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Probus

(1,194 words)

Author(s): Birley, A. R. (Düsseldorf) | Tinnefeld, Franz (München) | Gutsfeld, Andreas (Münster) | Schmidt, Peter L. (Konstanz)
[English version] [1] Imperator Caesar M. Aurelius Probus Augustus Kaiser Probus Röm. Kaiser 276-282 n. Chr. Geb. am 19.8.232 n. Chr. in Sirmium; Angaben zu seinem Vater in SHA Probus 3,2 und bei [Aur. Vict.] epit. Caes. 37,1 sind wohl fiktiv. P.' Laufbahn bis zu seiner Kaisererhebung im Sommer 276 im Osten (Zos. 1,64) ist unbekannt (in SHA Probus ist er mit dem dux Tenagino P. verwechselt). In seiner gut sechsjährigen Regierungzeit ( cos. I-III 277-279, cos. IV 281, cos. V 282) hatte er erst am Rhein gegen die Alamanni, dann gegen Franci, Burgundiones und Vandali zu kämpfen (Zos. 1,67-68; Got…

Praefectus praetorio

(1,137 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
(“Praetorianerpraefekt”; griech. ἔπαρχος bzw. ὕπαρχος τῆς αὐλῆς/ éparchos bzw. hýparchos tēs aulḗs). Inhaber eines der wichtigsten Ämter in der Reichsverwaltung der röm. Kaiserzeit. [English version] A. Prinzipat Das Amt wurde im J. 2 v. Chr. durch Augustus eingerichtet, als dieser zwei Männer aus dem Ritterstand ( equites Romani ) an die Spitze seiner Leibgarde, der Praetorianer ( cohortes praetorianae), stellte (Cass. Dio 55,10). Die urspr. Aufgabe des p.p. bestand im Kommando der kaiserl. Leibwache, die den Schutz des Kaisers im Hauptquartier ( praetorium

Most

(233 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (γλεῦκος/ gleúkos; [ vinum] mustum). Noch nicht vergorener oder gerade in Gärung befindlicher Saft von gepreßten Früchten wie Apfel, Birne, Dattel, Feige, Granatapfel, Kornelkirsche, Quitte und Speierlingsfrucht (Plin. nat. 13,44-45; 14,102-103. 125; 15,109). Die wichtigste Art des M. wurde aus Weintrauben hergestellt (Colum. 12,41; Plin. nat. 23,29); sie wurde lat. als vinum mustum bezeichnet, wovon sich das dt. Wort M. herleitet. Frischer M., dessen abführende und kräftigende Wirkung Ärzte schätzten (Cels. artes 4,26,5-6; Diosk…

Postumianus

(100 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Praefectus praetorio Orientis 383 n. Chr. P., ein aus dem Westen stammender orthodoxer Christ, stieg über verschiedene, nicht näher bekannte Ämter zur Praetorianerpraefektur des Ostens auf (Greg. Naz. epist. 173). Er trat dieses Amt Anf. 383 an (Cod. Theod. 9,42,10), bekleidete es aber nur bis E. des Jahres (Cod. Theod. 16,5,12). Nach seiner Rückkehr in den Westen wurde er 395-396 mit einer Gesandtschaft des stadtröm. Senats zum Kaiser betraut (Symm. epist. 6,22,3; 6,26,2). Gutsfeld, Andreas (Münster) Bibliography W. Enßlin, s. v. P. (2), RE 22, 890  PLRE 1, 718 (…

Polenta

(137 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (ἄλφιτα). Gerstengraupen, -mehl, -brot. Der lat. Begriff p. bezeichnet zum einen die Grütze von enthülsten und gerösteten Gerstenkörnern, zum anderen den Brei, der aus dieser Grütze mit Wasser, Salz und anderen Zutaten gemischt oder gekocht wurde (Plin. nat. 18,72; Pall. agric. 7,12). Gerstenbrei, der zusammen mit Zukost wie Öl oder Gemüse auf den Tisch kam, gehörte in Griechenland bis in hell. Zeit zu den wichtigsten Gerichten. Dagegen bevorzugte man in It. - vielleicht mit Ausnahme der Gallia Cisalpina (Plin. nat. 18,85) - den Emmerbrei ( puls), das röm. Nation…

Bier

(407 words)

Author(s): Neumann, Hans (Berlin) | Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] I. Alter Orient B. war im Alten Orient ein weithin bekanntes und beliebtes Getränk, das in Mesopotamien und Ägypten spätestens seit Ende des 4. Jt.v.Chr. gebraut wurde. Grundstoff der Herstellung war vor allem Gerstenmalz [1. 322-329], daneben auch Emmer und Sesam. Im 1. Jt.v.Chr. gewann in Babylonien eine Art Dattel-B. an Bedeutung [2. 155-183]. In Ägypten erwähnen die Texte aus älterer Zeit neben Dattel-B. auch Johannisbrotbaum-B. und Mohn-B. Während des Brauprozesses wurden weite…

Butter

(125 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (βούτυρον, butyrum). Überwiegend aus Kuhmilch, seltener aus Schaf- oder Ziegenmilch gewonnenes Fett, das im Unterschied zu heute meist in flüssiger Form verwandt wurde. Viele Völker am nördl. und südl. Rand der ant. Welt (vor allem Thraker und Skythen, aber auch Lusitanier, Gallier, Germanen und Araber) nutzten B. intensiv als Speisefett und Salbe (Plin. nat. 28,133f.). Im Mittelmeerraum bevorzugte man stattdessen das Olivenöl, dessen Preis Anfang des 4.Jh. n.Chr. deutlich über de…

Gemüse

(479 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Meist einjährige Pflanzen, deren Teile sich roh oder gekocht zum Verzehr eignen. In der ant. Welt gab es G. in großer Zahl; allein für das kaiserzeitliche It. sind fünfzig Garten- und fünfzig Wildg.-Sorten bezeugt. Heute vielfach unbekannt oder ungebräuchlich, wurden sie in ant. Quellen in drei große Gruppen eingeteilt: 1. legumina (vor allem die eiweißreichen Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Linsen, Lupinen; vgl. die Listen bei Colum. 2,7,1-2; Plin. nat. 18,117-136); 2. olera (insbes. die vitamin- und ballaststoffreichen Blatt-G., Kno…

Ei

(126 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (ᾠόν, ovum). In der ant. Küche wurden Eier von allen domestizierten Vögeln wie Enten, Fasanen, Gänsen, Hühnern, Pfauen, Rebhühnern und Tauben, gelegentlich auch von wilden Vögeln verwendet. Im allg. Sprachgebrauch verengte sich die Bed. von “Ei” aber auf das Hühnerei, das in Griechenland spätestens seit dem 6. Jh.v.Chr. bekannt war und später auch in der röm. Welt geschätzt wurde. Das Hühnerei war ein durchaus preiswertes Nahrungsmittel (Edictum Diocletiani 6,43), das während eines Mahls gern zur Vorspeise gereicht wurde (Hor. sat. 1,3,6f.: ab ovo usque ad mala).…

Deipnon

(305 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (δεῖπνον). In frühgriech. Zeit Bezeichnung jeder Mahlzeit am Tag. Wohl infolge der Verstädterung hatte sich die Bed. von d. aber im 5. Jh.v.Chr. in Athen auf die Hauptmahlzeit, die bei Sonnenuntergang begann, verengt. Das d. wies eine feste Ordnung auf. Es setzte sich aus dem eigentlichen Mahl mit mehreren möglichen Gängen und dem Nachtisch, der zum Trinkgelage ( sympósion) überleiten konnte, zusammen; erst im zweiten Teil des d. trank man mehr Wein. Da die Griechen das d. als Ausdruck der Verbundenheit mit den Göttern verstanden, begannen und beendeten sie jedes d. m…

Rufinus

(1,183 words)

Author(s): Elvers, Karl-Ludwig (Bochum) | Johne, Klaus-Peter (Berlin) | Gatti, Paolo (Trient) | Gutsfeld, Andreas (Münster) | Portmann, Werner (Berlin) | Et al.
Röm. Cogn., abgeleitet von Rufus, in republikan. Zeit in der Familie der Cornelii (Cornelius [I 62]), in der Kaiserzeit weitverbreitet (Antius [8], Aradius [1], Caecilius [II 19], Clodius [II 13], Cuspius [3], Fadius [II 1], Vibius), in der Spätant. auch häufiger Eigenname. Elvers, Karl-Ludwig (Bochum) [English version] [1] Magister militum per Thracias um 515 n. Chr. Magister militum per Thracias um 515 n. Chr., wurde von Kaiser Anastasios [1] I. mit dem Kampf gegen den Söldnerführer Vitalianus betraut (Ioh. von Antiocheia fr. 214e = FHG 5, 34; Chr…

Fleischspeisen

(475 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Sammelbegriff für Speisen aus dem Muskelgewebe und den Innereien von Säugetieren und Vögeln. In der Ant. bereitete man F. zu einem kleineren Teil aus Vögeln (z.B. Amsel, Drossel, Ente, Gans, Huhn, Taube, Wachtel) und Wild (insbesondere Hase, Rotwild (Hirsch), Wildschwein (Schwein), in röm. Zeit zusätzlich auch Kaninchen und Haselmaus). Die meisten F. wurden aus dem Fleisch der Haustiere Schaf, Schwein, Rind und Ziege gekocht. Aus dieser Gruppe ist bes. das Schwein hervorzuheben, …

Cena

(273 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Die tägliche Hauptmahlzeit der Römer. Im Laufe der Jh. wurde sie erheblich durch die raffinierte griech. Eßkultur beeinflußt: Sie wurde zeitlich von Mittag auf Abend verschoben; urspr. sitzend im Atrium bzw. in der Küche verzehrt, wurde sie später (zumindest) von der Oberschicht liegend in speziellen, reich ausgestatteten Speisezimmern ( triclinium ) eingenommen; zur anfänglichen Speisenfolge von Hauptspeise ( mensa prima) und Nachtisch ( mensa secunda) trat die Vorspeise ( gustatio) hinzu. Dauer und Ausstattung der c. waren vom Anlaß, vor allem aber vo…

Maiorinus

(100 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] Praefectus praetorio Orientis unter Constantius II. Leben und Laufbahn sind schlecht bezeugt. Aus einer kurialen Familie des Ostens stammend, machte er eine steile Karriere (Lib. epist. 1510), die in der Praetorianerpraefektur gipfelte. Dieses Amt übte er verm. zwischen Sommer 344 und dem 28.7.346 n.Chr. (Cod. Theod. 11,22,1: erster sicherer Beleg für seinen mutmaßlichen Nachfolger Flavius Philippus) mit Sitz in Antiocheia [1] aus. Er starb kurz vor 357 (Lib. epist. 560) und wurde …

Leontius

(119 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (Flavius Domitius L.). Praefectus praetorio Orientis 340-344, Consul 344 n.Chr. L. wurde wahrscheinlich in Berytos (Phönikien) geb. Nach einer längeren Laufbahn, die 338 vermutlich ein Vikariat einschloß (Cod. Theod. 9,1,7), stieg L. zum praef. praet. Orientis auf (ILS 1234). In diesem Amt ist er sicher vom 11.10.340 (Cod. Theod. 7,9,2 = Cod. Iust. 12,41,1) bis zum 6.7.344 (Cod. Theod. 13,4,3 = Cod. Iust. 10,66,2) bezeugt. L., dessen Amtsführung bei Libanios gelobt wird (Lib. epist. 353), bekleidete im letzten J. …

Salgama

(121 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (griech. ἁλμαῖα/ halmaía). Sammelbegriff für sauer eingelegte Gemüse, Kräuter, Früchte. Seit griech. Zeit konservierte man pflanzliche Nahrungsmittel gern, indem man sie in eine Salzbrühe einlegte (Colum. 12,4,4), die oft mit Essig, Gewürzen und sonstigen Zutaten wie Milch und Honig angereichert war (Plin. nat. 19,153; Dioskurides 2,174 Wellmann). Rezepte für das Einlegen von Kapern, Salat, Kräutern, Zwiebeln, Kornelkirschen, Pflaumen und verschiedenen Apfel- und Birnenarten finden sich bei Columella (10,117; 12,9 f.). In der einfachen Küche wurden s. z…

Getränke

(432 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] In der Ant. gab es je nach Zeit und Region unzählige Formen von G., die pur, miteinander vermischt, versetzt mit Zutaten (Fett, Gewürzen, Süßstoffen) heiß oder kalt getrunken wurden. Sie lassen sich nach ihren Grundbestandteilen in drei Gruppen einteilen: 1. G. aus Wasser. Wasser (Plin. nat. 31,31-72) war ein unentbehrliches Nahrungsmittel (Pind. O. 1,1; Vitr. 8,1,1; Plin. nat. 31,31-72) und zudem ein notwendiger Bestandteil zweier wichtiger alkoholhaltiger G.: Met und Bier. Met,…

Nahrungsmittel

(617 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[English version] (τροφαί; lat. alimenta). Bezeichnung für nahrhafte feste und flüssige Stoffe, die bisweilen roh gegessen oder getrunken werden können, sich normalerweise aber nicht ohne Vorbereitung zum Verzehr eignen und deshalb in der Küche zu Speisen weiterverarbeitet werden. Eine systematische Einteilung der N. bietet Galenos' Abhandlung ‘Über die Kräfte der N. ( de alimentorum facultatibus libri III), eine der wenigen ant. diätetischen Spezialschriften, die vollständig erhalten ist. Galen gliedert die N. nach dem Prinzip der naturgesch. Zugehö…

Neoterius

(150 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[German version] Flavius N., praefectus praetorio Galliarum AD 390. N., a novus homo , began his career in the west of the Empire. In 366 he probably went as tribunus et notarius of Valentinian I. to North Africa (Amm. Marc. 26,5,14). He became a close friend of Theodosius, who took N. with him to his part of the Empire after his nomination as emperor and entrusted him with the post of praefectus praetorio of the East from AD 380 to 381. Although criticism of his conduct in office was voiced loudly (Lib. Or. 2,72-73), Theodosius I. held onto N.. He sent him back to …

Egg

(126 words)

Author(s): Gutsfeld, Andreas (Münster)
[German version] (ᾠόν; ōión, ovum). In the ancient kitchen eggs of all domestic birds, such as ducks, pheasants, geese, chicken, peafowl, partridges and pigeons and occasionally even wild fowl, were used. In general usage the meaning of ‘egg’ was narrowed to chicken egg, which was known in Greece no later than the 6th cent. BC and was later much esteemed in the Roman world. The chicken egg was a quite affordable food (Edictum Diocletiani 6,43), which was popularly served as an appetizer at meals (Hor. Sat. 1,3,6f.: ab ovo usque ad mala). It also had a place in haute cuisine:  Apicius …
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