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Ius divinum (divine law)

(1,089 words)

Author(s): Link, Christoph
1. Definition and originsThe concept of ius divinum (“divine law”) is based on the idea found in many cultures that law or part of law has divine origins. Obviously, in early modern Europe, Christianity significantly influenced the theory of ius divinum.Classical Roman jurisprudence split religion and law into two separate areas. Imperial Roman jurists’ attribution of the Imperial of the power of the princeps to ius divinum would prove particularly consequential for the West. In this way, ius divinum became the basis for the legitimacy of all law (Legitimacy). The scho…
Date: 2019-10-14

Göttliches Recht

(991 words)

Author(s): Link, Christoph
1. Begriff und HerkunftDer Begriff des G. R. (lat. ius divinum) beruht auf der in vielen Kulturen anzutreffenden Vorstellung, das Recht oder ein Teil des Rechts sei göttlichen Ursprungs. Es liegt auf der Hand, dass im Europa der Nz. das Christentum die Entwicklung der Lehre vom G. R. prägte.Die klassische röm. Jurisprudenz hatte Religion und Recht in zwei getrennte Regelungsbereiche aufgespalten. Folgenreich für die abendländische Geschichte wurde jedoch, dass die Juristen der röm. Kaiserzeit die Herrschaft des princeps wiederum auf G. R. gründeten. Damit wurde das ius divinum
Date: 2019-11-19

Collegialism

(511 words)

Author(s): Link, Christoph
According to the traditional understanding, collegialism designates a theory advanced in justification of (Protestant) territorial church government (the last of such older theories after the territorial and episcopal systems). Unlike earlier theories, however, it includes both a sociological and a theological theory of the church and of church law. The basis is the view, derived from natural law and the Enlightenment, of the social nature of the church (as a collegium, as for S. Pufendorf and J. H. Boehmer). In the middle of the 18th century early collegialists (e.g., C. M. Pfaff…

Sehling

(101 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Sehling, Emil (9.7.1860 Essen – 30.11.1928 Erlangen), ev. Jurist. Nach a.o. Professuren in Leipzig und Kiel seit 1888 o. Prof. in Erlangen. Neben zahlreichen Werken zu anderen Rechtsgebieten widmete er sich bes. dem Ehe- und Kirchenrecht, das er unter Ausschluß »aller rel. und theol. Erörterungen« behandelte. Durch sein monumentales Hauptwerk, die Edition der ev. Kirchenordnungen der Reformationszeit (5 Bde., 1902–1913; nach 1951 fortgeführt vom Kirchenrechtlichen Institut der EKD…

Reinking(k)

(266 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Reinking(k), Dietrich (Theodor; seit 1650: v.; 10.3.1590 Windau, Kurland – 15.12.1664 Glückstadt), bedeutender luth. Staatsrechtslehrer und Politiker; zunächst Prof. in Gießen, seit 1618 hohe Staatsämter in hessen-darmstädtischen, mecklenburgischen, erzbfl. bremischen (hier Vertreter des Erzstifts bei den Osnabrückischen Friedensverhandlungen) und dänischen Diensten. In seinem wiss. Hauptwerk »Tractatus de Regimine seculari et ecclesiastico« (1619, 71717) beschreibt R. die Reichsverfassung als Monarchie des Kaisers, der nur in d…

Parität

(359 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] bez. die gleichrangige Rechtsstellung von Religionsgemeinschaften im Staat; sie setzt deshalb die Auflösung der konfessionellen Homogenität im Staatsverband voraus. – Zuvor schon faktisch geübt, gewann die P. in Deutschland durch die (freilich noch beschränkte) Gleichstellung der kath. und ev. Religionspartei erste rechtliche Gestalt v.a. im Augsburger Religionsfrieden. Eine ausdrückliche verfassungsrechtliche Verankerung erfuhr sie im Westfälischen Frieden als »aequalitas exacta…

Religionsgesellschaften

(737 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] . I.Geschichte. Der Begriff entstammt der rationalen Naturrechtslehre (Naturrecht: IV.) der Aufklärung und hier v.a. der staatskirchenrechtlichen Theorie des Kollegialismus. »R.« ist damit eine Kurzformel für die Außensicht zunächst auf die Kirchen, später auf alle rel. Bekennergemeinschaften aus dem Blickwinkel des rel. neutralen Staates, der die rel. Wahrheitsfrage nicht mehr stellt und deshalb zur prinzipiellen Gleichbehandlung verpflichtet ist. In dieser Form fand der Begriff…

Staatskirche

(855 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] I. Geschichte S. bez. eine Zuordnung von Kirche und Staat dergestalt, daß die Kirche dem Staat eingegliedert ist und als Staatsanstalt erscheint. Daraus folgen nicht nur staatl. Eingriffsrechte in das Innere der Kirchenverfassung (Stellenbesetzung, Entscheidung von Lehrkonflikten, Verfügung über Kirchengut u.a.), sondern auch die Indienstnahme der Kirche für staatl. Zwecke. 1. Die Gesch. der S. beginnt unter Theodosius I. durch die Erhebung der christl. zur alleinberechtigten Reichskirche. In Ostrom befestigte sich ein sakraler…

Rieker

(175 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Rieker, Karl (27.3.1857 Urach – 28.11.1927 Erlangen), ev. Jurist. Nach Theologie- und Philosophiestudium zunächst im Kirchendienst, danach rechtswiss. Studium in Leipzig, dort 1891 Promotion und Habil., 1893 a.o. Prof., seit 1903 o. Prof. für Öfftl. Recht und Rechtsgesch. in Erlangen. In seinem Hauptwerk über die rechtliche Stellung der ev. Kirche in Deutschland geht es R. im wesentlichen um den Nachweis, daß Synodal- und Presbyterialsprinzip keine Grundlage in der luth. Theol. ha…

Neutralität

(647 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] . I. Im Völkerrecht umschreibt N. die Rechtsstellung eines nicht am Krieg anderer Staaten teilnehmenden Staates. Daraus ergeben sich für diesen eine Reihe von Rechten (Integrität des Staatsgebiets, bewaffnete Zurückweisung von N.-Verletzungen u.a.) und Pflichten (insbes. weder militärische noch finanzielle oder sonstige Unterstützung einer Kriegspartei, hinreichendes militärisches Potential zur Abwehr von Angriffen schon in Friedenszeiten, Duldung der Durchsuchung von Schiffen durc…

Staatsreligion

(199 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] bez. eine für die Staatlichkeit als unverzichtbar angesehene (und notfalls zwangsweise durchzusetzende) rel. Einheit des Untertanenverbands (»un roi, une loi, une foi«). Sie bildet das selbstverständliche Fundament nahezu aller älteren Staatsbildungen. In dem Maße, wie Rel. als Teil der öfftl. Ordnung gilt, wird ein rel. Pluralismus als Bedrohung der Staatseinheit empfunden, da er den Keim des Bürgerkriegs, zumindest aber eingeschränkter staatsbürgerlicher Loyalität in sich trägt…

Obermayer

(164 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Obermayer, Klaus (5.5.1916 Wiesbaden – 14.8.1988 Erlangen), ev. Jurist; zunächst aktiver Offizier und Kriegsteilnehmer der ersten Stunde; nach 1945 in München Studium und Referendariat, danach Praxisjahre in der staatl. und kirchl. Verwaltung; 1958 Habil.; seit 1960 bis zur Emeritierung 1984 o.Prof. für Öfftl. Recht und Kirchenrecht in Erlangen. – O. gehörte zu den Pionieren einer rechtsstaatl., grundrechtskonformen Durchdringung des Verwaltungsrechts, verbunden mit umfassender ge…

Recursus ab abusu

(354 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] (appel comme d'abus) bez. die Anrufung staatl. Instanzen gegen einen Mißbrauch der geistl. Amtsgewalt durch Überschreitung der staatsgesetzlich gezogenen Grenzen – und damit (neben dem Plazet) ein bes. wirksames Instrument der staatl. Kirchenhoheit. Seine bes. Ausprägung erhielt er in Frankreich 1539. Hier diente der R. v.a. der Abwehr von Eingriffen in die gallikanischen Freiheiten (Gallikanismus); nach franz. Vorbild wurde er auch in Spanien und den Niederlanden geübt. Als Rech…

Puchta

(374 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Puchta, Georg Friedrich (31.8.1798 Cadolzburg – 8.1.1846 Berlin), ev. Jurist. Nach juristischem Studium in Erlangen dort 1820 Promotion, Habil. für Röm. Recht und 1823 Extraordinariat; 1823 o. Prof. in München, 1835 in Marburg und 1837 in Leipzig. 1842 erhielt er nach dessen Ernennung zum Minister den Lehrstuhl F.C. v. Savignys, den damals prominentesten in Deutschland; 1844 außerdem Geheimer Rat am Preußischen Obertribunal, 1845 Mitglied des Staatsrats und der Gesetzeskommission. …

Weber

(353 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Weber, Werner (31.8.1904 Wülfrath – 29.11.1976 Göttingen), Staats- und Verwaltungsrechtslehrer. Nach Studium in Marburg, Berlin, Bonn (hier auch noch von C. Schmitt betreute Promotion) 1930 Eintritt in das Preußische Kultusministerium, zunächst in die Geistl. Abt., später Versetzung in die Abt. für Volksbildung; daneben 1931 Lehrbeauftragter, 1935 o. Prof. Handelshochschule Berlin, 1942 Leipzig, 1949 Göttingen, 1956–1958 Rektor, 1972 emeritiert. – W. sah mit Sorge den zunehmenden …

Potestas directa/indirecta/directiva

(374 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] bez. Modalitäten der ma. und neuzeitlichen kath. Inanspruchnahme einer kirchl. (insbes. päpstl.) Gewalt in zeitlichen (weltl.) Dingen (in temporalibus). Gestützt auf ältere Lehrtraditionen behauptete v.a. das ma. Papsttum (am schärfsten formuliert in der Bulle »Unam sanctam« Bonifatius' VIII. 1302, Zwei-Schwerter-Lehre) die päpstl. Suprematie über alle weltl. Gewalt und damit nicht nur die oberste Rechtssetzungsmacht in spiritualibus et temporalibus, sondern auch ein direktes Ein…

Plazet

(479 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] (Placetum regium, Exequatur regium) bez. das Zustimmungserfordernis des Landesfürsten zu kirchl., insbes. päpstl. Rechtssetzungsakten und Einzelanordnungen. Es war nicht nur Wirksamkeitsvoraussetzung des Rechtsakts im jeweiligen Land, sondern schloß auch bereits die Genehmigung zu dessen Publikation ein. Zuerst geübt in England und im franz. Gallikanismus, wurde das P. insbes. seit dem 17.Jh. in zahlreichen Staaten West- und Südeuropas eingeführt. Im dt. Reich nahmen es die Lande…

Schoen

(107 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Schoen, Paul (16.5.1867 Königsberg – 21.9.1941 Göttingen), ev. Jurist. 1896 a.o., 1900 o. Prof. in Jena, im gleichen Jahr o. Prof. in Göttingen. Neben zahlreichen Arbeiten zum öfftl. Recht unternahm es Sch. in seinem zweibändigen Hauptwerk »Das ev. Kirchenrecht in Preußen« (1903–1910; Neudr. 1967), dieses Rechtsgebiet unter Verzicht auf dessen theol. und kirchenpolit. Dimension, dafür in Parallelität zum Staats- und Verwaltungsrecht zu entwickeln. Trotz Ausblendung der zentralen P…

Wahrmund

(198 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Wahrmund, Ludwig (21.8.1860 Wien – 10.9.1932 Prag), kath. Kirchenrechtslehrer; nach juristischer Habil. in Wien (1889) ao. (1891) und o. Prof. (1894) in Czernowitz, 1896 o. Prof. an der Juristischen Fakultät Innsbruck. – W., der v.a. mit rechtsgesch. Arbeiten hervorgetreten war, erlangte eigentliche Berühmtheit durch den »Fall W.«: In aggressiver Form behauptete er die Unvereinbarkeit der »kath. Weltanschauung« mit moderner wiss. Erkenntnis und trat für eine Verbannung der Theol. …

Stephani

(304 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] 1.Joachim , (Mai 1544 Pyritz, Pommern – 14.1.1623 Greifswald). Zunächst (1572) Prof. der Mathematik in Greifswald, seit 1578 ebd. Prof. der Rechte, herzoglicher Rat und Konsistorialpräsident. – Als – neben seinem jüngeren Bruder (2.) – führender Vertreter des Episkopalsystems (Episkopalismus: I.) legitimiert S. das sich herausbildende ev. landesherrliche Kirchenregiment reichsrechtlich aus dem Übergang der (kath.) bfl. Jurisdiktionsrechte auf die ev. Reichsstände und findet dafür…

Richter

(280 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Richter, Aemilius Ludwig (15.2.1808 Stolpen – 8.5.1864 Berlin), ev. Kirchenrechtslehrer. 1835 a.o. Prof. in Leipzig, o. Prof. in Marburg (1838), seit 1846 in Berlin; 1850–1859 zugleich Mitglied des Ev. Oberkirchenrats, danach Geheimer Oberregierungsrat im Preußischen Kultusministerium. – R. zählte neben K.F. Eichhorn zu den Begründern des kirchenrechtlichen Zweigs der Hist. Rechtsschule. Erst 31jährig, legte er eine krit. Neuedition des Corpus Iuris Canonici vor. Neben zahlreichen …

Religionsmündigkeit

(190 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] bez. die von der allg. Geschäftsfähigkeit (Mündigkeit) abweichende Fähigkeit Jugendlicher, eigenständige rel. Entscheidungen mit rechtlicher Relevanz zu treffen. In Deutschland ist sie – gemäß dem fortgeltenden Reichsgesetz über die religiöse Kindererziehung vom 15.7.1921 (RKEG) – gestuft: vom 12. Lebensjahr an kann das Kind nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden, vom 14. Lebensjahr an hat es selbst über seine Bekenntniszugehörigkeit …

Scheurl

(105 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Scheurl, Christoph Gottlieb Adolf (seit 1884: Frhr. v.; 7.1.1811 Nürnberg – 24.1.1893 ebd.), ev. Rechtshistoriker und Kirchenrechtler. 1840 a.o., seit 1845 o. Prof. in Erlangen. Neben dem Röm. und dem Eherecht galt sein Hauptinteresse dem Kirchenrecht (: IV.,2., b), dessen Institutionen er im Geist der Hist. Rechtsschule gesch. begründete. In den konfessionellen Auseinandersetzungen vertrat er mit Nachdruck die Sache des Luthertums, setzte sich aber zugleich für eine größere Selbständigkeit der Kirche vom Staat ein. Christoph Link Bibliography C.A. …

Schulte

(130 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Schulte, Johann Friedrich (seit 1869 Ritter v.; 23.4.1827 Winterberg, Westfalen – 19.12.1914 Obermais bei Meran), kath. Kirchenrechtslehrer und Rechtshistoriker; 1854 a.o., 1855 o. Prof. in Prag, 1873–1906 in Bonn. Obwohl urspr. der kath. Kirche eng verbunden, wurde er 1870 zu einem der profiliertesten Kritiker des Unfehlbarkeitsdogmas und – neben I. v. Döllinger – zum maßgeblichen Organisator der altkath. Bewegung (Alt-Katholiken). Polit. verfocht er als nationalliberaler Reichstagsab…

Summepiskopat des Landesherren

(406 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] . Der Begriff bez. im 19.Jh. das landesherrliche Kirchenregiment über die ev. Kirche, seine Gesch. reicht aber bis ins 16.Jh. zurück. Nach dem Zerfall der bfl. Jurisdiktion nahmen die ev. Reichsstände zwar mit Billigung der Reformatoren die Neuordnung des Kirchenwesens in Angriff; dies sollte indes nur »aus christl. Liebe« (Luther), mit der Autorität des Landesherrn als »praecipuum membrum ecclesiae« (Melanchthon) erfolgen, nicht aber kraft weltl. Machtstellung. Nicht Luther ist …

Stahl

(274 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Stahl, Friedrich Julius (16.1.1802 München – 10.8.1861 Brückenau), ev. Jurist und Politiker. S. (urspr. Jolson) entstammte einer jüd. Kaufmannsfamilie. 1819 trat er zum Luthertum über und nahm in der Taufe den Namen S. an. 1832 a.o. Prof. in Erlangen, im gleichen Jahr o.Prof. in Würzburg, 1834 o.Prof. in Erlangen. Als Vertreter der Universität im bayerischen Landtag wurde er wegen eines Konflikts mit der Regierung gemaßregelt und nahm deshalb 1840 einen Ruf nach Berlin an. Hier geh…

Reservatrechte

(158 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Reservatrechte, im Alten dt. Reich Inbegriff derjenigen (hist. wechselnden) Rechte, die dem Kaiser ohne Zustimmungserfordernisse von Kurfürsten und Reichstag zukamen. In Anlehnung daran bez. R. im 19.Jh. solche – im Summepiskopat des Landesherrn wurzelnde – kirchenleitende Befugnisse, die sich dieser zur persönlichen Ausübung (d.h. nicht durch in seinem Namen handelnde Kirchenbehörden) vorbehalten hatte. Dazu zählten v.a.: Sanktionierung der von den Synoden beschlossenen Kircheng…

Preußisches Allgemeines Landrecht

(556 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] (ALR) bez. das am 1.6.1794 in Kraft getretene Gesetzbuch für die preußische Gesamtmonarchie. Seine Abfassung beruht auf einem Befehl Friedrichs II., des Großen, an den neuen Kanzler Casimir Graf v. Carmer (1780); unter seinen Mitarbeitern haben das ALR insbes. Carl Gottlieb Svarez und Ernst Ferdinand Klein inhaltlich geprägt. Nach dem Tode Friedrichs 1791 vollendet, sollte es 1792 als »Allgemeines Gesetzbuch für die Preußischen Staaten« (AGB) in Kraft treten. Polit. Widerstände d…

Reinking, Dietrich

(292 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] (Reinkingk, since 1650: v. Reinking; Mar 10, 1590, Windau, Courland [today Ventspils, Latvia] – Dec 15, 1664, Glückstadt), outstanding Lutheran politician and scholar of constitutional law. After occupying a chair at Giessen, from 1618 he held high offices of state in Hesse-Darmstadt, Mecklenburg, archepiscopal Bremen (representing the archdiocese at the 1648 peace negotiations in Osnabrück), and Denmark. His most important academic work, Tractatus de regimine seculari et ecclesiastico (1619, 71717), characterizes the Empire as a monarchy of the em…

Reservatrechte (Reserved Rights in German Empire)

(187 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] In the Holy Roman Empire, reserved rights were the epitome of the (historically varying) rights enjoyed by the emperor without any requirement of approval by electors and the Reichstag. Borrowing from this usage, in the 19th century Reservatsrechte were those rights of church governance, rooted in the summepiscopate of the territorial prince, that he had reserved to be exercised personally (i.e. not by church officials acting in his name). The most important were: approbation of ecclesiastical legislation passed by synods, in ¶ some cases including the right to…

Church and Media

(751 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] I. From the very beginning, the church has always existed on the basis of communication. All human lives spent within it are realized in the communicative justification of human community. In all periods, therefore, it has placed every available means of communication in the service of its mission. The modern transition to an information-based society, however, represents a particular challenge. In many episcopal and papal statements going back as far as…

Grotius, Hugo

(875 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] (Huig de Groot; Apr 10, 1583, Delft, The Netherlands – Aug 28, 1645, Rostock), an impor-¶ tant jurist and theologian. From a patrician Delft family, Grotius attended the University of Leiden already as an eleven-year-old. After studying classical philology, history, theology, and law, he received the Dr.iur. in Orléans on an ambassadorial journey in 1598 and became a lawyer in 1599. An expert's opinion in the conflict of the sea-trade interests of Holland and Portugal contained the pioneering chapter De mare libero (1604; ET: The Free Sea, 2004), in which Grotius j…

Exclusion, Right of

(199 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] ( ius exclusivae) denotes the right of a civil ruler or state in Catholic church law to exclude as undesirable a certain candidate from being elected or appointed to church office. Papal exclusion, which the sovereigns of major Catholic powers (German and – later – Austrian emperors, kings of France and Spain) claimed for themselves with no formal recognition by th…

State Religion

(245 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] The term state religion denotes a religious element unifying the collectivity of subjects, considered indispensable for the existence of the state (“un roi, une loi, une foi”). It was taken for granted as the foundation of nearly every early form of the state. To the extent that religion is considered an element of public order, religious pluralism is perceived as a threat to the unity of the state, since it bears the seed of civil war, or at least qualified loyalty on the part of th…

Potestas directa/indirecta/directiva

(444 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] refers to modalities of the medieval and modern Catholic claim to ecclesial (and esp. papal) authority in temporal (worldly) matters ( in temporalibus). Invoking older doctrinal tra-¶ ditions, the medieval papacy in particular claimed papal supremacy over all secular powers (most strongly articulated in the Unam sanctam bull of Boniface VIII [1302], doctrine of the two swords), and thus not only the supreme legislative authority in spiritualibus et temporalibus but also a right to intervene directly in the legal order of states through the repeali…

Febronianism

(565 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] was a movement for the reform of ecclesiastical policy and regional church law in 18th-century Germany, in which episcopalian (Episcopalism: II) and national church ideas combined to form an explosive mixture. It owes its name to a book written by the suffragan bishop of Trier J.N.v. Hontheim (1701–1790), De statu Ecclesiae et legitima potestate Romani Pontificis…, which appeared in 1763 under the pseudonym Justinus Febronius. Following a selective reduction of its contents, the book became the agenda of Febronianism. Hontheim's objec…

Obermayer, Klaus

(209 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] (May 5, 1916, Wiesbaden – Aug 14, 1988, Erlangen), Protestant jurist. He served as an officer from the first days of the war. After 1945 he studied and completed his professional qualification, and then practiced as a lawyer for several years in state and church administration. In 1958 he gained his Habilitation. From 1960 until his retirement in 1984 he was full professor of public law and church law in Erlangen. Obermayer was one of the pioneers of administrative law founded on the rule of law, informed by basic rights and in co…

Sehling, Emil

(115 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] (July 9,1860, Essen – Nov 30, 1928, Erlangen), Protestant legal scholar. After associate professorships in Leipzig and Kiel, he was appointed to a full professorship in Erlangen in 1888. After numerous works on other legal topics, he devoted himself primarily to marriage law and church law, which he discussed without “any religious or theological consideration.” His monumental magnum opus, an edition of the Protestant church orders of the Reformation period (5 vols., 1902–1913; continued after 1951 by the Kirchenrechtliches Institut of t…

Prussian Civil Code

(672 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] The Prussian Civil Code ( Preußisches Allgemeines Landrecht) went into effect on Jun 1, 1794, as a law code for the unified Prussian monarchy. It was drafted at the behest of Frederick the Great by the new chancellor, Casimir v. Carmer (1780); among those contributing to its content, Carl Gottlieb Svarez and Ernst Ferdinand Klein stand out. Completed in 1791, after Frederick’s death, it was to have taken effect in 1792 as the Allgemeines Gesetzbuch für die Preußischen Staaten [Civil code for the Prussian states]. Not least in reaction to the French Revoluti…

Ius in sacra / ius circa sacra

(329 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] The expressions ius in sacra and ius circa sacra came into use in the 17th century but were not clearly distinguished until the 19th century. They denote the legal authority of the territorial ruler by virtue of his supervisory authority over all corporations and religious bodies (Secular supremacy: ius in sacra), grounded in his secular authority, and his authority as summepiscopus (Summepiscopate of the princes) of the Protestant church ( ius in sacris). Episcopalist theology (Episcopalism: I) developed a graduated theory of secular authority, in co…

Hontheim, Johann Nikolaus von

(499 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] (Jan 27, 1701, Trier – Sep 2, 1790, Montquintin Castle, Luxemburg), Catholic historian and canonist. Hontheim was from a patrician family in Trier. He studied law, theology and classical philology in Trier, Leuven and Leiden. He received the Dr.iur.utr. in 1724 and became a priest and canonist in 1728, first in Trier then in Coblenz in 1740. He was professor of Roman law in Trier (1733–1738), administrator of the diocesan court in Coblenz (1738) and auxiliary bishop and pro-chancellor of the University in Trier (1748). Despite ecclesial and political success in th…

Territorialism/Territorial System

(492 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] Territorialism is a theory of the legal relationship between the state and the church, according to which the all-embracing sovereignty of the prince includes sovereignty over the church and the public practice of religion in his territory; this means that all leadership authority in the church derives from the territorial lord. Chronologically the territorial system gradually gave way to episcopalism (which was influenced increasingly by territorialist arguments as it emerged); i…

Itio in partes

(204 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] refers to the division of the Reichstag according to religious parties ( Corpus Catholicorum and Corpus Evangelicorum ) when one side declared the question at issue to be a matter of religion. Deliberations then began first within the confessional blocks – separated according to curias. If these separately reached decisions differed from one another, only the path of compromise, the amicabilis compositio remained. Matters of religion could not, therefore, be decided in a plenary session according to the majority principle. Exercised de facto as early as 1526, b…

Ius emigrandi

(246 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] refers to the right under imperial law to emigrate for religious reasons. The Peace of Augsburg (1555) guaranteed the estates of the empire the ¶ ius reformandi , i.e. the authority to determine the confession of their territory (religious ban). Subjects of other confessions were granted as a legal benefit ( beneficium) a qualified right to emigrate (i.e. taking along family and belongings) to a territory of their confession – and, therewith, the first constitutionally guaranteed basic right. The Peace of Westphalia confirmed this…

Religious Societies (Germany)

(948 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] 1. History. The concept originated in the rational Enlightenment doctrine of natural law (IV), and especially in the state-church law theory of collegialism. “Religious societies” is thus a short formula for the outside view of the churches, and later of all religious confessional societies from the vantage point of the religiously neutral state, which no longer concerns itself with the issue of religious truth and is therefore committed in principle to equal treatment. It was in this form that the concept found its way via the Prussian Civil Code, the Paulskirchenverf…

Placet

(566 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] (“it pleases”; also placetum regium, exequatur regium) is the formula expressing assent by the local prince to ecclesiastical legislation, especially papal legislation. It was both a requirement before the law could take effect in the ruler’s territory and authorization to promulgate it (Publication). First put into practice in England and in French Gallicanism, it was introduced after the 17th century in many countries of western and southern Europe. In the German Empire, initially onl…

Stephani

(347 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] 1. Joachim (May, 1544, Pyritz, Pomerania [now Pyrzyce, Poland] – Jan 14, 1623, Greifswald). Initially (1572) professor of mathematics in Greifswald, in 1578 he was appointed professor of law, a member of the ducal council, and president of the consistory. With his younger brother Matthias (2. below), he was a leading advocate of the episcopal system (Episcopalism: I), appealing to imperial law to legitimate the evolving Pro­testant system of placing church governance in the hands of…

Bodin, Jean

(296 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] (Bodinus; 1529 or 1530, Angers – 1596, Laon) was a Carmelite for a brief period; he studied law in Toulouse from 1550 and became an advocate at the Parliament of Paris in 1561. In 1571, he entered the service of the Duke of Alençon and made contact with the “Politiques,” a group of moderate Catholics and Protestants who regarded the state as h…

Summepiscopate of the Princes

(468 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] The summepiscopate of the princes is a 19th-century term for the governance of the Protestant churches, but its roots go back to the 16th century. After the breakdown of episcopal jurisdiction, with the approval of the Reformers the Protestant estates of the Empire set about restructuring the governance of the church; only “out of Christian charity” (Luther), it was to be put in the hands of the sovereign as praecipuum membrum ecclesiae (Melanchthon), but not by virtue of his temporal authority. Therefore Luther was not the progenitor of the princes’…

Stahl, Friedrich Julius

(363 words)

Author(s): Link, Christoph
[German Version] ( Jan 16, 1802, Munich – Aug 10, 1861, Brückenau), Protestant jurisprudent and politician. Stahl (orig. Jolson) was of Jewish parentage; in 1819 he converted to Lutheranism and took the name Stahl when he was baptized. In 1832 he was appointed associate professor at Erlangen and in the same year full professor at Würzburg; in 1834 he was ¶ appointed full professor at Erlangen. As representative of the university in the Bavarian Landtag, he was reprimanded on account of a conflict with the government; in 1840 he therefore accepted an appointment in Be…
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