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Leontius

(119 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (Flavius Domitius L.). Praefectus praetorio Orientis 340-344, Consul 344 n.Chr. L. wurde wahrscheinlich in Berytos (Phönikien) geb. Nach einer längeren Laufbahn, die 338 vermutlich ein Vikariat einschloß (Cod. Theod. 9,1,7), stieg L. zum praef. praet. Orientis auf (ILS 1234). In diesem Amt ist er sicher vom 11.10.340 (Cod. Theod. 7,9,2 = Cod. Iust. 12,41,1) bis zum 6.7.344 (Cod. Theod. 13,4,3 = Cod. Iust. 10,66,2) bezeugt. L., dessen Amtsführung bei Libanios gelobt wird (Lib. epist. 353), bekleidete im letzten J. …

Brot

(640 words)

Author(s): Stol, Marten (Leiden) | Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] A. Alter Orient B. war im Alten Orient Grundlage der Ernährung. Soweit inschr. und arch. Zeugnisse erkennen lassen, war in Mesopotamien seit der Mitte des 3. Jt. Gerste das hauptsächliche B.-Getreide, Emmer und Weizen von geringerer Bedeutung. In Kleinasien, Syrien/Palästina sowie in Ägypten scheint Weizen neben der Gerste eine größere Rolle gespielt zu haben. Institutionelle Haushalte versorgten ihre Angehörigen und die ihnen verpflichteten Arbeitskräfte mit regelmäßigen Rationen, …

Milch

(298 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (griech. γάλα/ gála; lat. lac). In der Ant. fand die M. mehrerer Säugetiere Verwendung (Eselin, Kamel, Kuh, Schaf, Stute, Ziege), so daß der Begriff nicht wie heute auf die Kuh-M. eingegrenzt war. Kuh-M. war im Mittelmeerraum eher unbeliebt und wurde in größeren Mengen nur in den nördl. Regionen der ant. Welt konsumiert (Aristot. hist. an. 3,20). Die beliebteste M.-Art bei Griechen und Römern war die Schaf-M., die als einzige auch im Edictum [3] Diocletiani auftaucht (6,95 Lauffer); …

Honig

(418 words)

Author(s): Englund, Robert K. (Berlin) | Gutsfeld, Andreas (Münster)
(μέλι, mel). [English version] I. Alter Orient Im Alten Orient und Äg. terminologisch nicht immer von Sirup-Arten (Dattel- oder Feigensirup) getrennt. Mit einem Wert von 1-2 Liter pro Sekel Silber (21. Jh. v.Chr.) gehörte H. in Mesopot. zu den wertvollsten Nahrungsmitteln und stand vor allem Göttern (Opfer) und hohen Beamten zu. Die lit. Trad. kennt H. als Kostbarkeit besonders zusammen mit dem hochgeschätzten Butteröl (“Milch und Honig”). Englund, Robert K. (Berlin) Bibliography H.A. Hoffner, Alimenta Hethaeorum, 1974, 123  J. Leclant, s.v. Biene, LÄ 1, 1975, 786-789  D.T. Pot…

Nebridius

(273 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster) | Groß-Albenhausen, Kirsten (Frankfurt/Main) | Schindler, Alfred (Heidelberg)
[English version] [1] Praefectus praetorio Orientis, 365 n.Chr. Praefectus praetorio Orientis im J. 365 n.Chr. N. wurde in Etrurien geb. Seine Laufbahn führte ihn über kleinere Ämter, die er vor 354 innehatte, über die comitiva Orientis 354-358 und die quaestura (sacri palatii) am Hof des Caesars Iulianus [11] 359(?)-360 schließlich zur gallischen Praetorianerpraefektur (Lib. epist. 1315). N. trat dieses Amt 360 an, zog sich aber - als loyaler Gefolgsmann des Constantius [2] II. 361 ins Privatleben zurück, als Iulianus zum Feldzug geg…

Käse

(514 words)

Author(s): Englund, Robert K. (Berlin) | Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] I. Alter Orient K. gehört mit Getreide und Fisch zu den wichtigsten Volksnahrungsmitteln im Alten Orient. Nach vollständiger Entfernung des Butteröls (sumer. ì.nun, akkad. ḫimētu) wurde die Buttermilch zu einem fettfreien und damit lange haltbaren K. verarbeitet; er entspricht dem im mod. Nahen Osten kašk genannten Hart-K.K. wurde auch mit verschiedenen Zutaten gemischt (u.a. Getreide, Datteln, Wein und zahlreichen Gewürzen) und dann den Göttern dargebracht, erwartungsgemäß oft zusammen mit Butteröl. K. wird in der babylon. Lit. selten erwähnt. Englund, Ro…

Obst

(313 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (ὀπῶραι/ opṓrai, lat. poma). Sammelbegriff für eßbare Früchte bzw. Samenkerne (Haselnuß, Mandel, Pinienkern u.ä.), zumeist von O.-Gehölzen. Ant. Autoren unterscheiden nach dem Reifezeitpunkt des O. Frühsommer-, Sommer- und Herbstfrüchte (z.B. Gal. de alimentorum facultatibus 2,2; 8). Die wichtigsten kultivierten Früchte in der röm. Kaiserzeit waren Apfel, Birne, Dattel, Feige, Granatapfel, Pflaume, Quitte und Weintraube (Wein) mit jeweils vielen Unterarten (eine Liste mit diesem und…

Gebäck

(280 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (griech. πλακοῦς, plakús, lat. placenta), meist süße Einzelstücke, die in der ant. Überlieferung je nach Region und Zeit, Mode und Zweck in vielen Arten begegnen (vgl. die Liste bei Athen. 14,643-648). Sie bestanden durchweg aus feinem Mehl (zunächst von Gerste, später überwiegend von Weizen), Wasser, Milch oder Fett sowie (meist) einem Treibmittel. Weitere Zutaten wie Eier, Früchte (Obst), Gewürze, (Frisch-)Käse, Nüsse oder Süßstoffe sorgten für den typischen Duft und Geschmack eine…

Opson

(157 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (ὄψον) bezeichnete jede Art von gekochter, gebratener oder roher Kost, die zum Grundnahrungsmittel (Ernährung) aus Getreide oder Hülsenfrüchten gereicht wurde, also Gemüse und Obst ebenso wie Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte (Hom. Od. 3,480; Athen. 7,277a; 14,648f); auch opsónion, lat. obsonium. In klass. Zeit erhielt der Begriff die Spezialbed. “Fisch” (Athen. 7,276e), weil dieser in den Küstengebieten des Mittelmeeres schlechthin die Zukost zum Grundnahrungsmittel war (Fischspeisen). Je nach Kontext konnte o. billige, oft eingelegte Fische,…

Probus

(1,194 words)

Author(s): Birley, A. R. (Düsseldorf) | Tinnefeld, Franz (München) | Gutsfeld, Andreas (Münster) | Schmidt, Peter L. (Konstanz)
[English version] [1] Imperator Caesar M. Aurelius Probus Augustus Kaiser Probus Röm. Kaiser 276-282 n. Chr. Geb. am 19.8.232 n. Chr. in Sirmium; Angaben zu seinem Vater in SHA Probus 3,2 und bei [Aur. Vict.] epit. Caes. 37,1 sind wohl fiktiv. P.' Laufbahn bis zu seiner Kaisererhebung im Sommer 276 im Osten (Zos. 1,64) ist unbekannt (in SHA Probus ist er mit dem dux Tenagino P. verwechselt). In seiner gut sechsjährigen Regierungzeit ( cos. I-III 277-279, cos. IV 281, cos. V 282) hatte er erst am Rhein gegen die Alamanni, dann gegen Franci, Burgundiones und Vandali zu kämpfen (Zos. 1,67-68; Got…

Praefectus praetorio

(1,137 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
(“Praetorianerpraefekt”; griech. ἔπαρχος bzw. ὕπαρχος τῆς αὐλῆς/ éparchos bzw. hýparchos tēs aulḗs). Inhaber eines der wichtigsten Ämter in der Reichsverwaltung der röm. Kaiserzeit. [English version] A. Prinzipat Das Amt wurde im J. 2 v. Chr. durch Augustus eingerichtet, als dieser zwei Männer aus dem Ritterstand ( equites Romani ) an die Spitze seiner Leibgarde, der Praetorianer ( cohortes praetorianae), stellte (Cass. Dio 55,10). Die urspr. Aufgabe des p.p. bestand im Kommando der kaiserl. Leibwache, die den Schutz des Kaisers im Hauptquartier ( praetorium

Most

(233 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (γλεῦκος/ gleúkos; [ vinum] mustum). Noch nicht vergorener oder gerade in Gärung befindlicher Saft von gepreßten Früchten wie Apfel, Birne, Dattel, Feige, Granatapfel, Kornelkirsche, Quitte und Speierlingsfrucht (Plin. nat. 13,44-45; 14,102-103. 125; 15,109). Die wichtigste Art des M. wurde aus Weintrauben hergestellt (Colum. 12,41; Plin. nat. 23,29); sie wurde lat. als vinum mustum bezeichnet, wovon sich das dt. Wort M. herleitet. Frischer M., dessen abführende und kräftigende Wirkung Ärzte schätzten (Cels. artes 4,26,5-6; Diosk…

Postumianus

(100 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Praefectus praetorio Orientis 383 n. Chr. P., ein aus dem Westen stammender orthodoxer Christ, stieg über verschiedene, nicht näher bekannte Ämter zur Praetorianerpraefektur des Ostens auf (Greg. Naz. epist. 173). Er trat dieses Amt Anf. 383 an (Cod. Theod. 9,42,10), bekleidete es aber nur bis E. des Jahres (Cod. Theod. 16,5,12). Nach seiner Rückkehr in den Westen wurde er 395-396 mit einer Gesandtschaft des stadtröm. Senats zum Kaiser betraut (Symm. epist. 6,22,3; 6,26,2). Gutsfeld, Andreas (Münster) Bibliography W. Enßlin, s. v. P. (2), RE 22, 890  PLRE 1, 718 (…

Deipnon

(305 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (δεῖπνον). In frühgriech. Zeit Bezeichnung jeder Mahlzeit am Tag. Wohl infolge der Verstädterung hatte sich die Bed. von d. aber im 5. Jh.v.Chr. in Athen auf die Hauptmahlzeit, die bei Sonnenuntergang begann, verengt. Das d. wies eine feste Ordnung auf. Es setzte sich aus dem eigentlichen Mahl mit mehreren möglichen Gängen und dem Nachtisch, der zum Trinkgelage ( sympósion) überleiten konnte, zusammen; erst im zweiten Teil des d. trank man mehr Wein. Da die Griechen das d. als Ausdruck der Verbundenheit mit den Göttern verstanden, begannen und beendeten sie jedes d. m…

Rufinus

(1,183 words)

Author(s): Elvers, Karl-Ludwig (Bochum) | Johne, Klaus-Peter (Berlin) | Gatti, Paolo (Trient) | Gutsfeld, Andreas (Münster) | Portmann, Werner (Berlin) | Et al.
Röm. Cogn., abgeleitet von Rufus, in republikan. Zeit in der Familie der Cornelii (Cornelius [I 62]), in der Kaiserzeit weitverbreitet (Antius [8], Aradius [1], Caecilius [II 19], Clodius [II 13], Cuspius [3], Fadius [II 1], Vibius), in der Spätant. auch häufiger Eigenname. Elvers, Karl-Ludwig (Bochum) [English version] [1] Magister militum per Thracias um 515 n. Chr. Magister militum per Thracias um 515 n. Chr., wurde von Kaiser Anastasios [1] I. mit dem Kampf gegen den Söldnerführer Vitalianus betraut (Ioh. von Antiocheia fr. 214e = FHG 5, 34; Chr…

Fleischspeisen

(475 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Sammelbegriff für Speisen aus dem Muskelgewebe und den Innereien von Säugetieren und Vögeln. In der Ant. bereitete man F. zu einem kleineren Teil aus Vögeln (z.B. Amsel, Drossel, Ente, Gans, Huhn, Taube, Wachtel) und Wild (insbesondere Hase, Rotwild (Hirsch), Wildschwein (Schwein), in röm. Zeit zusätzlich auch Kaninchen und Haselmaus). Die meisten F. wurden aus dem Fleisch der Haustiere Schaf, Schwein, Rind und Ziege gekocht. Aus dieser Gruppe ist bes. das Schwein hervorzuheben, …

Cena

(273 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Die tägliche Hauptmahlzeit der Römer. Im Laufe der Jh. wurde sie erheblich durch die raffinierte griech. Eßkultur beeinflußt: Sie wurde zeitlich von Mittag auf Abend verschoben; urspr. sitzend im Atrium bzw. in der Küche verzehrt, wurde sie später (zumindest) von der Oberschicht liegend in speziellen, reich ausgestatteten Speisezimmern ( triclinium ) eingenommen; zur anfänglichen Speisenfolge von Hauptspeise ( mensa prima) und Nachtisch ( mensa secunda) trat die Vorspeise ( gustatio) hinzu. Dauer und Ausstattung der c. waren vom Anlaß, vor allem aber vo…

Neoterius

(127 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Flavius N., praefectus praetorio Galliarum 390 n.Chr. N., ein novus homo , begann seine Laufbahn im Westen des Reichs. 366 ging er wohl als tribunus et notarius des Valentinianus I. nach Nordafrica (Amm. 26,5,14). Er wurde ein Vertrauter des Theodosius, der ihn nach seiner Ernennung zum Kaiser in seinen Reichsteil mitnahm und ihm von 380 bis 381 die Praetorianerpraefektur des Ostens übertrug. Obwohl Kritik an seiner Amtsführung laut geworden war (Lib. or. 2,72-73), hielt Theodosius I. an N. fest. Er schic…

Met

(194 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (griech. ὑδρόμελι/ hydrómeli, lat. [ aqua] mulsa). Getränk aus zumeist einem Teil Honig und zwei Teilen Wasser (Colum. 12,12; Dioskurides, De materia medica 5,9 Wellmann), das frisch, häufiger aber vergoren mit einem Alkoholgehalt von etwa 15% konsumiert wurde. Neben Bier war M. das älteste Rauschgetränk im Mittelmeerraum. Als in histor. Zeit der Wein aufkam, wurde M. zunächst in Griechenland, später auch in It. weitgehend verdrängt, nicht zuletzt deshalb, weil Trauben in größeren Meng…

Comissatio

(145 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Das Trinkgelage der Römer, schloß regelmäßig an eine festliche cena an und dauerte oft bis tief in die Nacht. Lange Zeit blieb sie nur Männern vorbehalten, seit Ende der röm. Republik konnten aber auch Frauen am Trinkgelage teilnehmen. Die c., eine in sozialer Hinsicht höchst bedeutsame Form der Geselligkeit, drang spätestens Ende des 3. Jh.v.Chr. nach Rom. Ihr Name leitet sich vom griech. Wort für Gelage, κῶμος ( kṓmos), ab; ihre Struktur und Regeln entsprachen weitgehend denen des Symposions (Gastmahl). Neben dem Trinken bestand die Unterhaltun…
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