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Your search for 'dc_creator:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" )' returned 351 results. Modify search

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Chrysophrys

(127 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (χρυσόφρυς oder χρυσωπός bei Plut. soll. anim. 26,977f), aurata, Goldbrasse, die echte Dorade. Der maximal 60 cm große beliebte Speisefisch wird oft in Komödien erwähnt (Athen. 7,328a-b) und häufig abgebildet (Keller II, Abb. 120,124 und 147). Nach Aristoteles lebt er im Meer in Landnähe (hist. an. 8,13,598a10), laicht in Flüssen, hält im Sommer Dauerschlaf (Plin. nat. 9,58: 60 Tage), frißt Fleisch und wird mit dem Dreizack harpuniert oder im Schlaf gefangen. Die Römer hielten ihn in Zuc…

Krähe

(514 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Aus der Familie der Rabenvögel (Corvidae) wurden in der Ant. sieben Arten unterschieden: 1. der Kolkrabe (κόραξ/ kórax, lat. corvus; Corvus corax L.); 2. die Raben- und Nebel-K. (κορώνη/ korṓnē, lat. cornix, cornicula; C. corone L. und C. cornix L.) und wahrscheinlich auch die gesellig nistende Saat-K. (C. frugilegus L.); 3. die Dohle (κολοιός/ koloiós, βωμωλόχος/ bōmōlóchos, lat. monedula oder graculus; Coloeus monedula); 4. der Eichelhäher (κίσσα/ kíssa, κίττα/ kítta, lat. pica; Garrulus glandarius); 5. die sprachlich nicht von Nr. 4 unterschieden…

Aprikose

(177 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die A. ( Armeniaca vulgaris Lam. = Prunus armeniaca L.) stammt von einer in Ost- und Mittelasien mit 8-9 Arten vertretenen Kernobstgattung, die man wie Pfirsich und Mandel oft nur (wie Plin. nat. 15,41- 43) als Untergattung von Prunus ansieht. In ihrer chinesischen Heimat wird sie mindestens seit dem 3. vorchristl. Jh. kultiviert. Über Armenien gelangte der frühblühende Baum (Plin. nat. 16,103) durch den Feldzug 63 n. Chr. nach Griechenland und Italien und hieß daher μῆλον ἀρμενιακόν, malum Armeniacum (Isid. orig. 17,7,7), Armenia(ca). Dioskurides 1,115 [1.1.1…

Domestikation

(551 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Darunter versteht man die vom Menschen durchgeführte zielgerichtete, allmähliche Umwandlung von Wildtierarten in Haustiere. Auf Grund biologischer Voraussetzungen waren von den wildlebenden Säugetieren der Eis- und Nacheiszeit nur wenige für die D. geeignet. Nur 5 von 19 Säugetier-Ordnungen stellen Haustiere, nämlich die Lagomorpha (Kaninchen), Rodentia (Meerschweinchen), Carnivora (Hund, Katze, Frettchen), Perissodactyla (Pferd, Esel) und die Artiodactyla (Schwein, Schaf, Ziege, Rind, Kamel, Lama). Haustiere bilden aber keine eigene…

Cedrus

(207 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (κέδρος, Zeder). Die immergrüne Coniferengattung war in der Kreidezeit und im Tertiär weit über die Nordhalbkugel verbreitet, starb dort jedoch in der vorletzten Eiszeit weitgehend aus. Sie wächst nur noch in verwandten Arten im Himalaya ( C. deodara), im Libanon (nur noch etwa 400 Bäume) und Kleinasien ( C. libani = libanotica, im Taurus und Antitaurus), auf Zypern ( C. brevifolia) und im Atlas (bis 2700 m, C. atlantica). Das aromatische und dauerhafte Zedernholz wurde schon von ca. 2750 v.Chr. an vom Taurus und Libanon nach Ägypten exportiert. …

Rentier

(199 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Rangifer tarandus, ὁ τάρανδος/ tárandos, lat. tarand(r)us; parandrus: Solin. 30,25, dort [?] nach Äthiopien versetzt!). Das in der Eiszeit bis nach Nord-It. und Südfrankreich verbreitete hirschartige Tier kannten die Griechen nur aus dem Land der Skythen aufgrund glaubhafter Berichte bei Theophr. fr. 172,2-3; Ps.-Aristot. mir. 30,832b 7-16 und Aristot. fr. 317 (Antigonus Carystius 25) sowie Plin. nat. 8,123-124. Ein märchenhaftes Motiv in diesen Quellen wie auch bei Solin. 30,25 (dessen Ber. über den pirander im MA u. a. von Thomas von Cantimpré 4,88…

Möwe

(295 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die unterschiedlichen ant. Namen erlauben keine sichere Zuordnung zu bestimmten Arten. Immerhin bietet Plin. nat. 10,91 in Anlehnung an Aristot. hist. an. 5,9,542b 17 gavia als lat. Entsprechung zu λάρος/ láros (λαρίς/ larís) und mergus zu αἴθυα/ aíthya ( mergulus, mergunculus mit der Etym. bei Varro ling. 5,78: ‘weil er durch in das Wasser Tauchen seine Nahrung fängt’). Da die Gewohnheit zu tauchen aber viel charakteristischer für die Familie der Lappentaucher mit ebenfalls mehreren Arten ist, könnten diese sowohl bei…

Salamander

(336 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (σαλαμάνδρα aus dem Persischen, lat. salamandra, früh mit dem Gecko, lat. stellio, identifiziert), verm. der schwarze, mit großen gelben Flecken versehene nachtaktive Feuer-S. Salamandra salamandra aus der Amphibien-Ordnung der Schwanzlurche (Urodela). Die gelbe Fleckung führte zu dem Aberglauben, er könne aufgrund seiner Kälte nicht nur im Feuer leben (z. B. Aug. civ. 21,4), sondern lösche dieses sogar aus (Aristot. hist. an. 5,19,552b 15-17; Plin. nat. 10,188; Geop. 15,1,34; vgl. Theophr.…

Finken

(340 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Da sowohl Griechen als auch Römer viele kleine Singvögel nicht beachteten, sind auch die Belege nicht eindeutig. Ma. Miniaturen zeigen beide bunten F.-Arten relativ häufig (Buchfink z.B. [2. fig. 37 b]; Stieglitz z.B. [2. fig. 10, 11 a-b, 15, 42, 44]. 1) Buchfink (Fringilla coelebs L.), σπίζα, σπιζίον, σπίνος, φρυγίλος (Aristoph. Av. 763), ποικιλίς (Deutung unsicher, Aristot. hist. an. 8(9),1,609a 6f.), fring(u)illa ( -us Mart. 9,5,7). Ein Singvogel mit einem traurig klingenden (Mart. ebd.) Gesang ( fringulire, friguttire Varro ling. 7,104; Paul. Fest. p…

Biremis

(88 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] [1] Schiff mit zwei Rudern Schiff mit 2 Rudern (δίκωπος, Eur. Alk. 252; Pol. 34,3,2; Lucan. 8,565; 10,56). Hünemörder, Christian (Hamburg) [English version] [2] Schiff mit zwei Ruderreihen Schiff mit zwei unterschiedlich langen seitlich herausragenden Ruderreihen (διήρης/ diḗres) und dementsprechend zwei synchronen Schlagreihen (δίκροτος/ díkrotos). Jeder Riemen wurde von einem Galeerensträfling bedient (Caes. civ. 3,40,4). Solche Zweireihenschiffe kannten die Phönizier bereits um 700 v.Chr. Schiffe Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography A. …

Ginster

(178 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] ( ginestra) umfaßt mehrere meist gelbblühende Sträuchergattungen der Tribus Genistae der Leguminosen. Es handelt sich um Genista L., die Stech-G. Ulex und Calycotome (Aspalathos) sowie bes. den Pfriemen-G. Spartium junceum L. (σπάρτον/ spárton: Hom. Il. 2,135; σπαρτίον/ spartíon und σπάρτη/ spártē: Dioskurides, 4,154 p. 2,300 Wellmann = 4,155 p. 454 Berendes; zur Anpflanzung Colum. 4,31,1 und 11,2,19). Von dieser Art nutzt man seit der Ant. die langen, kaum beblätterten Äste zu Flechtwerk, den Bast zu Tauen, z.B. für d…

Glykyrrhiza

(141 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (γλυκύρριζα, Süßholz). Aus den Wurzelstöcken bestimmter Vertreter der insgesamt 12 Arten umfassenden Gattung des Süßholzes (Leguminosae), bes. der G. glabra L. und echinata L., welche als Σκυθική oder γλυκεῖα (sc. ῥίζα) aus Skythien stammen soll (Theophr. h. plant. 9,13,2), gewann man ein durstlöschendes Asthma-, Hals- und Erkältungsmittel. Dioskurides 3,5 p. 2,8-10 Wellmann = p. 265 Berendes empfiehlt es auch bei Brust- und Leberleiden. Nach Plin. nat. 22,24-26, der mehrere Verordnungen kennt (vgl. 25,82 Scythice = Theophr. ebd.), kam die beste Sorte…

Erle

(150 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die in fast ganz Europa auf feuchten Standorten (Theophr. h. plant. 1,4,3; 3,14,3; Plin. nat. 16,77, vgl. 31,44) wachsende Schwarz-E., Alnus glutinosa (L.) Gaertn. (κλήθρα, klḗthra) vertritt die 17 Arten umfassende Gattung Alnus (vgl. idg. und kelt. aliza, Alausa) der Betulaceae in Griechenland. Der Baum wird als Frühblüher charakterisiert (Plin. nat. 16,97), angeblich soll er keine Früchte ausbilden (Plin. nat. 16,108, vgl. Theophr. h. plant. 3,3,6). Theophr. h. plant. 3,14,3 beschreibt die E. recht gut. Die κλήθ́ρη b…

Rosmarin

(186 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (lat. ros marinus oder rosmarinum, entstanden aus ῥὼψ μύριος/ rhōps mýrios; ῥουσμαρῖνος/ rhusmarínos; auch λιβανωτίς/ libanōtís, Dioskurides 3,75 Wellmann = 3,(89) Berendes, lat. libanotis, z. B. Plin. nat. 19,187), eine bei Griechen und Römern beliebte bläulich blühende, immergrüne Labiate (Rosmarinus officinalis). Sie wächst in der Macchie und war mit Wurzel, Saft, Blättern und Samen ein wichtiges Arzneimittel. Bes. für Leichenfeiern wurden auch Kränze daraus gewunden (vgl. Dioskurides l.c.). Der wei…

Akoniton

(161 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἀκόνιτον). Welche Giftpflanzen mit dem ἀκόνιτον λυκοκτόνον und κυνοκτόνον bei Dioskurides 4,77 [1. 2,238 f.] = 4,78 [2. 412 f.], Nik. Alex. 13,41 und aconitum, scorpion und myoctonon, Plin. nat. 27,4-7, gemeint sind, ist unsicher. Die als gefährliches Aphrodisiakum dienende ›Wolfesgelegena‹ der Hildegard von Bingen [3. 1,156 = 4. 47] ist wohl nicht die Arnika (Wolverlei), sondern eher wie die ›alexandria‹ des Konrad von Megenberg V. 36 (im Kap. Eleborus = Nieswurz) [5. 399] eine Art der giftigen Ranunculaceengattung Aconitum (Eisen- oder Sturmhut), vo…

Elch

(196 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] ( Alces alces). Eine große, urspr. über ganz Mitteleuropa [1] verbreitete Hirschart des Nordens, für die sich der erste ant. Beleg bei Plinius (nat. 8,39) findet. Er beschreibt ihn als einem Maultier ( iumentum) ähnlich, aber mit langem Hals und langen Ohren. Den anschließend für Skandinavien erwähnten ähnlichen achlis mit seiner vorspringenden Oberlippe, welche ihn zum Weiden im Rückwärtsgehen zwinge, kennt er ebenfalls nur vom Hörensagen. Seine (schlanken) Beine ohne Kniegelenke zwängen ihn zum Anlehnen an Bäume beim Schlafe…

Eisvogel

(343 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] ( Alcedo hispida, ἀλκυών, ἀλκυονίς; Bezeichnung für das ausgewachsene Männchen κηρύλος, Antigonos, mirabilia 27 und schol. Theokr. 7,57; alcedo seit Varro ling. 7,88, halcyo). Ein in Griechenland nur selten als Wintergast beobachteter (Stesich. fr. 12 B bei Aristot. hist. an. 5,9,542b 24f.), prächtig gefärbter, fischfressender Rakenvogel. Homer (Il. 9,563) nennt ihn zuerst im Zusammenhang mit der Alkyone [2]. Im Bericht des Aristoteles (hist. an. 5,8,542b 4-17; 9(7),14,616a 14-34) finden sich neben gut…

Arsenicum

(118 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἀρρενικόν bzw. ἀρσεν-). In der Ant. die gelbe Arsenblende, identisch mit dem auripigmentum, unterschieden vom gleichfalls in den Bergwerken gefundenen roten Schwefelarsen σανδαράκη [1. 158-160], im MA Realgar genannt. Neben der Verwendung beider als Farben dienten sie nach Dioskurides 5,104 und 105 [2. 74f.] = 5,120 und 121 [3. 531 f.], gebrannt und zerrieben, als ätzende und adstringierende Mittel, bes. zur Haarentfernung, sowie u.a. gegen Geschwüre (vgl. Plin.nat. 34,177f.). Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography 1 D. Goltz, Studien zur Gesc…

Frankolin-Huhn

(148 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Francolinus francolinus, ἀτταγήν/ attagḗn, att. ἀτταγᾶς). Dieses heute noch in Kleinasien und Afrika verbreitete steinhuhnähnliche Wildhuhn trägt lat. oft (wie bei Plin. nat. 10,133) den Beinamen Ionius. Nach Plinius hat es sich bes. in Gallien und Spanien vermehrt. Aristoph. Ach. 875 erwähnt F. in Böotien. Mit dem in den Alpen gefangenen attagḗn war wohl das Haselhuhn gemeint. Hor. epod. 2,53 und Mart. 13,61 preisen den vorzüglichen Geschmack. Alexandros von Myndos bei Athen. 9,387f bietet eine gute Beschreibung: Es sei größer …

Bienenfresser

(119 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Von den Böotiern μέροψ, mérops genannt (Aristot. hist. an. 6,1,559a3ff.); ein wärmeliebender bunter Rakenvogel Merops apiaster L., der seine Eltern bald nach dem Ausschlüpfen füttern soll (Plin. nat. 10,99; nach Ps.-Aristot. hist. an. 9,13,615b24-32 und Ail. nat. 11,30 [2]). Er soll in 6 Fuß tiefen Erdhöhlen brüten. Er wurde verfolgt, da er sich von Bienen ernährte (Ps.-Aristot. hist. an. 9,40,626a13). Servius leitet seinen lat. Namen apiastra von dieser Nahrung ab (Serv. georg. 4,14). In dt. Glossen des MA wird er oft wegen der ähnlichen Gefi…
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