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Helleborus

(168 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἑλλέβορος, helleborus, dt. Nieswurz). Der Name bezieht sich auf Giftpflanzen verschiedener Familien: 1) die Ranunculacee Helleborus L. (ἑλλέβορος μέλας bei Theophr. h. plant. 9,14,4 u.ö. = H. cyclophyllus Boissier, nicht H. niger L., die Christrose; Dioskurides 4,162 Wellmann = 4,149 Berendes; Paus. 10,36,7). Insbes. die Wurzel wurde als Abführmittel verwendet (Plin. nat. 25,48). 2) die Liliacee Veratrum album L. (ἑλλέβορος λευκός, Helleborus candidus, der weiße Germer: Hippokr. …

Papagei

(466 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ψιττακός/ psittakós oder -η/ ē bzw. σιττακός/ sittakós oder -η/ ē, lat. psittacus oder sittacus, siptace, Plin. nat. 10,117, davon abgeleitet “Sittich”), der aus Indien eingeführte, prächtig bunte Vogel. Als Insasse königlicher Vogelgärten, aber auch als Schaustück und Geschenk wurde er in seiner Heimat hoch geschätzt (Ps. Kallisthenes 3,18; Kleitarchos bei Strab. 15,1,69; Kallixeinos bei Athen. 5,201b; Megasthenes bei Arr. Ind. 1,15,8). Erste Kenntnis vermittelte Ktesias (Indika 3 = fr. 57,3 βιττακός/ bittakós; ähnlich Nearchos FGrH 113 F 9). Arist…

Rebhuhn

(42 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Das mitteleuropäische R. (Perdix perdix) ist in Griechenland durch das felsliebende Steinhuhn (Alectoris graeca, πέρδιξ/ pérdix) vertreten. Das in It. vorkommende kleinere R. (das im Gegensatz zum Steinhuhn keinen roten Schnabel hat) beschreibt nur Athen. 9,390b. Hünemörder, Christian (Hamburg)

Dictamnus

(179 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Der auf Kreta selten wachsende Halbstrauch (δίκταμνος oder δίκταμνον bei Aristot. hist. an. 8(9),6,612a 3-5 und mir. 4,830b 20-22, Theophr. h. plant. 9,16,1, Dioskurides 3,32 [1. 41f.] = 3,34 [2. 284ff.] bzw. dictamnus bei Verg. Aen. 12,412 und Plin. nat. 25,92) wurde nicht als unsere Rutacee Dictamnus albus L. ( Diptam oder diptamnus im MA) mit ihren beim Zerreiben zitronenartig duftenden Blättern bestimmt, sondern als der südeurop. Lippenblütler ( Labiata) Amaracus ( Amarakos) dictamnus Benth. (= Origanum dict. L.). Die rundlichen, graubehaarten Bl…

Caurus

(56 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Χῶρος, Plin. nat. 2,119). Der böig aus 30° von West nach Nord wehende Nordwestwind. Wird manchmal (wie Vitr. 1,6,10) vom Corus unterschieden. Winde Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography R. Böker, s.v. Winde, RE 8 A, 2294,45ff., 2352 (Fig. 14), 2356,16 ( corus!), 2373 (Fig. 26: Windstern des Vitruv) und 2375 (Fig. 27: Windrose des Plinius).

Milbe

(196 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die klass. Ant. unterschied (anders als [1]) namentlich nur wenige Arten aus dieser Ordnung der Spinnentiere: 1.) Die Zecke (κρότων, κυνοραιστής, lat. ricinus) als Parasiten auf Hunden (Hom. Od. 17,300; Aristot. hist. an. 5,19,552a 15 und 5,31,557a 16; Zenob. 6,27; eine gute Beschreibung liefert erst Thomas von Cantimpré 9,20 [2. 303] als engulas, pediculus silvestris oder theca = caeca, danach dt. “Zecke”), Igeln und Füchsen (Aisop. 36; Aristot. rhet. 2,20,1393b 24-27: κυνοραιστής), Rindern (κρότων βοῶν, Aristot. hist. an. 557a 15) so…

Delphinium

(143 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Gattung der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceen) delphínion bei Dioskurides 3,73 (nur RV; [1. 84] = 3,77 [2. 310]). Sie ist wegen der den Delphinen oder Pferdchen ähnlichen Nektarien beim Rittersporn wahrscheinlich identisch mit D. ajacis L. (neugriech. καπουτσῖνος) und besteht aus etwa 200 Arten, von denen in Griechenland und It. acht vorkommen. Dazu gehört das häufige Ackerwildkraut D. staphisagria L. (στάφις ἀγρία bei Dioskurides 4,152 [1. 84] = 4,153 [2. 451f.], neugriech. ψειρόχορτο, ψειροβότανο, lat. astaphis agria bei Plin. nat. 23,17, herba pedicul…

Pflaume

(172 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (abgeleitet von lat. prunus für den Baum und prunum für die Frucht, von griech. προύμνη/ prúmnē an Stelle des älteren Namens κοκκύμηλον/ kokkýmēlon, “Kuckucksapfel”). Während der Baum in Mitteleuropa offenbar einheimisch war, lernten Griechen und Römer die Kultivierung wohl in Vorderasien kennen. In Griechenland nur schlecht wachsend, wurde sie in vielen Sorten in It. (nach Plin. nat. 15,44 erst nach Cato [1]) kultiviert. Durch Pfropfung auf Apfel-, Nuß- und Mandelunterlage gewann man - h. kaum noch bestimmbare - Varietäten wie Apfel- ( malina pruna, Plin. nat.…

Gazelle

(234 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Von den Antilopen, wozu auch das Gnu und der Spießbock (Oryx) gehören, vertritt die gemeine G. (Antilope dorcas oder Gazella africana) diese Gattung der Rinderfamilie in Nordafrika und Vorderasien (ζορκάς, δορκάς, δόρκων, δόρκος, δόρξ oder ζόρξ; damma oder dorcas. Die G. ist ein typischer Wüstenbewohner (Hdt. 4,192), z.B. in Libyen (Theophr. h. plant. 4,3,5), und lebt mit Steinhühnern (πέρδικες) in Freundschaft, mit Wildeseln (ὄναγροι) in gemeinsamen Herden zusammen (Timotheos von Gaza c. 17 [1. 27f.]). Die Jagd auf …

Erbsen

(170 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die Samen mehrerer Hülsenfrüchte der Gattungsgruppe Vicieae der Leguminosen heißen E. (ahd. arawiz, verwandt mit ὄροβος, órobos, und ἐρέβινθος, erébinthos). Diese werden im Vorderen Orient seit dem Mesolithikum und in Süd- und Mitteleuropa seit dem Neolithikum zu Ernährungszwecken angebaut. Es handelt sich v.a. um Pisum sativum L. (auch elatius und arvense, πίσ(σ)ον oder πίσος, wovon Eigennamen wie Pisa und Piso abgeleitet sind), aber auch um die im Orient häufige, nach ihrem widderkopfähnlichen Samen benannte (so Plin. nat. 18,…

Pappel

(263 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Sowohl die Schwarz-P. (αἴγειρος/ aígeiros, Hom. Il. 4,482-87; Od. 7,106; 10,510 und 17,208, lat. populus nigra) als auch die Silber-P. (ἀχερωίς/ acherōḯs bei Hom. Il. 13,389 und 16,482, dann λευκή/ leukḗ, lat. populus alba) begegnen in der ant. Lit. sehr häufig. Theophrast (h. plant. 3,14,2) und Plinius (nat. 16,85f.) bieten gute Beschreibungen, letzterer sogar einschließlich der wolligen Samen. Medizinische Verwendung begegnet bei der Rinde, dem Harz und den Blättern. Dioskurides (1,83 Wellmann = 1,110 Berendes…

Aiorai

(34 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Αἰῶραι). Eine nach Poll. 4,131 aus Seilen bestehende Theatermaschine, mit der Götter oder Heroen fliegend heranschwebten, offenbar eine hell. Erfindung [1.291]. Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography 1 H. Bulle, in: ABAW 1928.

Glühwürmchen

(157 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Thomas von Cantimpré beschreibt 9,11 [1. 300] unter dem Namen cicendula eindeutig das G. (= Johanniswürmchen) als einen Käfer ( scarabeus) von der Größe einer kleinen Fliege, welcher hauptsächlich in It. vorkomme und 15 Tage vor und nach der Sommersonnenwende fliege. Das nur nachts sichtbare Leuchten in Form von Fünkchen ( scintillarum modo) falle v.a. im Flug am Schwanz auf, nicht aber nach Zusammenklappen der Flügel. Name und Etym. ( cicindela ... quod volans vel gradiens lucet) übernahm er von Isid. orig. 12,8,6, den übrigen Kontext aber von Plin. na…

Platane

(190 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (πλάτανος/ plátanos, poet. πλατάνιστος/ platánistos, lat. platanus) bezeichnet den in Südeuropa schon mindestens seit Hom. (Il. 2,307-13) wachsenden Baum Platanus orientalis L. Nach Plin. nat. 12,6 wanderte die P. über das Ionische Meer nach Sizilien und von dort nach It. In Nordeuropa bürgerte man sie später ebenfalls ein. Durch die namengebenden breiten (πλατύς/ platýs, “breit”, “weit”) Blätter spendete sie viel Schatten, in dem man sich wie in Platons Phaidros (Plat. Phaidr. 229a-230b) lagern konnte. Im Alt. war der Baum als Pfropfunterlage z.…

Bitterklee

(110 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Ein im Alt. unbekanntes Enziangewächs ( Menanthes trifoliata L.), das von den Kräuterbüchern des 16. und 17.Jh. irrtümlich als Bitter- oder Fieberklee ( Trifolium fibrinum) bezeichnet wird. Es ist auf Sumpfwiesen weitverbreitet und wird heute wegen seiner Bitterstoffe u.a. als Fiber- und Wurmmittel gebraucht. In der Ant. bezeichnete μινυανθές bei Dioskurides 3,109 [1. 119f.] = 3,113 [2. 336f.] und Plin. nat. 21,54 (zum Kranzbinden verwendet) ebenso wie ἀσφάλτιον aber die Leguminose Harz- oder Asphaltklee ( Psoralea bituminosa L.). Kleearten Hünemörder, Ch…

Melde

(226 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἀδράφαξυς/ adráphaxys: Theophrastos, ἀνδράφαξυς/ andráphaxys: Dioskurides, ἀνδράφαξις/ andráphaxis: Hippokr.; lat. atriplex), eine spinatähnliche Gemüsepflanze aus der Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae), die nur in einer Art (Theophr. h. plant. 7,4,1 = Plin. nat. 19,123), nämlich Atriplex rosea L., in Griechenland kultiviert wurde. Nach Theophr. h. plant. 1,14,2 und 7,3,4 bildete sie ihre blattartigen, breiten und nur zwei bis drei Jahre keimfähigen (Theophr. h. plant. 7,5,5 = …

Perlhuhn

(254 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die ant. Bezeichnungen (μελεαγρίς/ meleagrís, lat. meleagris, Syn.: gallinae Africanae oder Numidicae) meinten - trotz Colum. 8,2,2 (vgl. [1. 19]) - von den insgesamt 23 über Süd- und Vorderasien sowie Nord- und Westafrika verbreiteten Arten tatsächlich nur das gemeine P. (Numida meleagris L.). Das P. wurde wohl im 4. Jh.v.Chr. nach Griechenland und erst im 1. Jh. v.Chr. nach It. (Varro rust. 3,9,18, vgl. Plin. nat. 10,74: ‘die als letzte von den südländischen Vögeln auf die Tafel gebrachte…

Bohnen

(216 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Hülsenfrüchte ( legumina) wie Erbsen (πίσον, pisum), Kichererbse (ἐρέβινθος, cicer) und Linsen (φακός, lens) wurden im Mittelmeerraum mindestens genauso lange schon als Kulturpflanzen vorderasiatischer Herkunft angebaut wie Getreide, d.h. seit ungefähr 6000 Jahren. Von ihnen wurden Spottnamen angesehener röm. Familien abgeleitet (Fabius, Lentulus, Cicero). Die urspr. kleinsamigen B.-Sorten (κύαμος, πύανος, faba, slav. bob), die schon vor über 4000 J. angebaut wurden, stammten von Vicia faba L., aus denen die großsamigen Sau- oder Pferde-B. (Varietät eq…

Myrte

(467 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ὁ μύρτος/ mýrtos, ἡ μυρσίνη/ myrsínē, μυρρίνη/ myrrínē und ὁ μύρρινος/ mýrrinos, die Beere τὸ μύρτον/ mýrton bzw. ἡ μυρτίς/ myrtís, wohl semitischen Ursprungs, aber kaum mit μύρρα/ mýrra (Myrrhe) verwandt; lat. murtus, myrtus, myrta, murta (jeweils fem.), die Beere murtum) ist der wärmeliebende, immergrüne und im ganzen Mittelmeergebiet v.a. in der Macchie sowie in Vorderasien verbreitete Baum mit weißen Blüten. Seit hell. Zeit wurde er in Gärten kultiviert. Bei Homer begegnet die Pflanze selbst zwar nicht, jedoch der Ortsname Mýrsinos (Hom. Il. 2,616) und …

Pfau

(358 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (der in Indien heimische, gut zähmbare Hühnervogel Pavo cristatus). Er hieß mit ungeklärter Etym. [1. Bd. 2, 862; 2. Bd. 2, 267] ὁ ταώς, ταῶς/ taṓs und lat. pavo oder pava. Die Einführung erfolgte wohl im 7./6. Jh.v.Chr. über Babylon (Pfauenthron) nach Palästina und über den Iran (daher Μηδικὸς ὄρνις/ Mēdikós órnis, “medischer/persischer Vogel”; Diod. 2,53 u.ö.) und Vorderasien nach Samos. Dort war der P. hl. Tier im Heratempel (Antiphanes bei Athen. 14,655b; aber auf samischen Mz. erst im 2. Jh.v.Chr. [3. Taf. 5,51]). Nach …

Rabe

(532 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Der urspr. in ganz Europa und in Äg. (Ail. nat. 2,48; in Äg. kleiner nach Aristot. hist. an. 9(8),28, 606a 23 f.) verbreitete, mindestens bussardgroße Kolk-R., Corvus corax (κόραξ/ kórax, offenbar abgeleitet von korós, “schwarz”; der Jungvogel κορακῖνος/ korakínos z. B. bei Aristoph. Equ. 1053; lat. corvus), ist der größte europäische Singvogel mit dem charakteristischen Ruf “korrk” bzw. “rrab”, sonst aber sehr variabler Stimme (64 Laute nach Fulg. 1,13, zit. bei Thomas von Cantimpré 5,31, [1. 191]). In Äg. kommen h. nur die…

Adler

(661 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἀετός, aquila). Vornehmster Vogel der Ant. (Il. 8,247; 24,315; Aischyl. Ag. 112; Pind. P. 1,6 al.; Plin. nat. 10,6). Beschreibung der 6 Arten bei Aristot. hist. an. 8(9),32,618 b 18-619 b 12 und mit Änderungen bei Plin. nat. 10,6-8. (1) πύγαργος, νεβροφόνος (“Hirschkalbtöter”) (bei Plin. Nr. 2), mit weißem Schwanz, in Ebenen, Wäldern, Bergen und bei Städten lebend, vielleicht Schlangen-A. [1. 208]. (2) πλάγγος, νηττοφόνος ( anataria) oder μορφνός, homer. (= περκνός, Il. 24,316), in feuchten Niederungen bzw. an Seen, ein großer und starker V…

Mespila

(204 words)

Author(s): Kessler, Karlheinz (Emskirchen) | Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] [1] Runinen von Ninive Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Xenophon (Μέσπιλα). M. ist 401 v.Chr. bei Xen. an. 3,4,10 als verlassene Ruinenstadt genannt, die von einer 50 Fuß hohen und ebenso breiten Mauer aus Muschelstein von 6 Parasangen Länge umgeben war, auf der sich noch ein Ziegelwall von 100 Fuß Höhe befand. Xenophon wurde berichtet, daß M. von Medern besiedelt gewesen sei, die vor den Persern geflohen waren, darunter die Gemahlin des Mederkönigs. Die angeblich für den Per…

Fische

(352 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Aristoteles kennt die Fische (ἰχθύς, Pl. ἰχθύες), die heutige Klasse der Wirbeltiere, als Untergruppe der Wassertiere (ἔνυδρα) fast noch besser als die der Vögel und bietet in der Historia animalium etwa 133 Namen. Davon müssen jedoch viele Meeres-F. unidentifiziert bleiben. Seine Informanten waren erfahrene Fischer, die er z.B. auf dem reichen F.-Markt in Athen ausfragte. Deutlich unterscheidet er die im Dunkeln phosphoreszierenden Knorpel-F. als σελάχη (von σέλας, “Licht”) [1. 55], nämlich Haie und Rochen,…

Linse

(153 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (abgeleitet von lat. lens, lentis oder lenticula; griech. φακός/ phakós), Ervum Lens L., eine seit Jahrtausenden, bes. in Äygpten (zwei Arten bei Plin. nat. 18,123), angebaute Hülsenfrucht. Für deren Brei (φακῆ/ phakḗ) opferte Esau sein Erstgeburtsrecht (Gn 25,34). Bei den Griechen erwähnen Solon fr. 26,3 und Hdt. 4,17 (Anbau bei den Skythen) die L. zuerst. Bei Aristoph. (z.B. Equ. 1002 und Vesp. 811) sowie Athen. 4,158a-d ist das L.-Gericht Speise der Armen. Theophrast (h. plant. 2,4,2 und 8,5,1ff.), Cato (ag…

Affe

(317 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (πίθηκος, simia, vulgärlat. clura), nur in Afrika und Südasien; früher Vorkommen auf Pithekusa (Ischia) (Xenagoras fr. 13) von Plin. nat. 3,82 bestritten (vgl. die Sage Ov. met. 14,92 ff.). In der Ant. bekannt (Aristot. hist. an. 2,8,502 a 16-b 24; Plin. nat. 8,216) waren: 1. der schwanzlose türk. A. (πίθηκος), 2. die geschwänzte Meerkatze (κῆβος, κερκοπίθηκος), 3. Mantelpavian (κυνοκέφαλος, lat. satyrus). Die Arten 1 und 2 waren beliebte, vielfach abgebildete [vgl. 1, Kap. 3 und Abb. 13-15] und (wegen seines Nachahmungstriebs, s. Ail. na…

Lachs

(150 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Aus der Familie der Salmonidae kannte man in der Ant.: 1. den eigentlichen L., Salmo salar L., als ἴσοξ/ ísox ( isox Isid. orig. 20,2,30), den Plin. nat. 9,44 für den Rhein und Sulp. Sev. dialogi 2,10,4 für den Liger (die Loire) erwähnen. Auson. Mos. 97-105 beschreibt ihn genau; 2. die Meer-Forelle, Salmo trutta trutta, (Forelle) als fario (Auson. Mos. 128-130 und Isid. orig. 12,6,6: varii) bzw. salmo marinus (Plin. nat. 9,68, nach [1. 119] aber Nr. 1); 3. die Bach-Forelle, Salmo trutta fario, ist vielleicht mit salmo fluviatilis (Plin. nat. 9,68) in Aquitanien ge…

Fliegenfänger

(201 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Diese Singvogelfamilie ist im Mittelmeerraum nur durch zwei Arten vertreten: (a) den Grau- (Muscicapa striata Pall.) und (b) den Trauerschnäpper (M. albicollis Temminck). Beide werden in der Ant. nicht unterschieden, ihre Identifizierung ist daher weder in zoologischen Angaben noch in den ant. Abbildungen (etwa auf Mosaiken [1. Bd. 2, 119]) möglich. Der ant. Name συκαλλίς/ sykallís, ficedula leitet sich von der bereits von Aristoteles (hist. an. 8(9),3,592b 21f. und 28f.) indirekt widerlegten Ansicht ab, er fresse Feigen. Aristoteles'…

Channe

(83 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (χάννη, χάννα). Ein Fisch aus der Familie der Barsche, vielleicht der Sägebarsch ( Serranus cabrilla), nach Aristot. hist. an. 8,13,598a 13 ein Seefisch, der nach 8,2,591a 10 Fleischfresser war. Sein großes Maul und die schwarz-rote Bänderung hebt Athen. 7,327f ebenso wie 8,355c sein zartes Fleisch hervor. Da keine Männchen bekannt waren - er ist tatsächlich Zwitter -, glaubte man an eine Selbstbefruchtung der Weibchen (Aristot. hist. an. 4,11,538a 19; Plin. nat. 9,56 und 32,153, nach Ov. halieutica 108). Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography Leitner…

Rübe

(249 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (γογγυλίς/ gongylís, ῥάπυς/ rhápys, ῥάφυς/ rháphys, βουνιάς/ buniás, lat. rapum, napus). Aus der wilden R. Beta vulgaris wurde die Runkel-R. (var. rapa) gezüchtet. Wahrscheinlich hängt die weiße R. der Ant. mit dem R.-Kohl Brassica rapa L. aus der Familie der Cruciferae zusammen. Theophrast erwähnt h. plant. 1,6, 6-7 die fleischige Wurzel der gongylís und im 7. B. Einzelheiten des Aussäens. Unter napus scheint Colum. 2,10,22-24 (= Pall. agric. 8,2,1-3) die Steck-R. zu verstehen, unter rapum die weiße R. Er empfiehlt die Aussaat nach der Sommersonnenwen…

Hafer

(113 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Der wilde und der kultivierte H. (Avena sativa L., βρόμος/ brómos, avena) fand in der Ant. im Gegensatz zur Gerste (Getreide) in der Ernährung nur gelegentlich, etwa als Mehl für Graupen und diätetischen Brei (Hippokr. De victu 2,7(= 43) und Plin. nat. 22,137), meist jedoch als Viehfutter (grün oder in Form von Heu: Colum. 2,10,32) Verwendung. Dioskurides (mit guter Beschreibung 2,94 p. 1, 172f. Wellmann = 2,116 p. 203 Berendes) empfiehlt den Brei gegen Durchfall und den Schleim daraus gege…

Casia

(103 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] ( cassia, κασσία) bezeichnete urspr. Cinnamomum-Arten, bes. C. zeylanicum (Zimt, κιννάμωμον bei Hdt. 3,107) und C. cassia (aus Südchina, vgl. Theophr. h. plant. 9,5,1 und 3; Dioskurides 1,13 [1. 1,17f.] = 2.1,12 [2. 35ff.]), aber auch schon im Alt. Arten der Leguminosengattung Cassia, bes. die schwarzen über Alexandreia eingeführten Hülsen von C. fistula ( C. solutiva, κασσία μέλαινα, γλυκοκάλαμος). Deren eßbares, abführend wirkendes Mark (genannt Sennesmus) wurde auch im MA häufig verwendet. Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography 1 M. Wellmann …

Conger

(108 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (γόγγρος, manchmal, z.B. Athen. 8,356a: γρύλλος), Meeraal, der wie der Aal beliebte und deshalb teure Seefisch (Plaut. mil. 760; Persa 110; vgl. die Angaben bei Athen. 7,288c). Aristoteles erwähnt u.a. zwei farblich unterschiedliche Arten (hist. an. 8,13, 598a13), seine ungewöhnliche Länge, Dicke und Glätte, den großen Magen und das talgartige Fett. Der C. lebt von Fischen, auch der eigenen Art, und Polypen und wird selbst Beute von Muränen und Krabben (vgl. Plin. nat. 9,185). Na…

Obsidian

(241 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg) | Nissen, Hans Jörg (Berlin)
[English version] ( obsianus lapis, “Stein des Opsius”; obsidianus ist falsche Lesart) ist ein dunkles, glasartiges (Plin. nat. 36,196: in genere vitri = Isid. orig. 16,16,5) Vulkangestein, das ein gewisser Obsius aus Äthiopien nach Rom eingeführt haben soll. O. wurde in Vorderasien seit dem 8. Jt., in Äg. seit dem 4. Jt. vor allem wegen der scharfen Schneidekanten aus Klingen hergestellter Werkzeuge, aber auch wegen seiner halbtransparenten Eigenschaft als Schmuckstein geschätzt (akkadisch ṣurru; äg. mnw). Ab dem 2. Jt. wurde O. vor allem für Siegel (in Mesopot.: R…

Lerche

(259 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Aus der Familie der Alaudidae kannte das klass. Alt. von zwei Gattungen nur je eine Art: Die Hauben-L. (Galerida cristata L.), ἡ κόρυδος/ kórydos, κορύδαλος/ korýdalos, lat. corydalus (Marcellus, De medicamentis 29,30), galerita (Plin. nat. 10,137), cassita (Gell. 2,29,3), kelt. alauda (Plin. nat. 11,121; Marcellus, ebd. 28,50), unterscheidet sich von der in Griechenland nur als Wintergast auftretenden Feld-L. (Alauda arvensis L.) nach Aristot. hist. an. 8(9),25,617b 19-23 durch die Federhaube. Die Hauben-L. hat die Größe des Grünlings (χλωρίς/ chlōrís; Ar…

Lärche

(91 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Dieser im Herbst seine Nadeln verlierende Nadelbaum, Larix europaea oder Larix decidua Mill., kommt in Griechenland nicht vor, ist aber von den Römern aus den Alpen und den Karpaten als larix importiert und in Oberitalien angepflanzt worden. Erst im 18. Jh. kam die L. ins westl. Mitteleuropa. Vitr. 2,9,14 erwähnt ihr gegen Fäulnis und Feuer (vgl. Pall. agric. 12,15,1) resistentes Holz zuerst, danach Plin. nat. 16,43 und 45. Ihr festes, harzreiches, rötliches Holz wurde zum Haus- und Schiffsbau verwendet. Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography R. Stadler, …

Rose

(353 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (griech. τὸ ῥόδον/ rhódon, lat. rosa). Die durch ihre Blüte berühmte und nach Hehn [1. 253 f.] aus Medien eingeführte Pflanze erwähnt als erster der homerische Hymnus auf Demeter (Hom. h. 2,6) und - mit ihrer purpurroten Farbe - Pind. I. 3/4,36b. Nach Hdt. 8,138 (vgl. Nik. bei Athen. 15,683a-b) wuchsen die berühmten 60blütenblättrigen duftenden Rosen in den sog. “Gärten des Midas” in Makedonien zur Zeit des Königs Perdikkas [1]. Theophrast (h. plant. 6,6,4) kennt eine gefüllte, angebl…

Rizinus

(243 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (σιλλικύπριον/ sillikýprion, κίκι/ kíki, κρότων/ krótōn, lat. ricinus, was jedoch auch ein Name für eine Läuseart ist, z. B. bei Colum. 6,2,6 und 7,13,1), die Euphorbiacee Wunderbaum oder Christuspalme (Ricinus communis), aus Afrika stammend. Sie wuchs in Griechenland wild, wurde aber in Äg. in mehreren Sorten an den Ufern der Gewässer angebaut (vgl. Diod. 1,34,11). Von Hdt. 2,94 erfahren wir die Gewinnung des für Lampen geeigneten, aber unangenehm riechenden Öls durch kaltes Auspressen der zerschlagenen Frucht des kíki oder durch Rösten und Kochen (unter…

Opobalsamon

(178 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ὀποβάλσαμον/ opobálsamon, lat. balsamum, eigentlich der Balsamsaft, bzw. βάλσαμον/ bálsamon) hieß der durch sein kostbares Harz berühmte Balsambaum Commiphora opobalsamum, den die Griechen nur von den Plantagen in Syrien (bei Jericho und En Gedi) kannten. Tatsächliches Herkunftsland ist aber SW-Arabien und Somalia. Theophrast beschreibt die Pflanze für Syrien (Theophr. h. plant. 9,6,1-4) und die behutsame Gewinnung des wohlriechenden Harzes, das er nicht in reinem Zustand kennt (ebd. 9,1…

Erdbeerbaum

(223 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg) | Walde, Christine (Basel)
[English version] Zwei von insgesamt 20 immergrünen Arten vertreten in der Macchie der Mittelmeerländer die Ericaceengattung Arbutus L., nämlich a) der E. Arbutus unedo L. (κόμαρος) mit seinen erdbeerähnlichen, säuerlich schmeckenden, in einem Jahr reifenden Steinfrüchten ( arbuta Verg. georg. 3,301 und 4,181) und b) die von Griechenland ostwärts bis zur Küste des Schwarzen Meeres verbreitete Andrachle, Arbutus andrachle L. (ἀνδράχνη) mit kleinen, orangegelben ungenießbaren Früchten. Die Früchte des westlich bis an die Atlantikküste in Irland wachsende arbutus galten zus…

Pfeffer

(215 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (τὸ πέπερι, lat. piper) heißt bei Hippokr. gynaicia 1,81 (vgl. Hippokr. epidemiai 4,40; 5,67; 6,6,13; 7,64) die aus Indien eingeführte kostbare Gewürzpflanze Piper mit zwei Arten (P. album und nigrum). Die ungenügenden Beschreibungen bei Theophr. h. plant. 9,20,1, (zit. bei Athen. 2,66e), Dioskurides (2,159 Wellmann = 2,188 Berendes) und Plin. nat. 12,26f. verraten, daß die Samenkörner beim sogenannten P. longum in kleinen Schoten wachsen, was man auf den in Afrika verbreiteten Mohr…

Helenion

(178 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἑλένιον, helenium). Der Name ist laut Plin. nat. 21,59 und 159 von den Tränen der Helena (etwas anders Ail. nat. 9,21) abgeleitet. Röm. Autoren meinten mit der (h)enula oder inula im allg. den Alant (Inula helenium L.), eine große in Westasien und Osteuropa wachsende Composite. Sie wurde seit der Spätant. als Heilpflanze in Gärten kultiviert (vgl. Colum. 11,3,17 und 35). Bes. die bittere Wurzel (Beschreibung des Einmachens mit süßen Zusätzen: Colum. 12,48,1-5; Plin. nat. 19,91; Hor. sat. 2,8,51) sollte (Dio…

Euros

(289 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg) | Bloch, René (Princeton)
[English version] (Εὖρος, Eurus). Einer der vier Kardinalwinde (Hom. Od. 5,295f.; Verg. Aen. 1,85f.), die auch die jeweilige Himmelsrichtung bezeichnen können. Bei Hesiod (theog. 379f.) fehlt allerdings E. [1]. Bei den Griechen hießen zunächst alle Ostwinde (vgl. das homer. Vierwindeschema [2. 2353, Fig. 15]) Eýroi (Ps.-Aristot. de mundo 4,394b 20), speziell aber weht der E. als Nachbar des Notos, des Südwindes (Aristot. meteor. 2,6,363b 21-23), vom Sonnenaufgangspunkt im Winter her und wird deshalb oft SO-Wind ( Eurónotos, sonst OSO) gen.; auch am Athener “Turm der W…

Quitte

(194 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die Gleichsetzung der “kydonischen Äpfel” (μῆλα κυδώνια/ mḗla kydṓnia) oder der lat. mala cotonea - it. cotogna bezeichnet die Q. - mit der Q. (Cydonia oblonga) ist zumindest zweifelhaft. Die in den Beschreibungen seit Alkman (fr. 90 Bergk) und Stesichoros (fr. 27 Bergk) genannten Merkmale der Früchte (Wohlgeruch, Eignung zur Herstellung von Konfitüren und der Vergleich ihrer runden Form mit weiblichen Brüsten) können sich auch auf andere Apfelsorten beziehen. Auch die Vorschrift des Solon (Plut…

Ocker

(220 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ὤχρα/ ṓchra, lat. ochra, sil: Plin. nat. 33,158), verwitterte tonhaltige Eisenoxidverbindung, bildete die wichtigste braun-gelbe, manchmal wie Ochsenblut aussehende Malfarbe der Antike. O. wurde in vier Sorten verbreitet (Plin. nat. 33,158-160), wovon die beste nach Erschöpfung der Silbergruben von Laureion in Attika (vgl. Vitr. 7,7,1) nicht mehr zur Verfügung stand. Die marmorhaltige, körnige zweitbeste Sorte, die der Ätzung durch gebrannten Kalk widerstand, diente als Wandfarbe (V…

Myrrhe

(219 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (μύρρα/ mýrra, σμύρνα/ smýrna oder σμύρνη/ smýrnē als Lehnwort aus dem Semit.; lat. murra, murrha, myrrha). Das aus Südarabien, Erythraea und Nordabessinien importierte aromatische Harz des in 300 bis 2000 m Höhe wachsenden echten M.-Baumes Commifera abyssinica Endl. gewinnt man aus Wundstellen der jüngeren Zweige. Bei Erhitzen verströmt es einen seit jeher bei den Völkern im südöstl. Mittelmeerraum beliebten Wohlgeruch (vgl. u.a. Spr 7,17; HL 1,12 u.ö.; Mt 2,11). Theophr. h. plant. 9,4,2-9 bie…

Mistel

(289 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἰξία/ ixía und ἰξός/ ixós, gleichzeitig Name für den Vogelleim aus den M.-Beeren, auch στελίς/ stelís und ὑφέαρ/ hyphéar in griech. Dialekten, lat. viscus bzw. viscum). Theophrast (h. plant. 3,7,6 und 3,16,19) kennt von beiden Arten aus der Familie der Loranthaceen als ixía nur die sommergrüne Echte Eichen-M. oder Riemenblume (Loranthus europaeus L.). Als hyphéar unterscheidet er dort von ihr die immergrüne Weiße oder Nordische M. (Viscum album L.) mit weißen Beeren, die u.a. auf Apfel- und Nadelbäumen (vgl. Theophr. h. plant. 2,17…

Granatapfel, Granatapfelbaum

(252 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die Art Punica granatum L. (ῥόα, σίδη, malum punicum oder granatum, ihre κύτινος genannten Blüten finden sich als Lehnwort bei Plin. nat. 23,110ff. mit sonderbarer Heilwirkung) wächst im Vorderen Orient von Kurdistan bis Afghanistan wild. In Ägypten ist sie mindestens seit der 16. Dynastie (um 1600 v.Chr.) und in Südeuropa seit der Jungsteinzeit wahrscheinlich durch die Phoiniker eingebürgert. Dafür spricht, daß der G. als Fruchtbarkeitssymbol (aufgrund der vielen Samen im saftigen Fruchtf…

Hummer

(157 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Diese edle Krebsart (Homarus vulgaris) gehörte nach Aristoteles (hist. an. 1,6,490b 12) unter dem Namen ἀστακός/ astakós (nach Frisk “mit Knochen versehen”) zu den Weichschalern (μαλακόστρακα), nach Ailianos (nat. 9,6) aber zu den Schaltieren (ὀστρακόδερμα). Seine präzise Beschreibung (schwarze Sprenkelung auf weißem Grunde, acht Füße, große Scheren mit Zähnen darauf, aus verschiedenen Teilen zusammengesetzter Schwanz) bei Aristot. hist. an. 4,2,526a 11-b 18 ermöglicht die Bestimmung. Man findet…

Kirschbaum

(203 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (κέρασος, lat. cerasus mit ungeklärter Etym., da der Name der Stadt Kerasos anders als bei Isid. orig. 17,7,16 von dem K. abgeleitet ist; die Kirschen heißen κεράσια, lat. cerasia). Den Wild-K. gab es in Europa mindestens seit der mittleren Steinzeit [1. 112]. Die veredelte Süßkirsche führte 74 v.Chr. Licinius Lucullus vom Schwarzen Meer nach It. ein (Plin. nat. 15,102ff.). Sie verbreitete sich schnell bis nach Britannien. Plinius kennt bereits mehrere, h. kaum mehr bestimmbare Sorten (Plin. nat. 15,102ff.,…
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