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Your search for 'dc_creator:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" )' returned 351 results. Modify search

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Fasan

(371 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Der als Hahn farbenprächtige F. (Phasianus colchicus, φασιανός sc. ὄρνις, phasianus bzw. phasiana sc. avis) stammt urspr. aus dem Gebiet um den namengebenden Fluß Phasis (h. Rioni, südl. des Kaukasus) in Kolchis (Agatharchides fr. 15 Jacoby FGrH 86 bei Athen. 9,387c, vgl. Mart. 13,72). Seit dem 5. Jh. v.Chr. wurde er - als einziger Hühnervogel erfolgreich - in die Wildbahn des griech.-röm. Kulturraums eingeführt. Aristophanes, der ihn als erster erwähnt (Nub. 108), verspottet den Fasanenzüchte…

Nasturtium

(139 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (lat.) entspricht nach Cic. Tusc. 5,99 dem κάρδαμον/ kárdamon und bezeichnet eine Kresseart, wahrscheinlich die Gartenkresse (Lepidium sativum), welche Xen. Kyr. 1,1,8 als Zukost der einfachen Perser zum Brot erwähnt. Gemeint sind wohl die Samen und nicht die h. in Griechenland und It. als Salat verzehrten Blätter. Theophr. h. plant. 1,12,1 erwähnt wie Plin. nat. 19,186 den senfartigen scharfen Geschmack des kárdamon und das auch von Plin. nat. 19,117 und 154 betonte schnelle Keimen. Colum. 11,3,14 empfiehlt für It. die Aussaat im Frühling…

Barba Jovis

(144 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die gelbblühende Hauswurzart Sempervivum tectorum (ἀείζωον) mit fleischigen, immergrünen und feuchten Blättern (Theophr. h. plant. 1,10,4 und 7,15,2) leitet ihren Namen von ihrer starken Behaarung ab. Nach Dioskurides 4,87-88 [1. 247ff.] = 4,88-89 [2. 418f.] dienten die Blätter ihrer beiden Arten (lat. sedum bei Plinius, nat. 25,160-163) u.a. äußerlich als kühlendes adstringierendes Mittel gegen Geschwüre und Wunden. Demokrit soll den Saft zur Behandlung von Saatgut empfohlen haben (Plin. nat. 18,159). Nat. 16,76 meint…

Maus

(1,028 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ὁ μῦς/ mýs, in Dialekten σμῦς/ smýs, σμίς/ smís, σμίνθος/ smínthos, σμίνθα/ smíntha; lat. mus, Dimin. musculus; dazu [4. 2,132]), Vertreter der artenreichen Familie Muridae der Nagetiere (Rodentia) mit ständig nachwachsenden Nagezähnen. Mit den gen. Bezeichnungen sind meistens die Langschwanzmäuse Haus-M. (Mus musculus L.), Wald-M. (Apodemus sylvaticus L.), die oberirdische Grasnester bauende Zwerg-M. (Micromys minutus Pallas) sowie die zu der Familie der Wühl-Mäuse (Arvicolidae) gehörende Feld…

Dachs

(168 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Ein den Griechen wahrscheinlich unbekanntes [1] nachtaktives Raubtier aus der Familie der Marder ( Mustelidae), das die Römer meles ( maeles, Varro rust. 3,12,3; melo, Isid. orig. 12,2,40) nannten. Plinius behauptet fälschlich (nat. 8,138), er verteidige sich durch Aufblasen gegen Mensch und Hund, und erwähnt ihn sonst nur im Vergleich mit anderen Tieren. Ohne die Hinweise des Mediziners Marcellus Empiricus (36,5) zu berücksichtigen, der unter der nach Isidoros (orig. 20,2,24 mit Zitat des Komikers Afranius) kelt. Bezeichnung adeps taxoninus das Fett des D…

Carbasus

(44 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (κάρπασος, καρπήσιον). Phönizischer bzw. ehemals indischer Name für Baumwolle, wie das aus Tarraco (heute Tarragona) in Spanien (Plin. nat. 19,10). Aber auch als Gegengift (Alexipharmaka) verwendete Pflanzen wie Helleborus- und Valeriana-Arten führten diese Bezeichnungen (vgl. Colum. 10,17). Hünemörder, Christian (Hamburg)

Lapis lazuli

(356 words)

Author(s): Wartke, Ralf-B. (Berlin) | Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Sumer. iagin > akkad. uqnû > griech. κύανος > lat. cyanus; äg. ḫsbḏ). Der Lasurstein ist ein kompliziertes Silikat, das mit dem künstlichen Ultramarin verwandt ist. Er zeichnet sich durch mehr oder weniger tiefblaue Farbe, oft mit goldgelben Einsprengseln von Eisenpyrit, aus. L. wurde im heutigen Afghanistan/Prov. Badaḫšān bzw. im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet (Quetta) gewonnen und gelangte von dort nach Vorderasien sowie über den Sinai nach Äg. Verhandelt wurde L. unbearbeitet, get…

Marder

(139 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Inwiefern die beiden Arten, der Haus- oder Stein-M. (Martes foina, mit weißem Kehlfleck) und der Baum-M. (M. martes, mit gelbem Kehlfleck), der Ant. bekannt waren, muß wegen fehlender Beschreibungen unsicher bleiben. Hom. Il. 10,335 und 458 κτιδέην κυνέην/ ktidéēn kynéēn könnte mit “Helm aus M.-Fell” [1. 1,160] übers. werden. Vielleicht ist ἴκτις/ íktis (Aristot. hist. an. 2,1,500b 24; wie bei Plin. nat. 29,60: mustelarum genus silvestre) ein Wiesel. Aristoph. Ach. 880 erwähnt Felle der íktis auf dem Markt in Athen, Nik. Ther. 196 schildert sie als ge…

Biber

(344 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (κάστωρ, fiber, altlat. feber und als Lehnwort castor). Der amphibische Sumpfbewohner ist etwas breiter als der Fischotter (ἔνυδρις), hat starke Zähne zum nächtlichen Abschneiden der Zitterpappeln (κερκίδαι) und ein hartes Fell. Er wurde, auch unter den Namen σαθέριον bzw. σατύριον und λάταξ, von Aristot. hist. an. 8,5,594b31-595a6 (= Plin. nat. 8,109; Ail. nat. 6,34) beschrieben. In der Ant. wurde er in It. und Griechenland wohl früh ausgerottet. In Gallien, Spanien, Mittel- und Osteur…

Onyx

(110 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ὄνυξ) bezeichnet einen von den Römern aus Indien, Syrien und Kleinasien eingeführten Stein vom Charakter des Alabaster (Plin. nat. 36,59-61) sowie einen Edelstein mit abwechselnden Farbstreifen (Achat, vgl. Theophr. de lapidibus 31 [1. 68]) in mehreren Varianten. Trotz der Behauptung bei Plin. nat. 37,90 (= Isid. orig. 16,8,3) ist der Name nicht von ónyx (“Fingernagel”) abgeleitet. Der alabasterähnliche Stein wurde zu Trinkgefäßen, Bettfüßen, Salbgefäßen und sogar Säulen verarbeitet. Der Edelstein dagegen schmückte Ringe oder die…

Cichorie

(195 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (κιχόριον, κιχόρη, κίχορα bei Theophr. h. plant. 1,10,7; 7,7,3 u.ö.; cichorium, cichoreum, cichora bei Plin. nat. 21,88, und ἐντύβιον, ἔντυβον, intybus bzw. intubus Colum. 11,3,27; Plin. nat. 19,129). Die Endivie, Name für zwei verwandte, am Mittelmeer heimische Compositenarten: 1) die meist mehrjährige Wegwarte ( Cicorium intybus L.) mit ihren mehr als meterhohen rauhhaarigen Sprossen; sie trägt viele Namen gemeinsam mit dem am gleichen Standort wachsenden Wegerich ( Plantago), der ebenso zu Sirup und Destillat verarbeitet wurde, sowie mit der …

Bockshornklee

(140 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Es handelt sich bei Trigonella foenum-graecum L. (βούκερας, αἰγόκερας, τῆλις) um eine einjährige, herb duftende und sowohl offizinell als auch als Viehfutter genutzte Kulturrasse nicht der mittelmeerischen Trigonella gladiata, sondern der mesopotamischen Unterart Tr. Haussknechtii. Der B. wurde im alten Babylonien und Ägypten kultiviert (ägypt. šbt, arab. ḥulba), und von dort exportiert, wie Samenfunde von ca. 3000 v.Chr. bei Kairo bezeugen. Dioskurides 2,102 ([1. 176f.] = 2,124 [2. 206f.]) empfiehlt das aus Samen gewonnene M…

Daphnoides

(108 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (δαφνοειδές bzw. χαμαιδάφνη). Name zweier Seidelbastarten bei Dioskurides (4,146 [1. 288 = 2. 444] bzw. 4,147 [1. 289f.= 2. 444]), wie Daphne laureola L. oder alpina L. aus der heutigen Familie der Thymelaeaceen mit lorbeerähnlichen, immergrünen Blättern. Diese sollten, getrunken, Brechreiz hervorrufen, schleim- und harntreibend sowie menstruationsfördernd sein. Sie wurden auch von ölbaumblättrigen Arten wie camelaiva (Dioskurides 4,171 [1. 320] = 4,169 [2. 464]), dem Bergseidelbast D. oleoides L., und thymelaia, und dem Südl. Seidelbast ( D. gnidi…

Löwe

(1,485 words)

Author(s): Fischer, Susanne (Tübingen) | Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient und Ägypten Das Vorkommen von L. (sumer. ur-maḫ, ur-gula, pirig; akkad. nēšu, labbu; äg. rw, mj) ist für Mesopotamien erstmals in der Ur III-Zeit (2112-2004 v.Chr.) belegt. Danach berichten die Quellen nur noch selten über ihr Auftreten in Babylonien; aus dem Gebiet des mittleren Euphrat und aus Assyrien gibt es dagegen viele Belege (Briefe aus Mari, Jagdberichte neuassyr. Könige). In Äg. wurden L. seit vorgesch. Zeit dargestellt und sind über das NR (1550-1070) hinaus belegt. Sowohl in Mesopot. als auch in Äg. war der L. in besonderer We…

Habicht

(615 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Es ist fast unmöglich, genau zu unterscheiden, ob ἱέραξ/ hiérax, homer. ἴρηξ, im speziellen Fall den H. (Accipiter gentilis), den Sperber (A. nisus) oder eine Falkenart bezeichnet. Synonym wurde κίρκος/ kírkos verwendet (z.B. Hom. Il. 22,139). Bei Hom. Il. 15,237 ist mit dem Taubentöter φασσοφόνος/ phassophónos offenbar der H., mit írēx jedoch der Sperber gemeint. Der lat. Name accipiter ( acceptor bei Lucil. 1130) leitete sich volksetym. von accipere her (Isid. orig. 12,7,55, vgl. Plaut. Persa 406f.). Aristot. hist.an. 8(9),3,592b 2f. unterscheidet nach …

Ingwer

(80 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Durch Plin. nat. 12,28 wissen wir, daß die Römer den Wurzelstock des zingiber oder zimpiber (Zingiber officinalis L.) nicht wie heute aus Asien, sondern aus Arabien und Troglodytien (dem südl. Ägypten) als bitter schmeckendes Gewürz importierten. Palladius würzte damit eingekochte Quitten (agric. 11,20,2). Dioskurides schreibt dem zingíberi eine erwärmende und magenfreundliche Wirkung zu (2,160 Wellmann = 2,189 Berendes). Es helfe bei grauem Star und in Gegengiften. Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography R. Stadler, s.v. I., RE 9, 1554.

Euphorbion

(118 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (εὐφόρβιον, euphorbea). Bezeichnung für das Gummiharz (Plin. nat. 25,77f.) aus kaktusartigen Wolfsmilcharten (Euphorbia resinifera, beaumeriana und antiquorum), welches König Iuba II. von Mauretanien auf dem Atlasgebirge gefunden und nach seinem Leibarzt Euphorbios benannt haben soll. Dioskurides 3,82 [1. 98f.] bzw. 3,86 [2. 320f.] nennt aber einen gleichnamigen König der Libyer als Erfinder. Nach Isidorus (orig. 17,9,26) ist der Name euphorbium vom Schärfen des Blicks durch seinen Saft abgeleitet: E. bewirkte angeblich - neben Heilun…

Gewürznelken

(119 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Über Indien und Griechenland gelangten die dem Pfefferkorn ähnlichen, getrockneten Blütenknospen des Syzygium aromaticum (früher Caryophyllus aromaticus L.) als garyophyllon von den Molukken nach Rom (Plin. nat. 12,7). Die Bezeichnung karyóphyllon bei spätant. Ärzten wie Aetius Amidenus u.a. (arab. karanful, it. garofalo bzw. garofano), wahrscheinlich abgeleitet von altind. katuphalam (“beißende Frucht”), ging bald auf die Nelken, bes. Dianthus caryophyllus L. über. Im MA wurden die gariophili nach dem salernitanischen Arzneidrogenbuch Circa instan…

Anchusa

(157 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἄγχουσα). Bei Aristophanes, Theophr. h. plant. 7,9,3 (mit rotem Rhizom), Dioskurides 4,23 [1.2.187 f. = 2.378] (vgl. 4,24-26), Plin., nat. u. a.; wird als die zum Rotfärben (wegen Alizaringehalt der Wurzel) und als adstringierende Heilpflanze benutzte mediterrane Boraginacee Alkanna tinctoria (L.) Tausch identifiziert [3.158]. Zur heutigen Gattung Anchusa L. gehören dagegen u. a. die Ochsenzungen (βούγλωσσον). Die ölbaumähnlichen Blätter der strauchigen offizinellen (vgl. Dioskurides 1,95 [1.1.86] = 1,124 [2.110 f.]) Lythracee Lawsonia inermis (κύπρ…

Hase

(1,117 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Lepus europaeus Pallas). Der H. ist von Mitteleuropa bis Vorderasien und Südafrika in der Kultursteppe und im Wald verbreitet. Name: λαγωός (homer.), λαγώς, λαγῶς/ lagōs (att.), λαγός (ion., dor.), λέπορις (aiol., sizil.: Varro rust. 3,12,6), lat. lepus bzw. die Ableitungen davon λαγίον, λαγίδιον, λαγιδεύς, ferner Sonderbezeichnungen nach charakterischen Merkmalen wie “Ducker” (πτώξ; Hom. Il. 17,676; Aischyl. Eum. 326; Theophr. h. plant. 4,3,5; Theokrit 1,110), “Rauhfuß” (δασύπους; in der Komödie, bei Xen. und Ari…
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