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Your search for 'dc_creator:( "Pingel, Volker (Bochum)" ) OR dc_contributor:( "Pingel, Volker (Bochum)" )' returned 54 results. Modify search

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Drehbank

(135 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Die D. ist in frühkelt. Zeit (6./5. Jh.v.Chr.) in der Hallstatt-Kultur indirekt an Bronzeknöpfen, Bernsteinperlen, Ringen aus Sapropelit usw. an Hand der Drehspuren nachweisbar. Auf der Heuneburg sind Werkabfälle einer Dreherei erhalten. Im 6. Jh.v.Chr. sind auch gedrehte Holzgefäße bekannt (Drechslerei). Die D. selbst kann nur aus ant. bzw. ma. Darstellungen und Quellen erschlossen werden; sie kam wohl früher als die Drehscheibe aus dem griech.-etr. Bereich über die Alpen. Auch …

Quellfunde

(129 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Wie im griech.-röm. Bereich kommt den Q. in den kelt. und german. Kulturen neben den Gewässer- oder Moorfunden eine besondere Bed. zu. Arch. Belege dafür sind v. a. der kelt. Thermalquellfund von Dux (Duchov) in Nordböhmen aus dem späten 4. Jh. v. Chr. und die german. Funde aus den Brodelquellen von Bad Pyrmont in Niedersachsen vom 1.-4. Jh. n. Chr. In beiden Komplexen dominieren mit Hunderten von Exemplaren die Fibeln (Nadel; z. T. mit Benutzungsspuren). Die Q. werden als Opfergaben im Rahmen eines Fruchtbarkeitskultes interpretiert. Germani…

Bad Nauheim

(98 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Kelten In der Wetterau gelegener Ort mit reichen Solequellen, die schon in spätkelt. Zeit (1.Jh. v.Chr.) als Salinen mit Briquetageresten (Gradierbecken, Öfen, Tonfässer, Formgefäße) ausgebeutet wurden. Siedlungsspuren im Stadtbereich, eine Abschnittsbefestigung auf dem Johannisberg, ein großes Brandgräberfeld sowie ein kelt. Münzschatz gehören zu diesem Wirtschaftszentrum. Augusteische Lagerspuren im Stadtgebiet und ein Versorgungslager i…

Hortfunde

(639 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum) | Kohler, Christoph (Bad Krozingen)
[English version] I. Keltisch-germanischer Bereich In Mitteleuropa bilden von der Brz. an H. (Depot-, Schatz-, Verwahr-, Massen-, Versteckfunde usw.) v.a. von Metallobjekten (Kupfer, Br., Eisen, Edelmetalle) eine wichtige arch. Fundgruppe. Die Vielzahl der Bezeichnungen spiegelt die Breite der Diskussion um die Bed. der H. Als Indizien für die Funktion gelten sowohl die verschiedenartigen Fundplatzsituationen, wie z.B. fester Boden, Moore, Flüsse, besondere Plätze (Felsen, Spalten, Höhlen, Verkehrswe…

Keltisch-Germanische Archäologie

(2,044 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum) RWG
Pingel, Volker (Bochum) RWG [English version] A. Definition (RWG) Die KGA ist ein Ausschnitt der prähistor. Arch. (= Vorgeschichte, Urgeschichte, Frühgeschichte). Sie untersucht an Hand von arch. Quellen (Fundstücken, Monumenten) mit arch. Methoden (Archäologische Methoden) die weitgehend schriftlose Geschichte und Kultur der Kelten und Germanen. Ihre Entwicklung zur Wiss. und ihre jeweilige Rezeption läßt sich in mehrere Abschnitte gliedern. Hauptkriterien sind einerseits die Schritte, die zum Erkennen …

Bibracte

(147 words)

Author(s): Lafond, Yves (Bochum) | Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Caesar | Caesar | Kelten | Oppidum Oppidum der Haedui in der Gallia Celtica, später Lugdunensis (h. Mont-Beuvray), auf einem vom restlichen Morvan-Massif durch Täler abgeschnittenen Berg. Hier siegte Caesar 58 v.Chr. über die Helvetii (Caes. Gall. 1,23; 7,55; 7,63). Ausgrabungen bes. seit 1984. Neuere Untersuchungen erschließen vor allem das (vor)caesarische B. mit kelt. Werkstätten und Wohnhäusern, den typischen Befestigungsanlagen (Mauern in murus gallicus-Technik, vorgelagerte Gräben, Zangentore, …

Bernstein

(594 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg) | Wartke, Ralf-B. (Berlin) | Pingel, Volker (Bochum)
[English version] I. Allgemein Das fossile Harz von Coniferen, das dt. nach seiner Brennbarkeit oder als Succinit bezeichnet wird. Die magnetische Anziehungskraft des B. ist schon Thales bekannt (A 1,24 und A 3 DK); aus dem griech. Namen ἤλεκτρον ist der mod. Begriff “Elektrizität” abgeleitet. B. wird bei Aristoteles (z.B. met. 4,10,388b19ff.) und Theophrast (h. plant. 9,18,2; lapid. 3,16; 5,28 und 29 [2]) erwähnt, sowie als sucinum bei Tacitus (Germ. 45). Plinius (ital. thium, german. glaesum: nat. 37,31-46) charakterisiert B. als defluens medulla pinei generis arboribus (‘von …

Befestigungswesen

(2,623 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel) | Miller, Martin (Berlin) | Blech, Michael (Madrid) | Pingel, Volker (Bochum) | Baatz, Dietwulf (Bad Homburg)
[English version] I. Griechenland Nach Aufgabe der massiven myk. Palastburgen dauerte es mehrere Jh., bis in Griechenland wieder größere Befestigungen errichtet wurden. Während der geom. Zeit blieb der Festungsbau im Mutterland bescheiden. Man baute einfache Anlagen, von denen kaum Überreste vorhanden sind, oder es genügten die Ruinen der myk. Burgen für das Schutzbedürfnis der Menschen. Auf den Inseln der Ägäis und in Ionien wurden dagegen zum Schutz vor Seeräubern (Thuk. 1,5) bzw. gegen den Druck aus dem Landesinnern …

Jevenstedt

(66 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] im Kreis Rendsburg (Schleswig-Holstein). Gräberfeld der german. vorröm. Eisenzeit (6.-4. Jh. v.Chr.) mit Beigaben von bemalten Tongefäßen und Eisenschlacken in den Gräbern, was eine Sonderstellung innerhalb der Jastorf-Kultur bedeutet und als Hinweis auf frühe Eisenverarbeitung durch Kontakte zur Hallstatt-Kultur verstanden wird. Raseneisenerzlager und Schlackenanhäufungen in der Nachbarschaft sind bekannt, aber nicht sicher zuweisbar. Eisen; Germanische Archäologie Pingel, Volker (Bochum) Bibliography H. Hingst, Jevenstedt, 1974.

Hemmoor

(72 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] (Kreis Cuxhaven). Brandgräberfelder der jüngeren Kaiserzeit (2./3. Jh. n.Chr.) mit Br.- bzw. Messinggefäßen als Urnen. Der FO ist namengebend für die typischen H.-Eimer, die z.T. reichverzierte Randborden und Attaschen haben; sie stammen aus röm. Werkstätten des Rheinlandes. Germanische Archäologie; Urna Pingel, Volker (Bochum) Bibliography M. Erdrich, Zu den Messingeimern vom Hemmoorer Typ, in: R. Busch (Hrsg.), Rom an der Niederelbe, 1995, 71-80  H. Willers, Die röm. Bronzeeimer von H., 1901.

Dürrnberg

(117 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Der D. bei Hallein (Salzburg) war ein Zentrum kelt. Kultur in Mitteleuropa seit der Hallstattzeit (6. Jh.v.Chr.). Früher Salzbergbau brachte die z.T. befestigte Siedlung im Hochtal des D. wirtschaftlich zu Blüte und überregionaler Bedeutung. Reiche Gräber bes. der Frühlatènezeit (5./4. Jh.v.Chr.) mit prunkvoller Ausstattung und vielen Südimporten zeugen davon. In spätkelt. Zeit (2./1. Jh.v.Chr.) ging die Bed. des D. verloren, und die Siedlung verlagerte sich ins Tal der Salzach um Hallein. Bergbau; Fürstengrab, Fürstensitz; Handel…

Jastorf-Kultur

(76 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Bezeichnung für Kulturgruppen der vorröm. Eisenzeit in Norddeutschland (Germanische Archäologie, mit Karte) nach dem Urnengräberfeld von Jastorf, Kreis Ülzen (Niedersachsen). Die Grabanlagen und -ausstattungen mit Schmuck, Tongefäßen und vereinzelt auch Waffen und Geräten sind typisch für die german. J. Sie ist die erste eisenverarbeitende Kultur im nordischen Raum. Eisen; Jevenstedt Pingel, Volker (Bochum) Bibliography H-J. Häßler (Hrsg.), Ur-und Frühgesch. in Niedersachsen, 1991, 380  G. Schwantes, Die Urnenfriedhöfe in Niedersachsen I 2, 1…

Hallstatt-Kultur

(864 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Die ältere Eisenzeit in Mitteleuropa wird als H. bezeichnet, nach dem Ort Hallstatt im Salzkammergut. Dort fand man um die M. des 19. Jh. ein großes Gräberfeld (über 1000 Bestattungen) mit reichhaltigem Fundmaterial, das als typisch angesehen wurde und noch im 19. Jh. zur Definition der H. führte. Der Fundplatz hat eine ganz besondere Bedeutung, da es sich um ein schon in der Eisenzeit intensiv abgebautes Salzbergwerk handelt [5; 11. 67-79]. Die H. umfaßt die Zeit von der M. des 8. Jh. bis zur M. des 5. Jh. v.Chr. Eine Frühphase (= ältere H.) dau…

Gürtel

(651 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Keltisch-Germanisch Seit dem E. des Neolithikums (3.Jt. v.Chr.) sind in Mitteleuropa G. im arch. Fundgut (meist Grabbeigaben) durchgängig nachgewiesen. Die G. selbst waren aus organischem Material (Leder usw.) und sind nicht erh., dagegen aber die (metallenen) Besatzstücke als Verschluß (G.-Haken/-Ringe) bzw. zur Verzierung (G.-Bleche). Aus der Frühphase (E. 3.Jt. v.Chr.) sind auch G.-Haken aus Knochen bekannt. In der Brz. (2.Jt. v.Chr.) wurden die G.-Teile meist aus Bronze gego…

Castellum

(480 words)

Author(s): Herz, Peter (Regensburg) | Huß, Werner (Bamberg) | Pingel, Volker (Bochum)
I. Römisch [English version] [I 1] Nach Veg. mil. 3,8 ( Nam a castris diminutivo vocabulo sunt nuncupata castella) handelt es sich bei den c. um kleinere Lager, die wohl von den permanenten Auxiliarlagern zu unterscheiden sind und eher ad hoc zur Sicherung der Versorgung oder als Teil einer größeren Befestigung angelegt wurden (Veg. mil. ebd.). C. sind in Größe und Besatzungszahl wohl mit den “Kleinkastellen” des Limes oder den burgi zu vergleichen (Veg. mil. 4,10: castellum parvulum, quem burgum vocant). Herz, Peter (Regensburg) [English version] [I 2] Rechtlich nicht selbständige…

Fürstengrab, Fürstensitz

(1,420 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] A. Allgemeines In den meisten Epochen der europ. Ur- und Frühgesch. - wie auch in anderen altweltlichen Kulturen (z.B. Mykene, Anatolien, Etrurien) - lassen sich einzelne Bestattungen als bes. herausgehoben aus der Masse der “Normalgräber” erkennen, die meist als “Fürstengräber” (Fg.) bezeichnet werden [5; 14; 22]. Bis in das frühe MA liegen keine direkten Angaben zum eigentlichen Status dieser Toten vor, so daß Fg. nur eine Hilfsbezeichnung ist. Dementsprechend werden auch andere …

Münzprägung

(2,483 words)

Author(s): von Kaenel, Hans-Markus (Frankfurt/Main) | Klose, Dietrich (München) | Pingel, Volker (Bochum)
I. Klassische Antike [English version] A. Münzen und Münzprägung Allgemeines Die Münze, eine besondere, entwicklungsgeschichtlich späte Form von Geld, ist ein handliches, meist rundes Metallstückchen aus Gold, Elektron, Silber, Kupfer bzw. Kupferlegierungen. Das Metall weist eine vorgegebene Zusammensetzung (Feingehalt) auf, die Mz. ein über den zugrundegelegten Gewichtsstandard definiertes Gewicht (Münzfuß). Auf Vorder- und Rückseite trägt die Mz. Zeichen: ein Bild und meist eine Schrift. Durch ihre Eigenschaften gab sich die Mz. als Erzeugnis derjenigen Au…

Helm

(1,267 words)

Author(s): Maaß, Michael (Karlsruhe) | Pingel, Volker (Bochum)
[English version] A. Allgemeines Helme schützen und imponieren. Ihre Gestaltung ging daher meist über eine rein waffentechnische Zweckform (Bewaffnung) hinaus. Individueller Schmuck diente als Rangabzeichen, Standardschmuck als Zeichen kollektiver Macht. Die Repräsentation trat in Paradeprunkhelmen als ausschließlicher Aspekt hervor, ebenfalls in als Grabbeigaben verwendeten Nachbildungen aus Ton [1]. Zeitlos war die Ledermütze (z.B. spätröm. [2. K 120, 121]); davon geben die Worte κυνέη ( kynéē) und galea (beide mit der Bed. “Hundsfell”) Zeugnis. Die Schutzf…

Gundestrup

(201 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] In dem Moor G., Amt Ålborg in Nordjütland, wurde 1891 ein großer demontierter Kessel aus 13 teilweise vergoldeten Silberplatten und einem Rahmengestell gefunden (Dm fast 70 cm, Gewicht ca. 9 kg). Auf den Platten sind in einer charakteristischen Darstellungsweise in Treibtechnik zahlreiche Abbildungen von Göttern, Opferszenen, Fabelwesen usw. angebracht. Die Fragen nach Datierung, Herkunft und Funktion des G.-Kessels werden seit der Auffindung bis h. kontrovers diskutiert. Unstrit…

Basilia

(253 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum) | Walser, Gerold † (Basel)
Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Kelten (Basel). [English version] I. Keltisch Das röm. B. hatte eine kelt. Vorgängersiedlung, die von Helvetii bzw. Rauraci bewohnt war. Zunächst gab es während der 2. H. des 2.Jh. v.Chr. in der Rheinebene (Basel-Gasfabrik) eine große, offene Siedlung mit zugehörigem Brandgräberfeld. In der 1. H. des 1.Jh. v.Chr. besteht auf dem Münsterhügel ein mit einem murus gallicus befestigtes Oppidum, das möglicherweise beim Helvetierauszug 58 v.Chr. verlassen wurde. Befestigungswesen; Keltische Archäologie Pingel, Volker (Bochum) Bibli…
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