Search

Your search for 'dc_creator:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" )' returned 785 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Gentiana

(142 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Enzian). Griechenland stellt sieben, Italien über 20 Vertreter der etwa 200 Arten umfassenden Gattung. Die Heilkräfte der meist damit identifizierten γεντιανή/ gentianḗ ( gentiana: Plinius) soll nach Dioskurides (3,3 p.2,4 Wellmann = p.262f. Berendes) ein Illyrerkönig Gentis (= Gentius: Plin. nat. 25,71) entdeckt haben. In der Medizin fand die g. vielfältige Anwendung (Plin. nat. 26,29 u.ö): Schon in der Ant. gewann man aus der Wurzel v.a. der gelbblühenden G. lutea L. und verwandter Arten, denen Dioskurides erwärmende und ads…

Bernstein

(594 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg) | Wartke, Ralf-B. (Berlin) | Pingel, Volker (Bochum)
[English version] I. Allgemein Das fossile Harz von Coniferen, das dt. nach seiner Brennbarkeit oder als Succinit bezeichnet wird. Die magnetische Anziehungskraft des B. ist schon Thales bekannt (A 1,24 und A 3 DK); aus dem griech. Namen ἤλεκτρον ist der mod. Begriff “Elektrizität” abgeleitet. B. wird bei Aristoteles (z.B. met. 4,10,388b19ff.) und Theophrast (h. plant. 9,18,2; lapid. 3,16; 5,28 und 29 [2]) erwähnt, sowie als sucinum bei Tacitus (Germ. 45). Plinius (ital. thium, german. glaesum: nat. 37,31-46) charakterisiert B. als defluens medulla pinei generis arboribus (‘von …

Polygonon

(86 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (πολύγωνον), wörtlich “Vielfrucht”, der Knöterich (Fam. Polygonaceae), nach Plin. nat. 27,113 lat. sanguinaria, mit vier Arten (vgl. Plin. nat. 27,113-117); liefert einen das Bluten unterdrückenden Saft, weil diese Pflanzen eine zusammenziehende und kühlende Kraft hätten (Plin. nat. 27,114, ähnlich Dioskurides 4,4-5 Wellmann und Berendes). Die Samen wirken angeblich u. a. abführend und harntreibend. Nach Colum. 6,12,5 heilt das P. auch Schnittwunden, nach 7,5,19 werden Schafe durch seinen Verzehr ernsthaft krank. Hünemörder, Christian (Hamburg) Biblio…

Ebenholz

(178 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Als ébenos (ἔβενος) oder ebénē (ἐβένη; seit Hdt. 3,97: 200 Stämme E. als Tribut der Äthiopier an den pers. Großkönig) und hebenus (seit Verg. Georg. 2,115f.) war das in der Ant. aus Indien (vgl. Strab. 15,1,37) und Schwarzafrika (vgl. Strab. 17,2,2) eingeführte kostbare dunkle und sehr lange haltbare (Plin. nat. 16,213) Kernholz verschiedener Laubbäume der Gattung Diospyros ( D. ebenum in Indien, hirsutum und haplostylis in Afrika) aus der Familie der Ebenaceen berühmt. Plinius (nat. 12,20) unterscheidet in seinem Bericht über ind. Bäume wie …

Adlerstein

(187 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἀετίτης). Ein nach Plin. nat. 36,149 (vgl. Plin. nat. 10,12) in beiden Geschlechtern in Adlernestern gefundener sog. Klapperstein, der in sich wie eine Schwangere einen weiteren Stein enthielt, von dem Plinius nach Sotakos (3. Jh. v. Chr.) [1.468] insges. vier Arten in Afrika, Arabien, auf Zypern und bei Leukas unterscheidet. Ohne deren Gegenwart bringe der Adler keinen Nachwuchs hervor. Nach dem Steinbuch des Evax c. 1 [2.234-236] soll ihn der Adler zum Schutz seiner Eier von d…

Endivie

(108 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] ( Cichorium endivia L.) war die eine Form der angebauten σέρις ( séris) des Dioskurides (2,132 [2. 203f.] bzw. 2,159 [3. 224f.]), welche als magenfreundlich, adstringierend und kühlend in ihrer Wirkung galt. Ein Umschlag von ihrem Kraut wurde als Linderungsmittel u.a. bei Herzleiden, Podagra und Augenentzündungen sowie gegen Skorpionbisse verordnet. Man aß sie damals wie h. gerne als Salat. Plinius (nat. 19,126) erwähnt sie unter der Bezeichnung intubus bei den Arten von lactuca (“Salat”). Als Sponsa solis begegnet sie u.a. nach dem salernitanischen Circa ins…

Dill

(126 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ahd. tilli, verwandt mit Dolde, lat. anetum). Wahrscheinlich mit der aus Vorderasien in der Ant. eingeführten Umbellifere identisch ( Anethum graveolens L., ἄ[ν[ν]ηθον, aiolisch ἄνητον, Alk. bei Athen. 15,674d). Das beliebte Küchengewürz (Aussaat nach Palladios, opus agriculturae 3,24,5 und 4,9,5 bzw. 10,13,3 und 11,11,4, im Februar/März und September/Oktober) mit nackten Samen (Theophr. h. plant. 7,3,2 = Plin. nat. 19,119) wird erwähnt bei Theophr. h. plant. 1,11,2 und Plin. nat. 19,167; außerdem a…

Maulwurf

(453 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἀσπάλαξ/ aspálax oder ἀσφάλαξ/ asphálax und σπάλαξ/ spálax, σφ-/ sph- oder σκάλωψ/ skálōps, Hesych. s.v., nach Schol. Lykophr. 121 auch σιφνεύς/ sifneús, nach Alexandros Trallianos 2,575 Puschmann παλαμίς/ palamís; lat. mask. und fem. talpa). Es handelt sich tatsächlich um den Insektenfresser M., nicht um die im nördlichen Griechenland vorkommende Westblindmaus (Microspalax leucodon), ein Nagetier. Das von Aristot. hist. an. 4,8,533a 3-12 (vgl. hist. an. 1,9,491b 28 und Plin. nat. 11,139) beschriebene äußerlich…

Apheliotes

(144 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ion. ἀπηλιώτης, z. B. Thuk. 3,23 und Aristoteles, später ἀφηλιώτης) nannte man den von Osten wehenden Wind, den die Römer mit subsolanus (Sen. nat. 5,16,4; Plin. nat. 2,119; Gell. 2,22,8) oder solanus (Vitr. 1,6,4 f.) übersetzten. Auf der Weltkarte des Ephoros kommt er vom Land der “Indoi”, auf der Windrose des Hebdomadikers (Ende 5. Jh.) hat er die Position zwischen dem Βορέης (NO-Punkt) and dem Εὖρος (SOPunkt) [1]. Nach Aristot. met. 2,6,363b 13 und der Windrose der Seeleute (5. Jh.) bläst er genau von Oste…

Pilze

(273 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (μύκης, -ητος oder -ου/ mýkēs, lat. mucus, mucor, -oris oder σφόγγος/ sphóngos, σπόγγος/ spóngos, lat. fungus) wachsen in Griechenland seltener als in It., wo sie trotz der Vergiftungsmöglichkeit (Plin. nat. 22,97: cibus anceps, “unsichere Speise”, und 22,92: temere manduntur, “sie wurden unbesonnen gegessen”) als Nahrung dienten. Sie galten als Gärungsprodukt der Erde nach reichlichem Regen (vgl. Plin. nat. 22,94 und 100) bzw. als Erzeugnis der Baumwurzeln (aus deren zähem Saft, ex pituita: Plin. nat. 22,96). Manche Bäume wie Eichen bringen angebli…

Birke

(69 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Diese nord- und mitteleuropäische Baumgattung, von der es auch Zwergformen gibt ( betulla oder betulus, spätlat. betula) ist in It. nur in drei Arten vertreten, darunter die auf dem Ätna endemische B. aetnensis. Nur die Hängebirke ( B. pendula = verrucosa) besiedelte die Berge Griechenlands und der Krim. In Gallien (Plin. nat. 16,75) wurden die biegsamen Zweige als Flechtmaterial verwendet (vgl. Plin. nat. 16,176). Hünemörder, Christian (Hamburg)

Buche

(63 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Im Mittelmeergebiet wachsen die eigentlichen Buchen wie Fagus silvatica und orientalis (φηγός) nur auf höheren Bergen, werden aber oft mit Hainbuchen ( Carpinus) oder sogar Eichen (δρῦς), hauptsächlich mit Quercus aegilops und der Speiseeiche Quercus ilex var. ballota ( aesculus), der angeblichen Nahrungspflanze der Vorzeit, verwechselt. Bäume Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography K. Koch, Die Bäume und Sträucher des Alten Griechenlands, 21884, 55ff.

Eichhörnchen

(144 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Der Name sciurus dieses hervorragend kletternden Nagetiers Sciurus vulgaris ist vom langen buschigen Schwanz abgeleitet, der im Sommer angeblich Schatten spenden soll (σκίουρος, von σκιά, “Schatten” und οὐρά, “Schwanz”, vgl. Plin. nat. 8,138 und Opp. kyn. 2,586-588). Nach Plinius ist es wetterfühlig und verstopft den Höhleneingang gegen Sturm [1. 218]. Im Winter lebt das E. von den gesammelten Vorräten. Plinius (nat. 11,245) kennt seine Benutzung der Vorderpfoten beim Fressen im Sitzen, …

Acus

(115 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (griech. βελόνη, auch ῥαφίς oder ἀβλεννής, Athen. 7,305d; 319cd; 8,355 f.). Ein im Schwarm lebender (Aristot. hist. an. 8(9),2,610 b 6) Seefisch (Plin. nat. 32,145), die Seenadel [1. 9] aus der Syngnathus-Familie oder der Hornhecht (Thompson und Jones bei [1]) mit interessantem Laichverhalten, d. h. Ablegen der großen Eier im Winter (Aristot. hist. an. 5,11,543b11) durch reversibles Aufplatzen des Bauches (6,13,567b22-26; Plin. nat. 9,166: Hinweis auf Bruttasche der Seenadel?) un…

Pistazie

(159 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (πιστάκη/ pistákē aus aram. fustaqā, arab. fustuq; lat. pistacia). Der wohlschmeckende Mandeln (πιστάκια/ pistákia) hervorbringende, aus Mesopotamien und Syrien stammende Fruchtbaum Pistacia vera aus der Familie der Anakardengewächse. Den Griechen wurde die P. durch die Eroberungen Alexandros' [4] d.Gr. bekannt. Theophr. h. plant. 4,4,7 erwähnt sie als ähnlich der Terebinthe (τέρμινθον/ términthon) - noch ohne Namen - in Baktrien vorkommend. Nach Plin. nat. 15,91 wurde sie durch L. Vitellius im Jahre 35 n.Chr. unter Tiberius aus …

Huhn (Hahn)

(834 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Das urspr. in Südasien aus mehreren Wildhühnern, v.a. dem Bankiva-H. der Sunda-Inseln und Indiens, gezüchtete Haus-H. wurde um 1400 v.Chr. nach China und noch vor 1200 nach Baktrien und Iran (daher die Bezeichnung “persischer Vogel” von Kratinos bei Athen. 9,374d und Aristoph. Av. 485; 707; sowie “medischer Vogel” Aristoph. Av. 276) und von dort nach Mesopot. und Kleinasien eingeführt. Dort lernten es die Griechen kennen und brachten es im 6. Jh. in ihr Mutterland sowie nach Sizi…

Heuschrecke

(403 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Das seit Hom. Il. 21,12 belegte Wort ἀκρίς/ akrís (von κρίζειν, “schreien”) bezeichnet wie locusta (seit Naevius bei Varro ling. 7,39 Grundbed. “mit Gelenken versehen” bzw. “springend”) alle Arten der Saltatoria. Dies gilt auch für die Synonyme βροῦχος = bruc(h)us, βρύκος, μάσταξ, πάρνοψ (Aristoph. Ach. 150 und Av. 588; Ail. nat. 6,19; Paus. 1,24,8) bzw. κόρνοψ (Strab. 13,1,64 [613]) und ἀττέλαβος (Hdt. 4,172) = attelebus (Plin. nat. 29,92). Zur Biologie berichtet Aristot. hist. an. 5,28,555b 18-556a 7 (= Plin. nat. 11,101f.), daß die H. nach…

Malve

(173 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (μαλάχη/ maláchē, μολόχη/ molóchē Dioskurides, lat. malva). In der Ant. gab es verschiedene Arten (vgl. Plin. nat. 20,222) aus der Familie der Malvaceae mit rosenähnlichen Blüten sowie den Eibisch ( althaia [2], Althaea officinalis, ἀλθαία, ἐβίσκος, lat. hibiscus, althaea malva agrestis, Isid. orig. 17,9,75) mit weißen oder rosafarbenen Blüten. Als wenig magenfreundliches Gemüse (Dioskurides 2,118 Wellmann = 2,144 Berendes) spielte etwa die Garten-M. kaum eine Rolle, wurde aber (seit Hes. erg. 41) bis in die Neuzeit al…

Eulen

(895 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
Neben den Adlern und Falken stellt die Familie der Nachtgreifvögel bei Aristoteles mit fünf die meisten Arten. Diese waren auch den Römern bekannt. [English version] A. Ohreulen 1. Uhu (Bubo bubo, βύας oder βρύας, abgeleitet vom lautmalerischen βύζειν wie bubo von bubulare), die größte, fast adlergroße Art (Aristot. hist. an. 7(8),3,592b 9-10). Er lebt in Einöden, an unheimlichen und unzugänglichen Orten (Plin. nat. 10,34), in Grabmälern und Höhlen (Isid. orig. 12,7,39). Seinen angeblich zur Seite führenden, unpräzisen Flug erwähnt Pli…

Rhododendron

(239 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ῥοδοδένδρον/ rhododéndron oder ῥοδοδάφνη/ rhododáphnē, lat. zuerst bei Ps.-Verg. Culex 402, νήριον/ nḗrion z. B. bei Dioskurides 4,81 Wellmann = 4,82 Berendes, lat. nerium, rododafne bei Pall. agric. 1,35,9), der Lorbeerrosenbaum, Oleander (Nerium oleander) oder die Alpenrose (Rh. ferrugineum und hirsutum L.), erscheint erst im 1. Jh. n. Chr. bei Plin. nat. 16,79 (und Dioskurides s.u.) mit allen drei Namen ( rhododendron, rhododaphne und nerium) und ist daher verm. griech. Herkunft. Die an Flußufern buschig wachsende immergrüne Pflanze mit …
▲   Back to top   ▲