Search

Your search for 'dc_creator:( "Pingel, Volker (Bochum)" ) OR dc_contributor:( "Pingel, Volker (Bochum)" )' returned 124 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Pfostenschlitzmauer

(157 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] In der Eisenzeit Mitteleuropas verbreitete Befestigungsbauweise aus Holz, Steinen und Erde mit in regelmäßigen Abständen senkrecht ausgesparten Schlitzen in der trocken gesetzten Steinmauerfront. Je nach Konstruktion unterscheidet man hauptsächlich zwei Typen: einmal mit einer gleichartigen Rückfront und verbindenden Lagen von Querhölzern durch den Mauerkörper (Typ Altkönig-Preist), zum anderen mit einer angeschütteten Erdrampe an Stelle einer Rückfront und fehlenden Querhölzern …

Handwerk

(6,532 words)

Author(s): van de Mieroop, Marc (New York) | Wiesehöfer, Josef (Kiel) | Pingel, Volker (Bochum) | Bieg, Gebhard (Tübingen) | Burford-Cooper, Alison (Ann Arbor) | Et al.
[English version] I. Alter Orient und Ägypten Das H. in Äg., in Syrien-Palästina und in Mesopot. läßt sich am besten anhand der verwendeten Materialien kategorisieren: Stein, Knochen und andere tierische Produkte, Ton und Glas, Metalle, Holz, Wolle und Flachs, Leder sowie Rohr und Pflanzenfasern. Daraus verfertigte man Gegenstände verschiedenster Art, vom Kochtopf bis zum fein gearbeiteten Schmuckstück. Für das Bau-H. waren Stein, Ton, Rohr und Holz wichtig. Für die Untersuchung verschiedener Formen de…

Hirschlanden

(100 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] H.-Ditzingen, Kreis Ludwigsburg: FO einer steinernen Kriegerstatue der späten Hallstatt-Kultur (6./5. Jh. v.Chr.). Die “Stele von H.” stellt, etwa lebensgroß (erh. H 1,50 m), vollplastisch eine nackte Männerfigur dar mit konischem Hut oder Helm, Maske (?), Halsreif (Torques), Gürtel und einem typischen Hallstattdolch. Sie lag am Rand der Umfassungsmauer eines Grabhügels der späten Hallstatt-Kultur, den sie ursprünglich bekrönte. Ihre Formgebung zeigt sowohl griech.-etr. als auch lokal-kelt. Elemente. Hochdorf; Plastik; Statue Pingel, Volker (Boch…

Großromstedt

(125 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] (Kreis Apolda/Thüringen). German. Gräberfeld der vorröm. Eisenzeit, das 1907-1913 ausgegraben wurde. Es umfaßt über 600 Brandgräber der 2. H. des letzten vorchristl. Jh. bzw. der Zeitenwende sowie einige Gräber des 2./3. Jh. n.Chr. Die Gräber enthalten typische Keramikformen (Situla, Drehscheibenware), Waffen (Schwert, Schild und Lanze) sowie Fibeln, die als Leitformen der Gliederung dieses Zeithorizontes gelten. Das Gräberfeld G. zeigt auch Einflüsse der kelt. und röm. Kultur (i…

Moorleichen

(182 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Als M. bezeichnet man in Mooren gefundene Körper oder Körperteile von Toten, die aus verschiedenen, meist unklaren Gründen (z.B. Opfer, Bestrafung, Bestattung, Unglücksfall, Kampf) dorthin gelangten. Die meisten der mehreren hundert Fälle stammen aus den Mooren Norddeutschlands, Dänemarks und der Niederlande und datieren - soweit (durch Radiokarbondaten, Pollenanalysen) bestimmbar - überwiegend in die jüngere Eisenzeit (ab ca. 500 v.Chr.) und die röm. Kaiserzeit der Jh. um Christ…

Glas

(1,571 words)

Author(s): Platz-Horster, Gertrud (Berlin) | Wartke, Ralf-B. (Berlin) | Pingel, Volker (Bochum)
(ὕαλος oder ὕελος, vitrum) [English version] I. Methoden der Glasherstellung G. ist ein Gemisch aus Kieselsäure (Siliciumdioxid, Quarz oder Quarzsand) und Alkali (Soda, Natron oder Pottasche) als Flußmittel [2; 7; 8]. Da in der Ant. offenbar unbekannt war, daß Alkali das Gemenge wasserlöslich macht, ist nur G. mit genügend Kalk erhalten, der diese Reaktion aufhebt. Hersteller von Rohglas (ὑελέψης oder ὑαλοψός) wußten aus Erfahrung, welcher Sand (ψάμμος ὑαλικός) oder welche kalkhaltige Pflanzenasche das G. dauerhaft machte. Rohglas wurde bis in röm. Zeit nur in wenigen s…

Nekropolen

(6,163 words)

Author(s): Tsochos, Charalampos (Erfurt) | Nissen, Hans Jörg (Berlin) | Niemeyer, Hans Georg (Hamburg) | Genz, Hermann (Istanbul) | Hiesel, Gerhard (Freiburg) | Et al.
[English version] I. Einleitung Das griech. Wort νεκρόπολις/ nekrópolis, “Totenstadt”, ist ant. nur bei Strabon (17,1,10,14) als Name eines Vorortes von Alexandreia [1] (Nekropolis) belegt. Die mod. Forsch. überträgt den Begriff N. auf Friedhöfe verschiedener Kulturen und Zeitstellungen. Allgemeinverbindliche Definitionen zu Ausgestaltung und Größe bestehen somit nicht. Als N. sollen hier nur Anlagen verstanden werden, die über eine gewisse Größe verfügen und in der Regel außerhalb der eigentlichen Sied…

Keltische Archäologie

(1,276 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] A. Allgemeines Die k.A. untersucht die dinglichen Hinterlassenschaften eisenzeitlicher Bevölkerungsgruppen vornehmlich im südl. und sw Mitteleuropa in Ergänzung zur sich nördl. bzw. nö anschließenden Germanischen Archäologie. Es handelt sich dabei um die Hallstatt-Kultur der älteren und die Latène-Kultur der jüngeren Eisenzeit. Die Gleichsetzung dieser arch. faßbaren Kulturen mit dem Ethnikum der Kelten ist nicht durchgängig und eindeutig möglich; so sind zwar Caesars Gallier (Gall…

Hortfunde

(639 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum) | Kohler, Christoph (Bad Krozingen)
[English version] I. Keltisch-germanischer Bereich In Mitteleuropa bilden von der Brz. an H. (Depot-, Schatz-, Verwahr-, Massen-, Versteckfunde usw.) v.a. von Metallobjekten (Kupfer, Br., Eisen, Edelmetalle) eine wichtige arch. Fundgruppe. Die Vielzahl der Bezeichnungen spiegelt die Breite der Diskussion um die Bed. der H. Als Indizien für die Funktion gelten sowohl die verschiedenartigen Fundplatzsituationen, wie z.B. fester Boden, Moore, Flüsse, besondere Plätze (Felsen, Spalten, Höhlen, Verkehrswe…

Keltisch-Germanische Archäologie

(2,044 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum) RWG
Pingel, Volker (Bochum) RWG [English version] A. Definition (RWG) Die KGA ist ein Ausschnitt der prähistor. Arch. (= Vorgeschichte, Urgeschichte, Frühgeschichte). Sie untersucht an Hand von arch. Quellen (Fundstücken, Monumenten) mit arch. Methoden (Archäologische Methoden) die weitgehend schriftlose Geschichte und Kultur der Kelten und Germanen. Ihre Entwicklung zur Wiss. und ihre jeweilige Rezeption läßt sich in mehrere Abschnitte gliedern. Hauptkriterien sind einerseits die Schritte, die zum Erkennen …

Bibracte

(147 words)

Author(s): Lafond, Yves (Bochum) | Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Caesar | Caesar | Kelten | Oppidum Oppidum der Haedui in der Gallia Celtica, später Lugdunensis (h. Mont-Beuvray), auf einem vom restlichen Morvan-Massif durch Täler abgeschnittenen Berg. Hier siegte Caesar 58 v.Chr. über die Helvetii (Caes. Gall. 1,23; 7,55; 7,63). Ausgrabungen bes. seit 1984. Neuere Untersuchungen erschließen vor allem das (vor)caesarische B. mit kelt. Werkstätten und Wohnhäusern, den typischen Befestigungsanlagen (Mauern in murus gallicus-Technik, vorgelagerte Gräben, Zangentore, …

Bernstein

(594 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg) | Wartke, Ralf-B. (Berlin) | Pingel, Volker (Bochum)
[English version] I. Allgemein Das fossile Harz von Coniferen, das dt. nach seiner Brennbarkeit oder als Succinit bezeichnet wird. Die magnetische Anziehungskraft des B. ist schon Thales bekannt (A 1,24 und A 3 DK); aus dem griech. Namen ἤλεκτρον ist der mod. Begriff “Elektrizität” abgeleitet. B. wird bei Aristoteles (z.B. met. 4,10,388b19ff.) und Theophrast (h. plant. 9,18,2; lapid. 3,16; 5,28 und 29 [2]) erwähnt, sowie als sucinum bei Tacitus (Germ. 45). Plinius (ital. thium, german. glaesum: nat. 37,31-46) charakterisiert B. als defluens medulla pinei generis arboribus (‘von …

Befestigungswesen

(2,623 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel) | Miller, Martin (Berlin) | Blech, Michael (Madrid) | Pingel, Volker (Bochum) | Baatz, Dietwulf (Bad Homburg)
[English version] I. Griechenland Nach Aufgabe der massiven myk. Palastburgen dauerte es mehrere Jh., bis in Griechenland wieder größere Befestigungen errichtet wurden. Während der geom. Zeit blieb der Festungsbau im Mutterland bescheiden. Man baute einfache Anlagen, von denen kaum Überreste vorhanden sind, oder es genügten die Ruinen der myk. Burgen für das Schutzbedürfnis der Menschen. Auf den Inseln der Ägäis und in Ionien wurden dagegen zum Schutz vor Seeräubern (Thuk. 1,5) bzw. gegen den Druck aus dem Landesinnern …

Jevenstedt

(66 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] im Kreis Rendsburg (Schleswig-Holstein). Gräberfeld der german. vorröm. Eisenzeit (6.-4. Jh. v.Chr.) mit Beigaben von bemalten Tongefäßen und Eisenschlacken in den Gräbern, was eine Sonderstellung innerhalb der Jastorf-Kultur bedeutet und als Hinweis auf frühe Eisenverarbeitung durch Kontakte zur Hallstatt-Kultur verstanden wird. Raseneisenerzlager und Schlackenanhäufungen in der Nachbarschaft sind bekannt, aber nicht sicher zuweisbar. Eisen; Germanische Archäologie Pingel, Volker (Bochum) Bibliography H. Hingst, Jevenstedt, 1974.

Hemmoor

(72 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] (Kreis Cuxhaven). Brandgräberfelder der jüngeren Kaiserzeit (2./3. Jh. n.Chr.) mit Br.- bzw. Messinggefäßen als Urnen. Der FO ist namengebend für die typischen H.-Eimer, die z.T. reichverzierte Randborden und Attaschen haben; sie stammen aus röm. Werkstätten des Rheinlandes. Germanische Archäologie; Urna Pingel, Volker (Bochum) Bibliography M. Erdrich, Zu den Messingeimern vom Hemmoorer Typ, in: R. Busch (Hrsg.), Rom an der Niederelbe, 1995, 71-80  H. Willers, Die röm. Bronzeeimer von H., 1901.

Dürrnberg

(117 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Der D. bei Hallein (Salzburg) war ein Zentrum kelt. Kultur in Mitteleuropa seit der Hallstattzeit (6. Jh.v.Chr.). Früher Salzbergbau brachte die z.T. befestigte Siedlung im Hochtal des D. wirtschaftlich zu Blüte und überregionaler Bedeutung. Reiche Gräber bes. der Frühlatènezeit (5./4. Jh.v.Chr.) mit prunkvoller Ausstattung und vielen Südimporten zeugen davon. In spätkelt. Zeit (2./1. Jh.v.Chr.) ging die Bed. des D. verloren, und die Siedlung verlagerte sich ins Tal der Salzach um Hallein. Bergbau; Fürstengrab, Fürstensitz; Handel…

Jastorf-Kultur

(76 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Bezeichnung für Kulturgruppen der vorröm. Eisenzeit in Norddeutschland (Germanische Archäologie, mit Karte) nach dem Urnengräberfeld von Jastorf, Kreis Ülzen (Niedersachsen). Die Grabanlagen und -ausstattungen mit Schmuck, Tongefäßen und vereinzelt auch Waffen und Geräten sind typisch für die german. J. Sie ist die erste eisenverarbeitende Kultur im nordischen Raum. Eisen; Jevenstedt Pingel, Volker (Bochum) Bibliography H-J. Häßler (Hrsg.), Ur-und Frühgesch. in Niedersachsen, 1991, 380  G. Schwantes, Die Urnenfriedhöfe in Niedersachsen I 2, 1…

Hallstatt-Kultur

(864 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Die ältere Eisenzeit in Mitteleuropa wird als H. bezeichnet, nach dem Ort Hallstatt im Salzkammergut. Dort fand man um die M. des 19. Jh. ein großes Gräberfeld (über 1000 Bestattungen) mit reichhaltigem Fundmaterial, das als typisch angesehen wurde und noch im 19. Jh. zur Definition der H. führte. Der Fundplatz hat eine ganz besondere Bedeutung, da es sich um ein schon in der Eisenzeit intensiv abgebautes Salzbergwerk handelt [5; 11. 67-79]. Die H. umfaßt die Zeit von der M. des 8. Jh. bis zur M. des 5. Jh. v.Chr. Eine Frühphase (= ältere H.) dau…

Gürtel

(651 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Keltisch-Germanisch Seit dem E. des Neolithikums (3.Jt. v.Chr.) sind in Mitteleuropa G. im arch. Fundgut (meist Grabbeigaben) durchgängig nachgewiesen. Die G. selbst waren aus organischem Material (Leder usw.) und sind nicht erh., dagegen aber die (metallenen) Besatzstücke als Verschluß (G.-Haken/-Ringe) bzw. zur Verzierung (G.-Bleche). Aus der Frühphase (E. 3.Jt. v.Chr.) sind auch G.-Haken aus Knochen bekannt. In der Brz. (2.Jt. v.Chr.) wurden die G.-Teile meist aus Bronze gego…

Joldelund

(109 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] im Kreis Nordfriesland. Ein mod. untersuchtes german. Eisenproduktionszentrum der späten Kaiser- und frühen Völkerwanderungszeit (ca. 350-450 n.Chr.). Im Bereich einer dörflichen Siedlung mit mehreren bäuerlichen Gehöften erfolgte eine spezialisierte Verhüttung lokal vorkommender Raseneisenerze in mehreren hundert Rennfeueröfen, die auf ca. 8 ha verteilt gefunden wurden. Das gewonnene Roheisen wurde auf mehreren Schmiedeplätzen am Ort weiter aufbereitet. Die erforderliche Holzkoh…

Drehbank

(135 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Die D. ist in frühkelt. Zeit (6./5. Jh.v.Chr.) in der Hallstatt-Kultur indirekt an Bronzeknöpfen, Bernsteinperlen, Ringen aus Sapropelit usw. an Hand der Drehspuren nachweisbar. Auf der Heuneburg sind Werkabfälle einer Dreherei erhalten. Im 6. Jh.v.Chr. sind auch gedrehte Holzgefäße bekannt (Drechslerei). Die D. selbst kann nur aus ant. bzw. ma. Darstellungen und Quellen erschlossen werden; sie kam wohl früher als die Drehscheibe aus dem griech.-etr. Bereich über die Alpen. Auch …

Quellfunde

(129 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Wie im griech.-röm. Bereich kommt den Q. in den kelt. und german. Kulturen neben den Gewässer- oder Moorfunden eine besondere Bed. zu. Arch. Belege dafür sind v. a. der kelt. Thermalquellfund von Dux (Duchov) in Nordböhmen aus dem späten 4. Jh. v. Chr. und die german. Funde aus den Brodelquellen von Bad Pyrmont in Niedersachsen vom 1.-4. Jh. n. Chr. In beiden Komplexen dominieren mit Hunderten von Exemplaren die Fibeln (Nadel; z. T. mit Benutzungsspuren). Die Q. werden als Opfergaben im Rahmen eines Fruchtbarkeitskultes interpretiert. Germani…

Bad Nauheim

(98 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Kelten In der Wetterau gelegener Ort mit reichen Solequellen, die schon in spätkelt. Zeit (1.Jh. v.Chr.) als Salinen mit Briquetageresten (Gradierbecken, Öfen, Tonfässer, Formgefäße) ausgebeutet wurden. Siedlungsspuren im Stadtbereich, eine Abschnittsbefestigung auf dem Johannisberg, ein großes Brandgräberfeld sowie ein kelt. Münzschatz gehören zu diesem Wirtschaftszentrum. Augusteische Lagerspuren im Stadtgebiet und ein Versorgungslager i…

Oberdorla

(137 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Der Mooropferplatz von O., Kr. Mühlhausen (Thüringen) wurde 1957-64 vollständig ausgegraben, jedoch bisher erst in Teilen publiziert. Es handelt sich um einen germanischen Kultplatz, der vom 6. Jh.v.Chr. bis ins 4. Jh.n.Chr. benutzt wurde und in vorchristl. Zeit auch starke keltische Einflüsse aufweist. Im Moor waren durch Stein- oder Stangensetzungen verschiedene Kultbereiche abgetrennt, in denen überwiegend Fruchtbarkeitsopfer stattfanden, wie zahlreiche Tierknochen (bes. Rind …

Arras-Kultur

(77 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[English version] Nach dem Fundort A. benannte Kultur der jüngeren Eisenzeit (4.-1.Jh. v.Chr.) in der östl. Grafschaft Yorkshire (England), die hauptsächlich aus Grabhügeln mit quadratischen Einfassungen (Grabbauten; Bestattung) bekannt ist. In reichen (Krieger-) Gräbern ist die Beigabe von Streitwagen typisch. Neben Kontakten zur kelt. Kultur des Kontinents (kelt. Archäologie) werden heute starke indigene Traditionen betont. Pingel, Volker (Bochum) Bibliography B. Cunliffe, Iron Age Communities in Britain, 1974  I.M. Stead, Iron Age Cemiteries in East Yorkshire…

Mischwesen

(702 words)

Author(s): Green, Anthony (Berlin) | Pingel, Volker (Bochum) | Käppel, Lutz (Kiel)
[English version] I. Alter Orient und Ägypten M. sind in der Kunst des Alten Orients und Ägyptens mit Ausnahme der frühesten Perioden häufig belegt. In ihnen sind Elemente von zwei oder mehreren Tieren oder von Menschen und Tieren kombiniert. In Äg. wurden die Götter selbst oft als M. mit unterschiedlichen Formen dargestellt: Götter mit Tierköpfen, wie Amun und Chnum (Widder; Chnubis), Thot (Ibis), Horus und Re (Falke), Sebek (Krokodil), Anubis (Hund) und Chontamenti (Wolf oder Schakal); Göttinnen wie Bastet mit einem Katzenkopf oder…

Hirschlanden

(122 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] H.-Ditzingen, district of Ludwigsburg: finding-place of a stone statue of a warrior from the late  Hallstatt culture (6th/5th cents. BC). The ‘Stele of H.’, which is approximately life-size (extant H 1.50 m) and totally three-dimensional, represents the naked figure of a man with a conical hat or  helmet, mask (?), neck ring ( Torques),  belt and a typical Hallstatt dagger. It was lying at the edge of the encirclement wall of a burial mound from the late Hallstatt culture that it originally crowned. Its design shows both Graeco-Etruscan and local Celtic elements. …

Dwellings on flood resistant mounds

(248 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] These mound dwellings (German: Wurte) originated as individual farms in the marshes between Denmark and the Netherlands (where they are called terpen) in the Germanic settlement area along the southern North Sea coast in the 2nd/1st cents. BC during regression phases of the North Sea. In the course of subsequent cents., these locations were deliberately elevated into settlement mounds because of the rise in sea level and increasing numbers of storm floods. Mounds of several meters height that could co…

Enamel

(128 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] Coloured molten glass decoration applied to metal (mostly bronze). The Celtic  La Tène Culture (late 5th-1st cent. BC) was the heyday for enamel in Central Europe, the knowledge for it possibly originating in the Achaemenid East. The Celts used almost only red enamel (‘blood-enamel’), probably because of its similarity to  Coral.  Jewellery (fibulae, necklaces, parts of belts etc.), bronze vessels, and  weapons (helmets, swords) etc. were decorated with enamel. Workshops for enamel were found in   oppida in particular ( Bibracte). Ename…

Castellum

(529 words)

Author(s): Herz, Peter (Regensburg) | Huß, Werner (Bamberg) | Pingel, Volker (Bochum)
I. Roman [German version] [I 1] According to Veg. Mil. 3,8 ( Nam a castris diminutivo vocabulo sunt nuncupata castella) the castella are relatively small camps that are probably distinguishable from the permanent auxiliary camps and tended to be established in a rather ad hoc manner to secure supplies or as part of a larger fortification (Veg. Mil. ibid.). Castella are probably comparable in size and number of garrisons with the ‘small citadels’ of the limes or the burgi (Veg. Mil. 4,10: castellum parvulum, quem burgum vocant). Herz, Peter (Regensburg) [German version] [I 2] Rural part o…

Glauberg

(566 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] This item can be found on the following maps: Princely graves, Princely seats The G. is an early Celtic (5th cent. BC) princely seat with a princely grave ( Princes, tombs and residences of; s. also the map) that lies a good 30 km north of Frankfurt/Main on the eastern edge of Wetterau in Hesse. The G. rises as a high plateau c. 150 m over the plain; it comprises an area of c. 8 ha. Initial excavations took place already in the 1930s and were continued in the 1980s and 1990s, only then truly shedding light on the importance of the place. The G. was a…

Aylesford

(124 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] This item can be found on the following maps: Celts Late Celtic burial ground in Kent which gave its name to the A. culture in south-eastern England; cremation burials of the period between 50 BC and AD 50 are typical, and the burial gifts (Celtic lathe-turned ceramics and fibulae) demonstrate the existence of close connections with the Continent, which are possibly an indication of immigration of the  Belgae. The more sumptuous graves (e.g. Lexden) also contained ornamental bronze vessel fittings decorated in the Celtic style, amphorae and silver goblets. …

Nienburg Group

(107 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] Prehistoric finds assemblage of the 5th to 3rd cents. BC in central Lower Saxony, named after burial mounds near Nienburg on the river Weser (Germanic archaeology, map). It is the westernmost group of the Jastorf culture. Typical elements of the NG are cremation burials in mounds, certain types of pottery and adornments (earrings). Occasionally Celtic imports occur; there is also evidence for iron working. Celtic archaeology; Funerary architecture III.G; Iron; Jewellery Pingel, Volker (Bochum) Bibliography H.-J. Hässler, Ur- und Frühgeschichte in Niedersa…

Pins

(3,978 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Giesen, Katharina (Tübingen) | Niemeyer, Hans Georg (Hamburg) | Prayon, Friedhelm (Tübingen) | Steimle, Christopher (Erfurt) | Et al.
[German version] I. General Pins and needles (βελόνη/ belónē, περόνη/ perónē, ῥαφίς/ rhaphís, Latin acus) were put to a variety of uses in the ancient household: they were used for hair, garments and sewing. They were also a utensil, for example, in the work of doctors (Surgical instruments), sailmakers etc. Tattoos were also done using special needles. The shape of the pin, long and thin with one sharp end, has not changed since prehistoric times. In sewing needles, the head is generally unadorned and flat; …

Bog bodies

(199 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] Term for bodies or body parts of dead humans found in bogs, which ended up there for various, usually unclear reasons (e.g. sacrifice, punishment, burial, accident, battle). Most of the several hundred cases are from the bogs of northern Germany, Denmark and the Netherlands and date - in as far as can be determined (by carbon dating, pollen analysis) - predominantly to the later Iron Age (from c. 500 BC) and the Roman Imperial period of the centuries around the birth of Christ. Because of the mostly well-preserved state of the organic substances …

Agriculture

(7,403 words)

Author(s): Hruška, Blahoslav (Prague) | Pingel, Volker (Bochum) | Schneider, Helmuth (Kassel) | Osborne, Robin (Oxford) | Schreiner, Peter (Cologne) | Et al.
I. Near East and Egypt [German version] A. Introduction In the Near Orient (particularly the southern Levant and Syria) and Egypt, a fundamental change in the history of mankind occurred 12,000 years ago: the transition from the hunter-gatherer life of paleolithic times to neolithic agrarian society. In the so-called ‘fertile crescent’ and in Egypt, agriculture almost always included livestock farming. Agriculture also encompassed the planting of fruit trees, viticulture and horticulture. The methods of food production led to increasing freedom from dependency on e…

Preist construction

(207 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] Method of constructing fortifications from wood, stones and soil widespread through Central Europe during the Iron Age, in which the dry-stone wall fronts had vertical gaps positioned at regular intervals. Basically two types can be distinguished according to their construction: one in which the rear of the wall was similar, and layers of crossbeams were incorporated in the body of the wall, linking the two surfaces (Altkönig-Preist type), and another in which a raised earth ramp …

Glass

(1,832 words)

Author(s): Platz-Horster, Gertrud (Berlin) | Wartke, Ralf-B. (Berlin) | Pingel, Volker (Bochum)
(ὕαλος; hýalos or ὕελος; hýelos, vitrum) [German version] I. Methods of Glass Production Glass is a mixture of silicic acid (silicon dioxide, quartz or quartz sand) and alkali (soda, sodium bicarbonate or potash) as flux [2; 7; 8]. Since it was apparently unknown in antiquity that alkali makes the mixture water-soluble, only glass with sufficient lime to neutralize this reaction is preserved. Producers of raw glass (ὑελέψης; hyelépsēs or ὑαλοψός; hyalopsós) knew from experience which sand (ψάμμος ὑαλικός; psámmos hyalikós) or which calcareous plant ashes made the glass durable. Up i…

Viereckschanze

(201 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] Square or rectangular enclosure of sides about 80-100 m long with circumvallation and occasionally palisade walls. The interpretation of these structures, found in the Celtic settlement area from France to Bohemia, is still disputed. For the most part they are regarded as 3rd-1st cent. BC Celtic sanctuaries, with shafts for sacrifices and wooden cult buildings. Rich sacrificial finds from recent excavations in France (cf. [1]) - including evidence of animal and human sacrifice, e.…

Jevenstedt

(76 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] in the county of Rendsburg (Schleswig-Holstein). Burial ground of the Germanic pre-Roman Iron Age (6th-4th cents. BC) furnished with painted pottery vessels and iron slag, which indicates a privileged position within the  Jastorf culture and points to early iron production through contacts with the  Hallstatt culture. The presence of iron ore and slag mounds in the area is known, but cannot definitely be assigned.  Germanic archaeology;  Iron Pingel, Volker (Bochum) Bibliography H. Hingst, Jevenstedt, 1974.

Silver

(2,474 words)

Author(s): Riederer, Josef (Berlin) | Niemeyer, Hans Georg (Hamburg) | Pingel, Volker (Bochum) | Neudecker, Richard (Rome)
[German version] I. Definition Silver (ἀργύριον/ argýrion, ἄργυρος/ árgyros; Latin argentum) is a precious metal, which in Antiquity was extracted primarily by smelting silver-bearing ores of lead. Four different kinds occur naturally: 1. as pure silver; 2. as silver ore; 3. as a component of galena, the only economically interesting ore of lead; 4. in alloy with gold, i.e. as electrum (Elektron), in which the gold content can amount to less than 30 %. Pure silver is rare and its surface corrodes, so that…

Tumulus

(4,351 words)

Author(s): Steimle, Christopher (Erfurt) | Hiesel, Gerhard (Freiburg) | Jung, Reinhard (Berlin) | Hülden, Oliver (Tübingen) | Naso, Alessandro (Udine) | Et al.
(Latin 'hill', 'funerary mound', pl. tumuli; Greek τύμβος/ týmbos, σῆμα/ sêma; χῶμα/ chôma). I. Definition, distribution, function [German version] A. Definition Tumulusis a general term for a mound, as a rule artificial and usually round or oval in plan, associated with a burial ('burial mounds', as opposed, e.g., to prehistoric settlement mounds). Tumulus burial (‘mound burial’) describes all burials that have been covered by a mound. Tumulus is also used in archaeology as a technical term for burial mounds outsid…

Fortifications

(2,871 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basle) | Miller, Martin (Berlin) | Blech, Michael (Madrid) | Pingel, Volker (Bochum) | Baatz, Dietwulf (Bad Homburg)
[German version] I. Greece After the massive Mycenaean fortified palaces had been abandoned, several centuries passed before larger fortifications were again built in Greece. During the Geometric Period fortification construction in the motherland remained modest. Simple structures were built that left few if any remains, and the ruins of Mycenaean fortifications sufficed for protection requirements. However, citadels (acropoleis), peninsulas, and other topographically suitable locations were fortif…

Thorsberg Moor

(217 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] A peat bog in Süderbrarup (in Schleswig-Holstein), from which numerous finds of the most varied kinds, e.g. weapons, jewellery, tools, coins, textiles and pots, (1st cent. BC to 4th cent. AD) were recovered in the second half of the 19th cent. The place of the finds is interpreted as a central cult and sacrifice site for the Germanic Angle tribe. The objects found are also from Roman workshops among other places, and (as gifts or booty?) from Germanic tribes neighbouring to the so…

Funerary architecture

(5,482 words)

Author(s): Kammerer-Grothaus, Helke (Bremen) | Seidlmayer, Stephan Johannes (Berlin) | Hauser, Stefan R. (Berlin) | Niemeyer, Hans Georg (Hamburg) | Prayon, Friedhelm (Tübingen) | Et al.
[German version] I. Definition Funerary architecture (FA) refers to architectonically designed structures built above the contemporary ground level for the purpose of  burial, as opposed to underground hypogea, which have rooms for the cult of the dead and hero cult. Columbaria can combine both types. Hypogea with a ground level cult room influenced the early Christian martyria above the graves. Regarding further aspects of FA, cf.  Hypogaeum;  Maussolleum;  Necropoleis. Kammerer-Grothaus, Helke (Bremen) II. Egypt and the Near East [German version] A. Egypt The Egyptian buria…

Dürrnberg

(135 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] The D. near Hallein (Salzburg) was a centre of Celtic culture in Central Europe from the Hallstatt period (6th cent. BC). Early salt-mining brought the partly fortified settlement in the upper valley of the D. economic prosperity rendering it important well beyond the region. This is attested by rich burials, esp. from the early La Tène period (5th/4th cent. BC), with lavish grave-goods and many southern imports. D. lost importance in the late Celtic period (2nd/1st cent. BC), and the settlement shifted to the valley of the Salzach around Hallein.  M…

La Tène Culture

(575 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] Named after the archaeological site La Tène (field name) at Thielle on Lake Neuchâtel, Neuchâtel Canton, Switzerland. Soon after the discovery in the mid 19th cent., the La Tène Culture (LTC)/La Tène Period was recognized as typical of the later Iron Age in much of Central Europe and neighbouring areas. The site itself is, however, not particularly typical of the LTC, firstly because it offers a cross-section of finds (above all weapons and iron implements, wooden parts, etc.) tha…

Pottery, production of

(2,347 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum) | Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
[German version] I. Celtic-Germanic civilizations The manufacture of pottery in the Celtic and Germanic world is characterized by two shaping processes: 1) freehand moulding without any technical aids and 2) shaping on the potter’s wheel. Until the early Celts adopted the high-speed wheel from the Mediterranean world, coiling pots by hand and other freehand shaping methods were the sole methods and remained in practice into the Middle Ages to varying degrees. In central Europe, pottery thrown on potters’ wheels in local shops from the early Celtic 'princely seats' …

Sword

(862 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon) | Pingel, Volker (Bochum)
[German version] I. Classical Antiquity The sword used in Rome's early period is referred to as ensis or gladius in the transmission (Verg. Aen. 7,743; 9,431; 12,458; Liv. 1,43,2). According to Livy, the soldiers of the first three classes ('divisions') in the Servian order of centuriae were equipped with swords (Liv. 1,43,2). The Gallic sword was longer and had no pointed tip, the Hispanic sword was short, had a tip and was more suitable for thrusting than for slashing (Liv. 22,46,5). In the period of the 2nd Punic W…

Oberdorla

(164 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum)
[German version] O. is a bog in the district of Mühlhausen (Germany) where sacrifices were made. It was completely excavated 1957-1964, but published only in parts until now. It is a Germanic cult site that was used from the 6th cent. BC to the 4th cent. AD and which shows strong Celtic influences in the pre-Christian period. In the bog, various cultic areas were demarcated by stones or poles. Numerous animal bones (especially from cows and horses) and remains of sacrificial meals show that the si…
▲   Back to top   ▲