Tietz, Christiane | Schroeter-Wittke, Harald | Sørensen, Jørgen Skov | Et al.
[English Version] I. Sprach- und religionswissenschaftlich 1.Sprachwissenschaftlich Unter »S.« versteht die Sprachwissenschaft einen Vorrat hörbarer Zeichen, die nach bestimmten Regeln miteinander verbunden werden und der zwischenmenschlichen Kommunikation dienen. I. allg. unterscheidet man S. als überindividuelles Zeichensystem (langue) von ihrer Aktualisierung durch den einzelnen Sprecher (parole). Weithin üblich ist die fachliche Unterscheidung zw. einer allg. Sprachwiss. (Linguistik), welche die …

Rechtfertigung

(9,630 words)

Author(s): Tietz, Christiane | Klaiber, Walter | Jüngel, Eberhard
[English Version] I. Zum BegriffDer Begriff R. bez. im Deutschen bis ins 17.Jh. einen gerichtlichen Prozeß (: I.), eine Verurteilung, gar Hinrichtung (Elert), kann aber auch für Verteidigung und Freispruch stehen. Inzw. wird der Begriff nur noch im Sinne von Gerechterklärung oder Legitimation gebraucht (DWb 14, 415f.). Das hebr. Wort צְדָקָה/ṣedāqāh und das griech. Wort δικαι´ωσις/dikaíōsis akzentuieren den Aspekt der Gerechtsprechung, der lat. Ausdruck iustificatio stärker den der Gerechtmachung. Das AT und das NT kennen zwar auch andere Begrif…

Selbstverwirklichung

(386 words)

Author(s): Tietz, Christiane
[English Version] Selbstverwirklichung, ethisch. In der Philos. kann selbstbestimmtes, nicht extern normiertes Aktualisieren (ausgewählter) eigener Potentialitäten und gleichzeitiges Sich-Verfügbarmachen der Umwelt als »S.« verstanden werden. Das Selbst ist dabei entweder Ausgangsort der Verwirklichung (das Selbst verwirklicht sich in seinen Handlungen) oder deren Ziel (das Selbst wird erst durch seine Handlungen verwirklicht). Als ethisch angemessen wird S. angesehen, wenn sie sich an gewissen, im Selbst zu findenden Kriterien wie Vernunft …