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Your search for 'dc_creator:( "Gutsfeld, Andreas (Münster)" ) OR dc_contributor:( "Gutsfeld, Andreas (Münster)" )' returned 42 results. Modify search

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Mehl

(300 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (griech. ἄλευρον/ áleuron, lat. farina). Feinkörniges bis pulvriges Produkt, das beim Zermahlen, Zerreiben oder Zerstoßen bestimmter Körner oder Samen entsteht. Das wichtigste Ausgangsprodukt war in griech. Zeit Gerste (Athen. 3,111e-112a), in röm. Zeit Weizen (Plin. nat. 18,74; 85-90); je nach Region wurde M. auch aus Hirse (Gal. de alimentorum facultatibus 1,15) und Roggen (Plin. nat. 18,141) und in Gebieten ohne Getreideanbau oder in Notzeiten sogar aus stärkehaltigen Früchten wie Bohnen oder Eicheln erzeugt (Plin. nat. 16,15; 18,117). M. wurde nach de…

Salgama

(121 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (griech. ἁλμαῖα/ halmaía). Sammelbegriff für sauer eingelegte Gemüse, Kräuter, Früchte. Seit griech. Zeit konservierte man pflanzliche Nahrungsmittel gern, indem man sie in eine Salzbrühe einlegte (Colum. 12,4,4), die oft mit Essig, Gewürzen und sonstigen Zutaten wie Milch und Honig angereichert war (Plin. nat. 19,153; Dioskurides 2,174 Wellmann). Rezepte für das Einlegen von Kapern, Salat, Kräutern, Zwiebeln, Kornelkirschen, Pflaumen und verschiedenen Apfel- und Birnenarten finden sich bei Columella (10,117; 12,9 f.). In der einfachen Küche wurden s. z…

Getränke

(432 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] In der Ant. gab es je nach Zeit und Region unzählige Formen von G., die pur, miteinander vermischt, versetzt mit Zutaten (Fett, Gewürzen, Süßstoffen) heiß oder kalt getrunken wurden. Sie lassen sich nach ihren Grundbestandteilen in drei Gruppen einteilen: 1. G. aus Wasser. Wasser (Plin. nat. 31,31-72) war ein unentbehrliches Nahrungsmittel (Pind. O. 1,1; Vitr. 8,1,1; Plin. nat. 31,31-72) und zudem ein notwendiger Bestandteil zweier wichtiger alkoholhaltiger G.: Met und Bier. Met,…

Nahrungsmittel

(617 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (τροφαί; lat. alimenta). Bezeichnung für nahrhafte feste und flüssige Stoffe, die bisweilen roh gegessen oder getrunken werden können, sich normalerweise aber nicht ohne Vorbereitung zum Verzehr eignen und deshalb in der Küche zu Speisen weiterverarbeitet werden. Eine systematische Einteilung der N. bietet Galenos' Abhandlung ‘Über die Kräfte der N. ( de alimentorum facultatibus libri III), eine der wenigen ant. diätetischen Spezialschriften, die vollständig erhalten ist. Galen gliedert die N. nach dem Prinzip der naturgesch. Zugehö…

Olybrius

(184 words)

Author(s): Elvers, Karl-Ludwig (Bochum) | Gutsfeld, Andreas (Münster)
Spätant. Personenname in der Familie der Anicii: Anicius [II 13] Hermogenianus O. ( cos. 395 n.Chr.), Q. Clodius Hermogenianus O. [1] ( cos. 379), der Kaiser des Jahres 472, Anicius [II 15] O. und Flavius Anicius O. ( cos. 526). Elvers, Karl-Ludwig (Bochum) [English version] [1] Q. Clodius Hermogenianus O. Amtsträger, 4.Jh. n. Chr. Praefectus praetorio Orientis 378-379 n.Chr. Der aus einer angesehenen, verm. stadtröm. Familie stammende Christ O. machte eine glänzende Karriere (CIL VI 1714). Nachdem er Statthalter von Campania gewesen war, wurde er …

Sakcharon

(224 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (σάκχαρον, lat. sacc[ h] aron). Aus dem Mark des Zuckerrohrs, einer im Mittelmeerraum nicht heimischen Pflanze, gewonnener Zucker. Die Griechen lernten das Zuckerrohr und seinen süßen Saft erst mit dem Indienfeldzug des Alexandros [4] kennen (Strab. 15,1,20; Theophr. h. plant. 3,15,5). In kristalliner Form scheint Zucker nicht vor Beginn des 1. Jh. n. Chr., als der direkte Seehandel von Äg. nach Indien in Gang kam, in den Mittelmeerraum gelangt zu sein (peripl. maris Erythraei 14 Casson). Jedenfalls fand in dieser Zeit das Wort s. in der Bed. “Zuckerkorn” Eing…

Modestus

(226 words)

Author(s): Franke, Thomas (Bochum) | Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] [1] Sab(inius?) M. Statthalter der Prov. Moesia Inferior im J. 241 n.Chr., belegt durch Mz. der Stadt Nikopolis [1. 504-518 Nr. 2040-2107]. Dementsprechend muß er vorher den Suffektkonsulat bekleidet haben. Franke, Thomas (Bochum) Bibliography 1 F. Imhoof-Blumer (Hrsg.), Die ant. Mz. Nord-Griechenlands, Bd. 1, 1898. PIR S 2  A. Stein, Die Legaten von Moesien, 1940, 100f. [English version] [2] Flavius Domitius M. Praefectus praetorio Orientis, 369/370 bis 378 (?) n.Chr. Praefectus praetorio Orientis 369/370 bis 378 (?) n.Chr. Aus Arabien stammend, b…

Muria

(186 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (griech. ἅλμη/ hálmē). Salzlake, die seit frühester röm. Zeit (Fest. 141) zur Konservierung verderblicher Nahrungsmittel genutzt wurde. Obwohl auch natürliche Salzsole Verwendung fand (Plin. nat. 31,83), wurde m. überwiegend aus Salz und Wasser angemischt. In die schärfere m. dura (Colum. 12,6) wurden Fisch, Fleisch, Gemüse und Obst eingelegt, die dann mariniert ( salsamenta: Plin. nat. 31,83) verzehrt wurden. Eine mildere, gelegentlich mit Honig versetzte m. (Colum. 12,25,3) wurde an Wein und Milchprodukte gegeben, um deren Haltbarkeit zu ve…

Salinum

(101 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (ἁλία/ halía). Kleines Salzgefäß aus Silber (Plin. nat. 33,153), gelegentlich auch aus Ton. Es gehörte in jeden röm. Haushalt und diente zum Nachsalzen der Speisen bei Tisch, hatte aber auch eine bestimmte Funktion für den Hauskult: Bis in die Kaiserzeit vollzog man zw. Hauptgang und Nachspeise mit Hilfe des s. ein Speiseopfer (Liv. 26,36,6; Stat. silv. 1,4,130 f.). Diese kult. Bed. erklärt, warum das s. vom Vater auf den Sohn vererbt wurde (Hor. carm. 2,16,13 f.). Mola salsa Gutsfeld, Andreas (Münster) Bibliography M. Besnier, s. v. S., DS IV/2, 1022  A. Hug, s. v. S.…

Philippus

(678 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster) | Franke, Thomas (Bochum)
[English version] [1] Flavius Ph. Praef. praetorio orientis, 4. Jh. n. Chr. Praefectus praetorio orientis 344/346-351 n.Chr. Er stammte wahrscheinlich aus einer Curialenfamilie ( curiales [2]; trotz Lib. or. 42,24-25), evtl. aus Chytros auf Kypros (IEph 1a, 41). Über das Notariat und verm. weitere Posten am Hof stieg Ph., ein arianischer Christ (Arianismus), zwischen dem Sommer 344 und dem 28.7.346 zur Praetorianerpraefektur des Ostens auf (Lib. or. 62,11; Cod. Theod. 11,22,1). Ph., der 348 außerdem cos. ord. war, gehörte zu den engsten Vertrauten des Constantius [2] II…

Praefectus urbi

(289 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (Stadtpraefekt <von Rom, später auch von Konstantinopolis>; griech. πολίαρχος/ políarchos). Nach der röm. Trad. leitete bereits in der Frühzeit Roms ein vom König, dann vom Höchstmagistrat beauftragter p.u. (“Stadtverweser” bei [4. 663]) in dessen Abwesenheit die Staatsgeschäfte, v. a. die Rechtsprechung (Liv. 1,59,12; 3,3,6; Tac. ann. 6,11; Dion. Hal. ant. 5,75). Das Amt - sollte es jemals bestanden haben - mußte mit der Einführung der Kollegialität ( collega ) der Obermagistratur unbedeutend und mit der Schaffung der Praetur…

Fischspeisen (und Meeresfrüchte)

(530 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Sammelbegriff für Speisen, die aus Fischen, Krebs- und Weichtieren zubereitet werden. Das sortenreiche Angebot von Fischen und Meeresfrüchten im Mittelmeerraum fiel je nach Fangsaison und -gebiet höchst unterschiedlich aus; auch änderte sich der Verbrauchergeschmack mit der Zeit. Aus der großen Zahl der für F. eingesetzten Arten (vgl. die Kataloge bei Plin. nat. 9,43-104; Athen. 3,30-36; 7,277-330; 8,355-358; Auson. Mos. 75-149) sind neben dem Thunfisch insbesondere Krebse, Musch…

Essig

(135 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (ὄξος, acetum). Würz- und Konservierungsmittel, durch Vergären zumeist von Wein, gelegentlich auch von Saft aus Früchten wie Datteln oder Feigen gewonnen. Er existierte in unterschiedlichen Qualitäten, wobei der aus Alexandreia stammende E. bes. geschätzt wurde (Plin. nat. 14,102). E., der Anfang des 4. Jh. n.Chr. weniger als gewöhnlicher Wein kostete (Edict. Diocletiani 3,5), trug zur süßsäuerlichen Geschmacksnote vieler Speisen bei; Apicius bereitete mit ihm häufig Saucen für Fl…

Polenta

(137 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (ἄλφιτα). Gerstengraupen, -mehl, -brot. Der lat. Begriff p. bezeichnet zum einen die Grütze von enthülsten und gerösteten Gerstenkörnern, zum anderen den Brei, der aus dieser Grütze mit Wasser, Salz und anderen Zutaten gemischt oder gekocht wurde (Plin. nat. 18,72; Pall. agric. 7,12). Gerstenbrei, der zusammen mit Zukost wie Öl oder Gemüse auf den Tisch kam, gehörte in Griechenland bis in hell. Zeit zu den wichtigsten Gerichten. Dagegen bevorzugte man in It. - vielleicht mit Ausnahme der Gallia Cisalpina (Plin. nat. 18,85) - den Emmerbrei ( puls), das röm. Nation…

Bier

(407 words)

Author(s): Neumann, Hans (Berlin) | Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] I. Alter Orient B. war im Alten Orient ein weithin bekanntes und beliebtes Getränk, das in Mesopotamien und Ägypten spätestens seit Ende des 4. Jt.v.Chr. gebraut wurde. Grundstoff der Herstellung war vor allem Gerstenmalz [1. 322-329], daneben auch Emmer und Sesam. Im 1. Jt.v.Chr. gewann in Babylonien eine Art Dattel-B. an Bedeutung [2. 155-183]. In Ägypten erwähnen die Texte aus älterer Zeit neben Dattel-B. auch Johannisbrotbaum-B. und Mohn-B. Während des Brauprozesses wurden weite…

Butter

(125 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (βούτυρον, butyrum). Überwiegend aus Kuhmilch, seltener aus Schaf- oder Ziegenmilch gewonnenes Fett, das im Unterschied zu heute meist in flüssiger Form verwandt wurde. Viele Völker am nördl. und südl. Rand der ant. Welt (vor allem Thraker und Skythen, aber auch Lusitanier, Gallier, Germanen und Araber) nutzten B. intensiv als Speisefett und Salbe (Plin. nat. 28,133f.). Im Mittelmeerraum bevorzugte man stattdessen das Olivenöl, dessen Preis Anfang des 4.Jh. n.Chr. deutlich über de…

Gewürze

(441 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (griech. ἡδύσματα, hēdýsmata; lat. condimenta). Geschmacksbildende Speise- und Getränkezutaten zumeist aus bestimmten Teilen einheimischer Wild-, Garten- und exotischer Pflanzen. Die Ant. kannte eine große Fülle von G., deren Angebot und Gebrauch aber stark dem Zeitgeschmack unterlag. Caelius [II 10] Apicius verwendet im 1. Jh. n.Chr. insgesamt sechzig G., von denen zehn importiert waren (vgl. die G.-Listen bei Plin. nat. 12; 19,101-175; Athen. 2,68a; Apici excerpta a Vinidario 1 And…

Fett

(155 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Aus pflanzlichen oder tierischen Zellen gewonnener, flüssiger, halbfester oder fester Stoff, der für die menschliche Ernährung als Energielieferant und Geschmacksträger von großer Bed. ist. In der Frühzeit der Ant. dominierten Butter, Schmalz und Talg. Der Verbrauch dieser tierischen F. blieb später insbesondere im Norden der ant. Welt hoch; im mediterranen Raum erhielt schließlich das Olivenöl den absoluten Vorrang. Obwohl verhältnismäßig teuer (CIL III 2, p. 827 3,1-3; 4,10-11;…

Mahlzeiten

(854 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] M., regelmäßig zu bestimmten Stunden eingenommene Speisen und Getränke, stehen im Zentrum der ant. Eßkultur. Art und Abfolge der M. sowie ihre Stellung innerhalb der M.-Ordnung und des übergeordneten Lebensrhythmus sind so komplex, daß sie hier nicht in ihrer ganzen strukturellen, räumlichen und zeitlichen Differenziertheit erörtert werden können. In der griech. wie der röm. Welt unterlagen die alltäglichen M. einer festen Ordnung, die sich zunächst primär an der natürlichen Umwelt, insbes. am Aufgang und Untergang der Sonne (s. die Namen der M. ἄριστον/ áristo…

Maiorinus

(100 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Praefectus praetorio Orientis unter Constantius II. Leben und Laufbahn sind schlecht bezeugt. Aus einer kurialen Familie des Ostens stammend, machte er eine steile Karriere (Lib. epist. 1510), die in der Praetorianerpraefektur gipfelte. Dieses Amt übte er verm. zwischen Sommer 344 und dem 28.7.346 n.Chr. (Cod. Theod. 11,22,1: erster sicherer Beleg für seinen mutmaßlichen Nachfolger Flavius Philippus) mit Sitz in Antiocheia [1] aus. Er starb kurz vor 357 (Lib. epist. 560) und wurde …
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