Search

Your search for 'dc_creator:( "Rüpke, Jörg (Erfurt)" ) OR dc_contributor:( "Rüpke, Jörg (Erfurt)" )' returned 69 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Gavius

(917 words)

Author(s): Elvers, Karl-Ludwig (Bochum) | Schmidt, Peter L. (Konstanz) | Eck, Werner (Köln) | Walde, Christine (Basel) | Rüpke, Jörg (Erfurt)
Röm. Familienname, inschr. häufig - auch in der Form Cavius - bezeugt [1. 76f.]; die Träger sind in republikanischer Zeit noch polit. bedeutungslos; auch falisk. Praenomen [2. 103]. I. Republikanische Zeit [English version] [I 1] G., P. als Spion des Spartacus 72 v.Chr. gekreuzigt aus Compsa (Unteritalien), wurde 72 v.Chr. auf Sizilien von C. Verres als angeblicher Spion des Sklavenführers Spartacus gefangen und gekreuzigt (Cic. Verr. 2,5,158-170). Elvers, Karl-Ludwig (Bochum) [English version] [I 2] G. Bassus röm. Grammatiker und Antiquar, spätrepublikanische Zeit Röm. G…

Laronia

(53 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt)
[English version] Kritikerin von sexualmoralischer Scheinheiligkeit in Iuv. 2,36-65; wenn es sich um eine histor. Person handeln sollte (so [2]), könnte sie mit der Mart. 2,32,5f. als reiche Witwe charakterisierten L. (ebenfalls nicht sicher histor.) identisch sein. Rüpke, Jörg (Erfurt) Bibliography 1 PIR2 L 113 2 S. Braund, Juvenal. Satires Book 1, 1996, 129.

Parapegma

(374 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt)
[English version] (παράπηγμα) bezeichnet im ant. Sprachgebrauch Steckkalender, die durch das (zumeist tägliche) Umstecken von Nägeln das Verfolgen von Kalenderdaten ermöglichten (z.B. bei den sog. Fasti Guidizzolenses für das ganze Jahr, InscrIt 13,2,234, aber wohl auch bei Wochentagskalendern). Diese Form der kalendarischen Orientierung durch eigenes Weiterstecken war bes. dort interessant, wo es ermöglichte, kalendarische Systeme mitzuverfolgen, die vom jeweiligen “bürgerlichen” Kalender abwiche…

Lunaria

(145 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt)
[English version] Eine durch zahlreiche ma. hsl. Exemplare belegte lat. Textgattung; L. bieten die Zusammenstellungen von Vorschriften und Prognosen für alle Tage eines Mondmonats. Inhaltlich greifen sie ant. astrolog. Regeln auf (Cato agr.; Verg. georg.; Plin. nat.); die Überl.-Linie läßt sich aber nicht bruchlos rekonstruieren [2. 18]. In der griech. astrolog. Lit. entsprechen ihnen die sicher ebenso auf ant. Prognostica [3; 4] zurückgehenden Selenodromia. In der Form reihen sich die L. in die (…

Passennus Paulus Propertius Blaesus, C.

(100 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt)
[English version] (Namensform nach CIL 11,5405, aus Assisi). Röm. Elegiker und Lyriker des späten 1. Jh.n.Chr. Bekannt ist er nur aus den Briefen des jüngeren Plinius [2] (Plin. epist. 6,15,1; 9,22,1f.), der ihn als Elegiker und Lyriker sehr schätzt und ihn als Ritter und Nachkommen des Elegikers Propertius bezeichnet. Die Freundschaft mit Plinius und mit dem Rechtsgelehrten und Consul des Jahres 86 L. Iavolenus Priscus weist auf seine Stellung in der röm. Ges. Gedichte sind nicht erh., sie sollen sich eng an Propertius bzw. Horatius [7] angeschlossen haben (Plin. l.c.). PIR2 P 141. R…

Religion

(12,041 words)

Author(s): Bendlin, Andreas (Erfurt) | Renger, Johannes (Berlin) | Assmann, Jan (Heidelberg) | Podella, Thomas (Lübeck) | Colpe, Carsten (Berlin) | Et al.
I. Einleitung [English version] A. Bestimmung des Begriffs Als substantivistischer Terminus der rel. Selbstbeschreibung bezeichnet “R.” ein System von gemeinsamen Praktiken, individuellen Glaubensvorstellungen, kodifizierten Normen und theologischen Erklärungsmustern, dessen Gültigkeit zumeist auf ein autoritatives Prinzip oder Wesen zurückgeführt wird. Für die R.-Wissenschaft ist der R.-Begriff dagegen eine rein heuristische Kategorie, mit der jene Praktiken, Vorstellungen, Normen und theologischen Kon…

Epideixis

(398 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt)
[English version] (ἐπίδειξις). Eines der drei genera causarum . Die E. ist nach Aristoteles bestimmt als jener Redetyp, der den Zuhörer nicht zu Urteil oder Entscheidung auffordert, sondern ihn in die Rolle des bloßen Zuschauers ( theōrós) versetzt: Auf dem Prüfstand steht allein die Rede selbst (rhet. 1358b). Es ist nicht zwingend, aber verständlich, daß die Funktion, die Aufmerksamkeit auf die Rede selbst zu lenken, durch bestimmte Inhalte, nämlich lobende oder tadelnde Darstellungen, also eher mimetische Texte denn polit.-juris…

Corpus Caesarianum

(472 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt)
[English version] Moderne Bezeichnung für die chronologisch angelegte Sammlung Caesars eigener oder über seine Kriege berichtender commentarii: B. 1-7 (58-52 v. Chr.) und 8 (52/51) des Bellum Gallicum (BG), 3 B. Bellum civile (49/48; BC), Bellum Alexandrinum (48/47; BAl), Afric(an)um (47/46; BAfr), Hispaniense (45; Schluß verstümmelt; BHisp). Die fast vollständig erh. Sammlung lag in der heutigen Form bereits Sueton vor (Suet. Iul. 56,1Suet. Iul. 56,1); allein in dieser Form sind Caesars commentarii dem MA überliefert worden. Aufschluß über die Entstehungsgesch. g…

Kalender

(3,845 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt) | Freydank, Helmut (Potsdam)
A. Grundprinzipien [English version] 1. Begriff In seiner heutigen Bed. hat sich K. in nachant. Zeit aus dem lat. Wort für “Schuldbuch”, calendarium (Kalendarium), entwickelt. Der Begriff wird im folgenden als Element der Zeitrechnung einer Kultur verstanden, das jährliche Periodizitäten zu beschreiben oder regulieren versucht. Die kleinste Einheit, mit der ein K. typischerweise rechnet, ist dabei der Tag (Uhr). Rüpke, Jörg (Erfurt) [English version] 2. Soziale Konstruktion der Zeit Jagd wie Ackerbau verlangen eine Abstimmung auf jahreszeitliche Gegebenheiten (Ja…

Fasti

(1,922 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt)
[English version] A. Begriff Als Adj. zu lat. fās (“göttliches Recht”; eine etym. Verbindung mit *fēs oder *făs und den davon abgeleiteten Begriffen fēriae, fēstus und fānum ist nicht zu beweisen [11. 134]) gebildet, findet sich fastus in technischer Sprache nur in der Zusammensetzung mit dies und bezeichnet dann in Rom Tage, an denen bestimmte öffentliche Handlungen als erlaubt galten. Dieser Begriff gab einer kalendarischen Zusammenstellung solcher Tage - in der die dies f. überwiegen - den Namen F. Wie die graphische Form verdrängte auch der Name spurlos alle etw…

Saeculum

(669 words)

Author(s): Haase, Mareile (Berlin) | Rüpke, Jörg (Erfurt)
(“Zeitalter”). [English version] I. Allgemeines Die ant. Theorien zum s. behandelt Censorinus [4] in Kap. 17 von De die natali (238 n. Chr.) im Rahmen chronographischer Ausführungen. Seine Quelle ist u. a. Varro, der Serv. Aen. 8,526 zufolge einen Text De saeculis verfaßte. Cens. 17,2 definiert s. als “längstmögliche menschliche Lebensdauer” ( spatium vitae humanae longissimum partu et morte definitum). Etr. (17,5-6) und röm. Trad. (17,7-15) sind bei Censorinus klar geschieden ( Roman(or)um s.: 17,7): Die rituelle Inszenierung des Beginns eines neuen s. durch die ludi Terentini o…

Commentarii

(653 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt)
[English version] Protokollartige, fortlaufende Aufzeichnungen ( acta ), die die Tätigkeiten von Verbänden und Verbandsorganen (Magistrate, collegia, Stadträte), aber vielleicht auch wirtschaftlicher Unternehmen, d.h. großer Privathaushalte (Cic. Att. 7,3,7), dokumentieren; für eigentliche Abrechnungen ist der Begriff aber nicht belegt. Aufzeichnungsinteresse, und damit -inhalt (bis hin zum privaten “Merkbuch”, Cic. de orat. 1,208), Institutionalisierung der Aufzeichnung und Publikation können stark variieren. Charakteristisch für den c.us - wie eine einzel…

Caesar

(5,008 words)

Author(s): Will, Wolfgang (Bonn) | Rüpke, Jörg (Erfurt)
I. Historisch [English version] A. Jugend und frühe Karriere C. Iulius Caesar wurde 100 v.Chr. am 13. Quintilis (seit 44: Iulius/Juli) als Sohn der Aurelia, einer Tochter des L. Aurelius Cotta ( cos. 119; [1. 327]) geboren. Sein Vater erreichte im Jahre 92 die Praetur und starb 85. Über C.s Kindheit und frühe Jugend ist nichts bekannt. Vermutlich verbrachte er, wie in Roms Aristokratie üblich, die ersten Jahre in der Obhut der Mutter, im Alter zwischen 7 und 15 folgten Elementar- und Grammatikunterricht (griech. und lat. Lit.…

Feriale

(974 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt)
[English version] A. Begriff Als f. bezeichnet sich in der Überschrift eine kampanische Inschr. aus dem Jahr 387 n.Chr., die eine Liste von sieben jährlich gefeierten Ritualen bietet (InscrIt 13,2,283). Von diesem Text, dem sog. F. Campanum, wurde der Begriff in der Forsch. auf ähnliche Zusammenstellungen im lat. Bereich übertragen: Im Unterschied zu eigentlichen Kalenderdarstellungen ( fasti ) führen ferialia nicht alle Tage des Jahres auf, sondern nur jene, die durch spezifizierte Rituale ausgezeichnet sind. Es ist sinnvoll, f. als Begriff der Wissenschaftssprache auch …

Pomponius

(4,971 words)

Author(s): Elvers, Karl-Ludwig (Bochum) | Nadig, Peter C. (Duisburg) | Kierdorf, Wilhelm (Köln) | Schmitt, Tassilo (Bielefeld) | Eder, Walter (Bochum) | Et al.
Name einer röm. plebeiischen Familie wohl vom ital. Vornamen Pompo, die sich wie die Aemilii, Calpurnii und Pinarii auf einen der Söhne des Numa Pompilius zurückführte (Plut. Numa 21,2; vgl. Nep. Att. 1,1). Im 3. Jh. v. Chr. gelangte die Familie mit den Mathones (vgl. P. [I 7-9]) zum Konsulat, war aber später unbedeutend. Prominentester Angehöriger ist der Freund Ciceros, T. P. [I 5] Atticus. I. Republikanische Zeit [English version] [I 1] P., Cn. Volkstribun 90 v. Chr. Volkstribun 90 v. Chr., im Bürgerkrieg 82 ermordet; Cicero hörte ihn in seiner Jugend häufiger; sei…

Literatur

(20,291 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt) | Cancik-Kirschbaum, Eva (Berlin) | Quack, Joachim (Berlin) | Hazenbos, Joost (Leipzig) | Hose, Martin (München) | Et al.
[English version] I. Allgemein Lit. Kommunikation ist Kommunikation mit Hilfe von Texten, stabilisierten, kohärenten und umfangreicheren Äußerungen. Diese können schriftlich sein oder verschriftlicht werden, können aber auch im Bereich des Mündlichen verbleiben (Schriftlichkeit-Mündlichkeit). Da für frühere Ges. im Regelfall nur schriftliche Texte untersucht werden können, konzentriert sich der L.-Begriff auf solcherart sedimentierte Medien der lit. Kommunikation. Gerade für ant. Ges. muß gleichwohl…

Ephemeris

(98 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt)
[English version] (ἐφημερίς, Pl. Ephemerides). Ein Tagebuch für persönliche Aufzeichnungen, als Amts- oder Rechnungsjournal. Der geläufige Begriff für solche Aufzeichnungen ist hypomnēma(ta) , lat. commentarii oder acta . Als Titel auch lit. tradierter bzw. benutzter Werke findet sich e. für das von dem Alexanderhistoriker Ptolemaios I. benutzte “Kriegstagebuch” Alexandros' [4] d. Gr. (FGrH 117) und die fiktive E. toú Troikoú polémou, das Tagebuch über den Troianischen Krieg des (fiktiven) Dictys Cretensis. Plutarch (Caes. 22) bezeichnet Caesars commentarii als e.; Tagebu…

Kalender

(2,945 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt) RWG
Rüpke, Jörg (Erfurt) RWG [English version] A. Traditionslinien (RWG) Von den vielen Kalendersystemen der hell.-röm. Ant. sind nur der jüd. und der Julianische K. über die Spätant. hinaus praktiziert worden; für viele andere Systeme, so gallische K. wie der von Coligny oder die konventionellen Lunisolar-K. des östl. Mittelmeerraums, ist mit Traditionsabbrüchen nach dem 4. Jh. n. Chr. zu rechnen. Der Julianische K. als das System der röm. Verwaltung wurde von den christl. Kirchen bis zum 4. Jh. als alleini…

Grammatiker

(1,639 words)

Author(s): Streck, Michael P. (München) | Tosi, Renzo (Bologna) | Rüpke, Jörg (Erfurt)
[English version] I. Alter Orient Als G. treten im Alten Orient akkad. Schreiber auf, die akkad. Flexionsformen mit sumer. Übers. versehen oder sumer. Silben gramm. abstrakt erklären. Die äußere Form gramm. Texte ist die zweispaltige Liste; in Sätzen formulierte gramm. Regeln gibt es nicht. Die G. bilden dabei künstliche sumer. Formen, um die nicht isomorphen Sprachen Sumer. und Akkad. zu decken, vernachlässigen morpho-syntaktische Regeln und verwenden falsche Allomorphe. Dennoch setzt das Schaffen d…

Iulius

(17,472 words)

Author(s): Elvers, Karl-Ludwig (Bochum) | Will, Wolfgang (Bonn) | Nadig, Peter C. (Duisburg) | Liebermann, Wolf-Lüder (Bielefeld) | Fündling, Jörg (Bonn) | Et al.
Name einer alten patrizischen Familie, wohl verbunden mit dem Götternamen Iuppiter [1. 281; 2. 729]. Die gens gehörte zu den sog. “trojanischen Familien”, die angeblich unter König Tullus Hostilius [I 4] aus Alba Longa nach Rom übergesiedelt waren (s.u.). Im 5. und 4. Jh.v.Chr. waren die Iulli bedeutend. Unklar bleibt die Verbindung zum Zweig der Caesares, die ab dem 3. Jh. hervortraten und deren herausragender Angehöriger der Dictator Caesar war [Stammbaum: 3. 183f.]. Sein Adoptivsohn, der spätere Kaiser Aug…
▲   Back to top   ▲