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Your search for 'dc_creator:( "Campbell, J. Brian (Belfast)" ) OR dc_contributor:( "Campbell, J. Brian (Belfast)" )' returned 30 results. Modify search

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Centurio

(350 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] Der c. war abgesehen von den Senatoren und den equites der wichtigste Offizier in der röm. Armee. Im 1.Jh. v.Chr. gab es in einer Cohorte ( cohors ) sechs c., die jeweils eine centuria von 80 Mann befehligten und Titel trugen, die die alte Manipelordnung widerspiegelten: pilus prior, pilus posterior, princeps prior, princeps posterior, hastatus prior, hastatus posterior. Spätestens seit der flavischen Zeit befanden sich nur fünf c. in der ersten Cohorte, die jedoch die ranghöchsten in der Legion waren ( primi ordines), wobei es vier Beförderungsschritte zur Po…

Principales

(336 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] Die p. der röm. Legionen waren Soldaten, die eine bes. Dienstaufgabe erfüllten, dafür vom üblichen Lagerdienst befreit waren und den eineinhalbfachen oder doppelten Sold einfacher Soldaten erhielten (Veg. mil. 2,7); die immunes hingegen erhielten keinen erhöhten Sold. Die herausgehobene Stellung eines principalis verdeutlicht ein Brief von Iulius Appollinaris, einem röm. Soldaten in Äg.: ‘Ich danke Serapis und dem guten Glück dafür, daß ich, während alle anderen hart arbeiten und Steine hauen, nun p. bin, herumstehe und nichts tue’ (PMichigan VIII 46…

Bucellarii

(153 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] In der Spätant. bezeichneten b. Gruppen barbarischer Soldaten, die angesehenen Kriegern dienten und von diesen bisweilen im Interesse Roms eingesetzt wurden. Schließlich bekam der Begriff b. eine spezielle Bedeutung: bewaffnete Gefolgsleute, die reichen Großgrundbesitzern als Leibwache dienten, eine Praxis, die trotz des Verbots durch Leo häufig anzutreffen war. Auch findet man b. in der Umgebung von hohen Beamten, zumeist Offizieren; sie schworen ihrem Herrn und dem Kaiser einen Treueid, was auf eine offizielle Billigung hinzuwe…

Equites singulares

(658 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] Spätestens seit dem 2. Jh. v.Chr. hatten röm. Feldherren eine aus Reiterei und Fußtruppen bestehende Eliteeinheit, deren Angehörige unter den Kontingenten der ital. socii ausgewählt wurden, was auch für die extraordinarii zutraf. Gegen Ende der Republik wurden die Eliteeinheiten aus den auxilia rekrutiert; dabei ist unbekannt, ob diese auch einen besonderen Namen hatten. Ähnliche Einheiten scheint es auch zu Beginn des Prinzipats gegeben zu haben. Fabricius Tuscus kommandierte eine ala praetoria während des Germanienfeldzugs des Germanicus (11-14 …

Praetorium

(216 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] Das p. war während der Republik das Zelt des Befehlshabers einer röm. Armee; der Begriff zeigt, daß der Praetor urspr. der röm. Oberbefehlshaber war. Wenn ein Marschlager errichtet wurde, bestimmte man zunächst den Platz für das p. (Pol. 6,27; vgl. Caes. civ. 1,76,2); es nahm die zentrale Stelle des Lagers ( castra ) ein und wurde von einem offenen Platz für den Markt und vom Zelt des Quaestors flankiert. Die via praetoria und die porta praetoria waren wahrscheinlich Straße und Tor, die dem p. benachbart waren. Das Wort p. bezeichnete auch die Beratung der Offiziere…

Evocati

(348 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] Im 2. Jh. v.Chr. mußten die röm. Soldaten bis zu sechs Jahre Militärdienst leisten; anschließend hatten sie als evocati 16 Jahre lang für Einberufungen zur Verfügung zu stehen. Während der Bürgerkriege am Ende der röm. Republik versuchten einzelne Feldherren oft, erfahrene Soldaten zu überreden, zu ihren Einheiten zurückzukehren. Die so rekrutierten Truppen wurden als e. bezeichnet. Die e. besaßen einen höheren Rang als einfache Soldaten, aber einen niedrigeren als die centuriones. Entweder bildeten sie eine besondere Einheit, oder sie wurden in b…

Discens

(100 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] bezeichnete im mil. Zusammenhang einen Soldaten, der für eine spezielle Funktion ausgebildet wurde. Inschr. belegen, daß den Legionen Soldaten angehörten, die auf den Dienst als Reiter (CIL VIII 2882 = ILS 2331), Sanitäter, Architekten oder Standarten- und Adlerträger ( discens aquiliferu(m) leg(ionis) III Aug(ustae), CIL VIII 2988 = ILS 2344) vorbereitet wurden. Es ist unklar, ob d. im Rang den immunes gleichstanden, also den Soldaten, die bes. Aufgaben hatten und von den munera, dem schweren Dienst, befreit waren. Auch bei den Praetorianern waren d. zu finden. C…

Numerus

(214 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] Im röm. Militärwesen allg. eine Anzahl von Soldaten oder speziell eine mil. Einheit; da dem Wort eine präzise Bed. fehlt, konnte es sowohl auf die auxilia als auch auf die Legionen angewendet werden (Tac. Agr. 18,2; CIL III 12257: cohors Lusitanorum). Gerade Einheiten, die keinen eigenen Namen trugen, wurden n. genannt, so etwa die equites singulares Augusti (ILS 2182-2184; 2129) oder die exploratores (ILS 2631; 2632; 9186; 9187). Dasselbe gilt für Einheiten, die an den Grenzen des Imperiums rekrutiert worden waren; oftmals wurden diese numeri nach ihrer Herkunf…

Manipulus

(248 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] Der m. (Manipel) wurde als taktische Einheit der röm. Legion im 4. Jh.v.Chr. eingeführt (Liv. 8,8,3: et quod antea phalanges similes Macedonicis, hoc postea manipulatim structa acies coepit esse); auf diese Weise konnten die Truppen für die Schlacht flexibler aufgestellt werden als in der Formation der Phalanx. Die Soldaten, die mit dem pilum (Wurfspeer) ausgerüstet waren, erhielten so mehr Raum für ihre Operationen. Die Legion wurde in drei Reihen zur Schlacht aufgestellt ( hastati, principes, triarii ), wobei jede der ersten beiden Reihen aus zehn manipuli mit…

Praetorianer

(851 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] ( cohortes praetoriae). In der röm. Republik war die cohors praetoria ( c. p.) eine kleine mil. Einheit, die das praetorium bewachte und als Eskorte des Feldherrn fungierte. Nach Festus (Fest. 223M.) soll Cornelius [I 71] Scipio Africanus als erster zu seinem Schutz “die tapfersten Männer” ausgewählt haben, die von anderen Dienstpflichten befreit waren und einen höheren Sold bezogen. In der späten Republik besaßen mächtige Feldherren starke Leibwachen; so stellte M. Antonius [I 9] 44 v. Chr. aus seinen Veteranen eine Leibwache von 6000 Mann auf. 27 v. Chr. schuf…

Primipilus

(377 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] In republikanischer Zeit war der centurio primi pili, der später als primipilus oder primus pilus bezeichnet wurde, der ranghöchste centurio in einer röm. Legion. Er befehligte den äußersten manipulus der triarii oder pilani auf dem rechten Flügel. Er gehörte normalerweise zum consilium des Feldherrn und hatte wie die anderen centuriones mehrere Jahre als Soldat gedient. Da die Legionen urspr. Jahr für Jahr rekrutiert wurden, diente der p. nur für ein Jahr und war danach wieder einfacher centurio; allerdings konnte ein p. diese Position mehrmals bekleiden. S…

Auxilia

(480 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] In den letzten beiden Jh. der Republik hat Rom Angehörige nicht-ital. Völker mit bes. mil. Fähigkeiten wie etwa kret. Bogenschützen, Schleuderer von den Balearen oder Reiter aus Numidien, Spanien oder Gallien, zwangsweise rekrutiert oder als Söldner angeworben. Nach der Schlacht von Actium verblieben 31 v.Chr. viele dieser Einheiten entweder als Freiwillige oder durch einen Vertrag an Rom gebunden im Dienst, während andere weiterhin unter ihren eigenen mil. Führern in ihrem Heima…

Iuniores

(214 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] In der Centurienordnung, die in der historiographischen Überlieferung dem König Servius Tullius zugeschrieben wurde, war das röm. Volk nach dem jeweiligen Vermögen der einzelnen Bürger in classes eingeteilt, die gleichzeitig polit. und mil. Zwecken dienten. Dabei bestand jede Klasse aus zwei Gruppen von Bürgern, den iuniores (Männern im Alter von 17-46 Jahren), die Militärdienst zu leisten hatten und kämpfen mußten, wo und wann immer es von ihnen verlangt wurde, während es die Aufgabe der seniores (46-60 Jahre) war, die Stadt gegen Angriffe zu verteidi…

Kataphraktoi

(322 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] (κατάφρακτοι). Der Begriff k. bezeichnete die gepanzerte Reiterei, mit der die Römer zuerst im Jahre 190 v.Chr. im Krieg gegen Antiochos III. konfrontiert wurden (Liv. 37,40,5). Bei Carrhae wurde das Heer des Crassus 53 v.Chr. von der parth. Reiterei, deren Reiter und Pferde gepanzert waren, besiegt (Plut. Crassus 24f.). Seit 69 n.Chr. hatten die Römer mit der gepanzerten Reiterei der Sarmaten an der unteren Donau zu tun (Tac. hist. 1,79). Im röm. Heer wurde die erste Einheit von gepanzerten Reitern wahrscheinlich unter Hadrianus aufgestellt ( ala I Gallorum et …

Rekrutenausbildung

(880 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] I. Griechenland s. Ephebeia Campbell, J. Brian (Belfast) [English version] II. Rom ‘Seht Euch die Ausbildung der Legionen ( exercitatio legionum) an ... Daher rührt der Mut in der Schlacht und die Bereitschaft, Wunden zu empfangen.’ Cicero bringt hier den traditionellen Stolz der Römer auf ihre mil. Ausbildung zum Ausdruck (Cic. Tusc. 2,37). In der frühen röm. Republik fand die elementare mil. Ausbildung wahrscheinlich auf dem Campus Martius statt. Als später Bürger rekrutiert wurden, die weit entfe…

Extraordinarii

(229 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] Die e. waren Soldaten aus verbündeten ital. Städten; sie dienten im frühen röm. Heer als Eliteeinheiten von Fußtruppen und Reiterei. Zwölf von den consules ernannte Präfekten wählten die besten Soldaten aus den Kontingenten der Bundesgenossen - etwa ein Drittel der Reiterei und ein Fünftel der Fußtruppen - aus, um so die e. zu bilden (Pol. 6,26,6). Einige e. hatten die wichtige Aufgabe, die consules zu begleiten und als deren Leibwache zu fungieren. Sie nahmen allerdings auch als reguläre Truppen an Schlachten teil; so kämpften sie 209 v.Chr…

Cohors

(468 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] Während der frühen Republik unterstellten die Bundesgenossen der röm. Armee 500 Mann starke Einheiten, die später cohortes genannt wurden und dem Befehl eines Praefekten aus der betreffenden Stadt unterstanden. Es bleibt unklar, wann die c. als taktische Einheit in das Heer integriert wurde. Polybios bezeichnet eine c. als eine aus drei Manipeln bestehende Einheit (Pol. 11,23; Schlacht von Ilipa 206 v.Chr.), in seiner berühmten Beschreibung des röm. Heeres werden jedoch die c. nicht erwähnt. Livius erwähnt in seiner Darstellung der Feldzüge in Spani…

Comitatenses

(458 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] Die c. waren die Einheiten, die das Feldheer des spätant. röm. Reiches ausmachten. Ihr Name leitet sich von dem comitatus ab, dem Verwaltungsapparat, der dem Princeps diente und ihn auf seinen Reisen begleitete. Die c. waren an kein bestimmtes Territorium gebunden und konnten Territorialtruppen, die ständig in bestimmten Prov. standen ( limitanei oder ripenses), zugefügt werden. Es ist wahrscheinlich, daß Diocletianus ein Feldheer aufgestellt hat, das allerdings nur eine begrenzte Größe hatte. Doch Constantinus vergrößerte die c. und verlieh ihnen eine n…

Legio

(5,266 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] A. Republik In der Frühzeit bestand das Heeresaufgebot Roms wahrscheinlich aus insgesamt 3000 Soldaten, wobei jede der drei tribus der Königszeit 1000 Mann stellte (Varro ling. 5,89) - eine als “die Aushebung” ( legio) bezeichnete Streitkraft. Die Servius Tullius von der historiographischen Überl. zugeschriebene Einteilung des röm. Volkes in sechs Vermögensklassen (Liv. 1,42,4-43,13; Dion. Hal. ant. 4,15-18) hatte auch einen mil. Zweck: Es hing vom Besitz eines Bürgers ab, mit welchen Waffen er sich ausstatten konnte. Die Besitzlosen ( capite censi) waren vo…

Limitanei

(653 words)

Author(s): Campbell, J. Brian (Belfast)
[English version] Allg. Bezeichnung für die Einheiten des spätröm. Heeres, die einen festen Standort in den Grenzgebieten ( limites; s. limes ) des Imperium Romanum hatten. Sie standen unter dem Kommando eines dux limitis, der die Verantwortung für einen Teilabschnitt der Grenze trug, der sich oft über mehrere Territorialprov. erstreckte. Der Begriff l. ist erstmals 363 n.Chr. in einem offiziellen Dokument bezeugt (Cod. Theod. 12,1,56); er wurde verwendet, um die territorialen Truppen von den Soldaten des Feldheeres ( comitatenses ), das an kein bestimmt…
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