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Your search for 'dc_creator:( "Johnston, Sarah Iles (Princeton)" ) OR dc_contributor:( "Johnston, Sarah Iles (Princeton)" )' returned 42 results. Modify search

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Mormo

(155 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (Μορμώ). Ein weiblicher Geist, der vornehmlich als Kinderschreck fungierte (Theokr. 15,40 mit schol.; Plat. Phaid. 77e; Strab. 1,2,8; schol. Aristeides p. 41 Dindorf = 1,5), in dieser Rolle oft mit Gello, Lamia [1] und strix (Nachtvogel, der Kindern das Blut aussaugte) verwechselt. Ihr anderer Name, Mormolýkē oder Mormolykía, legt nahe, daß sie als Wolf vorgestellt wurde, obwohl Theokr. 15,40 (mit schol. z.St.) sie mit einem Pferd assoziiert und Erinna 26f. impliziert, daß sie ihre Gestalt wechseln konnte. Nach dem Mythos ist M. eine Frau aus Korinth, die…

Megaira

(119 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (Μέγαιρα, “die Neidische”; lat. Megaera). Name einer der Erinyen (Erinys; Apollod. 1,3f.; Cornutus 10; Verg. Aen. 12,845-847; Lucan. 1,572-577, 6,730; Stat. Theb. 1,712; weiteres in [1. 123]), vielleicht auch ein Name für die zerstörerische Macht des personifizierten Neids im allg. sowie des bösen Blicks im bes. (Orph. Lithika 224f., vgl. Orph. Lithika kerygmata 2,4). Ein Altar aus dem 3. Jh.n.Chr. mit einer Weihinschr. für M. ist in Pergamon gefunden worden; Weihegaben wurden vielleicht mit der Absicht dargebracht, Neid abzuwenden [2]. Johnston, Sarah Ile…

Hekate

(982 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (Ἑκάτη). Bis in die Neuzeit ist die Göttin H. als Gespensterherrin, als dämonische Mittlerin par excellence zwischen Unten und Oben bekannt. In dieser Funktion ist sie eng mit der Magie verbunden, in der die “Benutzung” von Totengeistern eine wichtige Rolle spielt (Eur. Med. 397; Hor. sat. 1,8,33). H. stammt wohl aus Karien und kam etwa in archa. Zeit nach Griechenland, von wo aus sich ihre Verehrung in der ganzen griech.-röm. Welt ausbreitete. Ihr Kult in Karien (vor allem Lagin…

Nekydaimon

(322 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (Νεκυδαίμων). N. wird in den Zauberpapyri und defixiones als t.t. zur Bezeichnung des Geistes ( daímōn; Dämonen) eines Verstorbenen (griech. nékys) verwendet, der den Lebenden Dienste erweist. Vor allem den Geistern von Menschen, die keine rituelle Bestattung erhalten hatten ( átaphoi), die gewaltsam ( biaiothánatoi) oder vorzeitig ( áhōros ) gestorben waren, drohte das Schicksal, zum Dienst als n. gezwungen zu werden (PGM V 304-369; [1. 46-63, 71-81, 100-123; 3. 273]). Das Wort n. findet sich außerhalb von Papyri und defixiones nicht, doch spielen rituell…

Erinys

(670 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (Ἐρινύς). Etym. unsicher (Chantraine 2,371, vgl. [1; 2. 83-4]). E. wird schon in Linear B erwähnt (KN 200 = Fp 1, 208 = V 52, vgl. Fs 390; [1]), im Zusammenhang mit anderen Gottheiten wie Zeus, Athene, Paion und Poseidon. Später erscheint der Name sowohl im Sg. als auch im Pl. (“Erinyen”). Meist sind die Erinyen Töchter der Nacht (Aischyl. Eum. 69; 322 et passim) oder sie entstanden aus Blutstropfen bei Uranos' Kastration (Hes. theog. 185), was ihre Verbindung mit Familienverbr…

Gello

(146 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (Γελλώ) bezeichnet den Geist eines ledig gestorbenen Mädchens, der unverheiratete oder schwangere Frauen und Kleinkinder tötet; erstmals wird sie bei Sappho genannt (fr. 178 L.P. = 168 V.) [1]; G. ist ebenfalls Name einer myth. Gestalt mit diesen Zügen (Suda s.v.). Sie wurde noch in byz. Zeit gefürchtet (Johannes Damaskenos Perí Stryngṓn, PG 94, 1904 C; Psellos Dihḗgesis perí Gellṓs [2]), was im ländlichen Griechenland bis heute überdauert [3]. G. wurde oft mit Lamia und Mormo, zwei ähnlichen Geistern, und der Strix in Zusammenhang gebra…

Iynx

(278 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton) | Haase, Mareile (Toronto)
(ἴυγξ; íynx). [German version] [1] Demon related to the genesis of the world Iynx (‘sounding’, cf. ἰύζω/ iýzō) refers to 1. a bird, 2. a humming wheel used in magical rites, and 3. a demon in  theurgy who is associated with the origin of the world and mediates between humans and gods. In myth the bird is transformed from a seductive nymph, the daughter of Echo or Peitho and perhaps  Pan (Callim. Fr. 685; Phot. and Suda, s.v. I.), or from a woman who competed with the Muses in singing (Nicander in Antoninus Liberalis 9). The wheel and the bird were important in the Greek love-spell in myth…

Iynx

(274 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton) | Haase, Mareile (Berlin)
(ἴυγξ). [English version] [1] Dämon im Zusammenhang mit der Weltentstehung Mit i. (“tönend”, vgl. ἰύζω) werden 1. ein Vogel, 2. ein summendes, in mag. Riten verwendetes Rad und 3., in der Theurgie, ein Dämon bezeichnet, der mit der Weltentstehung verbunden ist und zw. Menschen und Göttern vermittelt. Im Mythos wird der Vogel aus einer verführerischen Nymphe verwandelt, der Tochter von Echo oder Peitho und vielleicht Pan (Kall. fr. 685; Phot. und Suda, s.v. I.), oder aus einer Frau, die mit den Musen im Singen wetteiferte (Nikandros bei Antoninus Liberalis 9). Rad und Vogel waren wich…

Demonology

(1,854 words)

Author(s): Baltes, Matthias (Münster) | Johnston, Sarah Iles (Princeton) | Habermehl, Peter (Berlin)
[German version] A. Definition Demonology is the philosophical doctrine of the daímones ( Demons) ─ intermediate beings between gods and men ─ that the Platonic Academy first systematically developed subsequent to the problem posed by the Socratic daimónion (δαιμόνιον). Baltes, Matthias (Münster) [German version] B. Preplatonic It is not possible to reconstruct a systematic Pre-platonic demonology although later philosophers, e.g., Aetius (1,8,2), Aristoxenus (fr. 34), Aristotle (fr. 192 Rose) and Plutarch (De Is. et Os. 360e), believed th…

Lamia

(900 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton) | Kramolisch, Herwig (Eppelheim) | Wirbelauer, Eckhard (Freiburg)
[German version] [1] Female spirit (Λάμια; Lámia). A female spirit who specialized in attacking children (Duris, FGrH 76 F 17; Diod. Sic. 20,41,3-5; Str. 1,2,8; [1. ch. 5]). In this function, L. was often confused with Gello, Mormo and the Strix. In later sources, L. also seduces and destroys attractive men (Philostr. VA 4,25; cf. Apul. Met. 1,17). Her name is etymologically related to laimós (‘maw’), which is an expression of her all-consuming hunger (cf. Hor. Ars P. 340; Hom. Od. 10,81-117 on Lamus, the king of the cannibalistic Laestrygones; lamía is also a designation for ‘shark’…

Paredros, Paredroi

(710 words)

Author(s): Welwei, Karl-Wilhelm (Bochum) | Johnston, Sarah Iles (Princeton)
(πάρεδρος/ páredros, plural πάρεδροι/ páredroi, 'assessor' of political office-holders or deities). A. Politics [German version] 1. Athens (a) In the 5th and 4th cents. BC two paredroi were appointed each by the eponymous árchōn , the polémarchos and the basileús (see árchōn basileús) as assistants and deputies ([Aristot.] Ath. pol. 56,1). Their position had an official character, as they were subordinate to the dokimasía and they were liable to account. (b) In the 4th cent. BC a pair of paredroi for each ten eúthynoi of the Council (see eúthynai ) of the 500 were chosen from the bouleutaí

Dämonologie

(1,898 words)

Author(s): Baltes, Matthias (Münster) | Johnston, Sarah Iles (Princeton) | Habermehl, Peter (Berlin)
[English version] A. Definition D. ist die philos. Lehre von den daímones (Dämonen), den Zwischenwesen zwischen Göttern und Menschen, die im Anschluß an die Problematik des Sokratischen daimónion (δαιμόνιον) zuerst systematisch in der Platonischen Akademie entwickelt wurde. Baltes, Matthias (Münster) [English version] B. Vorplatonisch Es ist nicht möglich, eine systematische vorplatonische D. zu rekonstruieren, obwohl spätere Philosophen, wie z.B. Aetius (1,8,2), Aristoxenus (fr. 34), Aristoteles (fr. 192 Rose) und Plutarch (Is. 360e) gla…

Paredros, Paredroi

(680 words)

Author(s): Welwei, Karl-Wilhelm (Bochum) | Johnston, Sarah Iles (Princeton)
(πάρεδρος, Pl. πάρεδροι, “Beisitzer” von polit. Funktionsträgern oder Gottheiten). A. Politik [English version] 1. Athen (a) Je zwei p. wurden im 5. und 4. Jh.v.Chr. vom eponymen árchōn , vom polémarchos und vom basileús (s. árchōn basileús) als Assistenten und Stellvertreter benannt ([Aristot.] Ath. pol. 56,1). Ihre Position hatte Amtscharakter, da sie der dokimasía unterlagen und rechenschaftspflichtig waren. (b) Je zwei p. wurden im 4. Jh.v.Chr. für jeden der zehn eúthynoi des Rates (s. eúthynai ) der 500 aus den buleutaí (“Ratsmitgliedern”) ausgelost ([Aristot.] Ath. …

Lamia

(786 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton) | Kramolisch, Herwig (Eppelheim) | Wirbelauer, Eckhard (Freiburg)
[English version] [1] Weibl. Geist (Λάμια). Ein weiblicher Geist, der auf den Angriff auf Kinder spezialisiert ist (Duris, FGrH 76 F 17; Diod. 20,41,3-5; Strab. 1,2,8; [1. Kap. 5]). In dieser Funktion ist L. oft mit Gello, Mormo und der Strix verwechselt worden. In späteren Quellen verführt und vernichtet L. auch attraktive Männer (Philostr. Ap. 4,25; vgl. Apul. met. 1,17). Ihr Name ist etym. verwandt mit laimós (“Schlund”), was ihren alles verschlingenden Hunger zum Ausdruck bringt (vgl. Hor. ars 340; Hom. Od. 10,81-117 zu Lamos, dem König der kannibalischen Laistrygonen; l. ist auc…

Demons

(2,953 words)

Author(s): Maul, Stefan (Heidelberg) | Jansen-Winkeln, Karl (Berlin) | Niehr, Herbert (Tübingen) | Macuch, Maria (Berlin) | Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[German version] I. Mesopotamia Mesopotamia did not develop a generic term for demons. A large number of immortal beings was known that each had their own name and acted as servants of the gods and as enemies or helpers of humans. They did not have cults of their own. Since demons were only able to exercise their limited powers, which manifested themselves in physical and psychological illnesses, with the approval of the gods, they were part of the existing world order. Thus, in the Babylonian tale …

Dead, cult of the

(3,539 words)

Author(s): S.LU. | von Lieven, Alexandra (Berlin) | Prayon, Friedhelm (Tübingen) | Johnston, Sarah Iles (Princeton) | Doubordieu, Annie (Paris) | Et al.
[German version] I. Mesopotamia The cult of the dead in Mesopotamia is documented in written as well as archaeological sources. In the written sources, the term kispum is used for the act of supplying the dead with food and drink (monthly or bimonthly). An important part of the ritual was the ‘calling of the name’ [3. 163] ─ kispum thus served to ensure not only the existence but also the identity of the dead in the  Underworld. In the absence of the cult of the dead, the Underworld changed into a dark, inhospitable place. The living also had an inter…

Underworld

(3,318 words)

Author(s): S.LU. | von Lieven, Alexandra (Berlin) | B.CH. | Johnston, Sarah Iles (Princeton) | Käppel, Lutz (Kiel) | Et al.
[German version] I. Mesopotamia Myths, Epics, Prayers and Rituals of the 2nd and 1st millennia BC, in the Sumerian and Akkadian languages, describe the location and nature of the Underworld, along with the circumstances under which its inhabitants live. This domain, located beneath the surface of the earth and surrounded by the primeval ocean called Apsȗ, is known in Akkadian as erṣetu (Sumerian: ki), a term that can refer both to the surface of the earth and to the Underworld. There are other terms for certain characteristics of this region. The Underworl…

Magie, Magier

(6,634 words)

Author(s): Wiggermann, Frans (Amsterdam) | Wandrey, Irina (Berlin) | Graf, Fritz (Princeton) | Johnston, Sarah Iles (Princeton) | Thür, Gerhard (Graz) | Et al.
I. Alter Orient [English version] A. Allgemein Altoriental. und äg. M. beruht auf einem Weltbild, das der Religion entgegengesetzt ist. Im mag. Weltbild sind Menschen, Götter und Dämonen durch Sympathien und Antipathien miteinander und mit dem Kosmos verbunden, im rel. Weltbild wird alles durch die Götter zu ihrem eigenen Nutzen gestaltet; die Beziehungen zw. Mensch und Kosmos sind Folge bewußter Maßnahmen der Götter. In der rel. Praktik jedoch sind beide Weltbilder integriert und komplementär. Das rel…

Dämonen

(2,882 words)

Author(s): Maul, Stefan (Heidelberg) | Jansen-Winkeln, Karl (Berlin) | Niehr, Herbert (Tübingen) | Macuch, Maria (Berlin) | Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] I. Mesopotamien Ein übergeordneter Begriff für D. wurde in Mesopotamien nicht entwickelt. Bekannt ist eine Vielzahl unsterblicher Wesen, die jeweils einen eigenen Namen tragen und als Diener der Götter und Feinde oder Helfer der Menschen auftraten. Gegenstand eines eigenen Kultes waren sie nicht. Da D. ihre beschränkte Macht, die sich etwa in Krankheiten physischer und psychischer Art manifestierte, nur mit Billigung der Götter ausüben konnten, waren sie Teil der Weltordnung. So wu…

Magic, Magi

(7,505 words)

Author(s): Wiggermann, Frans (Amsterdam) | Wandrey, Irina (Berlin) | Graf, Fritz (Columbus, OH) | Johnston, Sarah Iles (Princeton) | Thür, Gerhard (Graz) | Et al.
I. Ancient Orient [German version] A. General The magic of the ancient Orient and of Egypt is based on a view of the world that runs counter to that of religion. In the world-view of magic, men, gods and demons are tied to each other and to the cosmos by sympathies and antipathies, whereas in the religious world view everything is created by the gods for their own purposes; the relations between men and the cosmos are the result of deliberate actions of the gods. In the practice of religion, however, b…
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