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Matta

(84 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ψίαθος/ psíathos). Matte oder grobe Decke aus Binsen und Stroh, in Ägypten auch aus Papyrus (vgl. Theophr. h. plant. 4,8,4). Sie diente den Bauern, Reisenden und armen Leuten zum Lagern auf dem Boden; in einer att. Inschr. auch unter dem Hausmobilar aufgeführt [1]. Nach Augustinus (contra Faustum 5,5) ist jemand, der auf der M. schläft, ein Anhänger einer Lehre, die Bedürfnislosigkeit predigt ( mattarius). Die Schlafmatte konnte auch χαμεύνη/ chameúnē genannt werden (Poll. 6,11). Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 Hesperia 5, 1936, 382 Nr. 6 A.

Pergament

(334 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Zu einem der Beschreibstoffe der Ant. zählte das gereinigte, enthaarte und gegerbte Leder (Hdt. 5,58,3). P. entstand durch eine verfeinerte Bearbeitung der Tierhaut (von Esel, Kalb, Schaf, Ziege), bei der auf die Gerbung verzichtet wurde; statt dessen legte man die Tierhaut einige Tage in eine Kalklösung, entfernte sodann Fleischreste, Haare und Oberhaut, und legte sie danach in ein Kalkbad zur Reinigung (Kalzinierung). Anschließend spannte man die Haut in einen Rahmen, trocknete…

Epiblema

(78 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἐπίβλημα). Griech. Begriff für Decke, Tuch, Mantel (Poll. 7,49f.). In der modernen arch. Terminologie bezeichnet E. das Schultertuch der dädalischen, bes. der kretischen Frauenstatuetten. In der Regel wird das E. auf der Brust, aber auch über dem Hals und dem Schlüsselbein befestigt; der obere Rand ist mitunter verziert. Auf Denkmälern des 7. Jh.v.Chr. findet sich das E. häufig dargestellt. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography C. Davaras, Die Statue aus Astritsi, 8. Beih. AK, 1972, 26-27, 59-64.

Fer(i)culum

(131 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] seltener feretrum (z.B. Ov. met. 3,508; 14,747). Damit werden Tragevorrichtungen unterschiedlicher Form bezeichnet, die zum Befördern von Sachgütern nötig waren, speziell aber solche Gerüste, auf denen bei Aufzügen (Triumph, Bestattung o.ä.) Gegenstände präsentiert wurden, z.B. Beutestücke, Gefangene, Götterbilder u.a. (Suet. Caes. 76); ferner diente das f. zum Transport des Verstorbenen oder der Dinge, die mit ihm bestattet oder verbrannt werden sollten (Stat. Theb. 6,126). F. nannte man auch (Hausrat) das Speisebrett, die flache Schüssel, m…

Petasos

(180 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πέτασος). Griech. Hut aus Filz mit breiter Krempe, aufgrund seiner Herkunft auch als “thessalischer Hut” bezeichnet (Soph. Oid. K. 313); er wurde von Frauen und Männern getragen, die sich viel im Freien aufhielten (Fischer, Hirten, Jäger) oder auf Reisen waren; zu den bekanntesten myth. P.-Trägern zählen Hermes, Peleus, Perseus, Oidipus, Theseus. Weitere Träger sind - seltener - Wagenlenker (Athen. 5,200f.), Reiter (z.B. am Parthenonfries) und die att. Epheben ( ephēbeía ). Für einen sicheren Halt des p. sorgte ein Riemen, der unter das Kinn geführt wur…

Canosiner Vasen

(113 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Gattung der apulischen Vasen, zwischen ca. 350 und 300 v.Chr. wohl ausschließlich für den Grabgebrauch hergestellt. Als ihr besonderes Kennzeichen kann die in wasserlöslichen, verschiedenen Farben (blau, rot/rosa, gelb, hellviolett, braun) ausgeführte Bemalung auf weißem Grund gelten. Bevorzugte Gefäßformen sind Volutenkrater, Kantharos, Oinochoe und Askos, deren Gefäßkörper häufig mit auf kleinen Podesten stehenden Frauenfiguren und plastischem Dekor (geflügelte Köpfe, Gorgoneia…

Bustum

(90 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Der bereits im Zwölftafelgesetz (Cic. leg. 2, 64) als “Grab” definierte Terminus war nach Paul. Fest. 6, 78; 25,3; 27,11 und Serv. Aen. 11,201 der Ort, an dem die Leiche verbrannt und die Reste bestattet wurden, während die Brandstätte allgemein ustrinum heißt. Arch. ist diese Bestattungsform vielfach belegt. Bestattung Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography T. Bechert, Röm. Germanien zwischen Rhein und Maas, 1982, 244-246  M. Struck(Hrsg.), Römerzeitliche Gräber als Quellen zu Rel., Bevölkerungsstruktur und Sozialgesch., 1993 (Arch. Schrift…

Ring

(768 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (δακτύλιος/ daktýlios, ἀκαρές/ akarés; lat. anulus). Unter R. werden im folgenden ausschließlich Finger-R. verstanden (zu Ohr-R. s. Ohrschmuck). Bereits die R. der Aigina- und Thyreatis-Schatzfunde aus dem beginnenden 2. Jt. v. Chr. zeigen hervorragende Beherrschung der Technik und hohe künstlerische Qualität. Aus der frühmyk. Zeit sind Golddraht- und Silber-R. zu nennen, daneben auch die sog. Schild-R., die sich zu einer Leitform des myk. Schmucks entwickeln und ihren Namen nach der …

Astragal

(241 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
(Ἀστράγαλος). [English version] [1] s. Ornament s. Ornament Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Spielstein Spielstein ( talus). Fußwurzelknochen von Kälbern und Schafen/Ziegen, ebenso aus Gold, Glas, Marmor, Ton, Metallen und Elfenbein verfertigt, bereits bei Hom. Il. 23,85-88 als Spielgerät erwähnt. Man verwandte den A. als Zählmarke für Glücks-, Würfel- und Wurfspiele, wozu das Spiel “Grad oder ungrad” (Plat. Lys. 206e) oder πεντάλιθα ( pentálitha, Geschicklichkeitsspiele) gehörten. Beim A.-Spiel hatten die einzelnen Seiten unterschiedliche Zä…

Löffel

(269 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] L. fanden zunächst als Rühr- oder Koch-L. (griech. τορύνη/ torýnē, Aristoph. Equ. 984, vgl. Anth. Pal. 6,305; 306, lat. trua oder trulla) bei der Zubereitung von Speisen Verwendung. Zum Schöpfen von flüssigen Nahrungsmitteln oder Wein diente der κύαθος/ kýathos. Wenn der L. auch schon früh bekannt war, so fand er trotzdem beim Speisen wenig Verwendung, da man vornehmlich ausgehöhltes Brot (μυστίλη/ mystílē, μύστρον/ mýstron) zum Verzehr von Breien, Brühen oder Suppen u.ä. benutzte (Aristoph. Equ. 1168-1174). Der Römer unterschied Löffel mit ovaler Schale ( ligul…

Labrum

(339 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (aus lavabrum, Diminutiv labellum, griech. λουτήριον/ lutḗrion und λεκάνη/ lekánē). Das L., ein großes flaches Becken mit aufgewölbtem Rand und hohem Fuß, diente unterschiedlichen Zwecken. Als Material für das L. werden Marmor, Porphyr, Ton, Stein u.a. gen. Im griech. Bereich ist L. ein Waschbecken, an dem sich Männer und Frauen mit Wasser reinigten; auf unterital. Vasen findet dies häufig in Anwesenheit von Eros statt, mitunter tummeln sich Wasservögel (Schwan oder Gans) im Wasser des L.…

Pera

(142 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πήρα/ pḗra, πηρίδιον/ pērídion, lat. pera). Ein Beutel oder Ranzen zum Tragen von Brot (Theokr. 1,49; Athen. 10,422b), Saatgut (Anth. Pal. 6,95; 104) oder Kräutern und Gemüse (Aristoph. Plut. 298), der zur Ausrüstung von Jägern (Anth. Pal. 6,176), Hirten (Anth. Pal. 6,177) oder Fischern gehörte und mittels eines Riemens über der Schulter an der Hüfte getragen wurde. Die p. war schon bei Hom. Od. 13,437; 17,197; 410; 466 Erkennungszeichen des Bettlers (vgl. Aristoph. Nub. 924) und galt später, zusammen mit dem Wanderstab ( báktron, lat. baculum, Stab), als Symbol…

Oscillum

(157 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Gruppe von runden oder peltaförmigen, d.h. nach der Form des Amazonenschilds gebildeten und reliefierten Schmuckscheiben aus der Zeit vom 1. Jh.v.bis zur Mitte des 2. Jh.n.Chr. aus Marmor. Die Oscilla stammen zum größten Teil aus den Vesuvstädten und wurden in Villen und Stadthäusern mit Gartenanlagen gefunden, in denen sie, an Ketten in den Interkolumnien des Gartenperistyls aufgehängt, zur Dekoration dienten. Andere fanden sich als Schmuckelemente in Theatern und in Tempelanlag…

Kemos

(83 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κημός, spätgriech. χάμος; lat. c[h]amus, -um). Unter k. sind diverse Sachgüter zusammengefaßt, die offenbar von der Grundbedeutung des Umschlingens, Verhüllens usw. ausgehen. Darunter fallen der Maulsack der Pferde, aus dem sie ihr Futter zu sich nehmen (Hesych. s.v.), wie auch die Fischreuse, ferner ein Tuch, das sich die Bäcker um Mund und Nase banden (Athen. 12,548c) bzw. das die Frauen zur Verhüllung der unteren Gesichtshälfte in der Öffentlichkeit trugen. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography H. Schenkl, s.v. K., RE 11, 157-162.

Dienst- und Ehrentracht

(479 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Durch die D. wurde ihr Träger aus der Gesellschaft hervorgehoben und in seiner Funktion kenntlich gemacht. Dies trifft bes. auf Priesterinnen, staatliche Beamte, aber ebenso auf Gesandte (Heroldsstab) o.ä. zu. In Griechenland trugen die Priester ein weißes Gewand (Plat. leg. 12,965a), den ungegürteten Chiton, der auch rot, seltener safran- oder purpurgefärbt sein konnte. Ein Kennzeichen war auch der Kranz ( stephanophóroi, “Kranzträger”, hießen deshalb die Priester z.B. in Milet); ferner traten Priester mitunter mit den Attributen der jew…

Fasciae

(227 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Bandagen, Binden, Gurte der unterschiedlichsten Art; sie waren aus verschiedenen Materialien (Filz, Leder, Leinen, Wollstoff) und konnten weiß oder bunt sein. Unter die f. fallen zum einen die Gurte des Bettes ( lectus, Kline), auf denen die Matratze auflag, ferner Windeln (σπάργανα, spárgana) und schließlich f. crurales, Binden, die die Unterschenkel ( f. tibiales) bzw. Oberschenkel ( feminalia) gegen Kälte schützen sollten. Bei Männern galt die Verwendung der f. als weibisch und war nur für Kränkelnde angebracht, doch trugen solche f. auch Augustus (Suet. …

Mörser

(232 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ὅλμος/ hólmos, ἴγδις/ ígdis, θύεια/ thýeia, ὕπερον/ hýperon, lat. mortarium, pistillum, pila). M. und M.-Keulen oder -Stößel aus unterschiedlichen Materialien gehörten zu den notwendigen Utensilien des Haushaltes (Plaut. Aul. 94-95; Hausrat), um Teig zu kneten, Getreide zu mahlen, Früchte, Gewürze u.a. zu zerkleinern und zu mischen; des weiteren dienten M. zur Zubereitung von Kosmetika und Pharmaka, Farben oder Metallmischungen. Zu den M. gehören die kleineren Reibschalen (mit und ohne Tülle und rundem Reibstein, lat. coticula genannt, Plin. nat. 34,1…

Cista

(198 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κίστη, kístē). Ein aus Weidenruten oder Baumrinde geflochtener, runder Korb mit einem Deckel, der vielfach die gleiche Höhe wie der untere Teil hat und über diesen gestülpt werden kann; auch mit Klappdeckel oder einem scheibenförmigen Deckel überliefert. Die c. sind auf zahlreichen Denkmälern, u.a. auf att. und unterit. Vasenbildern, Totenmahlreliefs oder Lokrischen Tontafeln dargestellt; daneben sind Modelle bekannt. Auf Hochzeitsszenen fungieren sie als Gabe an die Frau. Sie vertreten offenbar den Lebensbereich de…

Helikon

(334 words)

Author(s): Freitag, Klaus (Münster) | Folkerts, Menso (München) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
(Ἑλικών). [English version] [1] Gebirge in Mittelgriechenland Gebirge in Mittelgriechenland, trennt das Kopais-Becken und das obere Kephissos-Tal vom Golf von Korinth (vgl. Strab. 9,2,25; Paus. 9,28,1-31,7). Der westl. Teil des H. gehörte zu Phokis, der östl. zu Boiotia. Höchste Erhebung ist der Gipfel des Palaiovouno (1748 m). Nur wenige Pässe führen über den quellen- und waldreichen H., der wegen seiner Kräuter gerühmt wurde. Der H. verfügt über große Flächen, die in der Ant. für die Landwirtschaft u…

Ohrschmuck

(860 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient s. Schmuck Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] II. Klassische Antike Im griech. Mythos wird O. (ἐνώτια/ enṓtia, ἐνωτάρια/ enōtária, ἐνωτίδιον/ enōtídion, lat. inaures) nur selten erwähnt (Hom. Il. 14,183; Hom. Od. 18,298; Hom. h. ad Venerem 8), doch belegen zahlreiche Funde und Darstellungen, daß O. bereits in frühen Zeiten zum Schmuck von Männern (Hom. Od. 18,298) und Frauen gehörte. In der klass. Zeit und später galt das Tragen von O. bei Männern als ein Kennzeichen von Verweic…

Keroma

(79 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κήρωμα, ceroma). Im medizinischen Sinn ein Umschlag, Hippokr. Acut. 8 (Bd. 2, p. 424) oder eine Salbe (Mart. 4,4,10). In der röm. Kaiserzeit bezeichnet k. ein gewachstes Täfelchen, ferner den lehmigen, wachsfarbenen Untergrund für einen Ringplatz, der den Körper oder Nacken der Athleten beschmutzt (Iuv. 3, 68); davon ging der Begriff K. auf den damit bedeckten Ringplatz bzw. die -anstalt über (Plin. nat. 30,5). Auch erhielten die dort Beschäftigten den Namen kērōmatistaí. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Bart

(616 words)

Author(s): Colbow, Gudrun (Lüttich) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient Erwachsene Männer sind im Alten Orient meist bärtig dargestellt, doch können sie wie Götter und Dämonen auch bartlos auftreten, ohne daß uns eine unterschiedliche Bedeutung erkennbar wäre. Die Barttracht bestand aus einem langen oder kurzen Vollbart mit oder ohne ausrasierte Lippenpartie. Der kurze B. schließt unten halbrund oder spitz ab, der lange B. gerade oder halbrund; die auf die Brust fallenden, gewellten Haarsträhnen enden meist in Locken, die bei gestuften F…

Calener Vasen

(132 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Sammelbegriff für unterital. Schwarzfirnisware (Reliefkeramik), geläufig von der 2. H. des 4.Jh. bis ins 2.Jh. v.Chr. Die Bezeichnung C.V. (Askoi, Schalen, Omphalosphialen, Gutti) hat sich für diese Gefäßgruppe eingebürgert, doch ist sicher, daß sie auch in anderen Regionen (Paestum, Sizilien, Tarent) produziert wurde. Bekannt sind v.a. Schalen mit Medaillons in mittelhohem Relief (“Arethusa-Schalen”), deren Herkunft durch Formschalen und Werkstattsignaturen aus Cales (Calenos) b…

Konopion

(64 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (τὸ κωνώπιον, lat. conopium, conopeum). Urspr. war das K. ein Schlafnetz zum Schutz gegen Mücken, Fliegen usw. (Anth. Pal. 9,764; Prop. 3,11,45), wozu nach Hdt. 2,95 die Ägypter sogar ihre Fischernetze nahmen; dann in vielfältiger Verwendung benutzter Begriff für Sänfte und Ruhebett (über das ma. canapeum zu “Kanapee”). Man nannte auch eine Wiege conopeum. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography Lit.: s. Ruhebett.

Mazonomon

(74 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (μαζονόμον, μαζονόμιον, lat. mazonomus), aus μάζα/ máza (“Gerstenbrot”) und νέμω/ némō (“zuteilen”). Urspr. ein Teller aus Holz, um Gerstenbrot zu reichen (vgl. Athen. 5,202c), auch als Trageschüssel aus Bronze und Gold erwähnt (Athen. 4,149a; 5,197f); dann große Servierplatte für Geflügel (Hor. sat. 2,8,86; Varro rust. 3,4,3), die von den Scholiasten mit der röm. lanx gleichgesetzt wird (Porph. Hor. sat. 2,8,86). In der Kunst ist das m. nicht sicher nachgewiesen. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Peuketische Vasen

(185 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Gattung indigener Keramik, benannt nach dem ant. Peuketia, der Landschaft des östlichen Apennin zw. Bari und Egnazia (Peucetii). Die P.V. setzen mit dem beginnenden 7. Jh.v.Chr. ein und tragen zunächst eine von geom. Mustern geprägte Dekoration (Swastika, Rauten, waagerechte und senkrechte Linien), die bes. in der spätgeom. Phase (vor 600 v.Chr.) ein enges ornamentales Raster bildet. Leitformen der P.V. sind Krater, Amphora, Kantharos und Stamnos; seltener sind Schalen. Die zweit…

Pluteus

(198 words)

Author(s): Groß, Walter Hatto (Hamburg) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
(auch pluteum). Die Grundbed., aus Brettern oder Geflecht hergestellte Umzäunung, Schirm oder Schutzdach, fächert sich in verschiedene Gegenstände auf: [English version] [1] Brustwehr Als mil. t.t. eine besondere Brustwehr der testudo (Vitr. 10,15,1; vgl. Poliorketik). Groß, Walter Hatto (Hamburg) [English version] [2] Holzgitter Ein Holzgitter (Liv. 10,38,5) oder sogar ein Holztempelchen (Anth. Lat. 139, 158). Groß, Walter Hatto (Hamburg) [English version] [3] Brüstung Als architektonischer t.t. Schranken bzw. Brüstungen aus Holz oder Stein (Vitr. 4,4,1; 5,1,5 u.ö.). Gr…

Rudis

(102 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] Dünner Stab Dünner Stab, Löffel zum Umrühren von Speisen, Arzneimitteln u. a. (griech. κύκηθρον/ kýkēthron, Aristoph. Pax 654), in kleiner Form rudicula (Plin. nat. 34,176) genannt, meist aus Holz, seltener aus Eisen gefertigt (Plin. nat. 34,170). Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Degen aus Holz Stock, Degen aus Holz für die Fechtübungen der Soldaten und Gladiatoren. Daneben diente die r. als Abzeichen des lanista , um streitende Gladiatoren zu trennen oder ihren Kampf zu ordnen. Ausgediente Gladiatoren erhielten die r., wenn sie sich zur …

Geneleos

(218 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Bildhauer der archa. Zeit, berühmt durch die mit seiner Signatur versehene Familiengruppe im Heraion von Samos (560/550 v.Chr.). Die Gruppe besteht aus der gelagerten Stifterfigur ...ιλάρχος, drei stehenden Mädchen (unbekannter Name, Philippe, Ornithe), den Fragmenten einer Jünglingsfigur und der thronenden Mutter Phileia; bis auf Ornithe (Berlin, SM, Inv. 1739) befinden sich die anderen auf Samos (Vathy, Mus. Inv. 768). G. erweist sich als Meister der ion. Bildhauerei aufgrund d…

Lampe

(641 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] L. als Behälter für das brennbare Öl und Halter des Dochtes sind, ihrer Verwendung entsprechend, allgegenwärtige Funde aus der Ant., sofern sie aus Ton sind; weniger zahlreich sind L. aus Br., Marmor und Gips. Als Grundform der L. diente die Steinschale, die bereits in der Altsteinzeit als L. genutzt wurde. Frühe L. aus Ton folgen dieser Grundform; sie sind auf der Töpferscheibe gedreht, besitzen einen zur Mitte hin umgeknickten Rand und sind ein- oder mehrfach eingeknickt, um de…

Lasimos-Krater

(101 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Ein vom späten 18. bis zum frühen 20. Jh. aufgrund seiner Inschr., die einen weiteren unterital. Vasenmaler nennt, vielzitierter Volutenkrater (Paris, LV, Inv. K 66 [N 3147], [1]). Man diskutierte in der damaligen Forsch. die Schriftform der Buchstaben und die künstlerische Einordnung des angeblichen Vasenmalers Lasimos. Erst die neuere Forschung erwies die Inschr. als rezente Beifügung. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 Trendall/Cambitoglou, 914, Nr. 36. S. Reinach, Peintures de vases antiques recueillés par Millin (1813) et Millingen…

Dareios-Maler

(153 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Apulischer Vasenmaler der Zeit um 340/320 v.Chr., benannt nach der Hauptgestalt der Perservase. Auf seinen z.T. monumentalen Gefäßen (Volutenkratere, Lutrophoroi, Amphoren u.a.) behandelt er überwiegend Szenarien der klass. Tragödie (Euripides) bzw. Themen des griech. Mythos; davon sind einige nur in seinem Œuvre belegt. Andere Vasen zeigen Hochzeits-, Frauen-, Erosszenen und dionysische Motive, seltener sepulkrale Darstellungen (Naiskosvasen). Bemerkenswert ist seine Neigung, Personen und Darstellungen inschr. zu benennen ( Persai, Patroklu Táp…

Peniculus

(65 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch penicillum). Staubwedel, ein Stab mit dem haarigen Ende eines Tierschwanzes (Paul. Fest. 208; 231 M.), mit dem man Tische abwischte (Plaut. Men. 77f.), Schuhe putzte (Plaut. ebd. 391) oder landwirtschaftliche Geräte und Gefäße reinigte (Colum. 12,18,5). Der p. diente ferner als Pinsel zum Tünchen der Wände (Plin. nat. 28,235) und als Malpinsel (Plin. nat. 35,60f.; 103; 149). Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Coae Vestes

(157 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Prachtgewänder (Kleidung) von der Insel Kos, die den Körper wie entblößt durchscheinen ließen. Sie waren schon Aristoteles (hist. an. 5,19; vgl. Plin. nat. 4,62) bekannt und werden dann bes. in der röm. Kaiserzeit erwähnt. Die C.V. galten als Luxusgewänder der Lebedamen (z.B. Hor. sat. 1,2,101; Tib. 2,3,57), sie wurden jedoch auch von Männern als leichte Sommerkleidung getragen. Man rühmte u.a. ihren Glanz, die Purpurfarbe und Verzierungen mit Goldfäden. Das Gewebe wurde aus der …

Chiton

(442 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (χιτών). Griech. Untergewand, urspr. aus Leinen, dann aus Wolle, wohl semit. Ursprungs (Kleidung). Die häufigen Erwähnungen bei Homer (z.B. Il. 2,42; 262; 416; 3,359; Od. 14,72; 19,242) zeigen, daß der Ch. schon recht früh Bestandteil der griech. Tracht war und bevorzugt von Männern getragen wurde. In der Frauentracht kam der Ch. während der 1. H. des 6.Jh. v.Chr. in Mode und löste später den Peplos ab (Vasenbilder, plastische Werke). Der Ch. besteht aus zwei rechteckig gewebten Stoffbahnen ( ptéryges, Flügel) von 150 bis 180 cm Breite und unterschiedliche…

Recta

(97 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Der röm. Knabe trug beim erstmaligen Anlegen der toga virilis als Untergewand die ( tunica) recta, die bei Ritter- und Senatorensöhnen mit dem Rangabzeichen ( latus clavus) versehen war. R. oder regilla hieß die lange, weiße tunica mit engen oberen Ärmeln der röm. Braut, die sie am Vorabend der Hochzeit anzog, in der sie schlief und die sie am Hochzeitstag trug (Plin. nat. 8,194). Kleidung; Toga Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography Blümner, PrAlt., 336, 350 f.  C. M. Wilson, The Clothing of the Ancient Romans, 1938, 138-145  D. Balsdon, Die Frau in der röm. Ant.…

Ballspiele

(552 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (σφαιρίσεις, pilae lusus). Bereits die homer. Gesellschaft erfreute sich an B. (Hom. Od. 6,110-118; 8,372-380), die auch in Zukunft von Personen aller sozialen Schichten (Athen. 1,14e, 15c; 12,548b; Plut. Alexander 39,5; Cic. Tusc. 5,60) und Altersgruppen ausgeübt wurden. Viele B. haben die Römer von den Griechen übernommen. Einige waren Mannschaftsspiele wie Harpaston oder ἐπίσκυρος, epískyros (Poll. 9,103f.; schol. Plat. Tht. 146 u.a.), bei dem die gegnerische Partei durch Weitwürfe allmählich aus dem Feld gedrängt wurde, vielleic…

Owl-Pillar-Gruppe

(153 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Nach einem ihrer Motive (stehende Eule auf Säule bzw. Pfeiler) benannte rf. kampanische Vasengruppe aus dem 2. und 3. Viertel des 5. Jh.v.Chr. Keramische Leitform ist die attische (“nolanische”) Amphora (Gefäßformen, Abb. A 5), ungleich seltener sind Kalpis (Gefäßformen, Abb. B 12), Krater und Kanne. In der Übernahme der besonderen Amphoren- und Kalpisform wie auch im Stil versuchen die Maler der O., die zeitgleichen att. Vasenmaler zu imitieren; hinzu kommt die auf den “nolanisc…

Apulische Vasen

(429 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Führende Gattung der rf. unteritalischen Vasenmalerei, ca. 430 - ca. 300 v. Chr., mit Produktionszentrum Tarent. Man unterteilt die a.V. in plain- und ornate-style, wobei in ersterem bei weitgehendem Verzicht auf Zusatzfarben vornehmlich Glocken-, Kolonettenkratere und kleinere Gefäßtypen mit einfachem Dekor und Kompositionen von einer bis vier Personen versehen werden (Sisyphos-, Tarporley-Maler). Myth. Themen bilden einen Schwerpunkt, daneben die Darstellung von Frauenköpfen, Kriegern (Kampf- und Abs…

Pedum

(246 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Uggeri, Giovanni (Florenz)
[English version] [1] Armlanger Stock (lat. für καλαῦροψ/ kalaúrops, κορύνη/ korýnē, λαγωβόλον/ lagōbólon, ῥάβδος καμπύλη/ rhábdos kampýlē, ῥόπαλον/ rhópalon, “Hasenholz”). Armlanger, knotiger Stock mit gekrümmtem Ende; letzteres konnte auch verziert sein (Verg. ecl. 5,888-892). Das p. war der Hirtenstab (z.B. Anth. Pal. 6,177; Theokr. 7,43), daneben diente es den Jägern als Wurfholz bes. bei der Hasenjagd (Anth. Pal. 6,188; 296). Von daher ist das p. in Darstellungen der Lit. und der Kunst Attribut von myth. Jägern wie Aktaion, den Kentauren und Orion, fern…

Armschmuck

(297 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Bereits in den alten Kulturen des Vorderen Orients und Ägyptens war das Tragen von A. üblich (Schmuck). Im ägäischen Bereich sind Beispiele aus frühkykladischer Zeit, der min. und myk. Epoche bekannt. Man trug A. am Unterarm, oberhalb des Handgelenks oder am Oberarm, wobei A. des öfteren an beiden Armen, bzw. Unter- und Oberarmen gleichzeitig getragen wurde. Als Grundform diente ein Reif, der für Verzierungen und Inschr. ausreichend Platz bot und entweder völlig geschlossen oder …

Paludamentum

(256 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Rechteckig geschnittener, meist purpurner, aber auch roter oder weißer röm. Umhang aus Leinen oder Wolle, der der griech. Chlamys entsprach; ungewöhnlich dagegen das goldurchwirkte P. der Agrippina (Plin. nat. 33,63). Das P. wurde zunächst nur von röm. Feldherren und höheren Offizieren getragen; es avancierte in der Kaiserzeit zu einem Insigne kaiserlicher Herrschaftsgewalt. Das P. gehörte zur Kriegstracht des Feldherren bzw. Kaisers (vgl. Varro ling. 7,37) und durfte nicht inner…

Beleuchtung

(642 words)

Author(s): Sievertsen, Uwe (Tübingen) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Vorderer Orient und Ägypten Vorderer Orient: Die B. der Räume war im allg. gedämpft; an Außenwänden fanden sich gewöhnlich nur hochliegende Fenster, belegt vornehmlich durch Architekturdarstellungen, selten im Original. Bei Räumen an Höfen genügte vermutlich durch Türen einfallendes Licht. Innenliegende Räume speziell größerer Architekturkomplexe erforderten bes. B. mittels verschiedener Dachhöhen und hochgelegener Wandöffnungen oder durch verschließbare Oberlichter in den Decken. …

Latrunculorum ludus

(217 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Das Spiel, bei dem es darauf ankam, dem Gegner alle Steine durch geschicktes Setzen der eigenen zu schlagen, hat seinen Namen von lat. latro (“Söldner”, später auch “Bandit”); der Sieger erhielt den Titel Imperator (vgl. dazu SHA Proculus 13,2). Der Spielverlauf ist nicht völlig geklärt, doch aus den lit. Quellen (Varro ling. 10,22; Ov. ars 3,357f., vgl. 2,207; Sen. de tranquillitate animi 14,7; Laus Pisonis 190-208) ergibt sich ein ungefähres Bild: L.l. wurde von zwei Partnern an einem schachbrettähnlichem Spielbrett gespielt, das normalerweise 8 ×…

Badehose

(86 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ᾤα λουτρίς, subligar). Beim gemeinsamen Bad in den Badeanstalten trugen Männer und Frauen einen Schamgürtel bzw. ein Badetuch (Poll. 7,66; 10,181, perizoma , subligaculum ) aus Schafsfell oder Stoff, Frauen auch eine Brustbinde (Vasenbilder, “Bikinimädchen” aus Piazza Armerina). Für Männer konnte die B. ( aluta, Mart. 7,35,1) aus Leder sein. Im Pap. Cair. Zen. 60,8 wird eine ἐκλουστρίς erwähnt. Ungewiß ist das Tragen einer Haube ( vesica). Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography R. Ginouvès, Balaneutikè, 1962, 223-225  W. Heinz, Röm. Thermen. Badewesen u…

Arca

(201 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (λάρναξ). Kasten, Kiste, Truhe, dann speziell die Geldtruhe aus Holz oder metallbeschlagenem Holz im Atrium (Iuv. 11,26; 14,259 u.ö.), von denen Exemplare bzw. deren Reste aus Pompeji bekannt sind. A. hießen eine große Anzahl sakraler, staatlicher und privater Geldkassen, z. B. die der virgines vestales. Die A. konnten so groß sein, daß sich eine Person darin verbergen konnte (App. civ. 4,44). Aus der Spätant. haben sich kleine A. erh., die als Geschenke mit Glückwunschformeln an die Frau überreicht wurden und auf ihrem Me…

Paragauda

(124 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (παραγαύδης). Eine erst im 3. Jh.n.Chr. belegte Bezeichnung für eine goldene oder purpurne Borte in Form eines griech. Gammas (Γ), die in ein Gewand eingewebt war (SHA Claud. 17,6); dann auch übertragen auf ein dem Ärmelchiton (Chiton) ähnliches Gewand ( paragaúdion) aus feinem Seidenstoff, das der röm. Kaiser je nach Verdienst mit einer bis fünf Borten als Auszeichnung vergab (SHA Aurelian. 15,4,46; SHA Probus 4,5). Von daher war das Tragen des Gewandes Privatpersonen verboten (Cod. Theod. 10,21,1 und 2). Aufgrund de…

Quadriga

(496 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (τετραορία/ tetraoría, τέθριππον/ téthrippon; lat. meist im Pl. quadrigae). Viergespann, der mit vier nebeneinander laufenden Pferden bespannte zweirädrige Wagen, der stehend gelenkt wurde, nach ant. Trad. von Trochilos oder Erichthonios [1] (Verg. georg. 3,113, vgl. Plin. nat. 7,202) erfunden. In den homerischen Epen werden Viergespanne recht selten erwähnt (z. B. Hom. Il. 8,185; 11,699), tauchen dann aber in der lit. Überl. z. B. bei myth. Wettfahrten (Oinomaos und Pelops, vgl. Philost…

Kranz

(621 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (στέφανος/ stéphanos, στεφάνη/ stephánē, lat. corolla, corona). Aus Blumen, Blättern und Zweigen geformt oder in deren Nachbildung (Bronze, Silber, Gold; s. z.B. [1]) gefertigt, ist der K. Bestandteil griech. und röm. Alltags- und Kulturlebens, ein Symbol der Weihung, Auszeichnung und des Schmuckes für Menschen und Götter; der K.-träger hob sich aus den anderen hervor (vgl. Apul. met. 11,24.4), und ihn anzugreifen war verwerflich (vgl. Aristoph. Plut. 21). K. werden seit mythischer Urzeit getragen (Tert. De corona 13). K. sind im Kult unerläßlich (FGrH 33…

Monopodium

(124 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (griech. trápeza monópus, Poll. 10,69). Runde oder viereckige Tische mit nur einer zentralen Stütze, deren Fuß aus floralen oder myth. Figuren gebildet sein konnte. Im Griech. sind solche Tische seit der Archaik bekannt, werden aber erst im Hell. häufiger; in Rom waren monopodia seit ihrem Bekanntwerden (erstmals im Triumph von 187 v.Chr. mitgeführt, Liv. 39,6,7; Plin. nat. 34,14) sehr beliebt und haben sich v.a. aus den Vesuvstädten erhalten. Varro (ling. 5,125) erwähnt das cartibulum, das im compluvium stand, um Geschirr aufzunehmen. Delp…
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