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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" )' returned 469 results. Modify search

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Mastruca

(60 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch mastruga). Sardisches Wort (Quint. inst. 1,5) für ein aus (Schaf-)Fell gefertigtes Gewand, eng am Körper liegend, ärmellos und bis auf die Oberschenkel reichend. Seine Träger galten bei den Römern als unzivilisiert (Cic. Scaur. 45d; Cic. prov. 15), so Alaricus bei Prud. in Symm. 1,659f. Bei Plaut. Poen. 1310-1313 auch als Schimpfwort verwendet. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Gebärden

(3,570 words)

Author(s): Bonatz, Dominik (Berlin) | Dominicus, Brigitte (Diersdorf) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient Die Ausdrucksformen in der altoriental. Bildkunst werden durch eine ausgeprägte G.-Sprache unterstützt, die im bes. der Kommunikation zw. Sterblichen und Göttern sowie zw. untergebenen und höhergestellten Personen dient. Im sakralen Bereich bringen G. individuelle Gefühle und Wünsche zum Ausdruck; im profanen Bereich tritt ihr offizieller Informationsgehalt stärker in den Vordergrund. Gebets-G. werden häufig mittels vor der Brust zusammengelegter Hände dargestellt [1…

Feder

(267 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κάλαμος, calamus). Neben dem Griffel war die F. das zweite unentbehrliche Schreibgerät der Ant. Sie diente zum Beschreiben von Papyrus und Pergament, ferner der geweißten bzw. unbeschichteten Holztäfelchen mit roter oder schwarzer Tinte. Die aus den Stengeln von Schilfrohr (κάλαμος, calamus) angefertigten F. spitzte man mit einem F.-Messer (σμίλη, scalprum librarium) an und versah sie mit einem Spalt in der Mitte, so daß sie in ihrem Aussehen durchaus modernen Stahl-F. ähnelten und entsprechend funktionierten (Pers. 3,10-14). N…

Acclamatio

(305 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Rhythmisch oder sprechchorartig vorgetragene Zurufe, die Glückwunsch, Lob, Beifall, Freude oder Gegenteiliges ausdrücken. Neben der anfänglich bestehenden spontanen a. setzte sich im Laufe der Zeit eine festformulierte und bei bestimmten Anlässen immer wiederkehrende a. durch. Eine frühe Erwähnung der a. findet sich in Hom. Il. 1,22, daneben sind a. bei den Beschlüssen in griech. Volksversammlungen [1] oder Kultvereinen bekannt. In Rom wurde die a. bei Hochzeitszügen als Talasse und Hymen, Hymenaee io (Catull. 61-62; Liv. 1,9,12 oder bei Bestattungen als Val…

Gruß

(1,108 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
I. Grußgebärden [English version] A. Handreichung Nach griech. und röm. Sitte gab man Gastfreunden, Familienmitgliedern, Vertrauten oder Freunden die rechte Hand und drückte sie fest (Hom. Il. 10,542 u.ö.; Xen. Kyr. 3,2,14; Aristoph. Nub. 81; Plut. Cicero 879; Plut. Antonius 952; Plut. de amicorum multitudine 94b), sowohl bei der Begrüßung (bei Plut. Caesar 708 schon eher Leutseligkeit) wie auch beim Abschied. Der Handschlag galt als Zeichen der Freundschaft und des Vertrauens (Xen. Kyr. 3,2,14; Liv. …

Griffel

(284 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
(γραφίς, γραφεῖον; lat. stilus, graphium). [English version] [1] Werkzeug zum Zeichnen Werkzeug zum Zeichnen, auch Reißfeder genannt, s. Bautechnik, Bauwesen. Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Schreibgerät Schreibgerät für die mit einer Wachsschicht versehenen Holztäfelchen ( cera ). Mit dem spitzen unteren Ende des G. gravierte man den zu schreibenden Text auf die Täfelchen ein und konnte gegebenenfalls Schreibfehler mit dem oberen abgeflachten Ende wieder löschen, indem man das Wachs verstrich ( stilum vertere, z.B. Hor. sat. 1,10,72). Darstellungen …

Kreisel

(120 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (στρόβιλος, ferner βέμβηξ, κῶνος, στρόμβος, στρόφαλος, lat. rhombus, turbo). Das K.-Spiel war in der Ant. ein beliebtes Kinderspiel; der hölzerne, aus Buchsbaum gefertigte (daher auch lat. buxum genannte), mit Querrillen versehene K. wurde mit den Fingern in eine rotierende Bewegung versetzt und dann mit der Peitsche vorwärts getrieben (Verg. Aen. 7,373-383 in einem epischen Gleichnis; Kall. epigr. 1,9; Tib. 1,5,3; Anth. Pal. 7,89). Originale K. aus Ton, Bronze, Blei und anderen Materialien haben sich als…

Daunische Vasen

(194 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Keramikgattung der Italiker aus den heutigen Prov. um Bari und Foggia mit lokalen Produktionsorten bes. in Ordona und Canosa. Seit der Frühphase (um 700 v.Chr.) zeigen die Gefäße ein vom griech. Motivschatz unabhängiges geom. Dekor, das in roter und braun bis schwarzer Erdfarbe auf die handgeformten Gefäße aufgetragen wird. Dazu gehören Rauten-, Dreiecksmuster und Bandornament, Wellenlinie, Kreis, Kreuz, Quadrat, Bogen, Swastika u.a. (Ornament). Auch bei den Vasenformen erfolgte eine anfangs von gr…

Kamm

(370 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ὁ κτείς, lat. pecten). K. für Wolle und Kopfhaare waren bereits im vorgesch. Europa, Ägypten und Vorderasien bekannt. Sie waren aus unterschiedlichen Materialien (Oliven- oder Buchsbaumholz, Elfenbein, Knochen, später auch aus Bronze, Eisen) und konnten auch in der Form variieren (trapezförmig oder länglich). In der nachmyk. Zeit wurden sie auch zweizeilig gezahnt, wobei im letzteren Fall eine Seite enger angebrachte Zähne besaß. In der archa. Zeit kamen noch halbkreisförmige Kämme…

Purpurissum

(78 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Kostbare Farbe und Schminke (Plin. nat. 35,44), hergestellt aus der Mischung von erhitztem Purpursaft und Silberton (bzw. -kreide, creta argentaria); p. fiel umso heller aus, je mehr man von dem Silberton hinzufügte. Als Malerfarbe war p. aufgrund seiner lebhaften Farbe sehr geschätzt (Plin. nat. 35,30; 35,44 f.; 35,49). Frauen nutzten p. zusammen mit Bleiweiß ( cerussa) zum Färben von Wangen und Lippen (vgl. Plaut. Most. 258, 261; Plaut. Truc. 290). Farben; Kosmetik Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Perservase

(148 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Apulischer Volutenkrater aus Canosa (1851 gefunden) in Neapel (NM, Inv. 81947 [H 3253], H 130 cm, [1]), aufgrund der zentralen Gestalt des Perserkönigs auch als “Dareioskrater” bezeichnet; eponymes Werk des danach benannten Dareios-Malers. Die Hauptseite zeigt im Zentrum den Kronrat des Dareios [1] I., darunter Zahlmeister und Tributträger, darüber Athena mit Hellas vor Zeus und Apate vor Asia. Die arch. Forsch. sieht darin eine Spiegelung der Siege Alexandros' [4] d.Gr. in Persi…

Matratze

(113 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (τύλη/ týlē; lat. culcita, torus). M. bildeten das Auflager der griech. und röm. Kline (auf den Haltegurten der Kline liegend, Petron. 97,4) oder wurden unmittelbar auf den Boden gebreitet (Athen. 15,675a; Alki. 4,13,14; χαμεύνη/ chameúnē: Theokr. 7,133; 13, 33). Die Füllung der M. bestand aus Wolle, Stroh, Schilf, Seegras, Heu, Haaren, Federn, wobei die Federn germanischer Gänse bes. geschätzt waren (Plin. nat. 10,54, vgl. Ov. met. 8,655 zu Binsen). Daneben gab es das κνέφαλλον/ knéphallon (Poll. 10,42) und das τυλεῖον/ tyleíon, das feine Unterbett aus der …

Palimpsest

(320 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (παλίμψηστος [βίβλος/ bíblos oder χάρτης/ chártēs], lat. codex rescriptus). Das “wieder abgeschabte”, d.h. nach der Tilgung der ersten Beschriftung wieder zum Schreiben präparierte, Buch, Papyrus- oder Pergamentblatt. Den ersten Text wischte man mit einem Schwamm oder schabte ihn mit Bimsstein ab. Dieses Verfahren wurde schon in Äg. (z.B. PBerlin 3024, 12. Dyn., ab ca. 2000 v.Chr.) angewandt und war auch später normal, sei es aus Sparsamkeit (Cic. fam. 7,18,2), sei es aus Mangel an unbes…

Centuripe-Gattung

(138 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Buntbemalte Keramik des 3./2.Jh. v.Chr., benannt nach dem FO in Sizilien. Die Gefäßformen sind die Pyxis, Lekanis und der Lebes, selten andere Typen wie die Lekythos. Die in Temperafarben (weiß, pink, schwarz, gelb, rot, gold, vereinzelt auch grün und blau) auf die Grundierung des orangefarbenen Tons ausgeführte Bemalung (Akanthos-, Ranken- und architektonische Friese, Köpfe, Büsten) wird nur auf einer Seite des Gefäßes aufgetragen. Die Gefäße sind von beträchtlicher Höhe (50 cm …

Acerra

(82 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Weihrauchbehälter, pyxís (πυξίς, κυλιχνίς, λιβανωτίς). Das auf den gr. Denkmälern runde (vgl. Seitenwange des Ludovisischen Throns [1. Abb. 118]) und im röm. oft rechteckige und reich dekorierte Kästchen (z. B. an der Ara Pacis) diente zur Entnahme des Weihrauchs während der Opferzeremonie, zu deren notwendigen Geräten es zählte (Suet. Tib. 44; Galba 8; Plin. nat. 35,70). turibulum Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 R. Lullies, Gr. Plastik, 1979. F. Fless, Opferdiener und Kultmusiker auf stadtröm. histor. Reliefs, 1995, 16-19, 21.

Hausrat

(1,455 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (griech. τὰ ἔπιπλα, ἡ σκευή; lat. supellex, instrumentum). H. umfaßt die Gegenstände, die man zum täglichen Leben braucht und die den Hauptteil der beweglichen Habe ausmachen; dazu gehören in erster Linie Möbel, Koch- und Küchengeschirr, Beleuchtungsgerät, Teppiche, Decken, im weiteren Sinn auch Schmuck und Kleidung, ferner nach heutigem Verständnis Teile aus dem Bereich der Immobilien, z.B. die Türen und Dachziegel des Hauses. Daneben sind diejenigen Gegenstände als H. anzuführen, die …

Peplos

(503 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Baumbach, Manuel (Heidelberg)
(Πέπλος). [English version] [1] Tuch Decke, Tuch, auch Leichentuch (Hom. Il. 24,796; Eur. Tro. 627, vgl. Eur. Hec. 432); dann Obergewand oder Mantel von Frauen (Hom. Il. 5,734; Hom. Od. 18,292, vgl. Xen. Kyr. 5,1,6). Im Mythos legen die Troianerinnen dem Kultbild der sitzenden Athena einen P. auf die Knie (Hom. Il. 6,303). Des weiteren Bezeichnung für bes. prachtvolle Gewänder, v.a. für das Kleid der Hera von Olympia, das 16 Frauen alle vier Jahre neu webten (Paus. 5,16), sowie das der Athena Polias …

Kosymbe

(99 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κοσ(σ)ύμβη, κόσ(σ)υμβος, auch θύσανος/ thýsanos, κρόσσος/ króssos). Bezeichnung für die am Gewandrand stehengebliebenen Kettfäden, dann Franse, Fransenkleid und Fransenfrisur (Poll. 2,30); vielfach wurde die K. als Schmuck des Gewandes gesondert hergestellt. Bereits bei Homer (Il. 14,181) für den Gürtel der Hera gen., hier als θύσανος/ thýsanos bezeichnet, in der Kunst oftmals an Kleidern und Tüchern angebracht. In den Mysterienkulten erlangte die K. symbolische Bed., bes. zeigen in der hell.-röm. Kunst die Darstellungen der Isis die K. an ihrem Mantel. …

Mitra

(356 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Renger, Johannes (Berlin)
[English version] [1] Teil der Rüstung (μίτρα, μίτρη). (1) Nach Homer (Hom. Il. 4,137; 187; 216; 5,857) zum Schutz des Unterleibes getragener Teil der Rüstung, der von der arch. Forsch. mit bes. auf Kreta gefundenen, halbkreisförmigen Bronzeblechen der früharcha. Zeit identifiziert wird. Ebenfalls m. heißt das in seiner Funktion entsprechende Rüstungsteil der Salier (Salii; Dion. Hal. ant. 2,70; Plut. Numa 13,4). (2) Gürtel der jungen Frauen (Theokr. 27,55, vgl. μιτροχίτων/ mitrochítōn, Athen. 12,523d) und Göttinnen (Kall. h. 1,120; 4,222, epigr. 39), nach einer s…

Perizoma

(188 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (περίζωμα, lat. perizoma). Griech. Schurz zur Bedeckung des Unterkörpers, der entweder um den Unterleib gelegt und von einem Gürtel gehalten, als Tuch um die Hüfte und dann zw. den Beinen durchgeführt oder in Form einer Shorts-ähnlichen Hose angezogen wurde. Das p. trugen Arbeiter, Handwerker, Opferdiener, Priester, Sklaven, aber auch Soldaten (vgl. Pol. 6,25,3; 12,26a 4) und Sportler als einziges Bekleidungsstück (Nacktheit C.) oder als Untergewand. Auf Darstellungen sind zumeist Männer mit dem P. bekleidet, seltener …
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