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Your search for 'dc_creator:( "Eckart, Wolfgang Uwe" ) OR dc_contributor:( "Eckart, Wolfgang Uwe" )' returned 58 results. Modify search

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Arbeitsmedizin

(1,353 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Ramazzini und seine VorläuferDie nzl. A. begann mit der grundlegenden Abhandlung des ital. Arztes Bernardino Ramazzini De morbis artificium diatriba (»Untersuchung der Krankheiten der Künstler und Handwerker«, Modena 1700), in ihrer Bedeutung für die frühe Gewerbehygiene durchaus mit Morgagnis De sedibus et causis morborum (»Orte und Ursachen der Krankheiten«, Bologna 1761) für die pathologische Anatomie vergleichbar. Ramazzini stellte darin die unterschiedlichen Krankheiten der wichtigsten Berufsgruppen seiner Zeit umfassend dar und brachte diese zum e…
Date: 2019-11-19

Gesundheitswesen, öffentliches

(2,293 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Das öffentliche Gesundheitswesen im MittelalterBemühungen um Regelungen im Ö.G. sind bereits im MA zu registrieren: Dazu zählen der Einfluss der Klöster in ihrem unmittelbaren Wirkungsbereich, die Anstrengungen der Ritterorden sowie die Regelungsversuche der Städte im Hinblick auf hygienische Verbesserungen (Hygiene) sowie auf die Einrichtung besonderer Institutionen der Krankenversorgung innerhalb (Hospitäler, Apotheken, Blatternhäuser) und außerhalb ihrer Mauern (Leprosorien; vgl. Epidemie). Von besonderer Bedeutung dürfte auch d…
Date: 2019-11-19

Sucht

(2,660 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. BegriffDer Begriff S. (aus got. saühts, etymologisch verwandt mit engl. sick, dt. siechen, Seuche) findet sich selbständig etwa seit dem 8. Jh. in Glossaren und ist lexikographisch bis ins 19. Jh. in zwei wesentlichen Bedeutungen nachweisbar. Ursprünglich verweist er auf äußerlich erkennbare Krankheiten, die nicht auf mechanische Ursachen zurückgeführt werden konnten und oft langwierig und aussichtslos verliefen. In seiner zweiten Bedeutung, die gegen Ende des 18. Jh.s die alte verdrängte, bezeichnete S. die unbeherrschte Begierde a…
Date: 2019-11-19

Wundarznei

(1,660 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. DefinitionW. war in der Frühen Nz. die manuelle oder operative Behandlung von Krankheiten, im engeren Sinne die Wundbehandlung. Das Wort W. ist seit dem 14. Jh. belegt (mhdt. wunt-arzâtîe; auch wundartzat, wontarzte). Die Straßburger Zunftordnung berichtet 1461 über alle »artzote und artzotinne, wundeartzot, scherer und bader« [1]. Seit dem SpätMA waren synonym Chirurgie (= Ch.) bzw. chirurgus (von lat. chirurgia, griech. cheirurgikḗ [ téchnē], »handwerkliche Kunst«) sowie gelegentlich auch medicus vulnerarius (»Wundenarzt«) gebräuchlich [7]; [2]; [3]; [4]; [5]; [6]; [9…
Date: 2019-11-19

Medizinalpersonen

(1,528 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Allgemein Als M. wurden in der Nz. alle Angehörigen nichtakademischer mediz. Berufe gefasst, die ihre Heiltätigkeit für den »gemeinen Mann« [16] an festen Orten oder umherziehend ausübten: M. »sind solche Personen, deren Berufsgeschäfte auf den erkrankten Körper und die Genesung der Kranken abzwecken, als Aerzte, Wundärzte, Geburtshelfer, Hebammen, Apotheker und Krankenwärter« [1]. Im weiteren Sinne zählten auch sog. Pfuscher (nicht ordnungsgemäß Praktizierende), Storger (Marktschreier), Landfahrer (lat. circumforanei), Quacksalber (Charlatane, ital. ciarlatani)…
Date: 2019-11-19

Präservativ

(878 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. MedizinP. (von lat. praeservare, ›bewahren‹, ›vorbeugen‹) war zunächst ein Begriff der mediz. Fachsprache, der dann auf andere Felder übertragen wurde. Die mit dem Kondom gleichgesetzte Bedeutung setzte sich erst im 19. Jh. durch (s. u. 3.). Ursprünglich wurde unter einem P. ›ein Artzney‹ verstanden, ›so für Krankheiten bewahret, und denselben vorkömmt‹ (Bewahrungsmittel, lat. remedium mali imminentis, ›Mittel gegen ein drohendes Übel‹) [2. 94]. Noch bei Krünitz waren P. am Ende des 18. Jh.s ›Verwahrungsmittel‹ gegen Krankheiten – nahezu alles Stoffe, die der magischen Med…
Date: 2019-11-19

Krankenhaus

(889 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Grundlagen Im Verlauf des 17. Jh.s wandelte sich das Hospital des alten religiös-karitativen Typs zu einer Einrichtung ausschließlich der Krankenversorgung, zum nosocomium (von griech. nósos, »Krankheit«; komeín, »pflegen«) [4]; [6]. Sonderformen des alten Hospitals (Leprosorien, Blatternhäuser) traten zurück, neue Formen (Akademische K., Gebäranstalten) entstanden. Es entwickelten sich im 18./19. Jh. das urbane Groß-K. in den Metropolen, Allgemeine K. in den Städten und aus ihnen schließlich Pavillon-K. mit dezentraler …
Date: 2019-11-19

Klinische Schulen

(785 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Anfänge in LeidenVon K. S. kann man in der europ. Medizin erst seit dem Ende des 17. Jh.s sprechen, als an der Universität Leiden, der eine richtungsweisende Rolle in der entstehenden klinischen (= klin.) Medizin zukommt, erstmals überhaupt am Krankenbett (griech. klínē, »Liege«) unterrichtet wurde. Zuvor hatten sich die Medizinischen Fakultäten auf theoretischen Unterricht beschränkt; zu einer Einbeziehung der Hospitäler in den Unterricht war es nicht gekommen.Bereits in der ersten Hälfte des 17. Jh.s bemühte sich hier Otto van Heurne um die Einführung des klin. Un…
Date: 2019-11-19

Pestschriften [Hinzugefügt 2017]

(1,869 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Handschriften und frühe DruckeSchon bald nach 1350 beschäftigen sich viele Stadtchroniken [1]; [14] mit den Voraussetzungen und Bedingungen des ›Schwarzen Todes‹ um 1348/49, den Wegen seiner Verbreitung sowie v. a. mit den sozialen und polit. Folgen dieser Schlüsselkatastrophe des 14. Jh.s ( Pest). Doch auch die Auseinandersetzung von Autoren medizinischer Fachprosa mit dem Thema setzte nahezu unmittelbar nach dem vorläufigen Abklingen der Epidemie ein. Ebenso wie das Seuchengeschehen ein gesamteurop. Phänomen war, wurden auch die frühen ma. Pesttraktate in…
Date: 2021-06-18

Bäder, medizinische

(1,839 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Von der Badestube zu den ThermalquellenFür den Niedergang und das sinkende Ansehen der ma. städtischen Badekultur dürfte in erster Linie die schnelle Verbreitung der Syphilis seit dem Ende des 15. Jh.s verantwortlich gewesen sein, die vielerorts zu Schließungen der städtischen Badestuben führte (Bader), weil man in ihnen gefährliche Ansteckungsherde für diese Krankheit vermutete. Gleichzeitig hatten aber auch steigende Holzpreise, bedingt durch die vermehrte Bautätigkeit in den Städten sowie durch den zunehmenden Bergbau, der Unmengen von Brennholz …
Date: 2019-11-19

Homöopathie

(1,004 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. DefinitionDie H. ist ein durch den dt. Arzt Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755–1843) entwickeltes Krankheits- und Therapiekonzept, das auf Vorstellungen des Vitalismus aufbaut, sich in den therapeutischen Konsequenzen aber radikal von dessen und früheren Krankheitsvorstellungen unterscheidet. Das ganzheitliche Körperphänomen der Krankheit ist nach Hahnemanns Lehre »Affektion« der Lebenskraft durch pathogene (krankheitserregende) Reize. Der Arzt unterstützt die Lebenskraft bei ihrer Abwehr nicht – wie in der Schulmedizin (Allopathie) – durch Gegenmitt…
Date: 2019-11-19

Hygiene

(1,645 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Begriffsgeschichte Hygíeia (auch Hygeía, lat. Salus) ist in der griech. Mythologie die Tochter des Asklepios und Göttin der Gesundheit; von ihr ist das Wort H. abgeleitet. In der Frühen Nz. weitete sich das inhaltliche Begriffsfeld von hygíeia aus zu »Gesundheit, guter Zustand des Leibes, welcher in einem guten Temperament (Säftemischung) bestehet, sie ist aus diesen Zeichen abzunehmen, wenn der Mensch, was ihm oblieget, wohl verrichten kann, nichts widriges an sich verspüret, wohl isset und trinket, gut schläfft, richtig harnet und zu Stuhle gehet« [1]. Die abgeleitete Beze…
Date: 2019-11-19

Ungeziefer

(1,623 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe | Sieglerschmidt, Jörn
1. BegriffDer Begriff U. (franz. vermine, engl. vermin) ist seit dem 12. Jh. bezeugt, wobei sich das ahdt. Stammwort zebar zu nhdt. ziefer (»Tier«) wandelte. Möglicherweise bezeichnete der Stamm im engeren Sinne das Opfertier, sodass das doppelte Peiorativ-Präfix un- und ge- auf nicht zur Opferung geeignete Tiere verweisen dürfte. Synonyme waren u. a. »Geschmeiß« (von mhdt. smeiszen und smîszen; mlat. cacare, »mit Kot beschmutzen«), das Martin Luther auch antijüd. sinnbildlich verwendete (»die Jüden mit jrem geschmeis und lere«; s. u. 5.) oder »Gezüchte«, das seit Konrad von …
Date: 2019-11-19

Wahnsinn

(1,699 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. DefinitionW. und Wahn (auch Wahnwitz) gehören zu den medizin- und kulturgeschichtlichen Begriffen, die seit dem ausgehenden MA starkem Bedeutungswandel unterworfen waren [6]. Sie umfassten in der Nz. ein weites Spektrum möglicher Erkrankungsformen: von der melancholisch-depressiven Verstimmung (Melancholie) und Trübung über die gestörte Meinungsbildung aufgrund reduzierter Vernunft bis hin zur Veränderung der Urteilskraft mit eigenem Krankheits-Wert im 19. Jh. Ihr Deutungswandel vollzog sich vor dem Hintergrund veränderter med…
Date: 2019-11-19

Brownianismus

(1,393 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Die Lehre und ihr HintergrundDie medizinische Reformbewegung des B. ging von der Reizbarkeitslehre des schott. Arztes John Brown (1736–1788) aus, nach der das Leben als ein durch innere und äußere Reize erregter und ebenso aufrechterhaltener Zustand zu verstehen ist. Grundkraft des Lebens sei das biologische Reiz- bzw. Erregbarkeitspotential. Als entscheidend für den Krankheits- oder Gesundheitszustand des menschlichen Körpers müsse man seine Irritabilität (»Reizbarkeit«; engl. excitability, lat. incitabilitas) ansehen, die Bereitschaft und Fähigkeit des Organismus…
Date: 2019-11-19

Tier

(4,838 words)

Author(s): Smith, Justin E.H. | Eckart, Wolfgang Uwe | Sieglerschmidt, Jörn
1. Naturphilosophie 1.1. Abgrenzung zum MenschenDer Begriff des Tierischen wird in der Nz. häufig direkt oder indirekt mit dem des Menschlichen kontrastiert [10]. Anfänglich wurde er verwendet, um das Gebiet der philosophischen Anthropologie abzugrenzen (Mensch, Menschheit); erst später bezeichnete »T.« die Studienobjekte der Zoologie. Diese anthropozentrische Perspektive findet sich deutlich etwa in den renaissancezeitlichen Druckausgaben von ma. Bestiarien, die alle bekannten T.-Arten aus der realen Welt und dem Reich von Phantasie und Fabel meist i…
Date: 2019-11-19

Epidemie

(1,364 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. Krankheiten und SeuchenDie korrekte Zuordnung nzl. Seuchen durch die moderne Krankheitslehre ist durchweg problematisch; selbst die Evidenz übereinstimmender Symptome ist zweifelhaft. Dies gilt für die Vielzahl der pestilenzialischen Fieber ebenso wie für scheinbar eindeutig identifizierbare Krankheiten, hinter denen sich prinzipiell alle möglichen Infektionen mit Massencharakter verbergen konnten. Die gelehrte Welt des 15./16. Jh.s kannte zwar aus der antiken Überlieferung und aus frühen Drucken, etwa von Giovanni Boccaccios Decamerone (1348–1353), die bedr…
Date: 2019-11-19

Organismus

(1,686 words)

Author(s): Toepfer, Georg | Eckart, Wolfgang Uwe
1. WortgeschichteDas Wort O. (von griech. órganon/lat. organum, »Werkzeug«, »Musikinstrument«) erscheint in lat. Form erstmals in Texten des HochMA. Bis zur zweiten Hälfte des 17. Jh.s sind allerdings nur zwei Nachweise des Ausdrucks bekannt, der eine aus dem 11. Jh. in alchemistischem, der andere aus dem 12. Jh. in kirchenmusikal. Kontext [7. 320]. Als Ableitung von »organisch« und »Organ«, die schon seit der Antike zur Bezeichnung der lebendigen gegliederten Körper und ihrer Teile dienten, rückte der Ausdruck O. seit Ende des 17. Jh.s in den Kontext der sich…
Date: 2019-11-19

Iatrophysik

(745 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
1. GrundlagenI. (von griech. iatrós, »Arzt«; phýsis, »unbelebte Natur«) war eine medizinische Theorie und Praxis des 17. und 18. Jh.s, die alle Phänomene von Gesundheit und Krankheit in Abhängigkeit von der inneren physikalischen Struktur des Körpers, seiner äußeren Form sowie der mechanischen (= mech.) Veränderlichkeit interpretierte [5]. In reduktionistischer Vereinfachung sollten so die Erkenntnisse der jungen experimentellen Naturwissenschaften auf den Bereich des Lebendigen übertragen werden. Auch dort sollte alles physikalisch erklär…
Date: 2019-11-19

Anatomisches Theater

(783 words)

Author(s): Eckart, Wolfgang Uwe
Ein A. T. ist ein Ort öffentlicher anatomischer Zergliederung in der Frühen Nz. Das Konzept geht auf den ital. Arzt und Professor für Chirurgie und Anatomie in Padua, Alessandro Benedetti (1445–1525), zurück [5]. Er war wohl der Erste, der einen selbständigen Holzbau für anatomische Sektionen an der Universität von Padua (um 1490) errichten ließ. Benedettis erfolg- und einflussreiches anatomisches Hauptwerk Anatomice, sive Historia Corporis Humani (Venedig 1502; »Anatomie oder Geschichte des menschlichen Körpers«), dürfte zur Verbreitung der Idee des A. T. …
Date: 2019-11-19
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