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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" )' returned 201 results. Modify search

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Pilos

(165 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πῖλος). Eigentlich Filz als Unterfutter des Helmes (Hom. Il. 10,265), der Schuhe und Kappen (Hes. erg. 542-546) und schützender Teil der Rüstung (Thuk. 4,34,4), dann auch Begriff für Decken (Hdt. 4,73 und 75) und Schuhe aus Filz (Kratinos 100 CAF), bes. aber für eine kegelförmige Kopfbedeckung (Hes. erg. 546, Anth. Pal. 6,90 und 199, vgl. Hdt. 3,12; 7,61; 62; 92 zu den Filzmitren und -tiaren der östlichen Völker), der Hälfte eines Eies ähnlich (Lykophr. 506), mitunter mit einer Schlaufe an der Spitze zum Aufhängen und Tragen an einem Finger. Den p. trugen Handwerker …

Möbel

(1,353 words)

Author(s): Cholidis, Nadja (Berlin) | Veigel, Isabell (Berlin) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient M. lassen sich für den alten Orient seit dem 6. Jt. v.Chr. nachweisen, so im Bildnis einer weiblichen Figur aus Çatal Hüyük, die auf einem von Feliden flankierten Stuhl thront. Fundiertere Aussagen sind jedoch erst ab dem 3. Jt.v.Chr. möglich, als schriftl. Quellen hinzukommen. Von den meist aus Holz, Schilfrohr, textilem Flechtwerk oder Leder gefertigten M. ist im Vorderen Orient aufgrund des aggressiven Klimas kaum etwas erh. geblieben. Kostbare Einzelstücke konnte…

Peniculus

(65 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch penicillum). Staubwedel, ein Stab mit dem haarigen Ende eines Tierschwanzes (Paul. Fest. 208; 231 M.), mit dem man Tische abwischte (Plaut. Men. 77f.), Schuhe putzte (Plaut. ebd. 391) oder landwirtschaftliche Geräte und Gefäße reinigte (Colum. 12,18,5). Der p. diente ferner als Pinsel zum Tünchen der Wände (Plin. nat. 28,235) und als Malpinsel (Plin. nat. 35,60f.; 103; 149). Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Bart

(616 words)

Author(s): Colbow, Gudrun (Lüttich) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient Erwachsene Männer sind im Alten Orient meist bärtig dargestellt, doch können sie wie Götter und Dämonen auch bartlos auftreten, ohne daß uns eine unterschiedliche Bedeutung erkennbar wäre. Die Barttracht bestand aus einem langen oder kurzen Vollbart mit oder ohne ausrasierte Lippenpartie. Der kurze B. schließt unten halbrund oder spitz ab, der lange B. gerade oder halbrund; die auf die Brust fallenden, gewellten Haarsträhnen enden meist in Locken, die bei gestuften F…

Paragauda

(124 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (παραγαύδης). Eine erst im 3. Jh.n.Chr. belegte Bezeichnung für eine goldene oder purpurne Borte in Form eines griech. Gammas (Γ), die in ein Gewand eingewebt war (SHA Claud. 17,6); dann auch übertragen auf ein dem Ärmelchiton (Chiton) ähnliches Gewand ( paragaúdion) aus feinem Seidenstoff, das der röm. Kaiser je nach Verdienst mit einer bis fünf Borten als Auszeichnung vergab (SHA Aurelian. 15,4,46; SHA Probus 4,5). Von daher war das Tragen des Gewandes Privatpersonen verboten (Cod. Theod. 10,21,1 und 2). Aufgrund de…

Gürtel

(651 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Keltisch-Germanisch Seit dem E. des Neolithikums (3.Jt. v.Chr.) sind in Mitteleuropa G. im arch. Fundgut (meist Grabbeigaben) durchgängig nachgewiesen. Die G. selbst waren aus organischem Material (Leder usw.) und sind nicht erh., dagegen aber die (metallenen) Besatzstücke als Verschluß (G.-Haken/-Ringe) bzw. zur Verzierung (G.-Bleche). Aus der Frühphase (E. 3.Jt. v.Chr.) sind auch G.-Haken aus Knochen bekannt. In der Brz. (2.Jt. v.Chr.) wurden die G.-Teile meist aus Bronze gego…

Kranz

(621 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (στέφανος/ stéphanos, στεφάνη/ stephánē, lat. corolla, corona). Aus Blumen, Blättern und Zweigen geformt oder in deren Nachbildung (Bronze, Silber, Gold; s. z.B. [1]) gefertigt, ist der K. Bestandteil griech. und röm. Alltags- und Kulturlebens, ein Symbol der Weihung, Auszeichnung und des Schmuckes für Menschen und Götter; der K.-träger hob sich aus den anderen hervor (vgl. Apul. met. 11,24.4), und ihn anzugreifen war verwerflich (vgl. Aristoph. Plut. 21). K. werden seit mythischer Urzeit getragen (Tert. De corona 13). K. sind im Kult unerläßlich (FGrH 33…

Bustum

(90 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Der bereits im Zwölftafelgesetz (Cic. leg. 2, 64) als “Grab” definierte Terminus war nach Paul. Fest. 6, 78; 25,3; 27,11 und Serv. Aen. 11,201 der Ort, an dem die Leiche verbrannt und die Reste bestattet wurden, während die Brandstätte allgemein ustrinum heißt. Arch. ist diese Bestattungsform vielfach belegt. Bestattung Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography T. Bechert, Röm. Germanien zwischen Rhein und Maas, 1982, 244-246  M. Struck(Hrsg.), Römerzeitliche Gräber als Quellen zu Rel., Bevölkerungsstruktur und Sozialgesch., 1993 (Arch. Schrift…

Rasiermesser

(211 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ξυρόν/ xyrón; lat. novacula, cultellus, culter tonsorius). Zum Rasieren des Bartes und Abschneiden des Kopfhaares z. B. bei Trauer diente seit frühgriech. Zeit das R., das in zahlreichen Expl. überl. ist. Seine Länge konnte weit über 20 cm betragen; als Materialien für die Klinge dienten Eisen und Br., für den Griff Br., Elfenbein, Holz. Das R. ist in unterschiedlichen Formen belegt: So konnte es spatel- oder halbmondförmig, lang und schmal mit gerader oder geschwungener Klinge, breit…

Sakkos

(136 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (σάκκος). Eine geschlossene Haube, die sich insbesondere im 5. und 4. Jh. v. Chr. als Kopfbedeckung griech. Frauen großer Beliebtheit erfreute. Der s. wurde nach Ausweis der Vasenbilder und Grabreliefs der attischen Kunst vorwiegend von Dienerinnen getragen, dagegen konnte er in der unterital. Kunst als Kopfbedeckung jeder Frau dargestellt werden. Sákkoi hatten vielfach auf der Kalotte eine Schlaufe zum Aufhängen, dazu herabhängende Troddeln; manche s. waren unverziert oder mit einfachen Strichen versehen, andere dagegen mit einer reichen Or…

Acclamatio

(305 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Rhythmisch oder sprechchorartig vorgetragene Zurufe, die Glückwunsch, Lob, Beifall, Freude oder Gegenteiliges ausdrücken. Neben der anfänglich bestehenden spontanen a. setzte sich im Laufe der Zeit eine festformulierte und bei bestimmten Anlässen immer wiederkehrende a. durch. Eine frühe Erwähnung der a. findet sich in Hom. Il. 1,22, daneben sind a. bei den Beschlüssen in griech. Volksversammlungen [1] oder Kultvereinen bekannt. In Rom wurde die a. bei Hochzeitszügen als Talasse und Hymen, Hymenaee io (Catull. 61-62; Liv. 1,9,12 oder bei Bestattungen als Val…

Nacktheit

(1,823 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Weiler, Ingomar (Graz) | Willers, Dietrich (Bern)
[English version] A. Mythos N. und Entblößung sind im griech. Mythos recht selten thematisiert; die eindrucksvollste Schilderung ist das Entkleiden der Aphrodite durch Anchises im homer. Hymnos auf Aphrodite (Hom. h. in Aphr. 155-167), auch wenn die N. der Göttin nicht ausdrücklich erwähnt wird (vgl. Hom. Od. 8,265-305). Häufiger ist das eher zufällige Beobachten einer Göttin im Bade, das bei seinem Ertapptwerden mit einer Bestrafung (Verwandlung, Erblindung u.a.) endet; Erymanthos, Aktaion und Teir…

Nimbus

(1,386 words)

Author(s): Willers, Dietrich (Bern) | Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Renger, Johannes (Berlin) | Quack, Joachim (Berlin)
[English version] [1] Nimbus vitreus N. vitreus (“gläserne Wolke”), ein Wortspiel Martials (14,112), das seit Friedländers Erläuterungen [1. 322] zumeist und bis in jüngste Komm. [2. 174] mißverstanden wird und als ‘gläsernes Sprenggefäß mit zahlreichen Öffnungen’ übers. wird. Gemeint ist die Wirkung eines solchen Instruments, wenn Wein versprüht wird. Willers, Dietrich (Bern) Bibliography 1 L. Friedländer (ed.), M. Valerii Martialis epigrammaton libri (mit erklärenden Anm.), Bd. 2, 1886 2 T.J. Leary (ed.), Martial Book XIV. The Apophoreta, 1996 (mit Einführun…

Asteas

(180 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Führender Vertreter der paestanisch rf. Vasenmalerei (paestanische Vasen) und zusammen mit Python einziger signierender Vasenmaler Unteritaliens, arbeitete um 360-330 v.Chr. Vor allem auf den elf signierten Vasen mit unterschiedlichen Mythen (Telephos, Herakles, Europa u.a.) und Mythentravestie (Aias und Kassandra, Phlyakenvasen) benannte A. die dargestellten Personen, in einem Fall (Hesperiden-Lekythos Neapel, NM 2873) gab er der Szene einen Titel. Auf einer Phlyakenvase (Berlin…

Fer(i)culum

(131 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] seltener feretrum (z.B. Ov. met. 3,508; 14,747). Damit werden Tragevorrichtungen unterschiedlicher Form bezeichnet, die zum Befördern von Sachgütern nötig waren, speziell aber solche Gerüste, auf denen bei Aufzügen (Triumph, Bestattung o.ä.) Gegenstände präsentiert wurden, z.B. Beutestücke, Gefangene, Götterbilder u.a. (Suet. Caes. 76); ferner diente das f. zum Transport des Verstorbenen oder der Dinge, die mit ihm bestattet oder verbrannt werden sollten (Stat. Theb. 6,126). F. nannte man auch (Hausrat) das Speisebrett, die flache Schüssel, m…

Peplos

(503 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Baumbach, Manuel (Heidelberg)
(Πέπλος). [English version] [1] Tuch Decke, Tuch, auch Leichentuch (Hom. Il. 24,796; Eur. Tro. 627, vgl. Eur. Hec. 432); dann Obergewand oder Mantel von Frauen (Hom. Il. 5,734; Hom. Od. 18,292, vgl. Xen. Kyr. 5,1,6). Im Mythos legen die Troianerinnen dem Kultbild der sitzenden Athena einen P. auf die Knie (Hom. Il. 6,303). Des weiteren Bezeichnung für bes. prachtvolle Gewänder, v.a. für das Kleid der Hera von Olympia, das 16 Frauen alle vier Jahre neu webten (Paus. 5,16), sowie das der Athena Polias …

Baltimore-Maler

(99 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Apulischer Vasenmaler aus dem letzten Viertel des 4.Jh. v.Chr., benannt nach einem Gefäß in Baltimore. Der B. bemalte vorwiegend großflächige Gefäße (Volutenkratere, Amphoren, Loutrophoren, Hydrien u.a. Gefäßtypen/-formen) mit Grabszenen (Naiskosvasen), mythologischen Szenen (Bellerophon, Götterversammlungen) und dionysischen Sujets; seltener sind Genreszenen, wie Frauen-, Hochzeits- und Erotenbilder. Seine Anwesenheit und künstlerische Tätigkeit in Canosa (Canusium) kann als wah…

Cera

(192 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κηρός). Nach Plin. nat. 11,11 war (Bienen-) Wachs einer der am meisten gebrauchten Werkstoffe. Zu den Eigenschaften der c. gehören Formbeständigkeit, Abdichtungs- und Haftvermögen (Hom. Od. 12,47-49 u.ö.), gute Brennbarkeit (Beleuchtung), Glanz; auch fördert c. den Heilungsprozeß (Dioskurides 2,83,3; Plin. nat. 22,116). C. ist im erwärmten Zustand leicht zu bearbeiten, doch wird sie ebenso bei Erwärmung weich bzw. flüssig (Ikaros). Man verwandte c. in der Plastik, Malerei, beim Bronzeguß, in der Magie für Amulette und Gliederpuppen u.ä., d…

Culter

(122 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (griech. μάχαιρα, máchaira). Urspr. das Messer, speziell das Messer der Schlachter und von daher das Schlachtgerät beim Opfer (Hom. Hym. Apoll. 535f. für máchaira). Auf den griech. und röm. Darstellungen läßt der hiereús bzw. der victimarius sich das Opfermesser auf einem Tablett nachtragen oder hält es in der Hand. Mit dem c. wurden die Halsschlagader des Opfertieres geöffnet und die Eingeweide herausgeschnitten. Nach dem Opfermesser wurde der opfernde victimarius auch cultrarius genannt. Daneben war c. auch Attribut der durch ihren Kampfesmut bekannt…

Brattea

(232 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πέταλον). In der arch. Terminologie ungebräuchlicher ant. Begriff; im Griech. urspr. nur als “Blatt, Laub eines Baumes” (Hom. Il. 2,312; Od. 19,520), bei Bakchyl. 5,186 “Kranz des Ölbaums von Olympia”, spätestens im 2.Jh. v.Chr. als artifizielles Erzeugnis für die Blätter des Goldkranzes (Kranz) verstanden. In röm. Quellen bezeichnet b. eine auf einen Gegenstand aufgelegte dünne Folie aus Metall, meist Silber oder Gold, auch Furniere aus kostbarem Holz (Plin. nat. 16,232) oder Schildpatt (Mart. 9,59,9), doch ist meist Blattgo…
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